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Niemand wollte heute die Mitsubishi-Aktie kaufen: Hier setzte die Börse in Tokyo heute den Schlusskurs fest

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FMW-Redaktion

Die Mitsubishi-Aktie ist aber mal so richtig in Mitleidenschaft gezogen worden durch ihren gestern bekannt gewordenen Abgasskandal. Da man ja in den Folgemonaten gesehen hat, was so eine Affäre mit Volkswagen gemacht hat, gerieten die Börsianer in Tokyo noch viel mehr in Panik als in Deutschland bei Volkswagen. Gestern bereits verlor die Mitsubishi-Aktie von 861 auf 730 Yen satte 15,2%.

Heute früh dann in Tokyo? Anleger versuchten in Panik weiter zu verkaufen. Aber nichts da – es gab keine Käufer, das Orderbuch war damit nicht funktionsfähig. Was machte die Börse? In logischer Konsequenz setzte sie die Aktie vom Handel aus. Aber das war noch nicht alles. Die Börse in Tokyo trug einfach so den Schlusskurs für heute bei 583 Yen ein, exakt -20% zum gestrigen Schlusskurs – das ist nämlich das maximal mögliche Tagesminus an der Tokyoter Börse.

Interessant. Die Börse selbst setzt den Handel aus, setzt aber einen Schlusskurs fest. Klingt lustig oder nicht so aufregend, aber damit entscheidet sie ohne Angebot und Nachfrage, wie viel der Autobauer noch wert ist – unglaublich. Noch schlimmer: Sollte die Aktie morgen früh wieder handelbar sein, werden sich die Börsianer vermutlich am heutigen „Schlusskurs“ von 583 Yen als Ausgangspunkt orientieren. Vielleicht wäre der Kurs bis heute zum Handelsschluss gar nicht so tief gefallen, wenn er denn noch zustande gekommen wäre. Aber dass die Börse einfach so das maximale Tagesminus festlegt, ist einfach unglaublich. Die Charts zeigen einen Strich für den letzten Kurs bei 583 Yen an, aber ohne Kursverlauf – genau so war es ja auch.

Und fundamental? Natürlich gibt es bereits die ersten Downgrades, obwohl noch überhaupt kein Ausmaß des potenziellen Schadens bekannt ist. Citi z.B senkte sein Kursziel für die Mitsubishi-Aktie drastisch auf 430 Yen. Folgen dürften Ratingagenturen usw. Klar ist: Mitsubishi ist der kapitalschwächste Autobauer in Japan, und nicht ansatzweise mit Volkswagen zu vergleichen was die Liquidität angeht – deswegen wohl auch die große Nervosität der Börsianer.

Mitsubishi-Aktie 2
Die Mitsubishi-Aktie seit Anfang dieser Woche.

Mitsubishi-Aktie
Die Mitsubishi-Aktie seit September 2015.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    KARL MÜLLER

    21. April 2016 16:25 at 16:25

    Hmm, schon krass. Aber da hätte doch ein Spaßvogel z. B. einfach ein Kauflimit für 10 STK bei 300 eingeben können. Sobald es eine unlimitierte Verkaufsorder für mind. 10 STK gegeben hätte wäre doch Ausführung gegeben und ein Kurs regulär zustandekommen … Den Spaß hätte sich ein Broker ruhig mal machen können. 😀

    VG KARL

  2. Avatar

    Jan

    21. April 2016 21:04 at 21:04

    Ich denke, die werden nicht grundlos aus heiterem Himmel und Spaß an der Freud so vorgegangen sein.
    😉

    Bin auch mal gespannt, wie es sich weiter entwickeln wird!

  3. Avatar

    Steven

    22. April 2016 12:12 at 12:12

    Ja nu !

    Wenn der verkäufer 100% bietet und es keinen Käufer gibt als null% , dann könnte man auch zu einem Abschlag( Mitte) bei 50% kommen .

    Also noch ein gutes Ergebnis !?

    Das es NULL Käufer gab ist aber auch ungewöhnlich ! Keine algos , keine Voreiligen , niemand ??

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Apple-Quartalszahlen heute Abend – die Vorschau

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Apple iPhone Beispielfoto

Apple meldet heute Abend nach Börsenschluss in New York seine Quartalszahlen. An dieser Stelle bieten wir einen kurzen Ausblick auf das, was erwartet wird. Laut Sophie Schimansky seien die Erwartungen an der Wall Street für heute sehr hoch. Als Indikator für ein gutes Quartal betrachte man vor allem, dass Apple seine Zulieferer angewiesen habe im 1. Halbjahr 80 Millionen iPhones herzustellen, und damit 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Kann man also auch annehmen, dass im vorigen Weihnachtsquartal auch schon viel los war bei den iPhone-Verkäufen?

Vor allem die Geschäfte mit den airpods (drahtlose Kopfhörer) soll angeblich super gelaufen sein im letzten Quartal. Für den Gesamtumsatz wird bei Apple ein Wert von um die 88 Milliarden Dollar erwartet nach 84,3 Milliarden Dollar im 4. Quartal 2018. Beim Gewinn pro Aktie erwartet man 4,54 Dollar nach 4,18 Dollar vor einem Jahr. Dass Apple diese Erwartungen fast schon übertreffen muss, zeigt der enorme Kursanstieg der Apple-Aktie. In den letzten vier Monaten alleine stieg sie um 39%. Also ist schon eine sehr hohe Euphorie eingepreist!

Die Hoffnung liegt grundsätzlich darin, dass Apple es wie erhofft schaffen kann, sich von aus der totalen Abhängigkeit vom iPhone zu lösen. Daher werden airpods, Apple Pay, Streaming uvm immer wichtiger. Dort soll und muss das Wachstum herkommen, auch wenn Apple heute bei den iPhones genau so gute Zahlen hinlegen soll. Dazu zitieren wir hier auch einige Worte von den Experten von investing.com:

Die Aussichten auf eine starke Ausweitung der iPhone-Verkäufe durch die 5G-Technologie, die schnell steigenden Umsätze mit den AirPods, Smartwatches und Dienstleistungen von Apple wie Streaming-Musikabonnements und mobilen Zahlungen haben die Überzeugung gestärkt, dass es dem Unternehmen gelingt, die Abhängigkeit vom zyklischeren Hardware-Geschäft zu verringern und es auf dem Weg ist, ein Dienstleistungsunternehmen zu werden. Das Wachstum bei den Dienstleistungen im letzten Jahr half Apple, den Rückgang des iPhone-Geschäfts um 14% auszugleichen.

Vielleicht wird genau die folgende Story heute nachbörslich die Aktie weiter pushen: Die Dienstleistungen aller Art wachsen immer besser, und lassen den prozentualen iPhone-Anteil an den Gesamtumsätzen weiter sinken. Und gleichzeitig kann der Umsatz bei den zuletzt kriselnden iPhones auch wieder zulegen. Kommt es so, könnte die Börse nachbörslich positiv reagieren, trotz des schon hohen Kursniveaus.

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Sophie Schimansky LIVE zum Handelsstart in New York – Corona-Virus und Apple-Zahlen

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Auch heute berichtet Sophie Schimansky als Vertretung von Markus Koch LIVE zum Handelsstart an der Wall Street. Im Fokus stehen heute das Corona-Virus und die Zahlen von Apple, die heute Abend verkündet werden.

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Florian Homm über seine größten Investment-Fehler

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Florian Homm hat bekanntlich ein großes Rad gedreht an den Finanzmärkten. Homm wurde 1994 als bester europäischer Hedgefonds-Manager ausgezeichnet – und mußte dann schon im Jahr 1995 Lehrgeld bezahlen, nachdem ihm aufgrund der vorherigen Auszeichnung viele Gelder zugeflossen waren. Daher sagt Florian Homm: immer demütig bleiben – und vor allem die eigenen Fehler analysieren und aus ihnen lernen. In einem Interview mit FMW hatte Florian Homm diese Erfahrung und seine daraus resultierende Haltung so auf den Punkt gebracht:

„Das war eine harte Lektion für mich. Daher ist es ganz wichtig, dass mein sein Ego zügelt und die Emotionen komplett rauslässt, aber dennoch mit Passion bei der Sache ist. Man muss jeden Tag bereit sein, dazu zu lernen. Dagegen jetten etwa viele Fondsmanager von einem Event zum nächsten und glauben, Sie wären Halbgötter – dabei laufen die meisten Fonds eher schwach und bieten eigentlich wenig Mehrwert, da sie in Krisenzeiten genauso voll investiert sind wie in Boomzeiten.“

In folgendem Video spricht Homm vier grundsätzliche Fehler an, die er in seiner 40 Jahre währenden Zeit als Investor gemacht hat:

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