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Aktien

Wall Street: Diese Aktien zeigen den ganzen Wahnsinn jenseits der RealitÀt, manipuliert durch ETFs

Wer einen Beleg dafĂŒr haben möchte, dass es an der Wall Street nicht mehr um RealitĂ€t geht, sollte sich die Entwicklung der „MCBM“-Aktien (McDonaldÂŽs, Boeing, Caterpillar, 3M) anschauen, die deutlich besser laufen als die FANG-Aktien. Der Grund: Verzerrungen durch ETFs, die zu einer Verdopplung der Bewertungen gefĂŒhrt haben – bei gleichzeitig negativem Umsatzwachstum der Firmen!

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Von Markus Fugmann

Alle Welt spricht von den FANG-Aktien, also den großen US-Tech-Werten Facebook, Amazon, Netflix und Google, die als Schwergewichte in den jeweiligen Indizes viel dazu beigetragen haben, dass die Wall Street von einem Allzeithoch zum nĂ€chsten eilte. Aber sieht man genauer hin, so gibt es einige Aktien, die jĂŒngst viel Aufmerksamkeit in den USA auf sich ziehen und als „MCBM“ bezeichnet werden (gesprochen „Mac-Bim“). Gemeint sind damit die Aktien von McDonald’s, Caterpillar, Boeing und 3M, die sich seit Mitte 2017 deutlich besser entwickelt haben als die FANG-Aktien (blaue Linie im Chart):

All das sind Firmen der „old economy“, betreiben also ein klassisches GeschĂ€ft, nicht sehr aufregend. Aber zuletzt sind diese Aktien geradezu explodiert – auch was die Bewertungen dieser Firmen betrifft: sie handeln nun bei mehr als der doppelten durchschnittlichen Bewertung der letzten 20 Jahre! Aber warum? Weil das GeschĂ€ft so bombig lĂ€uft, viel besser als frĂŒher? Nein, das Gegenteil ist der Fall! WĂ€hrend sich die Bewertungen dieser Aktien verdoppelt haben, zeigt das Umsatzwachstum deutlich nach unten seit dem Jahr 2015, kĂŒrzlich ist es sogar negativ geworden, sprich die UmsĂ€tze sinken sogar leicht (siehe hierzu die Charts im Felder-Report)!

Warum aber steigen diese Aktien dann so massiv, und zwar stĂ€rker als die eigentlich Wachstums-starken FANG-Aktien? DafĂŒr gibt es genau drei GrĂŒnde: AktienrĂŒckkĂ€ufe durch die Firmen, Dividenden und ETFs.

Blickt man auf die ETFs, so zeigt sich: alle vier Aktien werden von ETFs massiv ĂŒbergewichtet, schon aus Dividenden-GrĂŒnden. So findet sich die Boing-Aktie in 83 der meistgehandelten ETFs ĂŒbergewichtet (unter den Top 15-Aktien), 3M in 44 der ETFs, McDonaldÂŽs in 32 ETFs und Caterpillar in 25 ETFs. Alle vier Aktien bieten eine gute Dividendenrendite, und da die Firmen in der Vergangenheit gerne ihre eigenen Aktien zurĂŒck kauften, werden sie von ETF-Anbietern hoch gewichtet.

Der spektakulĂ€re Anstieg der MCBMs liegt also null komma null an deren Fundamentaldaten, von denen sich die Bewertungen komplett abgekoppelt haben inzwischen, vor allem angesichts der negativen Tendenz des Umsatzwachstums. Wichtiger sind scheinbar Faktoren, die mit der Realwirtschaft – mithin also den Betriebsergebnissen und den Zukunfts-Aussichten dieser Firmen – ĂŒberhaupt nichts mehr zu tun haben!

Daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese vier Aktien die Hauptprofiteure des ETF-Hypes sind, ohne den ihre Bewertungen sehr wahrscheinlich niemals so explodiert wĂ€ren! Anleger, ob Profi oder Privatanleger, kaufen nicht die Einzelaktien, sondern die ETFs, in denen die MCBMs stark gewichtet sind – und sorgen so fĂŒr das Kurs-Wunder jenseits der fundamentalen Daten.

Das alles zeigt, wie sehr inzwischen die ETFs die MĂ€rkte verzerren, wie wenig es hier noch um so etwas wie RealitĂ€t geht. FrĂŒher oder spĂ€ter aber werden MĂ€rkte immer wieder „realistisch“ – es ist nur eine Frage der Zeit. Die ETFs aber werden dann so etwas wie ein Brandbeschleuniger, wenn die AktienmĂ€rkte eines Tages in die andere Richtung laufen..

16 Kommentare

16 Comments

  1. leser

    30. Januar 2018 13:14 at 13:14

    Lesenswert auch der heutige Artikel des von mir sehr geschĂ€tzten Chris Martenson https://www.goldseiten.de/artikel/362729–Der-Gipfel-der-Realitaetsverweigerung~-Wie-wir-blauaeugig-auf-den-Crash-zusteuern.html

    Er hat den Link zu einer Abfrage bei finviz.com mit reingestellt. Dort sind 236 Unternehmen gelistet mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 2 Mrd. $ und einem KGV von > 50. KGV’s von > 190 sind aber auch keine Seltenheit. Sein Kommentar dazu: „Diese hohen Werte bedeuten, dass die Anleger bereit sind, mehr als 190 Jahre zu warten, bis das Unternehmen bei den aktuellen Kursen einen Gewinn je Aktie in Höhe der ursprĂŒnglich investierten Summe erwirtschaftet hat. Das ist, ehrlich gesagt, der reinste Wahnsinn.“

    • Feldmaen

      30. Januar 2018 14:45 at 14:45

      „Diese hohen Werte bedeuten, dass die Anleger bereit sind, mehr als 190 Jahre zu warten, bis das Unternehmen bei den aktuellen Kursen einen Gewinn je Aktie in Höhe der ursprĂŒnglich investierten Summe erwirtschaftet hat. Das ist, ehrlich gesagt, der reinste Wahnsinn.“

      Vielleicht erwarten die Anleger aber auch dass sich der Gewinn des Unternehmens jedes Jahr verdoppelt, dann wÀren es nur so viele Jahre Jahre wie der Logarithmus zur Basis 2. WÀren dann bei einem KGV von 190 nur 7,57 Jahre.

  2. foxxly

    30. Januar 2018 13:40 at 13:40

    dies ist alles ein substanzloser Hype. das Wachstum basiert hauptsĂ€chlich nur noch auf Kredit. Es ist ein lupenreines Ausbeutesystem das die Arbeitskraft und die Ersparnisse der Masse brutal eintreibt. Ginge es ausschließlich um die Menschen und deren Wirtschaft, dann könnte man ja den Menschen viel mehr Geld geben (statt den Banken, oder der Industrie direkt) damit könnten sie ja auch den konstum steigern.
    Der Zeitpunkt naht, wo Menschen zuwenig Geld haben werden um den Konsum zu tĂ€tigen, der fĂŒr den Gewinnwachstum der Wirtschaft notwendig ist. Der crash dĂŒrfte vorher kommen, um die Menschen von den wirklichen Ursachen abzulenken.

    • Dieter G.

      31. Januar 2018 10:18 at 10:18

      Kleiner Einwurf meinerseits. Wachstum basiert immer auf Nachfrage, die dann ggf. durch Kreditierung aufrecht erhalten wird. Wenn also alle Nachfrager in die Karibik wollen, hierfĂŒr jedoch ein Darlehen aufnehmen mĂŒssen, ist das Darlehen nicht fĂŒr die Karibiknachfrage verantwortlich.

      Unser Wirtschaftssystem beruht auf gegenseitiger Ausbeutung. Wenn man es denn so bezeichnen will. Unternehmen sind auf die Arbeitskraft der Mitarbeiter angewiesen, die Mitarbeiter wiederum auf die LiquiditĂ€t des Unternehmens. Und zu guter letzt kommt der Staat, und „beutet“ beide Seiten aus. Finde den Fehler.

      NatĂŒrlich werden die Nachfrager irgendwann zu wenig Geld haben. Weil sie in der Nachfrage völlig ĂŒbertrieben haben. Da wurden Eigentumswohnungen mit 10% EK kreditiert, das Auto zu groß und ebenfalls kreditiert, die neue Wohnungseinrichtung auf 20 Jahre finanziert, am Familienurlaub in Neuseeland hat man in den kommenden 5 Jahren mit jeder Darlehensrate nette Erinnerungen.

      Was Du machst ist die Verantwortung der Nachfrager zu verneinen. Du bist doch derjenige, der das neueste iPhone habe will, oder das Auto, oder die Eigentumswohnung / Haus usw. usw. usw.. Gib den Menschen mehr Geld, und ein Großteil davon wird wiederum versickern in den Weiten der MĂ€rkte.

      Die wirkliche Ursache fĂŒr einen Crash, wenn man es denn unbedingt so bezeichnen will, bist Du, ich, Dein Nachbar, Tante Else und Onkel Gerd. Weil eben die NachfragemĂ€rkte gesĂ€ttigt sind.

      Liebe GrĂŒĂŸe

      Dieter

  3. PK

    30. Januar 2018 14:43 at 14:43

    Nochmal ETF fĂŒr AnfĂ€nger:
    Die investieren in die jeweiligen Indizes entsprechend der Marktkapitalisierung der Unternehmen. Es gibt dabei keine besonders bevorzugten Aktien.
    Sind es Dividenden ETF, dann werden natĂŒrlich Aktien mit hoher Dividente ĂŒbergewichtet, dabei kommt es aber immer auf die Dividendenrendite an.
    Steigen diese Aktien also im VerhÀltnis zur Dividende zu stark an, dann werden die wieder entsprechend weniger gewichtet und andere zugekauft.
    Dow Jones ETF spielen im Vergleich zum Spider (SPY) ĂŒbrigens sowieso fast keine Rolle (deutlich weniger als 1/10 des Volumens).
    Die Argumentation, wieso genau diese 3 Aktien so abgegangen sind, kann ich daher nicht so nachvollziehen.
    Das ETF Universum ist inzwischen riesig, man kann sich wirklich nach Thema alles aussuchen was man will.
    Den MSCI World wĂŒrde ich derzeit auch nicht mehr kaufen.
    Aber es gibt ja genauso Small Caps ETF usw.

  4. Sprenzi

    30. Januar 2018 14:54 at 14:54

    @leser: Herzlichen Dank fĂŒr den Hinweis! Ein sehr guter Artikel, sauber recherchiert und der Wahrheit entsprechend!

  5. Pingback: Mal was ganz Besonderes! | das-bewegt-die-welt.de

  6. Marko

    31. Januar 2018 00:30 at 00:30

    „Der spektakulĂ€re Anstieg der MCBMs liegt also null komma null an deren Fundamentaldaten“

    Leider falsch, die „Fundamentaldaten“ sagen mir, dass jene Aktien , mit einer „guten Dividendenrendite“ mir als Investor eine Rendite bieten , die ĂŒber dem „sicheren „Anleihemarkt“ liegt.
    Jene Aktien dĂŒrfen ruhig keine Internet was-weiß-ich Aktien sein !
    Fakt ist und bleibt : Der Anleihemarkt ist zu teuer ! Viel Spaß beim Geld verlieren, liebe BĂ€ren, wir Bullen freuen uns ! 😀

    “ Wichtiger sind scheinbar Faktoren, die mit der Realwirtschaft – mithin also den Betriebsergebnissen und den Zukunfts-Aussichten dieser Firmen – ĂŒberhaupt nichts mehr zu tun haben!“

    Wenn die Politik der EZB mit der Realwirtschaft was zu tun hat, dann bitte Anleihen kaufen ohne Ende (Bufu 170 – 180) ?, weil : dann stĂŒnde der Crash der „Aktien-Realwirtschaft“ kurz bevor ?

    Na dann… 😀

  7. Beobachter

    31. Januar 2018 09:22 at 09:22

    Rat an Herr Fugmann,
    Sie sollten jeweils vor Veröffentlichung der Kommentare das “ GUT ZUM DRUCK“ bei Marko einholen, dann mĂŒsste er nicht immer ihre Superanalysen als falsch deklarieren????
    Dass die ETFs weniger GebĂŒhren haben ist jedem klar ,weil es eben keine Analysten braucht.Das Problem ist genau wie Herr Fugmann erwĂ€hnt,dass die genannten Titel in den meisten ETFs enthalten sind ,darum auch steigen,und was am besten lĂ€uft wird weiter gekauft.Dass gewisse Titel noch durch AktienrĂŒckkĂ€ufe auf Kredit oder Dividendenerhöhung auf Kosten von RĂŒcklagen oder Investitionen ( stehe GE ) gepusht werden ist nur die Spitze des Irrsins.

  8. PK

    31. Januar 2018 09:39 at 09:39

    @Beobachter:
    „Das Problem ist genau wie Herr Fugmann erwĂ€hnt,dass die genannten Titel in den meisten ETFs enthalten sind ,darum auch steigen,und was am besten lĂ€uft wird weiter gekauft.“

    du kannst im obigen Zitat von dir ETF mit „Aktive Fonds“ austauschen und es stimmt ganz genauso. Es gibt auch unter den aktiven genauso Dividenden Fonds. Und grundsĂ€tzlich haben die Fonds immer die Gewinner kumuliert und das hat auch frĂŒher zu einer Versteilung von Bewegungen gefĂŒhrt.
    Und nochmal:
    Die VolumenstÀrksten ETF sind der Spider. Da sind alle US Werte entsprechend der Marktkapitalisierung gewichtet. Also Amazon, Google an erster Stelle usw.
    Spezielle Dow Jones ETF spielen fast keine Rolle.

  9. Beobachter

    31. Januar 2018 10:03 at 10:03

    @P.K. Noch ein Argument dass ETFs als Brandbeschleuniger wirken.
    Ich habe mehrmals gelesen,dass diese Fonds immer voll investiert sind, ( ist ja auch der Sinn dieser Anlage)
    Ist doch logisch,dass In der Jahrhunderthausse fast alle ETFs Long sind, u. wenn es kehrt werden diese stark gewachsenen Volumen wie M. Fugmann beschrieben eben das lustige Spielchen umkehren.
    Noch eine andere Sache, gemÀss ihren Kommentaren
    sind Sie vom Permabullen mindestens kurzfristig zu einem KuschelbÀren mutiert ( Sie haben einen grossen Teil der Buchgewinne zu echten Gewinnen gemacht)
    Ich vermute ,dass Sie einen guten Zeitpunkt erwischt haben!

    • PK

      31. Januar 2018 11:07 at 11:07

      @Beobachter
      Das stimmt, die ETF investieren alle Gelder sofort (und ziehen die entsprechend wieder ab). Daher sind es exakt die Anleger der ETF, die ĂŒber die Kurse entscheiden.
      Aber:
      Die durchschnittliche Cashquote der aktiven Fonds liegt bei nur 5%.
      Interessanter ist als dieser Wert ist aber die recht geringe Variation.
      Da gehts vielleicht um +-2%.
      Da sich die aktiven Fonds in der Summe aber zyklisch verhalten (und genau deshalb auch schlechter abscheiden als ETF), kann man von denen keine dÀmpfenden Effekte auf Marktbewegungen erwarten, ganz um Gegenteil.
      Ich verstehe nicht, warum meine Argumentation einfach nicht verstanden wird.
      NatĂŒrlich fallen die MĂ€rkte wenn Gelder aus ETF abgezogen werden, das ist doch gar nicht der Punkt.
      Die Frage ist doch, was wÀre anders wenn die Anleger nicht in ETF sondern in aktiven Fonds investiert wÀren.
      Meine Behauptung: Im Mittel der aktiven Fonds wÀren die Anleger in GENAU den gleichen Aktien investiert !! Es geht NUR um den Mittelwert. Einzelne Fonds weichen sicher ab, aber im Mittel gibt sich das nicht viel.
      Glaubt doch nicht diese immer wiederkehrende Argumentation der Finanzlobby. Da gehts um 100er Milliarden an Provisionen und Kick Backs. Es wundert mich daher keineswegs, daß daher mit so einer Vehemenz so ein Unsinn ĂŒber ETF verbreitet wird. Es bleibt aber einfach falsch.
      Mich Àrgert dann einfach, wenn auf einer an sich hochwertigen Informationsplattform dieser Unsinn auch noch immer wieder nachgeplappert wird. FMW ist doch hoffentlich unabhÀngig von der Finanzlobby ??
      Ich selber verdien nichts an dem einen oder anderen, ich möchte nur aufklÀren.

    • PK

      31. Januar 2018 11:23 at 11:23

      @Bebachter
      „Ich vermute ,dass Sie einen guten Zeitpunkt erwischt haben!“
      das werden wir sehen.
      Ich bin aber nicht so dreist das genaue Hoch erwischen zu wollen. Ich bin mit dem meisten Geld seit 2008/09 drin und da kann ich mich auch dann nicht beschweren, wenn ich um 2 Monate falsch liegen sollte.
      Du wirst dich erinnern können, daß ich hier seit Jahren vor einem vorschnellen Ausrufen des Endes dieser Hausse gewarnt habe.
      Nun bin ich aber zu 90% sicher, daß ich irgendwann 2018/19 nochmal deutlich billiger reinkommen werde.
      Langfristig macht zu viel Cash aber absolut keinen Sinn, das bleibt weiterhin mein Credo. Denke aber Gold wird Aktien in den nÀchsten 2 Jahren locker schlagen.

  10. Beobachter

    31. Januar 2018 12:27 at 12:27

    @P.K. Logisch, wenn man schon lange drin ist u.ca.300% im Gewinn ist kann man die Hausse auch ausreizen.
    Ich wehre mich nur immer, wenn heute noch die Mehrheit der Anlageberater mit dem Argument,dass Aktien langfristig unschlagbar sind, Neueinsteiger in Aktien drÀngen.Wer heute plus/ minus 2Monate Aktien kauft,hat ein Verlust/Gewinn- VerhÀltnis von ca.50% zu 10%
    Es gibt hochdotierte Kenner,die sagen ,dass mit US-Aktien die nÀchsten 10Jahre nichts mehr zu gewinnen ist.

    • Columbo

      31. Januar 2018 13:12 at 13:12

      @Beobachter
      Das Risiko ist, daß man als Crasherwarter oder auch nur einfacher BĂ€r möglicherweise ĂŒberhaupt nie in den Aktienmarkt einsteigt, denn etwas ist immer. Seit 10 Jahren drin zu sein mit 300% Gewinn war/ist nicht so einfach, da mußte man schon emotionslos und sehr erfahren oder ein Zocker sein. 2012 glaubten auch „hochdotierte Kenner“ an das Aus fĂŒr den Euro und empfahlen Gold statt Aktien. Dann Brexit, Frankreichwahl, Italienreferendum, Konjunktur usw., das sah ziemlich dĂŒster aus. Da hĂ€tte man laut hochdotierten Kennern auch nicht einsteigen dĂŒrfen. Langfristig bringt eher die Seitenlinie Verlust.

      • PK

        31. Januar 2018 13:44 at 13:44

        das ist der Punkt. Langfristig macht man weniger kaputt wenn man mal einen Crash voll erwischt als nicht dabei zu sein.
        Ich gehör aber auch zu denen, die aktuell empfehlen (und ich werde wirklich oft gefragt), aktuell nur mit kleinen Positionen reinzugehen (um mal den Fuss ins Wasser zu halten).

        P.S. Sind die pösen ETF jetzt auch an den guten Boeing Zahlen schuld ?

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Aktien

Neuer MDax-Wert „Sartorius AG“: Versucht da jemand die Aktie mit Negativ-Propaganda nach unten zu drĂŒcken?

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am

Die Aktie des Pharmazulieferers und LaborausrĂŒsters Sartorius AG wird gemĂ€ĂŸ VerkĂŒndung der Deutschen Börse vom 6. September am 24. September in den MDax aufgenommen. Die Marktkapitalisierung liegt inzwischen bei mehr als 10 Milliarden Euro. Die Aktie ist also keine kleine Nummer mehr. Der Kursanstieg kann sich mehr als sehen lassen. Allein in den letzten vier Jahren stieg die Aktie von 25 Euro auf jetzt 146 Euro.

Der Aufstieg in den MDax ist der zweitbeste Ritterschlag in Sachen Aufmerksamkeit (die Nummer 1 ist die Aufnahme in den Dax). Wir wollen in diesem Artikel in keinster Weise eine Bewertung fĂŒr die Aktie abgeben, und auch nicht eine Kauf- oder Short-Empfehlung aussprechen. Es geht nur um das doch recht merkwĂŒrdige „Gebaren“ eines gewissen Thomas Vialando, wenn das denn ĂŒberhaupt sein richtiger Name ist.

Alleine in den letzten zwei Wochen kam von dieser Person drei Mal eine Email an unsere Redaktion. Wie wir sehen können, wurde diese Mail in Kopie an mehr als 60 Banken, Hedgefonds, Analysefirmen und Finanznachrichtenportale geschickt. Es geht also um eine Rundmail, die möglichst viel Aufmerksamkeit erreichen soll. Jedes Mal lautete die Überschrift der Email „BetrĂŒgerische Kursmanipulation bei Sartorius Vz“. In seiner Mail lĂ€sst sich der Autor darĂŒber aus, dass der Kursanstieg der Satorius-Aktie durch betrĂŒgerische Manipulation entstanden sei.

Die Aktie sei völlig ĂŒberbewertet. Dazu von unserer Seite der Hinweis: Das KGV der Aktie lag 2017 bei 37, und fĂŒr 2018 wird ein KGV von 64 erwartet. Das ist vielleicht nicht gerade gĂŒnstig, aber bei Highflyer-Aktien kommt es immer wieder zu langjĂ€hrig hohen KGVÂŽs – weil die Börsianer eben Phantasie nach oben kaufen. Wurde diese Aktie durch Betrug nach oben getrieben? Allein schon die Aufmachung und Marktschreier-Rhetorik des Email-Autors lĂ€sst doch arg an seiner SeriositĂ€t zweifeln. So rĂ€t der Autor dringend dazu die Aktie zu verkaufen.

Man kann durchaus vermuten, dass der Autor ein Eigeninteresse haben könnte. Hat er oder haben Leute aus seinem Umfeld vor geraumer Zeit die Aktie leerverkauft, und sitzen jetzt auf großen Verlusten? Oder shorten sie die Aktie gerade jetzt, und versuchen mit solchen reißerischen Massen-Mails Analysten und Nachrichtenportale zu beeinflussen, damit sie negativ ĂŒber die Aktie von Sartorius berichten? Das kann man nicht mit 100% Genauigkeit sagen, aber die Vermutung liegt doch nahe.

Laut diesem Herrn „Vialando“ wĂŒrden viele Analysten die „schlimme Wahrheit“ ĂŒber diese Aktie verschweigen, weil sie am „Kuchen mit naschen“ wĂŒrden. Die einzige korrekte Empfehlung sei es laut Vialando die Aktie zu verkaufen (Strong SELL). Das sage aber niemand. Unsere Meinung: Falls Sie auf so eine Mail dieses Herrn oder von anderen Personen stoßen sollten, oder falls Sie irgendwo auf irgendeiner Webseite solche reißerischen und extrem ĂŒberdrehten Formulierungen höheren sollten: Es ist Vorsicht geboten!

Wie gesagt: Wir von FMW empfehlen zu dieser Aktie gar nichts. Wir wollen nur darauf hinweisen, dass möglicherweise jemand versucht mit einer geschickten Manipulation der Börsen-Öffentlichkeit den Kurs dieser Aktie nach unten zu drĂŒcken. Ob die Aktie wirklich ĂŒberbewertet ist, ob die Bilanz gesund ist? Schauen Sie doch einfach selbst genau in die Zahlen des Unternehmens und die allgemein zugĂ€nglichen Kennzahlen zur Aktie! Wenn allzu reißerische Marktschreier-Infos ganz klar zu 100% sagen, dass sie verkaufen sollen, sollten Sie hellhörig werden, dass hier jemand möglicherweise versucht ihr Verhalten als Anleger zu manipulieren.

Sartorius  AG
Die Aktie der Sartorius AG seit 2007.

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Aktien

Tesla: Nach den Eskapaden von Elon Musk wartet eine impulsive Rally..

Die Aktie von Tesla steht unmittelbar vor einer neuen sehr profitablen Rallye..

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am

FĂŒr die Aktie von Tesla hatte ich, in meiner Betrachtung vom 26.03.2018 den Abverkauf bis 217 $ prognostiziert. Damit sollte eine grĂ¶ĂŸere Korrektur abgeschlossen und einer grĂ¶ĂŸeren Rallye die TĂŒr geöffnet werden. Diesem Anspruch konnte die zwischenzeitliche Performance auch weitestgehend gerecht werden. Selbst die temporĂ€ren Erwartungen konnten nahezu punktgenau erfĂŒllt werden, wie die Zeitlineale es aufzeigen. Aktuell steht Tesla Inc. Unmittelbar vor dem Abschluß der seit AnfangÂŽ17 laufenden Korrektur.

 

Ausblick:

Momentan steht der Abschluß des seit ĂŒber einem Jahr wĂ€hrenden Triangles (A-B-C-D-E) auf der Tagesordnung. Zeitgleich wird mit dieser Formation auch die ĂŒbergeordnete Welle (B) abgeschlossen. Der sich ultimativ an ein Triangle anschließende Thrust lĂ€ĂŸt die Aktie wieder krĂ€ftig stiegen. Der Startschuß fĂŒr diese fĂŒnftteilige Bewegung (1-2-3-4-5) fĂ€llt indes erst mit dem Überschreiten des 1.00 Retracement bei 358.58 $.

(Chart durch anklicken vergrĂ¶ĂŸern)

Das nĂ€chste Ziel dieser sich als große Welle (C) ausbildende Welle liegt auf dem 1.62 Retracement (485.80 $) und wird in aller Regel mit einer dynamischen Bewegung ausgefĂŒhrt. WeiterfĂŒhrend liegt das idealtypische Ziel von (C) auf dem große 0.62 Retracement bei 975.24 $. Das unterhalb liegende Zeitlineal zeigt allerdings auf, daß absolut kein Grund fĂŒr Torschlusspanik gegeben ist.

Das beschriebene Szenario behĂ€lt solange Bestand, solange sich die Notierungen ĂŒber dem 1.00 Retracement (192.58 $) behaupten können. Ein eventueller Bruch dieser sehr wichtigen UnterstĂŒtzungslinie wĂŒrde, gesetzt den Fall, eine sehr scharfe dynamische sowie lĂ€nger wĂ€hrende Korrektur nach sich ziehen. Große Chancen rĂ€ume ich diesem Szenario allerdings nicht ein.

Fazit:

Die Aktie von Tesla steht unmittelbar vor einer neuen sehr profitablen Rallye. Der Startschuß fĂŒr diese lĂ€ngerfristige Bewegung fĂ€llt mit Überschreiten des 1.00 Retracements bei aktuell 358.58 $. Sichern Sie Ihre Positionen auf dem 1.00 Retracement bei 192.58 $ ab.

 

Hinweis: Herr Becker veranstaltet am 27.10.2018 ein Seminar zum Thema Elliott Wellen – hier erhalten Sie dazu weitere Informationen

 

By Steve Jurvetson – Flickr: FANUC Robot Assembly Demo, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20512989

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Aktien

Aktuell: Zalando mit Umsatz- und Gewinnwarnung, Aktie vorbörslich -9%

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am

Zalando hat heute Nacht eine Umsatz- und Gewinnwarnung herausgegeben. Paradox: Laut Zalando soll der gute Sommer schuld sein (man will es kaum glauben). Zitat aus der aktuellen Meldung des Unternehmens:

Zalando SE, Europas fĂŒhrende Onlineplattform fĂŒr Mode und Lifestyle, passt die Prognose fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 an. Der lange und außergewöhnlich heiße Sommer sowie ein verspĂ€teter Start in die Herbst/Winter-Saison belasten das Umsatzwachstum und das bereinigte EBIT. Aufgrund der aktuellen SchĂ€tzungen der Ergebnisse fĂŒr das dritte Quartal 2018 und unter BerĂŒcksichtigung der GeschĂ€ftserwartungen im aktuellen Marktumfeld hat der Zalando-Vorstand heute den Ausblick fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 angepasst. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2018 erwartet Zalando nunmehr ein Umsatzwachstum am unteren Ende der angestrebten Spanne von 20-25% (zuvor: in der unteren HĂ€lfte dieser Spanne) und ein bereinigtes EBIT von 150-190 Millionen Euro (zuvor: am unteren Ende eines Zielkorridors von 220-270 Millionen Euro).

Die Prognosen fĂŒr Investitionen (Capex) und das Nettoumlaufvermögen bleiben unverĂ€ndert. FĂŒr das dritte Quartal 2018 erwartet Zalando ein Umsatzwachstum und bereinigtes EBIT deutlich unter den AnalystenschĂ€tzungen (vom Unternehmen erhoben, Median, zum heutigen Tag: 19,8% Umsatzwachstum, -2 Millionen Euro bereinigtes EBIT). Zalando wĂ€chst trotz der angepassten Prognose weiterhin signifikant schneller als der Modemarkt insgesamt. Dies ist im Einklang mit der Strategie des Unternehmens, sich auf den Ausbau von Marktanteilen zu fokussieren. Alle veröffentlichten Zahlen sind vorlĂ€ufig und ungeprĂŒft. Zalando veröffentlicht die GeschĂ€ftszahlen fĂŒr das dritte Quartal am 6. November 2018.

Die Zalando-Aktie notiert aktuell vorbörslich mit -9,45% bei 35,67 Euro. Damit wird der AufwÀrtstrend der Aktie eindeutig nach unten durchbrochen. Im roten Kreis wird die Aktie gleich in den Handel gehen (Chart seit dem Börsengang im Jahr 2014).

Zalando Aktie seit 2014

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