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Aktien

Wall Street: Diese Aktien zeigen den ganzen Wahnsinn jenseits der RealitÀt, manipuliert durch ETFs

Wer einen Beleg dafĂŒr haben möchte, dass es an der Wall Street nicht mehr um RealitĂ€t geht, sollte sich die Entwicklung der „MCBM“-Aktien (McDonaldÂŽs, Boeing, Caterpillar, 3M) anschauen, die deutlich besser laufen als die FANG-Aktien. Der Grund: Verzerrungen durch ETFs, die zu einer Verdopplung der Bewertungen gefĂŒhrt haben – bei gleichzeitig negativem Umsatzwachstum der Firmen!

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Von Markus Fugmann

Alle Welt spricht von den FANG-Aktien, also den großen US-Tech-Werten Facebook, Amazon, Netflix und Google, die als Schwergewichte in den jeweiligen Indizes viel dazu beigetragen haben, dass die Wall Street von einem Allzeithoch zum nĂ€chsten eilte. Aber sieht man genauer hin, so gibt es einige Aktien, die jĂŒngst viel Aufmerksamkeit in den USA auf sich ziehen und als „MCBM“ bezeichnet werden (gesprochen „Mac-Bim“). Gemeint sind damit die Aktien von McDonald’s, Caterpillar, Boeing und 3M, die sich seit Mitte 2017 deutlich besser entwickelt haben als die FANG-Aktien (blaue Linie im Chart):

All das sind Firmen der „old economy“, betreiben also ein klassisches GeschĂ€ft, nicht sehr aufregend. Aber zuletzt sind diese Aktien geradezu explodiert – auch was die Bewertungen dieser Firmen betrifft: sie handeln nun bei mehr als der doppelten durchschnittlichen Bewertung der letzten 20 Jahre! Aber warum? Weil das GeschĂ€ft so bombig lĂ€uft, viel besser als frĂŒher? Nein, das Gegenteil ist der Fall! WĂ€hrend sich die Bewertungen dieser Aktien verdoppelt haben, zeigt das Umsatzwachstum deutlich nach unten seit dem Jahr 2015, kĂŒrzlich ist es sogar negativ geworden, sprich die UmsĂ€tze sinken sogar leicht (siehe hierzu die Charts im Felder-Report)!

Warum aber steigen diese Aktien dann so massiv, und zwar stĂ€rker als die eigentlich Wachstums-starken FANG-Aktien? DafĂŒr gibt es genau drei GrĂŒnde: AktienrĂŒckkĂ€ufe durch die Firmen, Dividenden und ETFs.

Blickt man auf die ETFs, so zeigt sich: alle vier Aktien werden von ETFs massiv ĂŒbergewichtet, schon aus Dividenden-GrĂŒnden. So findet sich die Boing-Aktie in 83 der meistgehandelten ETFs ĂŒbergewichtet (unter den Top 15-Aktien), 3M in 44 der ETFs, McDonaldÂŽs in 32 ETFs und Caterpillar in 25 ETFs. Alle vier Aktien bieten eine gute Dividendenrendite, und da die Firmen in der Vergangenheit gerne ihre eigenen Aktien zurĂŒck kauften, werden sie von ETF-Anbietern hoch gewichtet.

Der spektakulĂ€re Anstieg der MCBMs liegt also null komma null an deren Fundamentaldaten, von denen sich die Bewertungen komplett abgekoppelt haben inzwischen, vor allem angesichts der negativen Tendenz des Umsatzwachstums. Wichtiger sind scheinbar Faktoren, die mit der Realwirtschaft – mithin also den Betriebsergebnissen und den Zukunfts-Aussichten dieser Firmen – ĂŒberhaupt nichts mehr zu tun haben!

Daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese vier Aktien die Hauptprofiteure des ETF-Hypes sind, ohne den ihre Bewertungen sehr wahrscheinlich niemals so explodiert wĂ€ren! Anleger, ob Profi oder Privatanleger, kaufen nicht die Einzelaktien, sondern die ETFs, in denen die MCBMs stark gewichtet sind – und sorgen so fĂŒr das Kurs-Wunder jenseits der fundamentalen Daten.

Das alles zeigt, wie sehr inzwischen die ETFs die MĂ€rkte verzerren, wie wenig es hier noch um so etwas wie RealitĂ€t geht. FrĂŒher oder spĂ€ter aber werden MĂ€rkte immer wieder „realistisch“ – es ist nur eine Frage der Zeit. Die ETFs aber werden dann so etwas wie ein Brandbeschleuniger, wenn die AktienmĂ€rkte eines Tages in die andere Richtung laufen..

16 Kommentare

16 Comments

  1. leser

    30. Januar 2018 13:14 at 13:14

    Lesenswert auch der heutige Artikel des von mir sehr geschĂ€tzten Chris Martenson https://www.goldseiten.de/artikel/362729–Der-Gipfel-der-Realitaetsverweigerung~-Wie-wir-blauaeugig-auf-den-Crash-zusteuern.html

    Er hat den Link zu einer Abfrage bei finviz.com mit reingestellt. Dort sind 236 Unternehmen gelistet mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 2 Mrd. $ und einem KGV von > 50. KGV’s von > 190 sind aber auch keine Seltenheit. Sein Kommentar dazu: „Diese hohen Werte bedeuten, dass die Anleger bereit sind, mehr als 190 Jahre zu warten, bis das Unternehmen bei den aktuellen Kursen einen Gewinn je Aktie in Höhe der ursprĂŒnglich investierten Summe erwirtschaftet hat. Das ist, ehrlich gesagt, der reinste Wahnsinn.“

    • Feldmaen

      30. Januar 2018 14:45 at 14:45

      „Diese hohen Werte bedeuten, dass die Anleger bereit sind, mehr als 190 Jahre zu warten, bis das Unternehmen bei den aktuellen Kursen einen Gewinn je Aktie in Höhe der ursprĂŒnglich investierten Summe erwirtschaftet hat. Das ist, ehrlich gesagt, der reinste Wahnsinn.“

      Vielleicht erwarten die Anleger aber auch dass sich der Gewinn des Unternehmens jedes Jahr verdoppelt, dann wÀren es nur so viele Jahre Jahre wie der Logarithmus zur Basis 2. WÀren dann bei einem KGV von 190 nur 7,57 Jahre.

  2. foxxly

    30. Januar 2018 13:40 at 13:40

    dies ist alles ein substanzloser Hype. das Wachstum basiert hauptsĂ€chlich nur noch auf Kredit. Es ist ein lupenreines Ausbeutesystem das die Arbeitskraft und die Ersparnisse der Masse brutal eintreibt. Ginge es ausschließlich um die Menschen und deren Wirtschaft, dann könnte man ja den Menschen viel mehr Geld geben (statt den Banken, oder der Industrie direkt) damit könnten sie ja auch den konstum steigern.
    Der Zeitpunkt naht, wo Menschen zuwenig Geld haben werden um den Konsum zu tĂ€tigen, der fĂŒr den Gewinnwachstum der Wirtschaft notwendig ist. Der crash dĂŒrfte vorher kommen, um die Menschen von den wirklichen Ursachen abzulenken.

    • Dieter G.

      31. Januar 2018 10:18 at 10:18

      Kleiner Einwurf meinerseits. Wachstum basiert immer auf Nachfrage, die dann ggf. durch Kreditierung aufrecht erhalten wird. Wenn also alle Nachfrager in die Karibik wollen, hierfĂŒr jedoch ein Darlehen aufnehmen mĂŒssen, ist das Darlehen nicht fĂŒr die Karibiknachfrage verantwortlich.

      Unser Wirtschaftssystem beruht auf gegenseitiger Ausbeutung. Wenn man es denn so bezeichnen will. Unternehmen sind auf die Arbeitskraft der Mitarbeiter angewiesen, die Mitarbeiter wiederum auf die LiquiditĂ€t des Unternehmens. Und zu guter letzt kommt der Staat, und „beutet“ beide Seiten aus. Finde den Fehler.

      NatĂŒrlich werden die Nachfrager irgendwann zu wenig Geld haben. Weil sie in der Nachfrage völlig ĂŒbertrieben haben. Da wurden Eigentumswohnungen mit 10% EK kreditiert, das Auto zu groß und ebenfalls kreditiert, die neue Wohnungseinrichtung auf 20 Jahre finanziert, am Familienurlaub in Neuseeland hat man in den kommenden 5 Jahren mit jeder Darlehensrate nette Erinnerungen.

      Was Du machst ist die Verantwortung der Nachfrager zu verneinen. Du bist doch derjenige, der das neueste iPhone habe will, oder das Auto, oder die Eigentumswohnung / Haus usw. usw. usw.. Gib den Menschen mehr Geld, und ein Großteil davon wird wiederum versickern in den Weiten der MĂ€rkte.

      Die wirkliche Ursache fĂŒr einen Crash, wenn man es denn unbedingt so bezeichnen will, bist Du, ich, Dein Nachbar, Tante Else und Onkel Gerd. Weil eben die NachfragemĂ€rkte gesĂ€ttigt sind.

      Liebe GrĂŒĂŸe

      Dieter

  3. PK

    30. Januar 2018 14:43 at 14:43

    Nochmal ETF fĂŒr AnfĂ€nger:
    Die investieren in die jeweiligen Indizes entsprechend der Marktkapitalisierung der Unternehmen. Es gibt dabei keine besonders bevorzugten Aktien.
    Sind es Dividenden ETF, dann werden natĂŒrlich Aktien mit hoher Dividente ĂŒbergewichtet, dabei kommt es aber immer auf die Dividendenrendite an.
    Steigen diese Aktien also im VerhÀltnis zur Dividende zu stark an, dann werden die wieder entsprechend weniger gewichtet und andere zugekauft.
    Dow Jones ETF spielen im Vergleich zum Spider (SPY) ĂŒbrigens sowieso fast keine Rolle (deutlich weniger als 1/10 des Volumens).
    Die Argumentation, wieso genau diese 3 Aktien so abgegangen sind, kann ich daher nicht so nachvollziehen.
    Das ETF Universum ist inzwischen riesig, man kann sich wirklich nach Thema alles aussuchen was man will.
    Den MSCI World wĂŒrde ich derzeit auch nicht mehr kaufen.
    Aber es gibt ja genauso Small Caps ETF usw.

  4. Sprenzi

    30. Januar 2018 14:54 at 14:54

    @leser: Herzlichen Dank fĂŒr den Hinweis! Ein sehr guter Artikel, sauber recherchiert und der Wahrheit entsprechend!

  5. Pingback: Mal was ganz Besonderes! | das-bewegt-die-welt.de

  6. Marko

    31. Januar 2018 00:30 at 00:30

    „Der spektakulĂ€re Anstieg der MCBMs liegt also null komma null an deren Fundamentaldaten“

    Leider falsch, die „Fundamentaldaten“ sagen mir, dass jene Aktien , mit einer „guten Dividendenrendite“ mir als Investor eine Rendite bieten , die ĂŒber dem „sicheren „Anleihemarkt“ liegt.
    Jene Aktien dĂŒrfen ruhig keine Internet was-weiß-ich Aktien sein !
    Fakt ist und bleibt : Der Anleihemarkt ist zu teuer ! Viel Spaß beim Geld verlieren, liebe BĂ€ren, wir Bullen freuen uns ! 😀

    “ Wichtiger sind scheinbar Faktoren, die mit der Realwirtschaft – mithin also den Betriebsergebnissen und den Zukunfts-Aussichten dieser Firmen – ĂŒberhaupt nichts mehr zu tun haben!“

    Wenn die Politik der EZB mit der Realwirtschaft was zu tun hat, dann bitte Anleihen kaufen ohne Ende (Bufu 170 – 180) ?, weil : dann stĂŒnde der Crash der „Aktien-Realwirtschaft“ kurz bevor ?

    Na dann… 😀

  7. Beobachter

    31. Januar 2018 09:22 at 09:22

    Rat an Herr Fugmann,
    Sie sollten jeweils vor Veröffentlichung der Kommentare das “ GUT ZUM DRUCK“ bei Marko einholen, dann mĂŒsste er nicht immer ihre Superanalysen als falsch deklarieren????
    Dass die ETFs weniger GebĂŒhren haben ist jedem klar ,weil es eben keine Analysten braucht.Das Problem ist genau wie Herr Fugmann erwĂ€hnt,dass die genannten Titel in den meisten ETFs enthalten sind ,darum auch steigen,und was am besten lĂ€uft wird weiter gekauft.Dass gewisse Titel noch durch AktienrĂŒckkĂ€ufe auf Kredit oder Dividendenerhöhung auf Kosten von RĂŒcklagen oder Investitionen ( stehe GE ) gepusht werden ist nur die Spitze des Irrsins.

  8. PK

    31. Januar 2018 09:39 at 09:39

    @Beobachter:
    „Das Problem ist genau wie Herr Fugmann erwĂ€hnt,dass die genannten Titel in den meisten ETFs enthalten sind ,darum auch steigen,und was am besten lĂ€uft wird weiter gekauft.“

    du kannst im obigen Zitat von dir ETF mit „Aktive Fonds“ austauschen und es stimmt ganz genauso. Es gibt auch unter den aktiven genauso Dividenden Fonds. Und grundsĂ€tzlich haben die Fonds immer die Gewinner kumuliert und das hat auch frĂŒher zu einer Versteilung von Bewegungen gefĂŒhrt.
    Und nochmal:
    Die VolumenstÀrksten ETF sind der Spider. Da sind alle US Werte entsprechend der Marktkapitalisierung gewichtet. Also Amazon, Google an erster Stelle usw.
    Spezielle Dow Jones ETF spielen fast keine Rolle.

  9. Beobachter

    31. Januar 2018 10:03 at 10:03

    @P.K. Noch ein Argument dass ETFs als Brandbeschleuniger wirken.
    Ich habe mehrmals gelesen,dass diese Fonds immer voll investiert sind, ( ist ja auch der Sinn dieser Anlage)
    Ist doch logisch,dass In der Jahrhunderthausse fast alle ETFs Long sind, u. wenn es kehrt werden diese stark gewachsenen Volumen wie M. Fugmann beschrieben eben das lustige Spielchen umkehren.
    Noch eine andere Sache, gemÀss ihren Kommentaren
    sind Sie vom Permabullen mindestens kurzfristig zu einem KuschelbÀren mutiert ( Sie haben einen grossen Teil der Buchgewinne zu echten Gewinnen gemacht)
    Ich vermute ,dass Sie einen guten Zeitpunkt erwischt haben!

    • PK

      31. Januar 2018 11:07 at 11:07

      @Beobachter
      Das stimmt, die ETF investieren alle Gelder sofort (und ziehen die entsprechend wieder ab). Daher sind es exakt die Anleger der ETF, die ĂŒber die Kurse entscheiden.
      Aber:
      Die durchschnittliche Cashquote der aktiven Fonds liegt bei nur 5%.
      Interessanter ist als dieser Wert ist aber die recht geringe Variation.
      Da gehts vielleicht um +-2%.
      Da sich die aktiven Fonds in der Summe aber zyklisch verhalten (und genau deshalb auch schlechter abscheiden als ETF), kann man von denen keine dÀmpfenden Effekte auf Marktbewegungen erwarten, ganz um Gegenteil.
      Ich verstehe nicht, warum meine Argumentation einfach nicht verstanden wird.
      NatĂŒrlich fallen die MĂ€rkte wenn Gelder aus ETF abgezogen werden, das ist doch gar nicht der Punkt.
      Die Frage ist doch, was wÀre anders wenn die Anleger nicht in ETF sondern in aktiven Fonds investiert wÀren.
      Meine Behauptung: Im Mittel der aktiven Fonds wÀren die Anleger in GENAU den gleichen Aktien investiert !! Es geht NUR um den Mittelwert. Einzelne Fonds weichen sicher ab, aber im Mittel gibt sich das nicht viel.
      Glaubt doch nicht diese immer wiederkehrende Argumentation der Finanzlobby. Da gehts um 100er Milliarden an Provisionen und Kick Backs. Es wundert mich daher keineswegs, daß daher mit so einer Vehemenz so ein Unsinn ĂŒber ETF verbreitet wird. Es bleibt aber einfach falsch.
      Mich Àrgert dann einfach, wenn auf einer an sich hochwertigen Informationsplattform dieser Unsinn auch noch immer wieder nachgeplappert wird. FMW ist doch hoffentlich unabhÀngig von der Finanzlobby ??
      Ich selber verdien nichts an dem einen oder anderen, ich möchte nur aufklÀren.

    • PK

      31. Januar 2018 11:23 at 11:23

      @Bebachter
      „Ich vermute ,dass Sie einen guten Zeitpunkt erwischt haben!“
      das werden wir sehen.
      Ich bin aber nicht so dreist das genaue Hoch erwischen zu wollen. Ich bin mit dem meisten Geld seit 2008/09 drin und da kann ich mich auch dann nicht beschweren, wenn ich um 2 Monate falsch liegen sollte.
      Du wirst dich erinnern können, daß ich hier seit Jahren vor einem vorschnellen Ausrufen des Endes dieser Hausse gewarnt habe.
      Nun bin ich aber zu 90% sicher, daß ich irgendwann 2018/19 nochmal deutlich billiger reinkommen werde.
      Langfristig macht zu viel Cash aber absolut keinen Sinn, das bleibt weiterhin mein Credo. Denke aber Gold wird Aktien in den nÀchsten 2 Jahren locker schlagen.

  10. Beobachter

    31. Januar 2018 12:27 at 12:27

    @P.K. Logisch, wenn man schon lange drin ist u.ca.300% im Gewinn ist kann man die Hausse auch ausreizen.
    Ich wehre mich nur immer, wenn heute noch die Mehrheit der Anlageberater mit dem Argument,dass Aktien langfristig unschlagbar sind, Neueinsteiger in Aktien drÀngen.Wer heute plus/ minus 2Monate Aktien kauft,hat ein Verlust/Gewinn- VerhÀltnis von ca.50% zu 10%
    Es gibt hochdotierte Kenner,die sagen ,dass mit US-Aktien die nÀchsten 10Jahre nichts mehr zu gewinnen ist.

    • Columbo

      31. Januar 2018 13:12 at 13:12

      @Beobachter
      Das Risiko ist, daß man als Crasherwarter oder auch nur einfacher BĂ€r möglicherweise ĂŒberhaupt nie in den Aktienmarkt einsteigt, denn etwas ist immer. Seit 10 Jahren drin zu sein mit 300% Gewinn war/ist nicht so einfach, da mußte man schon emotionslos und sehr erfahren oder ein Zocker sein. 2012 glaubten auch „hochdotierte Kenner“ an das Aus fĂŒr den Euro und empfahlen Gold statt Aktien. Dann Brexit, Frankreichwahl, Italienreferendum, Konjunktur usw., das sah ziemlich dĂŒster aus. Da hĂ€tte man laut hochdotierten Kennern auch nicht einsteigen dĂŒrfen. Langfristig bringt eher die Seitenlinie Verlust.

      • PK

        31. Januar 2018 13:44 at 13:44

        das ist der Punkt. Langfristig macht man weniger kaputt wenn man mal einen Crash voll erwischt als nicht dabei zu sein.
        Ich gehör aber auch zu denen, die aktuell empfehlen (und ich werde wirklich oft gefragt), aktuell nur mit kleinen Positionen reinzugehen (um mal den Fuss ins Wasser zu halten).

        P.S. Sind die pösen ETF jetzt auch an den guten Boeing Zahlen schuld ?

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Aktien

Hat die Deutsche Bank ein 150 Milliarden Dollar GeldwÀsche-Problem?

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am

Rollt da ein gewaltiges Problem auf die Deutsche Bank zu? Eigentlich (!) waren doch alle Skandale abgearbeitet, so dachte man. Aber nach dem Skandal ist vor dem Skandal? Es geht um den Zeitraum von 2007 bis 2015. Die grĂ¶ĂŸte dĂ€nische Bank „Danske Bank“ wollte wohl unbedingt neues GeschĂ€ft im Baltikum und in Russland mitnehmen, und drĂŒckte wohl alle drei Augen zu.

Gigantische GeldbetrĂ€ge wurden jahrelang aus Russland und angrenzenden ehemaligen Sowjetrepubliken auf die Dankse-Filiale in Estland eingezahlt. Estland ist ein winziges Land, und daher sollte eigentlich auch das GeschĂ€ftsvolumen in Estland bei Danske winzig sein? Aber nein. Ein Volumen von 234 Milliarden Dollar, welches dort durchgeschleust wurde, stammte nach Ermittlungen in DĂ€nemark offenbar grĂ¶ĂŸtenteils aus dubiosen Quellen aus Russland. Es soll um GeldwĂ€sche gehen.

Offensichtlich ging es darum dubiose Rubel zu waschen, und sie in sauberen Anlagen in Euroland und im Dollar-System unterzubringen. Die Danske Bank bediente sich beim Weiterleiten der Gelder nicht nur beim US-Giganten JP Morgan, der diesen Kontakt schon 2013 abbrach. Wie Berichte jetzt zeigen, soll die Deutsche Bank offenbar der Hauptabwickler dieser AktivitĂ€ten gewesen sein, um die Gelder von der Danske weiterzuleiten in die große weite Welt.

Schlimmer wird es noch dadurch, dass wohl die Deutsche Bank-Tochter in den USA der Abwickler fĂŒr Danske gewesen sein soll, wobei es das Volumen 150 Milliarden Dollar erreicht habe. Damit wĂ€re die US-Justiz fĂŒr diesen Fall wohl „mal wieder“ zustĂ€ndig? Was kommt da noch auf die Deutsche Bank zu? Wieder Milliarden-Bußgelder? Wir wissen es nicht, dazu steht dieser Skandal zumindest in Sachen Deutsche Bank noch ganz am Anfang. Der Danske-Skandal an sich ist in DĂ€nemark schon seit Monaten ein riesiges Politikum!

Puhhhhhh, da steht womöglich wieder was ins Haus fĂŒr die Deutsche Bank. Was genau, wie schlimm es wird, das weiß noch niemand. Daher versuchen wir gar nicht erst zu mutmaßen. Ob das der Aktie gut tun wird? Da können Sie sich ja ihre eigenen Gedanken machen! Die Deutsche Bank-Aktie fĂ€llt heute insgesamt um 0,65%. Seitdem diese Nachricht vorhin raus kam, ist die Aktie nur um 5 Cents gefallen auf jetzt 8,55 Euro. Also, alles halb so wild? Kein echtes neues Problem? Wir haben da so unsere Zweifel.

Deutsche Bank
Die Deutsche Bank-TĂŒrme in Frankfurt. Foto: Nordenfan / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

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Aktien

Apple reduziert iPhone-Produktion – schwere Zeiten voraus?

Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab fĂŒr Apple..

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am

Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab fĂŒr Apple. Es ist noch nicht lange her, da brachten es das kalifornische Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von einer Billionen Dollar. Dann aber senkte Apple seine Prognose fĂŒr das so wichtige WeihnachtsgeschĂ€ft – und fast noch schlimmer: im anschließenden conference call kĂŒndigte der CFO des Unternehmens an, zukĂŒnftig keine Verkaufszahlen (der iPhones) mehr zu nennen.

 

Die Investoren waren nur mĂ€ĂŸig begeistert: die Aktie verlor deutlich und kĂ€mpft nun an ihrer seit dem Jahr 2016 bestehenden AufwĂ€rtstrendkanal:

 

https://i1.wp.com/northmantrader.com/wp-content/uploads/2018/11/AAPL-1.png?ssl=1

(Chart: northmantrader.com)

Da alle Welt long in Apple steht (so auch Warren Buffett, bei dem Apple-Aktien 25% seines Portfolios ausmachen), könnte das zu einem Domino-Effekt fĂŒhren, wenn die Aktie den AufwĂ€rtstrendkanal nach unten verlĂ€ĂŸt.

 

Nun berichtet heute das „Wall Street Journal“ ĂŒber ProduktionskĂŒrzungen seit September:

 

„In recent weeks, Apple slashed production orders for all three of the iPhone models that it unveiled in September, these people said, frustrating executives at Apple suppliers as well as workers who assemble the handsets and their components.

And in the past week, Apple told several suppliers that it cut its production plan again for the iPhone XR, some of the people said Monday, as Apple battles a maturing smartphone market and stiff competition from Chinese producers.“

Die Apple-Aktie verliert vorbörslich -2%.

Die Apple-Zulieferer Lumentum, IQE oder auch AMS hatten bereits Gewinnwarnungen heraus gegeben. Nun zeigt auch ein guter FrĂŒhindikator fĂŒr die Nachfrage nach Apple-GerĂ€ten auf der chinesischen Suchmaschine Baidu, dass das Interesse zurĂŒck geht. Die Preis-Erhöhungen fĂŒr die iPhones dĂŒrften fĂŒr viele eine kritische Marke ĂŒberschritten haben.

 

Generell gilt: die Investoren sind fast durchgĂ€ngig auf eine Jahresendrally programmiert – und schon investiert (nach wie vor in die großen Tech-Werte, wie die Daten der Bank of America Merrill Lynch zeigen). Sollte diese Jahresendrally aber ausfallen, kommen eben immer mehr Investoren unter Druck.

Ein Warnzeichen könnte der Streß bei US-Unternehmensanleihen sein, nachdem der Zweifel an der ZukunftsfĂ€higkeit von General Electric immer grĂ¶ĂŸer werden (siehe hierzu https://realinvestmentadvice.com/how-the-bubbles-in-stocks-and-corporate-bonds-and-will-burst/). Unter Druck sind auch Junk Bonds – ein guter Risikoparameter:

 

(Junk Bond-ETF HYG)

 

By Mike Deerkoski – Flickr user Mike Deerkoski., CC BY 2.0, https://en.wikipedia.org/w/index.php?curid=48770962

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Aktien

Der Tech-Absturz

Veröffentlicht

am

So ist es halt immer. Wer in einem immer weiter steigenden Markt kauft, weiß erst ein paar Wochen oder Monate spĂ€ter, ober der Dumme war, der im Hoch eingestiegen ist. Wer in den Monaten August und September auf den jahrelang rollenden Zug aufsprang, war der Dumme. Im folgenden Chart haben wir die Aktien von Apple, Facebook, Wirecard und Amazon ĂŒbereinander gelegt seit MĂ€rz 2018. Alle rauschen in den Keller.

Tech-Absturz angefĂŒhrt von Facebook

Facebook lĂ€uft von allen am Schlechtesten, und hatte seine AbwĂ€rtsfahrt schon im Juli angetreten nach schwachen Quartalszahlen. Momentan kommen bei Facebook Veröffentlichungen in den USA auf den Tisch ĂŒber ein offenbar sehr negatives Betriebsklima. Oben drauf kommen aktuell noch Infos, dass Facebook ĂŒber PR-Agenturen Berichte auf Medien-Seiten veröffentlichen ließ, die Facebook positiv darstellen sollten im Vergleich zu Konkurrenten aus dem Silicon Valley. Mark Zuckerberg tut aktuell so, als hĂ€tte er davon gar nichts gewusst. Genau wie beim VW-Chef, der von Diesel-Manipulationen nichts mitbekommt? Die Aktie ist seit Wochen negativ behaftet.

Apple

Bei Apple hagelt es diese Woche nicht nur Umsatz- und Gewinnwarnungen von Apple-Zulieferern. Nein, auch einhergehend damit senken Analysten ihre Kursziele fĂŒr die Apple-Aktie. Und das in einem eh schon schwachen Tech-Umfeld. Die Zeichen mehren sich, dass bei Apple der Markt gesĂ€ttigt ist, zumal das Unternehmen immer höhere Preise aufruft. Ob Apple dank höherer Preise das fehlende Wachstum bei den verkauften StĂŒckzahlen ausgleichen kann, ist noch nicht klar. Die Aktie tendiert auch seit einiger Zeit abwĂ€rts. Sie ist ein absolutes Schwergewicht, und zieht damit den Schnitt runter.

Amazon

Zusammen mit Apple ist auch Amazon ein Schwergewicht. Auch diese Aktie hat herbe Verluste erlitten (von ĂŒber 2000 auf 1585 Dollar). Heute ist die Aktie erneut im Minus. Oben drauf kommen aktuelle Äußerungen von Jeff Bezos, die vielleicht inhaltlich irgendwie nachvollziehbar sein mögen, aber doch Verunsicherung in den Markt bringen. Von einem Mitarbeiter gefragt, ob Amazon Vorkehrungen treffe, weil andere Giganten wie Sears etc auch pleite gegangen sein, sagte Bezos, dass auch Amazon irgendwann pleite gehen werde. Laut CNBC sagte er Amazon werde pleite gehen! Große Unternehmen hĂ€tten eine Lebensdauer von 30 oder mehr Jahren, und nicht von 100 oder mehr Jahren. Es gehe nur darum, dass man versuche die Lebensdauer möglichst lange auszudehnen. Na, wenn das mal kein Vertrauen in die Aktie bringt!

Wirecard

Kaum ist die deutsche Wirecard in den Dax aufgenommen, geht es nur noch bergab (von knapp 200 auf 146 Euro). Schuld daran ist Wirecard selbst nicht, weil die Erfolgsstory der Firma  noch voll in Gange ist. Aber man ist im Augenblick mit gehangen und mit gefangen im AbwÀrts-Strudel der Tech-Werte. Ist hier am Ehesten ein Einstieg sinnvoll? Die Frage ist, ob man derzeit in ein fallendes Messer greifen sollte.

Tech-Absturz

Nvidia hat es gestern zerschossen. Die Aktie verliert von 202 Dollar gestern auf jetzt 164 Dollar. Die Aussichten waren schwach gemeldet worden zusammen mit den Quartalszahlen. Man sieht: Nicht nur die Social Media- und Plattform-Konzerne brechen ein, auch andere Tech-Bereiche schwÀcheln. Der Handelskrieg mit China schickt erste Schockwellen durch die Börse! (im Chart die Nvidia-Aktie seit April)

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