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Wall Street: Diese Aktien zeigen den ganzen Wahnsinn jenseits der Realität, manipuliert durch ETFs

Wer einen Beleg dafür haben möchte, dass es an der Wall Street nicht mehr um Realität geht, sollte sich die Entwicklung der „MCBM“-Aktien (McDonald´s, Boeing, Caterpillar, 3M) anschauen, die deutlich besser laufen als die FANG-Aktien. Der Grund: Verzerrungen durch ETFs, die zu einer Verdopplung der Bewertungen geführt haben – bei gleichzeitig negativem Umsatzwachstum der Firmen!

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Von Markus Fugmann

Alle Welt spricht von den FANG-Aktien, also den großen US-Tech-Werten Facebook, Amazon, Netflix und Google, die als Schwergewichte in den jeweiligen Indizes viel dazu beigetragen haben, dass die Wall Street von einem Allzeithoch zum nächsten eilte. Aber sieht man genauer hin, so gibt es einige Aktien, die jüngst viel Aufmerksamkeit in den USA auf sich ziehen und als „MCBM“ bezeichnet werden (gesprochen „Mac-Bim“). Gemeint sind damit die Aktien von McDonald’s, Caterpillar, Boeing und 3M, die sich seit Mitte 2017 deutlich besser entwickelt haben als die FANG-Aktien (blaue Linie im Chart):

All das sind Firmen der „old economy“, betreiben also ein klassisches Geschäft, nicht sehr aufregend. Aber zuletzt sind diese Aktien geradezu explodiert – auch was die Bewertungen dieser Firmen betrifft: sie handeln nun bei mehr als der doppelten durchschnittlichen Bewertung der letzten 20 Jahre! Aber warum? Weil das Geschäft so bombig läuft, viel besser als früher? Nein, das Gegenteil ist der Fall! Während sich die Bewertungen dieser Aktien verdoppelt haben, zeigt das Umsatzwachstum deutlich nach unten seit dem Jahr 2015, kürzlich ist es sogar negativ geworden, sprich die Umsätze sinken sogar leicht (siehe hierzu die Charts im Felder-Report)!

Warum aber steigen diese Aktien dann so massiv, und zwar stärker als die eigentlich Wachstums-starken FANG-Aktien? Dafür gibt es genau drei Gründe: Aktienrückkäufe durch die Firmen, Dividenden und ETFs.

Blickt man auf die ETFs, so zeigt sich: alle vier Aktien werden von ETFs massiv übergewichtet, schon aus Dividenden-Gründen. So findet sich die Boing-Aktie in 83 der meistgehandelten ETFs übergewichtet (unter den Top 15-Aktien), 3M in 44 der ETFs, McDonald´s in 32 ETFs und Caterpillar in 25 ETFs. Alle vier Aktien bieten eine gute Dividendenrendite, und da die Firmen in der Vergangenheit gerne ihre eigenen Aktien zurück kauften, werden sie von ETF-Anbietern hoch gewichtet.

Der spektakuläre Anstieg der MCBMs liegt also null komma null an deren Fundamentaldaten, von denen sich die Bewertungen komplett abgekoppelt haben inzwischen, vor allem angesichts der negativen Tendenz des Umsatzwachstums. Wichtiger sind scheinbar Faktoren, die mit der Realwirtschaft – mithin also den Betriebsergebnissen und den Zukunfts-Aussichten dieser Firmen – überhaupt nichts mehr zu tun haben!

Daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese vier Aktien die Hauptprofiteure des ETF-Hypes sind, ohne den ihre Bewertungen sehr wahrscheinlich niemals so explodiert wären! Anleger, ob Profi oder Privatanleger, kaufen nicht die Einzelaktien, sondern die ETFs, in denen die MCBMs stark gewichtet sind – und sorgen so für das Kurs-Wunder jenseits der fundamentalen Daten.

Das alles zeigt, wie sehr inzwischen die ETFs die Märkte verzerren, wie wenig es hier noch um so etwas wie Realität geht. Früher oder später aber werden Märkte immer wieder „realistisch“ – es ist nur eine Frage der Zeit. Die ETFs aber werden dann so etwas wie ein Brandbeschleuniger, wenn die Aktienmärkte eines Tages in die andere Richtung laufen..

16 Kommentare

16 Comments

  1. leser

    30. Januar 2018 13:14 at 13:14

    Lesenswert auch der heutige Artikel des von mir sehr geschätzten Chris Martenson https://www.goldseiten.de/artikel/362729–Der-Gipfel-der-Realitaetsverweigerung~-Wie-wir-blauaeugig-auf-den-Crash-zusteuern.html

    Er hat den Link zu einer Abfrage bei finviz.com mit reingestellt. Dort sind 236 Unternehmen gelistet mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 2 Mrd. $ und einem KGV von > 50. KGV’s von > 190 sind aber auch keine Seltenheit. Sein Kommentar dazu: „Diese hohen Werte bedeuten, dass die Anleger bereit sind, mehr als 190 Jahre zu warten, bis das Unternehmen bei den aktuellen Kursen einen Gewinn je Aktie in Höhe der ursprünglich investierten Summe erwirtschaftet hat. Das ist, ehrlich gesagt, der reinste Wahnsinn.“

    • Feldmaen

      30. Januar 2018 14:45 at 14:45

      „Diese hohen Werte bedeuten, dass die Anleger bereit sind, mehr als 190 Jahre zu warten, bis das Unternehmen bei den aktuellen Kursen einen Gewinn je Aktie in Höhe der ursprünglich investierten Summe erwirtschaftet hat. Das ist, ehrlich gesagt, der reinste Wahnsinn.“

      Vielleicht erwarten die Anleger aber auch dass sich der Gewinn des Unternehmens jedes Jahr verdoppelt, dann wären es nur so viele Jahre Jahre wie der Logarithmus zur Basis 2. Wären dann bei einem KGV von 190 nur 7,57 Jahre.

  2. foxxly

    30. Januar 2018 13:40 at 13:40

    dies ist alles ein substanzloser Hype. das Wachstum basiert hauptsächlich nur noch auf Kredit. Es ist ein lupenreines Ausbeutesystem das die Arbeitskraft und die Ersparnisse der Masse brutal eintreibt. Ginge es ausschließlich um die Menschen und deren Wirtschaft, dann könnte man ja den Menschen viel mehr Geld geben (statt den Banken, oder der Industrie direkt) damit könnten sie ja auch den konstum steigern.
    Der Zeitpunkt naht, wo Menschen zuwenig Geld haben werden um den Konsum zu tätigen, der für den Gewinnwachstum der Wirtschaft notwendig ist. Der crash dürfte vorher kommen, um die Menschen von den wirklichen Ursachen abzulenken.

    • Dieter G.

      31. Januar 2018 10:18 at 10:18

      Kleiner Einwurf meinerseits. Wachstum basiert immer auf Nachfrage, die dann ggf. durch Kreditierung aufrecht erhalten wird. Wenn also alle Nachfrager in die Karibik wollen, hierfür jedoch ein Darlehen aufnehmen müssen, ist das Darlehen nicht für die Karibiknachfrage verantwortlich.

      Unser Wirtschaftssystem beruht auf gegenseitiger Ausbeutung. Wenn man es denn so bezeichnen will. Unternehmen sind auf die Arbeitskraft der Mitarbeiter angewiesen, die Mitarbeiter wiederum auf die Liquidität des Unternehmens. Und zu guter letzt kommt der Staat, und „beutet“ beide Seiten aus. Finde den Fehler.

      Natürlich werden die Nachfrager irgendwann zu wenig Geld haben. Weil sie in der Nachfrage völlig übertrieben haben. Da wurden Eigentumswohnungen mit 10% EK kreditiert, das Auto zu groß und ebenfalls kreditiert, die neue Wohnungseinrichtung auf 20 Jahre finanziert, am Familienurlaub in Neuseeland hat man in den kommenden 5 Jahren mit jeder Darlehensrate nette Erinnerungen.

      Was Du machst ist die Verantwortung der Nachfrager zu verneinen. Du bist doch derjenige, der das neueste iPhone habe will, oder das Auto, oder die Eigentumswohnung / Haus usw. usw. usw.. Gib den Menschen mehr Geld, und ein Großteil davon wird wiederum versickern in den Weiten der Märkte.

      Die wirkliche Ursache für einen Crash, wenn man es denn unbedingt so bezeichnen will, bist Du, ich, Dein Nachbar, Tante Else und Onkel Gerd. Weil eben die Nachfragemärkte gesättigt sind.

      Liebe Grüße

      Dieter

  3. PK

    30. Januar 2018 14:43 at 14:43

    Nochmal ETF für Anfänger:
    Die investieren in die jeweiligen Indizes entsprechend der Marktkapitalisierung der Unternehmen. Es gibt dabei keine besonders bevorzugten Aktien.
    Sind es Dividenden ETF, dann werden natürlich Aktien mit hoher Dividente übergewichtet, dabei kommt es aber immer auf die Dividendenrendite an.
    Steigen diese Aktien also im Verhältnis zur Dividende zu stark an, dann werden die wieder entsprechend weniger gewichtet und andere zugekauft.
    Dow Jones ETF spielen im Vergleich zum Spider (SPY) übrigens sowieso fast keine Rolle (deutlich weniger als 1/10 des Volumens).
    Die Argumentation, wieso genau diese 3 Aktien so abgegangen sind, kann ich daher nicht so nachvollziehen.
    Das ETF Universum ist inzwischen riesig, man kann sich wirklich nach Thema alles aussuchen was man will.
    Den MSCI World würde ich derzeit auch nicht mehr kaufen.
    Aber es gibt ja genauso Small Caps ETF usw.

  4. Sprenzi

    30. Januar 2018 14:54 at 14:54

    @leser: Herzlichen Dank für den Hinweis! Ein sehr guter Artikel, sauber recherchiert und der Wahrheit entsprechend!

  5. Marko

    31. Januar 2018 00:30 at 00:30

    „Der spektakuläre Anstieg der MCBMs liegt also null komma null an deren Fundamentaldaten“

    Leider falsch, die „Fundamentaldaten“ sagen mir, dass jene Aktien , mit einer „guten Dividendenrendite“ mir als Investor eine Rendite bieten , die über dem „sicheren „Anleihemarkt“ liegt.
    Jene Aktien dürfen ruhig keine Internet was-weiß-ich Aktien sein !
    Fakt ist und bleibt : Der Anleihemarkt ist zu teuer ! Viel Spaß beim Geld verlieren, liebe Bären, wir Bullen freuen uns ! 😀

    “ Wichtiger sind scheinbar Faktoren, die mit der Realwirtschaft – mithin also den Betriebsergebnissen und den Zukunfts-Aussichten dieser Firmen – überhaupt nichts mehr zu tun haben!“

    Wenn die Politik der EZB mit der Realwirtschaft was zu tun hat, dann bitte Anleihen kaufen ohne Ende (Bufu 170 – 180) ?, weil : dann stünde der Crash der „Aktien-Realwirtschaft“ kurz bevor ?

    Na dann… 😀

  6. Beobachter

    31. Januar 2018 09:22 at 09:22

    Rat an Herr Fugmann,
    Sie sollten jeweils vor Veröffentlichung der Kommentare das “ GUT ZUM DRUCK“ bei Marko einholen, dann müsste er nicht immer ihre Superanalysen als falsch deklarieren????
    Dass die ETFs weniger Gebühren haben ist jedem klar ,weil es eben keine Analysten braucht.Das Problem ist genau wie Herr Fugmann erwähnt,dass die genannten Titel in den meisten ETFs enthalten sind ,darum auch steigen,und was am besten läuft wird weiter gekauft.Dass gewisse Titel noch durch Aktienrückkäufe auf Kredit oder Dividendenerhöhung auf Kosten von Rücklagen oder Investitionen ( stehe GE ) gepusht werden ist nur die Spitze des Irrsins.

  7. PK

    31. Januar 2018 09:39 at 09:39

    @Beobachter:
    „Das Problem ist genau wie Herr Fugmann erwähnt,dass die genannten Titel in den meisten ETFs enthalten sind ,darum auch steigen,und was am besten läuft wird weiter gekauft.“

    du kannst im obigen Zitat von dir ETF mit „Aktive Fonds“ austauschen und es stimmt ganz genauso. Es gibt auch unter den aktiven genauso Dividenden Fonds. Und grundsätzlich haben die Fonds immer die Gewinner kumuliert und das hat auch früher zu einer Versteilung von Bewegungen geführt.
    Und nochmal:
    Die Volumenstärksten ETF sind der Spider. Da sind alle US Werte entsprechend der Marktkapitalisierung gewichtet. Also Amazon, Google an erster Stelle usw.
    Spezielle Dow Jones ETF spielen fast keine Rolle.

  8. Beobachter

    31. Januar 2018 10:03 at 10:03

    @P.K. Noch ein Argument dass ETFs als Brandbeschleuniger wirken.
    Ich habe mehrmals gelesen,dass diese Fonds immer voll investiert sind, ( ist ja auch der Sinn dieser Anlage)
    Ist doch logisch,dass In der Jahrhunderthausse fast alle ETFs Long sind, u. wenn es kehrt werden diese stark gewachsenen Volumen wie M. Fugmann beschrieben eben das lustige Spielchen umkehren.
    Noch eine andere Sache, gemäss ihren Kommentaren
    sind Sie vom Permabullen mindestens kurzfristig zu einem Kuschelbären mutiert ( Sie haben einen grossen Teil der Buchgewinne zu echten Gewinnen gemacht)
    Ich vermute ,dass Sie einen guten Zeitpunkt erwischt haben!

    • PK

      31. Januar 2018 11:07 at 11:07

      @Beobachter
      Das stimmt, die ETF investieren alle Gelder sofort (und ziehen die entsprechend wieder ab). Daher sind es exakt die Anleger der ETF, die über die Kurse entscheiden.
      Aber:
      Die durchschnittliche Cashquote der aktiven Fonds liegt bei nur 5%.
      Interessanter ist als dieser Wert ist aber die recht geringe Variation.
      Da gehts vielleicht um +-2%.
      Da sich die aktiven Fonds in der Summe aber zyklisch verhalten (und genau deshalb auch schlechter abscheiden als ETF), kann man von denen keine dämpfenden Effekte auf Marktbewegungen erwarten, ganz um Gegenteil.
      Ich verstehe nicht, warum meine Argumentation einfach nicht verstanden wird.
      Natürlich fallen die Märkte wenn Gelder aus ETF abgezogen werden, das ist doch gar nicht der Punkt.
      Die Frage ist doch, was wäre anders wenn die Anleger nicht in ETF sondern in aktiven Fonds investiert wären.
      Meine Behauptung: Im Mittel der aktiven Fonds wären die Anleger in GENAU den gleichen Aktien investiert !! Es geht NUR um den Mittelwert. Einzelne Fonds weichen sicher ab, aber im Mittel gibt sich das nicht viel.
      Glaubt doch nicht diese immer wiederkehrende Argumentation der Finanzlobby. Da gehts um 100er Milliarden an Provisionen und Kick Backs. Es wundert mich daher keineswegs, daß daher mit so einer Vehemenz so ein Unsinn über ETF verbreitet wird. Es bleibt aber einfach falsch.
      Mich ärgert dann einfach, wenn auf einer an sich hochwertigen Informationsplattform dieser Unsinn auch noch immer wieder nachgeplappert wird. FMW ist doch hoffentlich unabhängig von der Finanzlobby ??
      Ich selber verdien nichts an dem einen oder anderen, ich möchte nur aufklären.

    • PK

      31. Januar 2018 11:23 at 11:23

      @Bebachter
      „Ich vermute ,dass Sie einen guten Zeitpunkt erwischt haben!“
      das werden wir sehen.
      Ich bin aber nicht so dreist das genaue Hoch erwischen zu wollen. Ich bin mit dem meisten Geld seit 2008/09 drin und da kann ich mich auch dann nicht beschweren, wenn ich um 2 Monate falsch liegen sollte.
      Du wirst dich erinnern können, daß ich hier seit Jahren vor einem vorschnellen Ausrufen des Endes dieser Hausse gewarnt habe.
      Nun bin ich aber zu 90% sicher, daß ich irgendwann 2018/19 nochmal deutlich billiger reinkommen werde.
      Langfristig macht zu viel Cash aber absolut keinen Sinn, das bleibt weiterhin mein Credo. Denke aber Gold wird Aktien in den nächsten 2 Jahren locker schlagen.

  9. Beobachter

    31. Januar 2018 12:27 at 12:27

    @P.K. Logisch, wenn man schon lange drin ist u.ca.300% im Gewinn ist kann man die Hausse auch ausreizen.
    Ich wehre mich nur immer, wenn heute noch die Mehrheit der Anlageberater mit dem Argument,dass Aktien langfristig unschlagbar sind, Neueinsteiger in Aktien drängen.Wer heute plus/ minus 2Monate Aktien kauft,hat ein Verlust/Gewinn- Verhältnis von ca.50% zu 10%
    Es gibt hochdotierte Kenner,die sagen ,dass mit US-Aktien die nächsten 10Jahre nichts mehr zu gewinnen ist.

    • Columbo

      31. Januar 2018 13:12 at 13:12

      @Beobachter
      Das Risiko ist, daß man als Crasherwarter oder auch nur einfacher Bär möglicherweise überhaupt nie in den Aktienmarkt einsteigt, denn etwas ist immer. Seit 10 Jahren drin zu sein mit 300% Gewinn war/ist nicht so einfach, da mußte man schon emotionslos und sehr erfahren oder ein Zocker sein. 2012 glaubten auch „hochdotierte Kenner“ an das Aus für den Euro und empfahlen Gold statt Aktien. Dann Brexit, Frankreichwahl, Italienreferendum, Konjunktur usw., das sah ziemlich düster aus. Da hätte man laut hochdotierten Kennern auch nicht einsteigen dürfen. Langfristig bringt eher die Seitenlinie Verlust.

      • PK

        31. Januar 2018 13:44 at 13:44

        das ist der Punkt. Langfristig macht man weniger kaputt wenn man mal einen Crash voll erwischt als nicht dabei zu sein.
        Ich gehör aber auch zu denen, die aktuell empfehlen (und ich werde wirklich oft gefragt), aktuell nur mit kleinen Positionen reinzugehen (um mal den Fuss ins Wasser zu halten).

        P.S. Sind die pösen ETF jetzt auch an den guten Boeing Zahlen schuld ?

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Goldman Sachs-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

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Soeben wurden die Quartalszahlen von Goldman Sachs veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 8,08 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 7,83/Erwartungen 7,90).

Der Umsatz bei „Anleihen, Devisen und Rohstoffen“ lag bei 822 Millionen Dollar (erwartet 977).

Der Gewinn liegt bei 6,04 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 5,68/Erwartungen 5,15).

Die Aktie notiert vorbörslich mit +3,4%.

Kommentar vom Chef:

“We are pleased with our performance for the year, achieving stronger top and bottom line results despite a challenging backdrop for our market-making businesses in the second half. For the year, we delivered double-digit revenue growth, the highest earnings per share in the firm’s history and the strongest return on equity since 2009. We are confident that we are well positioned to support an even larger universe of clients, continue to diversify our revenue mix and deliver strong returns for our shareholders in the years ahead.”
– David M. Solomon, Chairman and Chief Executive Officer

Goldman Sachs Quartalszahlen

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Bank of America-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

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Soeben wurden die Quartalszahlen der Bank of America veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 22,74 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 20,4/Erwartungen 22,3).

Der Umsatz im Bereich „Anleihen, Devisen und Rohstoffe“ lag bei 1,45 Milliarden Dollar (erwartet 1,64).

Der Gewinn liegt bei 0,70 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,20/Erwartungen 0,63).

Kreditvolumen steigt um 5%.

Einlagen steigen um 3%.

Rücklagen für Kreditausfälle leicht rückläufig.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +3,2%.

Hier der Kommentar vom Chef:

“I am proud of our teammates who produced record earnings for the quarter and the year by driving responsible growth. Our teammates worked for our customers and delivered solid loan and deposit growth, and other activity, while managing risk well. Operating leverage based on disciplined expense management while investing in our future, solid asset quality, and loan and deposit growth drove this quarter’s results. In addition to lending and investing activities, we shared success in many ways: returning nearly $26 billion in capital to our shareholders; a second bonus since U.S. tax reform passed last year, impacting 95% of our teammates, to share success from our performance and the benefits of tax reduction; and more than $200 million of philanthropic giving to our communities. “Through the trillions of dollars of consumer transactions we process and from the steady confidence and activity of our small business and commercial clients, we see a healthy consumer and business climate driving a solid economy. Each of our businesses faces opportunities to grow even more. We are well positioned to serve clients, teammates, and communities by listening to their answer when we ask them: ‘What would you like the power to do?’”
— Brian Moynihan, Chairman and Chief Executive Officer

Bank of America Quartalszahlen

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Quartalszahlen: Skandal in Malaysia wird Goldman Sachs im Q4 stark belasten

Goldman Sachs steckt in einem der schlimmsten Finanzskandale ihrer 149-jährigen Geschichte..

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Ein Gastbeitrag von Haris Anwar, Investing.com

  • Berichtet sein Q4 2018 Ergebnis, am Mittwoch, dem 16. Januar, vor Handelsbeginn (13.35Uhr)
  • Umsatzerwartung: 7,78 Mrd USD
  • GpA: 5,61 USD

Skandale stellen selten eine existenzielle Bedrohung für globale Finanzinstitute dar. Aber auf kurze Sicht können sie die Reputation beschmutzen und die Aktienkurse sinken lassen.

GS Weekly TTM

(Goldman Sachs. Wochen-Chart)

Die in New York beheimatete Goldman Sachs Group Inc. (NYSE:GS) steckt derzeit in einer solchen Lage. In der Tat sieht sich die globale Investmentbank einem der schlimmsten Finanzskandale ihrer 149-jährigen Geschichte gegenüber. Die Behörden in Malaysia sehen zwei frühere Angestellte von Goldman Sachs in Anleihegeschäfte im Auftrag eines malaysischen Staatsfonds, bekannt als 1MDB, verwickelt, die zum Vorteil bestimmter Personen abgeschlossen wurden.

Die neue Regierung Malaysias will Strafzahlungen in Höhe von 3,3 Mrd USD, um unter anderem die Gelder wiederzubekommen, die den Anschuldigungen nach, von den beiden früheren Goldman-Bankern und einem malaysischem Finanzier namens Jho Low gestohlen wurden. Letzterer wird von US-Staatsanwälten beschuldigt, den Fonds betrogen zu haben. Das US-Justizministerium klagte im November die beiden Ex-Banker, Timothy Leissner und Roger Ng, an und ermittelt selbst ebenfalls gegen Goldman. Erst gestern berichtete die New York Times, dass die Regierung Malaysias ohne Umschweife sagt, dass sie die Schuld klar bei der Investmentbank sieht und „7,5 Mrd USD an Entschädigung will…was zu den wachsenden Berg an Strafgeldern gegen die Bank hinzukommt.“

In Situationen wie dieser, haben Banken für gewöhnlich an zwei Fronten Probleme: Ihre Reputation wird angekratzt und ihr Gewinnausblick wird unsicher, wegen Sorgen, dass hohe Strafgelder künftiges Wachstum vereiteln könnten. Goldman sieht sich Strafen von verschiedenen Seiten gegenüber sowohl in Malaysia, als auch in den Vereinigten Staaten: für das Übersehen von Warnzeichen; für angeblich gezahlte Schmiergelder, die zumindest von einem ihrer Beschäftigten gezahlt wurden; für Rückerstattungen von Verlusten der malaysischen Regierung zu Verlusten beim Staatsfonds selbst und weiteren Strafgelder, die der Bank als Ergebnis noch laufender, zivil- und strafrechtlicher Ermittlungen aufgebrummt werden.

Unter Druck durch diese Sorgen, war Goldman Sachs in 2018 die US-Großbank mit der schlechtesten Rendite. In den letzten drei Monaten sind Anteile des Unternehmens um 18% gefallen, womit sie noch schlechter als der KBW Nasdaq Global Bank Index liefen, der um die Hälfte dieses Betrages tiefer liegt. Die Gewinnschätzung für die Gruppe wurde für das vierte Quartal um 27% auf 5,61 USD die Aktie gestutzt.

Drohende Strafgelder, verlorene Geschäfte

Wir glauben, dass die Bank, wenn sie am Mittwoch ihr Ergebnis vorlegen wird, versuchen dürfte, die Nerven der Investoren zu beruhigen, indem sie ankündigt, einen erheblichen Betrag beiseite gelegt zu haben, um alle potentiellen Strafgelder und Verpflichtungen abdecken zu können. Das hat zum Ziel, den Investoren zu helfen, die Folgen des Skandals zu quantifizieren und auch die gesetzlichen Reserveanforderungen abschätzen zu können, die die Bank braucht, um mit der Situation fertig zu werden.

Unbeachtlich der Belastung durch die gegenwärtige Krise sind Bankaktien sowieso nicht unter unseren Empfehlungen für 2019. Sie sind weder immun gegen den unsicheren Konjunkturausblick noch gegen ein mögliches Absinken der Handelsvolumen im angelaufenen Jahr.

Auch wenn die diversifizierten Geschäfte von Goldman Sachs die Bank zu einem guten Kandidaten für eine Langzeitinvestition machen, bis sie ihre gerichtlichen Auseinandersetzungen hinter sich gebracht hat, werden die Bankanteile in nächster Zeit hinter dem Rest des Sektors zurückbleiben. Hinzu kommt die Sichtbarkeit des Skandals in Malaysia, der zum Sturz der ehemaligen Regierung in dem asiatischen Land beigetragen hat, was bedeutet, dass Goldman auch Geschäfte an die Wettbewerber aus der Region verlieren könnte. Als es seine internen Kontrollen verschärft, um die Finanzregulierer zu beeindrucken und schnell wieder glaubwürdig zu werden, könnte Goldman Sachs sich weltweit schnell als Geschäftspartner bei der Emission von Anleihen durch Staaten und halbstaatliche Institutionen unerwünscht machen.

 

Fazit

Bei einem Kurs von rund 179 USD ergibt sich ein rückblickendes Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13. Die Anteile von Goldman Sachs sind damit im Vergleich zu Branchenkollegen nicht billig. Hinzu kommt,  dass angesichts der rechtlichen Probleme die Fundamentaldaten die Aktie nicht zu einem Schnäppchen machen. Unser Rat: Bleiben Sie im Seitenaus und lassen Sie den Skandal zu Ende laufen.

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