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Aktien

Warum der nächste Crash richtig schlimm wird – einfach erklärt in zwei Minuten

Nicht schon wieder ein Artikel über den bevorstehenden großen Crash am Aktienmarkt? Der Markt steigt doch, und steigt, und steigt. Und warum auch nicht. Es gibt Sprichwörter wie „the trend is your friend“ und…

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FMW-Redaktion

Nicht schon wieder ein Artikel über den bevorstehenden großen Crash am Aktienmarkt? Der Markt steigt doch, und steigt, und steigt. Und warum auch nicht. Es gibt Sprichwörter wie „the trend is your friend“ und vieles mehr. Wenn die gierige Herde immer weiter kauft, ist man gerne dabei und macht auch gerne einfache Gewinne. Aber einer der klügsten Investment-Köpfe der Welt Jim Rogers warnt erneut in einer kurzen aber sehr einfachen Erklärung vor dem nächsten Absturz. Der werde nämlich extrem schlimm sein.

Schauen Sie sich bitte das folgende Video an. Auch Rogers weiß nicht, wann der große Crash kommt, wie denn auch? Er spricht das große grundsätzliche Problem an, dass die Finanzkrise 2008 durch zu viel Schulden ausgelöst wurde. Heute sei die Überschuldung noch viel höher. Er spricht auch das Versprechen von Fed-Chefin Janet Yellen an, dass es nicht nochmal eine Finanzkrise geben werde.

Nun, bis jetzt haben die Notenbanken einen erneuten Bärenmarkt ja mit gedruckten Geld erstickt. Vielleicht ist die Verabreichung von Antibiotika ein gutes Beispiel? Die sind auch eine super Sache, bis die Krankheitserreger eines Tages resistent gegen alle verfügbaren Antibiotika sind. Rogers spricht die Tatsache an, dass es immer wieder Bärenmärkte gibt. Und der nächste Bärenmarkt werde der schlimmste sein, den man zu Lebzeiten erfahren werde.

Rogers spricht es nochmal klipp und klar an. Alle Staaten hätten seit 2008 darüber geredet ihre Schulden zu reduzieren, dabei hätten seitdem alle ihre Schulden dramatisch ausgeweitet. Der nächste Absturz werde sehr sehr schimm werden. Inhaltlich ist seine klare Analyse nachvollziehbar, und kann auch so unterschrieben werden. Nur es bleibt eben nervig: Auch Rogers kann nicht sagen, wie lange die aktuelle Party noch anhalten wird, beziehungsweise wann der Crash denn endlich kommt.


Jim Rogers. Foto: FDV / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

25 Kommentare

25 Comments

  1. Avatar

    PK

    2. Oktober 2017 10:58 at 10:58

    Rogers sagte letztes Jahr für 2016 eine „100% Wahrscheinlichkeit“ für eine Recession in den USA voraus:
    https://www.bloomberg.com/news/articles/2016-03-04/jim-rogers-there-s-a-100-probability-of-a-u-s-recession-within-a-year
    Aber noch lustiger wirds, wenn man sich mal hier die Auflistung seiner gesammelten Fehlprognosen anschaut:
    https://thehustle.co/jim-rogers-recession
    Er sagt also seit 2012 JEDES JAHR eine Rezession und fallende Märkte für das jeweils folgende Jahr vorher.
    Dabei scheint er jedes Jahr noch grantiger darüber zu werden, daß sich alles exakt gegenteilig zu seinen bisherigen Meinungen entwickelt und deshalb werden seine Prognosen dann jedesmal noch apokalyptischer.
    Das gibts wirklich nur an der Börse, daß man Leuten die mit 100% Trefferquote falsch liegen trotzdem zuhört.

    • Avatar

      Columbo

      2. Oktober 2017 12:48 at 12:48

      Die Frage ist halt, ob er sich nur im Timing irrt. Beachten muß man ihn jedenfalls, er gehört nicht zu den Dümmsten und ist als kühler Analytiker bekannt. Seit ca. ein/zwei Jahren werden die Leserzuschriften auf FMW immer bullisher, pessimistische Analysen versucht man sofort mit besonderem Eifer zu widerlegen. Das ist ein bearishes Zeichen.
      Der berühmte Psychoanalytiker C.G. Jung würde sagen, der „Schatten“(das Unbewußte) eines Bullen ist der Bär. Je mehr er seinen Schatten verdrängt, desto mehr projiziert er ihn auf andere, indem er sie negativ beurteilt oder schlecht macht. Irgendwann überfällt ihn der Schatten dann rücklings. Besser wäre es für die Bullen, sich sein Unbewußtes(den Bären) bewußt zu machen. Gilt natürlich auch umgekehrt für die Bären.

    • Avatar

      Columbo

      2. Oktober 2017 18:00 at 18:00

      @PK, nachdem die Rogers, Fabers, Zulaufs und Homms andauernd danebenliegen, könnten Sie uns bitte rechtzeitig vor dem nächsten Crash warnen?.

  2. Avatar

    frank.trg

    2. Oktober 2017 13:46 at 13:46

    Eine Erklärung dafür dass nun der Crash kommt und dass dieser natürlich der Schlimmste sein wird, hab ich jetzt nicht rausgelesen.

    Die alljährliche Warnung von Jim Rogers vor dem großen Crash. Ist natürlich auch eine Strategie. Immer warnen irgendwann kommt der Crash und dann kann man sich hinstellen und sagen, schaut her ich habe genau davor gewarnt…

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    burberg

    2. Oktober 2017 14:17 at 14:17

    Ist ja wohl den Meisten klar, dass der Crash irgendwann kommt und dass dieser wahrscheinlich etwas heftiger wird. Wenn man sowas seit Jahren postuliert, wird man irgendwann Recht behalten, hat aber seit 5 Jahren die Hausse verpennt. Das solchen Leuten dann eine Prophetie nachgesagt wird, ist schon lächerlich. Natürlich ist es so, je länger die Hausse dauert, desdo näher ist der nächste Bärenmarkt. Dafür braucht man keinen “ Fachmann“.
    Auch eine kaputte Uhr zeigt zwei Mal am Tag die richtige Uhrzeit an.

    • Avatar

      PK

      2. Oktober 2017 15:15 at 15:15

      „Natürlich ist es so, je länger die Hausse dauert, desdo näher ist der nächste Bärenmarkt. Dafür braucht man keinen “ Fachmann“.“

      Genau über solche Sätze, die man an sich als naheliegend und selbstverständlich wahrnimmt sollte man mal genau nachdenken.
      Denn sie stimmen einfach nicht.
      Wenn wir unseren Chart als Candlestick malen, dann wäre also nach obiger Aussage die Wahrscheinlichkeit für einen roten Stick größer, wenn es vorher viele grüne Candlesticks gegeben hätte.
      Oder im Roulette würde man annehmen, daß nach 9x rot nun die Wahrscheinlichkeit größer ist, daß schwarz kommt. Jeder wird mir recht geben, daß diese Annahme falsch ist.
      Und bei Aktien haben wir genug Daten, um bis zum weekly Candlestick eindeutig feststellen zu können, daß die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Candlestick gleicher Farbe sogar ganz leicht ansteigt. Das ist im Backtesting sofort zu einzusehen.
      Beim Yearly Candlestick haben wir seit 1900 ja nur 117 candles. Das ist etwas wenig um das eindeutig messen zu können, aber hier haben wir im Prinzip auch jede beliebige Situation vorliegen, von einem einzigen Candle bis zu 12 candles (1987 – 1999).

      Grundsätzlich ist daher die Aussage, der Bruch eines Trendes steigt mit seiner Dauer, einfach falsch.

      • Avatar

        burberg

        2. Oktober 2017 15:29 at 15:29

        @ PK Das soll lediglich heißen, das Du mit jedem Tag den Du lebst, dem Tod ein Stück näher kommst. Hat überhaupt nix mit Eßstäbchen und anderem zu tun.

  4. Avatar

    Hans Sagstetter

    2. Oktober 2017 16:41 at 16:41

    Nocheinmal zum mitschreiben: keine angst vor schulden !
    Die welt ist nicht verschuldet, erdweit/weltweit ist die höhe aller schulden genauso hoch wie die summe aller guthaben, ihr saldo ist/war/wird allzeit null sein, ja null 0,00 :-)
    Nur wenn wir menschlein handel trieben mit ausserirdischen, könnte die erde verschuldet sein , sprich ein negativer saldo vorhanden sein.
    Einzelne können mikroökonomisch natürlich unrettbar überschuldet sein, doch das ist ein ganz ganz anderes thema.
    An aktien als sachwertanlage kommt niemand vorbei, der sein geldvermögen, das ja nur ein schuldschein ist, in sicherheit bringen will.
    Sehr sehr langfristig kann man mit value aktie nur reussieren, kurzfristig darf dich ein “crash“ um 50 oder 70 proz nicht irritieren.
    Leider sind viele anleger keine anleger sondern hasenfüssige spekulanten ,die nur den schnellen gewinn im auge haben und jammern im crash.

    • Avatar

      Columbo

      2. Oktober 2017 17:47 at 17:47

      @Sagstetter,
      “Keine Angst vor Schulden”. Grau ist alle Theorie! Frag mal die Griechen, wie sich Schulden anfühlen, wenn man sie zurückzahlen muß.

      • Avatar

        Hans Sagstetter

        2. Oktober 2017 18:21 at 18:21

        Solange du zins und tilgung leisten kannst, sind schulden kein problem;
        Volkswirtschaftlich sind sie sogar notwendig, sonst kann es auch keine ersparnisse geben.
        Vereinfacht: die guthaben der reichen korrespondieren mit den schulden der armen.
        Armer mann, reicher mann: “ich bin arm weil du reich bist “
        Das tilgen von schulden führt auch stets zum abbau von guthaben (an anderer stelle) das ist volkswirtschaft 1.semester…

        • Avatar

          Columbo

          2. Oktober 2017 18:42 at 18:42

          Ok, Zins können die Staaten leisten, Tilgung vermutlich nie mehr, da die Schulden zu hoch sind. Was heißt das dann? Immer mehr Schulden auf ewig? Schnitt? Währungsreform? Krieg? (Sorry, war nicht im ersten Volkswirtschaftsemester?, da was anderes studiert).

          • Avatar

            Hans Sagstetter

            2. Oktober 2017 18:53 at 18:53

            Lach, colombo, ich habe auch keine vwl studiert:
            Wenn nicht getilgt werden kann heisst die: der schuldner ist pleite ind der/die darlehensgeber müssen ihre forderung stornieren, sprich sie verlieren ihr guthaben.
            Wenn aus diesem guthaben deine rente bezahlt werden soll, ist es essig mit der rente….deshalb ist es gut, auch auf sachwerte zu setzen,
            Die keinem gegenpartei risiko unterliegen.

    • Avatar

      Michael

      2. Oktober 2017 19:45 at 19:45

      @Hans Sagstetter
      Sehr sehr langfristig kann man mit value aktie nur reussieren, kurzfristig darf dich ein “crash“ um 50 oder 70 proz nicht irritieren.
      Leider sind viele anleger keine anleger sondern hasenfüssige spekulanten ,die nur den schnellen gewinn im auge haben und jammern im crash.

      Wenn ein einzelner oder auch eine Million Hasenfüße durch einen 70%-Crash ihr gesamtes Vermögen, alles, was sie ein Leben lang erarbeitet haben, verlieren und vor dem Nichts stehen, wird sie das sicher trösten. Sie können sich dann stolz sagen: Ich habe volkswirtschaftlich perfekt gehandelt und auf Sachwerte gesetzt, die keinem Gegenpartei-Risiko unterlagen.

      • Avatar

        Hans Sagstetter

        2. Oktober 2017 20:34 at 20:34

        Lach, nein michael, wer das sagt oder denkt , gat etwas grundlegend missverstanden:
        1)auch value aktien eignen sich nur für den langfristig orientierten investor.
        2)im sog “crash; sein depot zu verkaufen, ist äusserst ungeschickt – man warte g e d u l d i g bis sich das depot erholt hat, was natürlich jahre dauern kann, und freue sich inzwischen über die dividende.
        3)man lege nur den teil seines vermögens in aktien an, den man lange zeit entbehren kann und stelle sich mental auf den niedergang eines unternehmens ein, das man im hoffentlich gut diversifiziertem depot hat.
        4)man gebe sich mit einer netto rendite von 2 bis 3 prozent zufrieden und schicke alle berater, die mehr versprechen und auf unsere “habgier“ zielen,
        Auf den mond…:-)

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        Columbo

        2. Oktober 2017 21:05 at 21:05

        @Michael, sowas passiert, wenn nicht klar ist, was Sachwerte sind. “Wirkliche” Sachwerte crashen nicht.

        • Avatar

          Michael

          2. Oktober 2017 22:08 at 22:08

          @Columbo, ich weiß, was wahre Sachwerte sind und habe mich im Kommentar auf die Definition von @Hans Sagstetter bezogen:
          An aktien als sachwertanlage kommt niemand vorbei, … deshalb ist es gut, auch auf sachwerte zu setzen, Die keinem gegenpartei risiko unterliegen.
          Und Aktien crashen nun einmal regelmäßig.

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            PK

            3. Oktober 2017 08:13 at 08:13

            „Und Aktien crashen nun einmal regelmäßig.“
            naja, regelmässig ?
            Die Crashs relativieren sich, wenn man über einen langen Zeitraum einzahlt und auszahlt.
            Letztendlich läuft es halt auf die Frage raus, ob man bei einem Spiel mitmachen würde wo man 1000 Euro einzahlt, dann wird eine Münze geworfen und man bekommt entweder nur 500 Euro raus oder 3000.
            Die Deutschen haben sich mit ihrer „German Angst“ mehrheitlich entschieden, da nicht mitzumachen. 14% haben bei uns Aktien, nur 7% aktiv. Das hier scheint die Webseite zu sein wo sich Leute treffen die zu den 86% gehören um sich Mut zuzusprechen, daß die 14% noch für ihre Fehler büssen werden.

      • Avatar

        PK

        2. Oktober 2017 21:14 at 21:14

        wenn man sich beliebige, zufällig gewählte 15 Jahres Zeiträume der wichtigsten Aktienmärkte weltweit anschaut, ist die Wahrscheinlichkeit bei cost average Strategien negativ abzuschneiden nahe Null.
        Die Bären greifen sich ja gerne Japan 1991 raus und nehmen dann ein Investment am Top als Negativbeispiel an. Da kann man genausogut aufs fliegen verzichten, weil schon Flugzeuge abgestürzt sind.
        Der statistische Erwartungswert liegt weit über dem von Bargeld.
        Wie die Hyperinflation in Argentinien und Deutschland zeigen, können Aktien sogar sicherer sein als Bargeld.

        • Avatar

          Segler

          3. Oktober 2017 08:45 at 08:45

          Guten Morgen, PK
          Wo erreicht man Sie ?
          Schreib mir doch mal unter
          bluewater@smashmail.de
          Wir würden Dich gern zu uns einladen.
          Eine Diskussion im kleinen fachlichen Kreis auch zum Thema
          eines angedachten professionellen Forums auf FMW
          Danke

  5. Avatar

    Paul

    2. Oktober 2017 19:19 at 19:19

    Aber aber, meine studierten Herren,
    Die Banken leihen einem Schuldner 100.000 €.
    Woher nehmen sie die denn ?
    richdisch, das sind ein Druck auf Taste 1 und 5 mal die Null und schwupp sind 100 Mille beim Schuldner auf dem Konto.
    Der zahlt brav zurück. Und zwar 100 mille + 4 Mille an Zinsen.Wo hat er die 4 Mille denn her ? Zu Erklärung siehe hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=_h0ozLvUTb0

    Alles klar ?

    • Avatar

      Hans Sagstetter

      2. Oktober 2017 19:30 at 19:30

      Hallo paul,
      Ja, die bank schöpft geld aus dem nichts quasi durch einen buchungssatz : forderung an verbindlichkeit.
      Durch die darlehensvergabe schafft die bank für sich eine forderung und der darlehensnehmer ist natürlich der schuldner, zusammengezählt ist der saldo null, es gibt daher keine schulden ohne guthaben andernorts in derselben höhe.

  6. Avatar

    Steve

    3. Oktober 2017 07:40 at 07:40

    …das heute schon Firmen pleite gehen, grosse Firmen . wöchentlich !
    Irgendwie scheinen das nicht alle mitzubekommen .

    Gestern hat es mal wieder eine (englische) fluggesellschaft erwischt.
    Damit verbunden garantiert ein Haufen Schulden.

    Interessante Krise, die schon beginnt bevor es im ZDF verkündet wird.
    >>>vielleicht ein gesteuerter Ablauf , um den knall etwas abzudämpfen ?

  7. Avatar

    Steve

    3. Oktober 2017 07:45 at 07:45

    Bzgl den verpassten Chancen wegen falschen Prognosen :

    Aktien steigen , silber fällt .(16$ lool)
    Jetzt silber kaufen wie blöde und in der Krise verkaufen . absolut risikolos .

    Das schlimmste was passieren kann ist das silber auf 1$ fällt .

    Das beste wenn es auf 45$ steigt ..

    16 auf 45$ …wieviel Prozent Steigerung sind das nochmal ?

  8. Avatar

    Jürgen Kempe

    1. November 2019 00:28 at 00:28

    Hauptsache der Crash lässt nächstes Mal keinen Stein auf den anderen…wenn, dann sollen alle alles verlieren..und es wird so mehrere jahrzehnte dauern bis sich das wieder normalisiert. In dieser Zeit werden die Menschen auf wieder normal und geerdet…dann gehen wir halt wieder auf die Felder und bauen mit unseren Händen Gemüse etc. an….das könnte dann schon so kommen, dass es hier in Deutschland nur noch 50 Millionen Menschen geben wird, eher weniger. Das Ganze wird viele Opfer kosten, vor allem in Grossstädten….

  9. Pingback: Nachrichten vom 19.11.2019 – Teil 3 | das-bewegt-die-welt.de

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Aktien

Drägerwerk in Lübeck – wichtiger Industriestandort im Zeitalter von Corona

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In den letzten Tagen rückt eine vorher weitgehend unbekannte deutsche Firma in den Fokus: Drägerwerk mit Sitz in Lübeck. In Zeiten von Covid-19 gibt es durch die Störung von Lieferketten und den staatlich verordneten Lockdown eigentlich nur Verlierer. Eigentlich, denn es gibt auch Gewinner, die die Gesellschaft braucht, weil sie dringend benötigtes Gerät produzieren. Wie zum Beispiel eben die Lübecker Firma Drägerwerk, der deutsche Produzent von Beatmungsgeräten. Ein Interview mit dem Vorstandschef des Unternehmens, Stefan Dräger, gibt ein wenig Einblick in die aktuelle Lage.

Die Beurteilung der Lage durch den Vorstand von Drägerwerk

Der Vorstand der Firma Drägerwerk, Stefan Dröger, ist derzeit ein gefragter Mann. Nicht erst seit bekannt wurde, dass die Bundesregierung 10.000 Beatmungsgeräte bei einem der weltweit wichtigsten Hersteller für diese lebenswichtigen Geräte aus der Intensiv- und Notfallmedizin bestellt hat.

In allen Medien wurde berichtet, dass es insbesondere in Norditalien durch das Fehlen von Beatmungsgeräten zu extremen Entscheidungen der Mediziner gekommen war, bei welchem Patienten man mit welcher Überlebenschance die zu wenigen lebenserhaltenden Beatmungsgeräte einsetzen musste.

Der Run auf die Produkte der Firma begann aber schon im Januar. Hierzu der Verstandschef Stefan Dräger: „Bei den Atemschutzmasken zog die Nachfrage im Januar exponentiell an, wobei die aber nur einen kleinen Teil unseres Umsatzes ausmachen. Bei den Beatmungsgeräten, die die deutlich stärkere Sparte darstellen, ging es dann im Februar richtig los. Zu diesem Zeitpunkt lagen aus China schon so viele Bestellungen vor wie wir sie sonst im ganzen Jahr haben. Wir haben dann die Produktion verdoppelt.“

Bei der Frage nach dem weltweiten Bedarf für diese Produkte antwortete Stefan Dräger in dem Interview mit der Welt: „Allein bei den Beatmungsgeräten übersteigt die Nachfrage das weltweite Angebot derzeit um das Zehnfache. Bei den Schutzmasken um das 100-fache.“

Während man in Deutschland bis vor Kurzem über 28.000 einsatzfähige Beatmungsgeräte und eine entsprechende Kapazität an Notfallbetten in den Krankenhäusern verfügte, sind es in Italien nur 10.000 und in Großbritannien 8000.

Die Firma Drägerwerk wird mit Anfragen aus aller Welt überhäuft. Dabei sei es gar nicht so einfach eine Entscheidung zu fällen, welches Land den Zuschlag der begrenzten Gerätschaften bekommen soll – vor allem aus menschlicher Sicht. Besondere Sorge bereiten dem studierten Elektrotechniker die USA ausgerechnet die führende Wirtschaftsnation der Welt. Dort gebe es bei dem dramatischen Anstieg von Infektionen Anschaffungsaufträge von 100.000 Geräte, dies sei aber schätzungsweise die Kapazität aller Hersteller weltweit für ein gesamtes Jahr. Anders als bei Atemmasken könne man nicht einfach andere Produzenten wie Automobilhersteller rasch mit der Lieferung der komplizierten Beatmungsgeräte beauftragen. Dräger habe mit dem Produktionsvorstand von Daimler gesprochen. Alleine die Umstellung der Produktion würde Monate dauern.

Da kann man ja einmal gespannt sein, ob es Donald Trumps Einsatz mittels Notgesetzen schafft, den US-Mobilhersteller General Motors bereits bis Ende April dazu zu bringen, diese notwendigen Geräte zu produzieren und an die Krankenhäuser auszuliefern.

Die Lage in Deutschland

Deutschland ist zunächst einmal mit 28.000 einsatzfähigen Geräten (noch) gut positioniert und die Lieferung der bestellten 10.000 Geräte würde über das Jahr hinweg erfolgen. Kurzfristig wäre es eine Möglichkeit ausrangierte Geräte zu reaktivieren oder wenn es ganz eng wird, andere Maschinen zu nutzen, wie zum Beispiel Notfall-Beatmungsgeräten aus den Krankenwagen.

Aber etwas anderes treibt den Unternehmenschef um:

Wenn die weltweiten Lieferketten zusammenbrechen, bekommt am Ende niemand mehr auch nur ein Beatmungsgerät. Auch Drägerwerk braucht für die Herstellung Produkte aus den USA, Asien und sogar Neuseeland.

Dräger: „Es wäre eine sehr große Bedrohung für die Menschheit, wenn durch Exportstopp-Maßnahmen einzelner Länder die weltweiten Lieferketten durchbrochen werden.“

Der Aktienkurs von Drägerwerk

Obwohl schon längere Zeit bekannt ist, dass ein großer Mangel an Beatmungsgeräten weltweit herrscht, stieg die Aktie erst von Mitte März so richtig an. Auch bei FMW hatten wir in Artikeln (10. März: Coronavirus: Die Gewinner der Krise) auf die wirtschaftlichen Gewinner der Pandemie hingewiesen und auch den Lübecker Medizintechnikkonzern Drägerwerk genannt. Der Aktienkurs hat sich von Mitte März bis gestern mehr als verdoppelt (auf 108 €) und gehörte auch gestern zu den Gewinnern. Damit ist die Aktie allerdings mit einem KGV von 70 nicht mehr ganz billig – und man arbeitet bereits an der Kapazitätsgrenze ohne die Möglichkeit einer kurzfristigen Produktionsausweitung.

Fazit

Auch wenn die Digitalisierung unaufhaltsam voran schreitet, braucht man auch die herkömmliche Produktion von Maschinen wie zum Beispiel jetzt Beatmungsgeräte aus dem Land des Automobil- und Maschinenherstellers Deutschland. So ungewöhnlich es für manchen klingen mag, in diesem Fall ist made in Germany nach wie vor gefragt.

Drägerwerk mit Sitz in Lübeck stellt Beatmungsgeräte her

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Lukoil: Short-Chance an wichtigem Widerstand! – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Ölpreise befinden sich im freien Fall. In manchen Regionen wie Kanada sind die Transportkosten inzwischen höher als der Preis des Öls selbst. Preise von weniger als 4 US-Dollar wurden gestern bereits in Kanada erreicht – pro Barrel, also 159 Liter. In Europa liegen die Preise zwar noch bei etwas mehr als 20 US-Dollar pro Barrel. Doch klar ist, dass damit auch die relativ günstig produzierenden Unternehmen in Russland Probleme bekommen. Lukoil dürfte derzeit an der Rentabilitätsschwelle kratzen. Der Aktien-kurs reflektiert das noch nicht.

Zwar fiel Lukoils Aktienkurs in den vergangenen Wochen beträchtlich. Doch die Gewinnmargen crashten geradezu auf Null. Analysten gehen davon aus, dass Rohöl in Russland zu Preisen von 17,50 bis 20 US-Dollar pro Barrel gefördert werden kann. Beim aktuellen Preis macht Lukoil also zwar keinen Verlust mit der Förderung selbst. Doch es bleibt auch kaum noch Marge übrig, um die nicht direkt mit der Förderung zusammenhängenden Kosten zum Beispiel für die Verwaltung zu decken. An Gewinnausschüttungen für die Aktionäre ist dabei gar nicht mehr zu denken. Wenn sich der Ölpreis von 40 auf 20 US-Dollar hal-biert, halbiert sich also nicht der Gewinn, sondern er sinkt bei Förderkosten von 20 US-Dollar auf Null. Das Abrutschen in die Verlustzone ist ebenso denkbar.

Lukoils Zukunft hängt jetzt an der Weltwirtschaft

Der Aktienkurs hat sich hingegen nur etwa halbiert. Wie Sie nun als Anleger vorgehen, hängt maßgeb-lich von ihrer Einschätzung der Zukunft ab. Gehen Sie davon aus, dass sich die Wirtschaft in den kom-menden Monaten schnell erholt? Dann könnte selbst eine Halbierung bereits attraktive Einstiegskurse darstellen. Rechnen Sie hingegen mit einer lang anhaltenden Eintrübung der Wirtschaft, dann dürfte die Ölnachfrage auf absehbare Zeit nicht so weit steigen, um beim herrschenden Überangebot wieder aus-kömmliche Gewinnmargen für Lukoil zu ermöglichen. Welches Szenario das wahrscheinlichere ist, kann Ihnen derzeit niemand sagen.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Politik. In Russland bestimmen nicht die Unternehmen selbst, wieviel Öl sie exportieren. Putin tut es. Und er entschied vor einigen Wochen, der von der OPEC vorge-schlagenen Förderkürzung nicht zu folgen, was den Preiscrash überhaupt erst auslöste. Denkbar ist, dass er in Folge der…..

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Mit Börsianer-Grüßen,
Thomas Kallwaß
Chefanalyst Profit Alarm

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Virus bringt neuen Schub für die Digitalisierung – Werbung

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Lieber Börsianer,

infolge der Coronakrise mussten zahlreiche Unternehmen die Produktion einstellen. Das prominenteste Beispiel sind die europäischen Autobauer, die ihre Werke komplett stillgelegt haben. Die Bänder in der klassischen Industrie stehen still und mit ihnen auch zahlreiche Zulieferbetriebe. Der wirtschaftliche Schaden ist in diesen Bereichen enorm. Die Unternehmen selbst, aber auch Beschäftigte und Aktionäre müssen sich auf ernste Einschnitte gefasst machen.

Der Produktionsstillstand ist nicht nur auf Nachfragerückgänge zurückzuführen, sondern auch ein Zeichen der Fürsorge gegenüber den Angestellten. Denn in den Industriebetrieben arbeiten die Mitarbeiter oft Schulter an Schulter. Ein derzeit gebotener Mindestabstand ist am Fließband nicht einhaltbar. Deshalb ist die vorübergehende Stilllegung der Produktion die einzige Chance.

Nicht alle Unternehmen achten auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter

Anders handelt zum Beispiel Amazon. Obwohl es immer mehr Berichte über infizierte Mitarbeiter gibt, werden die Versandzentren weiter betrieben. Das Unternehmen möchte sogar die gigantische Anzahl von 100.000 Menschen neu einstellen, um den Nachfrageschub zu bewältigen. Kein Wunder, denn wenn die Kunden nicht mehr in die Innenstadt zum Einkaufen dürfen, wird eben noch mehr online bestellt. Die Gesundheit der Mitarbeiter spielt in diesem Fall für Amazon nur eine untergeordnete Rolle. Überlegen Sie deshalb bei Ihrem nächsten Einkauf, ob Sie nicht vielleicht doch das kleine Geschäft in Ihrer Nähe unterstützen. Viele lokale Händler bieten mittlerweile auch Möglichkeiten zur telefonischen oder Online-Bestellung an.

Manche Unternehmen bleiben beinahe unberührt von der Krise

Es gibt jedoch auch Unternehmen, die einfach weitermachen können. Dabei handelt es sich um Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell bereits soweit digitalisiert haben, dass ihnen eine Schließung ihrer Büros oder Hauptquartiere fast nichts mehr ausmacht. Selbst im deutschen Leitindex DAX sind einige dieser Unternehmen zu finden. So müssen sich beispielsweise die Versicherer Allianz und Münchener Rück umstellen, wenn fast alle Mitarbeiter im Home-Office arbeiten, aber das Kerngeschäft wird weiterbetrieben. Bei der Deutschen Post wird ebenfalls mit ein paar erhöhten Sicherheitsbestimmungen für die Briefträger weitergearbeitet. In diesen Zeiten…..

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