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Märkte

Warum der Ölpreis aktuell noch weiter abrutscht

Claudio Kummerfeld

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Beispielfoto einer Ölpumpe

Der Ölpreis fällt weiter. Gestern gab es Meldungen über angebliche Angriffe der Houthis auf Ölanlagen in Saudi-Arabien. Aber diese Meldung konnte den Ölpreis gestern Mittag um 14 Uhr nur für ein paar Minuten gut 50 Cents nach oben schicken. Aber dann ging die Meldung als unbedeutend unter, und der Markt drehte gleich wieder gen Süden. Warum fällt er immer weiter?

Zwei Gründe für weiter fallenden Ölpreis

Gestern um 16:30 Uhr deutscher Zeit wurden die offiziellen staatlichen Daten zu den Lagerbeständen für Rohöl in den USA veröffentlicht. Anders als erwartet, gab es einen Aufbau der Lagerbestände um 3,5 Millionen Barrels. Das bedeutet zu viel Öl-Angebot, zu wenig Nachfrage, oder beides gleichzeitig. Das ist natürlich negativ für den Ölpreis. Er fiel direkt nach der Veröffentlichung um 40 Cents, und sorgte auch in den Folgestunden gestern Abend für Verkaufsdruck.

Auch heute früh geht der Abverkauf weiter. Der Ölpreis fällt von gestern Mittag 12 Uhr bei 54 Dollar bis jetzt auf 52,40 Dollar. Damit kratzt WTI-Öl aktuell an seinem Tief vom Montag bei 52,13 Dollar. Grund dafür ist auch, dass die Lage rund um den Corona-Virus immer weiter eskaliert. Mehrere Airlines haben ihre Flüge nach China erstmal eingestellt, darunter auch die Lufthansa. Weniger Flugverkehr und allgemeine wirtschaftliche Aktivität drückt die Öl-Nachfrage, was am Terminmarkt natürlich sofort Druck auf den Ölpreis ausübt.

In kurzer Zeit ist die Zahl der Toten in China um 38 auf 170 gestiegen. Es ist der bislang größte Anstieg seit Bekanntwerden des Ausbruchs des Virus in China. Die Zahl der bestätigten Infektionen im um 1.700 auf 7.711 Fälle gestiegen (hier mehr Details zur aktuellen Lage). Am Dienstag schrieben wir noch, dass der Absturz im Ölpreis erst einmal gestoppt sei, und dass der weitere Verlauf bei Öl vor allem davon abhänge, ob sich die Lage rund um den Corona-Virus verschlimmert. Und ja, aktuell sieht man, dass sie sich verschlimmert. In Kombination mit den steigenden Lagerbeständen bei Rohöl erleben wir somit aktuell den weiteren Rückgang im Ölpreis.

Goldpreis steigt

Der Goldpreis ist seit gestern Mittag bis jetzt um 12 Dollar gestiegen. Der Risk Off Trade scheint also wieder anzuspringen (Flucht in den Sicheren Hafen). Der Dow 30 ist seit gestern Abend um 20 Uhr deutscher Zeit um 360 Punkte gefallen, was nicht nur mit dem Corona-Virus zu tun hat. Aktuell, wenn der Ölpreis das Tief von 52,13 Dollar unterschreitet, sieht die Lage weiter bärisch aus für Öl. Das ist natürlich keine Garantie für fallende Kurse! Bilden Sie sich bitte ihre eigene Meinung.

Verlauf im WTI-Ölpreis seit dem 31. Dezember 2019
Verlauf im WTI-Ölpreis seit dem 31. Dezember.

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Finanznews

Aktienmärkte: „Dreifaltigkeit“ Stimulus, Corona, US-Wahlen! Marktgefüster (Video)

Markus Fugmann

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Für die Aktienmärkte ist derzeit die „Dreifaltigkeit“ entscheidend: die Frage Stumlus ja oder nein bzw. wann und in welcher Größe, die Lage vor allem in Europa um das Coronavirus – und schließlich die immer näher rückenden US-Wahlen mit der Debatte heute Nacht zwischen Trump und Biden. Immer wieder wiederholt sich in den letzten Tagen ein Muster: die Aktienmärkte der Wall Street starten aufgrund von Stimulus-Hoffnugnen stark, um dann aber deutlich nachzulassen – weil dann doch wieder klar wird, dass die optimistischen Aussagen etwa von Pelosi noch lange nicht bedueten, dass man sich wirklich einigt. Noch jedenfalls handeln die Indizes in einem kurzfristigen Abwärtstrend..

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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