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Warum jetzt die Aktien von Tresor-Herstellern interessant werden könnten!

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Beispielfoto für einen Tresor - Aktien der Hersteller im Kommen?

Als die EZB zum ersten Mal Negativzinsen einführte, war das noch ein Non-Event. Es störte erst einmal kaum jemanden, weil die Banken die geringen Negativzinsen nicht an Kunden weitergaben. Doch je weiter die EZB die Zinsen senkte und je länger diese Phase andauert, umso eher geben Banken die Zinsen weiter und umso größer wird der Bedarf nach sicheren Lagermöglichkeiten für Bargeld. Die Stunde der Tresorhersteller hat jetzt geschlagen – doch daran als Aktionär zu partizipieren, ist gar nicht so einfach.

Banken haben zu Bargeld keine Alternative mehr

Die EZB erhebt Negativzinsen auf Kontoeinlagen der Geschäftsbanken bei der Zentralbank. Hat eine Geschäftsbank überschüssige Liquidität, kann sie diese zum Beispiel an andere Geschäftsbanken als Übernachtkredit vergeben oder auf einem Zentralbankkonto hinterlegen. Bei der Hinterlegung bei der EZB fallen inzwischen -0,5% Zinsen pro Jahr an. Der Zinssatz für Übernachtkredite zwischen Banken hat sich dem inzwischen angepasst und liegt bei derzeit -0,45%. Es kostet Banken also Geld, Geld zu besitzen und bringt ihnen nicht mehr wie früher Zinsen ein. Da selbst zehnjährige Bundesanleihen inzwischen eine negative Rendite aufweisen und 30-jährige Papiere an der 0%-Schwelle kratzen, gibt es für Banken keinen Ausweg mehr aus der Negativzinsfalle. Die Papiere, in die die überschüssige Liquidität gesteckt werden könnte, weisen so hohe Kursrisiken auf, dass sie das knapp positive Zinsversprechen nicht mehr aufwiegen können.

Also bleibt noch eine Alternative: Bargeld. Doch auch diese Alternative birgt Tücken. Denn das Bargeld muss nicht nur sicher gelagert werden, es benötigt auch noch sehr viel Volumen und vor alle tragfähige Gebäude. Es beginnt bereits damit, dass die Zentralbanken die Ausgabe von 500 Euro Scheinen 2019 beendeten und als größte Note nun 200 Euro Scheine zur Verfügung stehen. Um eine Milliarde Euro in 200 Euro Scheinen zu lagern, wird ein Tresor mit einem Volumen von wenigstens mindestens 63 Kubikmetern und einer Tragfähigkeit von mindestens 5,4 Tonnen benötigt. Mit 500 Euro Scheinen konnte das Volumen auf 26,5 Kubikmeter und eine Tragfähigkeit von 2,25 Tonnen reduziert werden.

Nun lagern jedoch allein deutsche Banken inzwischen 43,4 Milliarden Euro in Form von Bargeld. Damit hat sich der Betrag seit Mai 2014 verdreifacht. Mai 2014 war der letzte Monat vor der Einführung von Negativzinsen. 43,4 Milliarden Euro in Form von 200 Euro Scheinen gelagert ergeben 232 Tonnen Masse und ein Volumen von mehr als 2.700 Kubikmetern, ein Raum von 3m Höhe und je 30m Breite und Länge. Noch nicht mit eingerechnet ist das Volumen privater Bargeldbestände zum Beispiel in Schließfächern, bei denen die Banken auch steigende Nachfrage verzeichnen.

Tresorhersteller könnten Hochkonjunktur haben, performen an der Börse aber nicht

Da die Banken in den vergangenen Jahrzehnten den Kontakt mit Bargeld lieber mieden, stehen inzwischen gar nicht mehr genug Lagerkapazitäten für solche Mengen zur Verfügung. Laut dem Edelmetallhändler ProAurum fragten mehrere Banken an, ob sie Bargeld in den Tresoren des Goldhändlers lagern könnten. Die Anfragen mussten jedoch mangels Kapazitäten negativ beantwortet werden.

Klar ist, dass die Banken Negativzinsen mit Bargeld allein kaum entkommen können. Deutsche Banken müssen 3.000 Milliarden Euro Sichteinlagen der Kunden verwalten. In 200 Euro Noten gelagert ergäbe das 16.000 Tonnen und ein Volumen von gut 190.000 Kubikmetern – ein Raum mit den Maßen 250 Meter x 250 Meter x 3 Meter. Die Zentralbanken müssten die in der Eurozone umlaufende Bargeldmenge fast verdreifachen, um den Bedarf der deutschen Banken zu decken. Die Bargeldbestände zu erhöhen, ist gleichwohl eines der Instrumente im Werkzeugkasten der Banken, um die Zinsbelastung zu reduzieren.

Börsennotierte Hersteller von Tresoren gibt es inzwischen keine mehr. Jedenfalls keine Unternehmen, die sich auf den Tresorbau spezialisierten. Unternehmen, die neben diversen anderen Dingen auch Tresore herstellen, sind u.a. Gunnebo, Diebold und die dormakaba Group. Doch die Aktien dieser Unternehmen entwickeln sich derzeit entweder nicht sonderlich ansprechend oder sind aufgrund der geringen Bedeutung des Tresorgeschäfts vor allem von anderen Geschäftsfeldern abhängig. Am spezialisiertesten ist noch Gunnebo, hat gleichzeitig aber auch die schlechteste Aktienkursentwicklung der drei genannten Unternehmen.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – „Ob gut oder schlecht – Sell the News!“

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Auch wenn es wie bei Microsoft gute Zahlen gab – der Markt ist derzeit negativ eingestellt.

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Boeing-Quartalszahlen: Desaster, aber der Verlust ist kleiner als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Boeing ist als Industrieunternehmen mit seiner gigantischen Zuliefererkette derart wichtig für die US-Volkswirtschaft, dass man mit starken Absatzrückgängen sogar das US-BIP in spürbare Bewegung bringen kann. Aber nun zu den wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,14 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,98/erwartet für heute 14,5). Laut Boeing sinken die Umsätze bei den zivilen Maschinen wegen der 737-Probleme, was teilweise durch höhere Umsätze in der Militärsparte ausgeglichen werde. Der Ergebnis liegt bei -1,39Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,45/erwartet für heute -2,32).

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Gegenüber Airbus ist Boeing doppelt hart getroffen. Nicht nur Corona trifft die Geschäfte des Flugzeugbauers, sondern immer noch das 737 Max-Desaster mit den zwei Abstürzen.

Der operative Cash Flow liegt bei -4,8 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +1,0 Prozent – wohl weil der Verlust nicht so schlimm ausfiel wie erwartet.

Boeing betont, dass man noch in den Büchern noch Aufträge habe für 4.300 kommerzielle Flugzeuge im Volumen von 393 Milliarden Dollar.

Boeing soll Ende 2021 noch 130.000 Mitarbeiter haben, wo es Anfang 2020 noch 160.000 waren.

CEO-Statement:

“The global pandemic continued to add pressure to our business this quarter, and we’re aligning to this new reality by closely managing our liquidity and transforming our enterprise to be sharper, more resilient and more sustainable for the long term,” said Boeing President and Chief Executive Officer Dave Calhoun. “Our diverse portfolio, including our government services, defense and space programs, continues to provide some stability for us as we adapt and rebuild for the other side of the pandemic. We remain focused on the health and safety of our employees and their communities. I’m proud of the dedication and commitment our teams have demonstrated as they continued to deliver for our customers in this challenging environment. Despite the near-term headwinds, we remain confident in our long term future and are focused on sustaining critical investments in our business and the meaningful actions we are taking to strengthen our safety culture, improve transparency and rebuild trust.”

Grafik zeigt Detaildaten zu den aktuellen Quartalszahlen von Boeing

Hauptwerk nahe Seattle - Boeing-Quartalszahlen veröffentlicht
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jeremy Elson CC BY-SA 3.0

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So sichern Sie in unruhigen Marktphasen Ihr Depot ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist wieder soweit. Deutschland fährt erneut runter und geht in einen moderaten Lockdown. Voraussichtlich noch im Verlauf des Tages werden Bund und Länder entsprechende Maßnahmen beschließen. In der Diskussion sind unter anderem: Verbot von Verwandtenbesuchen, Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person eines anderen Haushaltes, die Gastronomie soll wieder komplett heruntergefahren werden, touristische Übernachtungen im Inland sollen jetzt auch ausbleiben.

Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass die Maßnahmen bis weit in die Adventszeit aufrecht erhalten werden sollen. Die Politik konzentriert sich offenbar auf das Weihnachtsfest. Am Weihnachtsbaum sollen wir also wieder Verwandte treffen dürfen und dabei möglicherweise auch wieder ein Restaurant besuchen dürfen. Es überrascht also nicht, dass der DAX bereits seit Tagen butterweich ist. Zuletzt sackte der deutsche Leitindex mit großer Dynamik unter die Marke von 12.000 Punkten ab. Noch hält sich der US-Markt wacker und hat noch kein Verkaufssignal generiert.

Es gibt folglich zwei Optionen. Die optimistische Variante: Der US-Markt wird die europäischen Börsen stützen, sodass die Korrektur bei DAX und Co. rasch auslaufen wird. Die pessimistische Variante: Die US-Märkte kippen nächstens „hinterher“ und leiten damit eine globale Korrekturphase ein.

Vor diesem Hintergrund fragen sich jetzt natürlich viele Investoren, wie kann ich mein Depot einmal absichern, wie kann ich meine schönen Gewinne der vergangenen Monate und Jahre kurzfristig festmachen.

Es gibt hier zwei anerkannte Methoden: So können Sie nun die Aktienpositionen Ihres Depots einfach vollständig oder weitgehend abverkaufen. Diese Lösung ist einfach, hat aber in der Praxis ihre Tücken. Zunächst kann diese Maßnahme vor allem bei etwas größeren Depots durchaus zeitaufwändig sein. Außerdem produzieren Sie dadurch für Ihr Depot eine gewisse Spesenbelastung, die sich am Ende, wenn Sie die Titel wieder zurückkaufen, quasi verdoppelt.

Außerdem dürfen wir getrost davon ausgehen, dass uns der Wiedereinstieg in der Praxis kaum optimal gelingen wird. Denn wenn dann die Börse plötzlich dreht, sind wir eben erst einmal nicht dabei. Und oftmals sind die Kursgewinne der ersten Erholungsphase, die auf eine Korrektur folgen, besonders großzügig. So zeigen alle Studien, dass man mit einem Totalverkauf langfristig Rendite verliert, selbst wenn Aus- und Wiedereinstieg halbwegs gut bewerkstelligt werden.

Machen Sie keine halben Sachen, sondern sichern Sie proaktiv ab

Sinnvoller ist in unruhigen Marktphasen die sog. aktive Absicherung. Bei diesem Verfahren halten Sie im Wesentlichen an Ihren bestehenden Aktienpositionen fest, stellen allerdings vorübergehend sog. Shorts oder Puts gegen diese Aktienpositionen.

Wie funktioniert die proaktive Absicherung in der Praxis? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur den DAX, sondern auch den sog. Short-DAX. Dieser Index verhält sich exakt spiegelverkehrt oder invers zum „echten“ DAX. Zu Deutsch: Wenn der DAX an einem Tag um 1 % fällt, dann steigt der Short-DAX exakt um 1 %. Wenn Sie also DAX-Aktien im…..

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