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Aktien

Was wurde eigentlich aus der „American International Group“ ?

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Sie erinnern sich an das Grusel-Kürzel AIG? Die „American International Group“ hätte neben Lehman Brothers das globale Finanzsystem endgültig in den Kollaps stürzen können, wenn die US-Regierung die Firma nicht mit 182 Milliarden Dollar gestützt hätte. AIG gibt es immer noch…

AIG als Teil der Finanzkrise

Was war das Problem? AIG hatte als Versicherungskonzern in großem Still sogenannte „Credit Default Swaps“ (CDS) verkauft, also Versicherungen gegen den Zahlungsausfall von Anleiheschuldnern. Diese Versicherungen wurden im Zuge der Lehman- und Immobilienkrise 2007 und 2008 massiv in Anspruch genommen und AIG stand kurz davor pleite zu gehen. In Folge dessen wären diverse Banken mit runtergezogen worden. Die US-Regierung stützte die Firma massiv mit einer de facto Verstaatlichung + Krediten von insg. 182 Milliarden Dollar. In den letzen 7 Jahren hat AIG nach und nach einzelne Tochtergesellschaften verkauft und die Erlöse verwendet um Kredite an den Staat zurückzuzahlen. Gleichzeitig hat die US-Regierung ihre AIG-Aktien im Lauf der Jahre nach und nach verkauft, um die Rettungsgelder zurückzubekommen. Für den US-Steuerzahler war diese Aktion ein hoch riskantes Unterfangen. AIG und ihre Töchter hätten weiter den Bach runtergehen können, und die US-Regierung hätte ihre Rettungsmilliarden nicht wiedergesehen. Im Fall AIG kann man im Sinne der US-Steuerzahler aber sagen „nochmal Glück gehabt, ist gerade nochmal gut gegangen“.

AIG US Regierung Rückzahlung
Die US-Regierung hat 2012 ihren Ausstieg aus AIG beendet und per saldo 22,7 Milliarden Dollar Gewinn mit dieser Rettungsaktion gemacht. Noch mal Glück gehabt! Grafik: US-Finanzministerium

AIG heute

Das operative Geschäft war nach jüngsten Zahlen leicht rückläufig, aber die Firma schreibt mit +1,69 Milliarden Dollar im letzten Quartal Gewinne. AIG plant aktuell Aktien im Wert von 3,5 Milliarden Dollar zurückkaufen (im 1. Quartal waren es 1,4 Milliarden Dollar) – also nimmt man wieder am üblichen Spiel der Wall Street teil – statt Gewinne in Rücklagen zu buchen, kauft man die eigenen Aktien zurück, um das Angebot zu verknappen und so den Kurs hochzutreiben. Da wird doch wohl der Chef von AIG keine Aktienoptionen haben?

AIG Risikoabbau
Mit dieser Grafik aus dem aktuellsten Quartalsbericht möchte AIG zeigen, wie man seine Risiken zurückfährt. Offene „CDS“-Positionen werden nach und nach reduziert.

Die Aktie der Firma zerlegte sich 2008 komplett (erster Chart 20 Jahre Rückblick) und hat sich seitdem nicht mehr erholt. Schaut man sich einen kurzfristigeren Chart an, so tut sich wieder etwas. Wer extrem mutig war, konnte ab 2008 bei Einstiegen auf Niveaus von 10, 20 oder 30 Dollar dabei sein. Zwar war die Aktie von 2008 bis 2010 extrem volatil, aber seit 2011 gibt es eine nachhaltige Steigerung auf aktuell knapp 60 Dollar. Natürlich bleibt die Aktie nach wie vor ein Hochrisikopapier. Denn diese Vergangenheit kann „der Markt“ auch nach 7 Jahren nicht einfach so vergessen. Der Fonds des weltweit bekannten Hedgefonds-Managers John Paulson hat laut einer jüngst veröffentlichten Auflistung im ersten Quartal 2015 für 800 Millionen Dollar Aktien von AIG erworben. Es scheint also auch Profizocker zu geben, die weiter Aufwärtspotenzial in der Aktie sehen.
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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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