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Welche Rolle spielen Zinssenkungen oder Zinsanhebungen im aktuellen Umfeld? Kann man auf historische Erfahrungen zurückgreifen?

Es wird viel gemutmaßt über die Frage, welche Rolle die Zinsänderungen für die Aktienmärkte spielen. Was verursachen Zinsanhebungen und was Zinssenkungen?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Es wird viel gemutmaßt über die Frage, welche Rolle die Zinsänderungen für die Aktienmärkte spielen. Was verursachen Zinsanhebungen und was Zinssenkungen? Eine relativ komplizierte Frage, denn es heißt wie immer: es kommt darauf an.

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Der jüngste Zinsanhebungszyklus

Im jetzigen Zinszyklus war es schön zu beobachten. Eine wachsende Wirtschaft und steigende Zinsen können im Gleichlauf existieren, bis zu einem Punkt. Die US Notenbank hatte die Zinsen seit Ende 2015 achtmal angehoben bis Oktober letzten Jahres auf 2,00-2,25 Prozent.

Die Aktienmärkte haussierten, bis Fed-Chef Powell vier weitere Zinsanhebungen für die nächste Zeit in Aussicht stellte und dazu noch eine auf Autopilot stehende Reduzierung der Notenbank-Bilanz. Das war zu viel, die Aktienmärkte brachen ein. Die Märkte diskontierten in wenigen Tagen die Verschlechterung des finanziellen Umfelds. Wie heftig sind Hedgefonds aus den Aktienmärkten geflohen und haben zur Gewinnmaximierung Put-Optionen gekauft? – bis Jerome Powell eine Wende ausrief. Die Kursreaktionen im Hochwinter sind bekannt.

Ergo: Es gibt eine Obergrenze, bei der steigende Zinsen nicht mehr kompatibel sind mit steigenden Aktienkursen. Nicht nur weil der Anleihemarkt oder Geldmarkt wieder eine Konkurrenz darstellt zu den Aktienmärkten, nein, in Amerika haben wir noch eine Sondersituation. Es ist der Markt für Unternehmensanleihen, deren Bonität sich seit 2009 drastisch verschlechtert hat. Ich habe schon mehrere Kommentare über das BBB-Risiko geschrieben und in meinem Kommentar vom 22.Mai hatte ich die Zahlen genannt – 54 Prozent der US-Unternehmensanleihen haben schon die letzte Stufe Investmentgrade BBB erreicht.

Fed-Chef Powell musste im Dezember auch deshalb die zinspolitische Wende vornehmen, weil dieser billionenschwere Markt das Zeug dazu besitzt, eine neue Finanzkrise auszulösen.

Daher rührt auch meine Überzeugung, dass die Fed keine Zinsanhebungen mehr durchführen kann im jetzigen Konjunkturzyklus, auch wenn die Inflation anspränge. Das ganze Verhalten der Fed läuft darauf hinaus eine Rezession, die kommen wird, möglichst lange hinauszuzögern – auch im Hinblick auf die Wahlen 2020.

 

Was bringen dann Zinssenkungen?

Zinssenkungen kommen immer dann, wenn erkennbar ist, dass die Wirtschaft einbricht. In den letzten drei Konjunkturzyklen wurden die Zinsen vor dem Wirtschaftsabschwung stark angehoben, im letzten Zyklus 17-mal auf 5,50 Prozent, zur Jahrtausendwende sogar bis auf 6,25 Prozent.

Darin unterscheidet sich die jetzige Phase von den letzten drei Einbrüchen (insgesamt 9 Zinsanhebungen bis 2,25/2,50%). Vor nicht allzu langer Zeit habe ich den Chef-Wirtschaftsberater der Bush-Regierung zitiert, der eine wegweisende Beschreibung abgegeben hatte. Sinngemäß: Die US-Notenbank hat in den letzten drei Zyklen durch ihre aggressiven Zinsanhebungen dafür gesorgt, dass die US-Wirtschaft in die Rezession gestürzt ist. Dieses Mal wird sie vorsichtiger agieren, allein, um ihr politisches Überleben zu sichern.

Ich denke, dass diese Aussage im Dezember letzen Jahres getätigt wurde. Lange hat es nicht gedauert, bis das Szenario wahrscheinlich wird. Also, was bringen Zinssenkungen den Aktienmärkten am Ende eines langen Aufschwungs? Eigentlich kaum etwas, bis auf eine kurze Aufwärtsphase. Der Einbruch kommt, das billige Geld hilft der Wirtschaft nur, um die Folgen der Rezession abzufedern. Im jetzigen Umfeld könnten niedrigere Zinsen den Abschwung verzögern, deshalb auch mein ständiger Hinweis auf das große Ziel des Präsidenten im November 2020.

Die Erfahrung lehrt aber Folgendes – billiges Geld, wenn es das gibt, ist das „Konjunkturkind zumeist schon in den Brunnen gefallen“.

 

Eine etwas seltsam unlogisch klingende Schlussfolgerung

Aktienmärkte fallen bei stark steigenden Zinsen / und oder Inflation oder vor dem Auftreten einer Rezession. Wenn die Rezession aber durch die großen Institute festgestellt wird, sind die Kurse zumeist schon im Keller und stehen vor einer starken Aufwärtsbewegung, wie in kaum einer Phase des typischen Konjunkturzyklus.

Aus historischer Sicht lässt sich feststellen, dass im letzten Jahrhundert in den USA ein Bullenmarkt im Schnitt gut acht Jahre gehalten hat, ein Bärenmarkt mit Rezession aber nur etwa eineinhalb Jahre, im Durchschnitt wohlgemerkt. Wann war das Hoch des deutschen Aktienmarkt? Am 23. Januar des Jahres 2018 – schon eine Zeit her.

Aber noch ist es nicht soweit und für eine Rezession sind die Aktienkurse noch deutlich zu hoch.

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Dow 30.000 Punkte, Bitcoin mit Aussicht auf 20.000 – Ideen für Pfund und Hewlett Packard

Redaktion

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Der Dow Jones ist diese Woche über 30.000 Punkte geklettert, ein Rekordhoch! Die aktuelle Lage und die Aussichten bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. Ebenfalls ein wichtiges Thema im Video ist die seit Wochen vorhandene Euphorie im Bitcoin, auch wenn die Volatilität groß ist. Hier sei die Chance auf einen Anstieg Richtung 20.000 Dollar vorhanden (aktuell 17.192 Dollar). Aber dann könne es bei dieser runden Marke aus psychologischen Gründen zu Gewinnmitnahmen kommen.

Auch im Video besprochen werden aktuelle Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Das britische Pfund könne man gegen den US-Dollar kaufen über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Ebenso könne man derzeit über eine Stop-Buy-Order auf steigende Kurse in der Hewlett Packard-Aktie setzen. Beide Ideen werde im Video konkret begründet.

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Finanznews

Aktienmärkte: Wichtige Botschaften! Videoausblick

Die Aktienmärkte heute aufgrund des US-Feiertags wohl eher ruhig. Aber es gibt heute dennoch sehr wichtige Botschaften für die Zukunft!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte dürften heute aufgrund des US-Feiertags Thanksgiving einen ruhigen Handelstag vor sich haben. Aber es gibt dennoch sehr wichtige Botschaften, die das größere Bild in den nächsten Tagen und Wochen prägen sollten: so dürfte die Fed Änderungen bei Anleihekäufen vornehmen (operation twist) und denkt bereits über Tapering (Reduzierung des Kaufvolumens) nach. China dagegen will bereits die Stimulus-Maßnahmen zurück fahren. Und Italien will von der EZB einen Schuldenerlass – das ist der Beginn von Forderungen, die ausufernden Schulden einfach zu streichen (aber wer hat dann den Schaden?). Kann der Dax ohne die US-Indizes heute Dynamik entwickeln? Ohne die Aktienmärkte der USA ist Europa aber wohl allein zu Haus – und langweilt sich..

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