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Wie Donald Trump 1.000 Industrie-Arbeitsplätze in Indiana gehalten hat…

„Make America great again“, ja, super, Donald schafft es. Danach sieht es (auf den ersten Blick) diesmal wirklich aus. Aber von vorne. Der Klimaanlagen-Hersteller Carrier, Tochter des Großkonzerns…

Redaktion

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FMW-Redaktion

„Make America great again“, ja, super, Donald schafft es. Danach sieht es (auf den ersten Blick) diesmal wirklich aus. Aber von vorne. Der Klimaanlagen-Hersteller Carrier, Tochter des Großkonzerns United Technologies, wollte Anfang des Jahres 1.000 Arbeitsplätze nach Mexiko verlagern. Es ging um das klassische Thema „Lohnkosten sparen“. Bei der Verkündung der Nachricht waren die Arbeiter im Werk in Indianapolis hellauf begeistert (VIDEO). Jetzt die überraschende Wende. Trump mit seinem Pressebüro (Twitter-Account) wie auch Carrier selbst bestätigen aktuell den Erhalt der Arbeitsplätze in Indianapolis. Phantastisch, werden die Arbeiter sagen. Und in der Tat: Wenn man direkt betroffen wäre, ist es einem völlig egal, wie das geschafft wurde. Hauptsache man hat weiterhin einen Job!

Und jetzt zur Frage: Wie hat Trump das geschafft? Haben United Technologies und Carrier sich von der patriotischen Trump-Welle anstecken lassen? Nein, so wird es wohl kaum gewesen sein. Zufälligerweise ist Indiana der Heimatstaat des neuen Vizepräsidenten Mike Pence. Für den Staat war er erst als Repräsentant im US-Kongress, danach zuletzt Gouverneur des Bundesstaates. Wie jetzt durchsickert, hat Pence im Auftrag von Trump anscheinend rausgeschlagen, dass der Bundesstaat Indiana die Firma Carrier mit zusätzlichen Geldmitteln dazu bewegt hat nicht nach Mexiko zu verlagern. Auch wird in US-Medien aktuell darüber spekuliert, ob neben möglichen Subventionen bei United Technologies auch die Angst umgeht, dass die zukünftige Trump-Regierung dem Konzern zukünftig Aufträge im Rüstungsbereich vorenthalten könnte, wenn man doch nach Mexiko verlagert.

Also der Klassiker. Mit Subventionen Arbeitsplätze am Leben halten. Volkswirtschaftlich gesehen, wenn man dieses Modell zukünftig immer wieder bei anderen Firmen kopiert, ist es ein riesiger Verlust für die Steuerzahler, aber was soll´s – bei 20 Billionen Dollar Staatsschulden ist das auch egal. In welcher Form genau Staatsgelder fließen oder in welcher Höhe, ist noch unklar, aber die Kollegen von CNBC gelten als seriös in ihrer Recherche! Aber abgesehen davon: Dem Arbeiter bei Carrier, der wohl Trump gewählt hat und jetzt seinen Job behält, wird Trump wie der Messias erscheinen – aus nachvollziehbaren Gründen! Morgen will Donald Trump das Werk in Indiana besuchen. Verdammt nochmal, wird das eine Jubel-Party werden!

Ob man Trump mag oder nicht – und ob es aus reinem Profilierungsdrang geschieht oder nicht: Irgendwer in der Trump-Administration scheint sich schon jetzt aktiv um die Firmen zu kümmern, die dabei sind Jobs aus den USA zu verlagern. Frage: Hätte Hillary Clinton sich die selbe Mühe gemacht? (ja gut, das war eine rhetorische Frage)… kann Mutti was daraus lernen? Aktive Ansprache von Unternehmen? In Diskussionen eintreten, wie man Industriearbeitsplätze erhalten oder sogar neue schaffen kann? Denn im Augenblick entstehen bei uns die neuen Jobs nur bei extrem schlecht bezahlten Dienstleistungsjobs! Aber bitte, bitte, falls das jemand in Berlin lesen sollte: Bitte keine Subventionen, das geht gerade in Deutschland immer wieder schief!

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Donald Trump. Foto: Michael Vadon / Wikipedia (CC-BY-SA 4.0)

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Hondo

    30. November 2016 13:35 at 13:35

    Bürokratie weg, Steuern runter bzw, flexibler gestalten und den Chinesen auf die Finger klopfen. Aber das sind Dinge, die in Deutschland nicht so richtig klappen. Aber was soll es uns geht es ja noch gut.
    Mfg

  2. Avatar

    gerd

    30. November 2016 16:40 at 16:40

    Eigentlich doch egal, ob Subventionen oder Steuern runter.

    Das Geld ist weg.

  3. Avatar

    roger

    1. Dezember 2016 05:30 at 05:30

    Das Problem ist nicht die Industrie oder die Politik. Das Problem ist der Konsument, bzw. Arbeiter selbst, der alles haben will, was er sich eigentlich nicht leisten kann. Durch billige Fremdarbeit wird das zunächst möglich. Nämlich solange, bis sein eigenes Produkt von keinem mehr gekauft wird.

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Aktien

Dax mit Crash? Mögliche Ausweitung der EZB-Maßnahmen, Ideen zu SAP und Allianz

Redaktion

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Gibt es im Dax einen neuen Crash? Diese Frage bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einer Expertin. Auch Thema seines Videos sind die ganz frisch verkündeten neuen Rettungsgelder für die Wirtschaft, damit der anstehende kleine Lockdown im November verkraftet werden kann. Wichtig ist auch die heute angedeutete Ausweitung der EZB-Maßnahmen im Dezember.

Manuel Koch bespricht im Video auch zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Die Aktien der Allianz seien eine Short-Chance per Stop-Sell-Order. Die Aktien von SAP seien ein Kauf per Stop-Buy-Order. Beide Ideen werden ausführlich begründet.

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Allgemein

Corona-Hilfen: Ausfallzahlungen im November, und eine ganz wichtige Änderung!

Claudio Kummerfeld

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am

Neue Corona-Hilfen vom Bund

Aufgepasst liebe Selbständige und Unternehmer, es tut sich was bei den Corona-Hilfen des Bundes. Es ist ja inzwischen bekannt, dass die Bundesregierung betroffene Unternehmer mit bis zu 75 Prozent der Umsätze aus November 2019 entschädigen will, wenn sie jetzt im November 2020 durch Betriebsschließungen Umsatzeinbußen erleiden. Dies soll für Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern gelten. Für Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern gibt es gestaffelt Erstattungen von 70 Prozent und weniger. Vor allem die Gastronomie wird wohl profitieren, aber auch Freizeiteinrichtungen, und womöglich deren Zulieferbetriebe. Details werden gerade noch geklärt. Diese Corona-Hilfen sind sehr wichtig. Sonst hätte dieser neue kleine Lockdown, der ab Montag startet, wohl endgültig viele Unternehmen finanziell ruiniert.

Die genauen Details der neuen Hilfen sollen laut Olaf Scholz noch veröffentlicht werden auf https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de . Noch ist die Seite nicht auf aktuellem Stand, aber aus den ganz frischen Aussagen der beiden Minister hört man, dass die beiden Ministerien genau in diesem Minuten die Details ausarbeiten. Also sollte man morgen oder am Wochenende diese Seite mehrmals besuchen und nach neuesten Infos Ausschau halten. Anträge sollen schnell bearbeitet werden. Wir empfehlen die nächsten Tage auch immer einen Blick zu werfen auf die Webseiten des Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesfinanzministeriums.

Corona-Hilfen mit kleinem, aber sehr wichtigem Detail

Aber ein wichtiges Detail bei den Corona-Hilfen wird für viele Unternehmer eine große Erleichterung darstellen, um jetzt weiter durchhalten zu können. Denn bisher galt die ziemlich unsinnige und unfaire Regelung, dass die KfW-Schnellkredite in der Coronakrise nur für Unternehmen zugänglich waren, die mindestens 10 Mitarbeiter haben. Jetzt liest man im offiziellen Infotext des Bundeswirtschaftsministeriums (siehe hier), dass der KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten zugänglich gemacht werden soll. Diese winzige Änderung bei den Corona-Hilfen kann für viele kleine Unternehmer die Rettung bedeuten, zumindest in Sachen Liquiditätshilfe. Hier weitere Details im Wortlaut vom Ministerium:

Es hat sich als unvermeidlich erwiesen, für die Dauer der nächsten vier Wochen auch viele Unternehmen zu schließen, um auf diese Weise Kontakte im erforderlichen Umfang zu reduzieren. Das betrifft unter anderem Gastronomiebetriebe, Bars, Clubs und Diskotheken, aber auch Dienstleistungsbetriebe, Messen, Kinos, Freizeitparks oder Fitness-Studios. Viele von ihnen haben Vorbildliches bei der Umsetzung von Hygiene- und Abstandskonzepten geleistet und seit Ausbruch der Pandemie schwere Umsatzrückgänge hinnehmen müssen.

Die Bundesregierung wird diese Betriebe umfassend unterstützen, um ihnen den Fortbestand in dieser schweren Zeit zu erleichtern:

Wir gewähren den von temporären Schließungen erfassten Unternehmen eine außerordentliche Wirtschaftshilfe, die bis zu 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats erfasst;

Wir werden die Leistungen der Überbrückungshilfe verlängern und für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche wesentlich verbessern;

Wir öffnen den KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten;

Die Regelungen gelten unter anderem für Unternehmen, Selbständige und Soloselbständige. Insbesondere auch in der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft.

Die beschlossenen Maßnahmen zeigen, dass wir unsere Unternehmen nicht allein lassen, sondern zielgerichtet unterstützen. Hierzu stellen wir Mittel bis zu einer Höhe von 10 Milliarden Euro bereit.

Hier weitere aktuelle Aussagen aus der vorhin gelaufenen PK von Olaf Scholz und Peter Altmaier, in Kurzform zusammengefasst:

Der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft will man auch über den November hinaus eine Perspektive aufzeigen. Und auch der Gastronomie will man helfen die anstehende harte Zeit zu überstehen. An Einzelheiten arbeite man jedoch noch. Auch will man eine Verlängerung der „Überbrückungshilfe III“ bis ins nächste Jahr hinein erreichen. Und bis zu 300.000 Euro sollen auch über Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitgestellt werden können.

Hier die PK im Video:

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Allgemein

Christine Lagarde: Headlines zur EZB-Pressekonferenz – sehr dovish!

Markus Fugmann

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Die wichtigsten Aussagen der EZB-Chefin Christine Lagarde auf der EZB-Pressekonferenz – wie wird sie sich zu den ökonomischen Perspektiven durch die neuen Lockdowns äussern?

– Lagarde und Vize de Guindos betreten den Saal – beide mit Mundschutz..

– Neue Corona-Welle: Wirtschaft verliert an Fahrt, klare Verschlechterung des Ausblicks, vor allem im Dienstleistungsbereich

– Konsumenten halten sich zurück

– Inflation geringer aufgrundd fehlender Nachfrage

– FMW: jetzt das Übliche Loblied auf die EZB-Maßnahmen (gähn..)

– Risiken klar abwärtsgerichtet

– EZB wird im Dezember auf die neue Entwicklung reagieren und dabei auch Wechselkurs berücksichtigen

– Corona-Maßnahmen bringt „headwinds“ für wirtschaftlichen Ausblick (FMW: wo ist bloß die viel besungene „V-Erholung“?)

– Inflation dürfte negativ bleiben wegen deutscher Mehrwertsteuersenkung und niedrigem Ölpreis (FMW: Brent Öl fällt gerade erstmals seit Mai unter die Marke von 37 Dollar)

– Banken zeigen bei Kreditvergabe strengere Kriterien aufgrund steigender Risiken

– jetzt kommt der schon rituelle Aufruf Lagardes zu fiskalischen Maßnahmen, diese sollten zielgerichtet sein

– Lagarde jetzt über „Next Generation EU“ – wie Daniel Stelter sagen würde die „Klimaplanwirtschaft“

– Lagarde „hat“ fertig, jetzt kommen Fragen, natürlich alle virtuell..

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– Lagarde: für nächste EZB-Sitzung im Dezember werden alle Instrumente untersucht – das wird bereits vorbereitet, damit die EZB bei der Erholung (der Vermögenspreise…?) helfen kann

– FMW: Lagarde bisher sehr dovish, das bringt auch den Ölpreis so unter Druck, der Euro jetzt unter 1,17

– Lagarde: morgen kommen BIP-Zahlen, diese „könnten positiv überraschen“ (Prognose ist +15%), aber für das 4.Quartal sieht es nicht gut aus

– Lagarde zu Inflation: wir die derzeit negative Inflation nicht Deflation, weil es ein Sondereffekt der Pandemie ist

– Lagarde: Dass die Staaten der Eurozone Anleihen mit Gemeinschaftshaftung ausgeben, hat die Wahrnehmung der Eurozone verändert

– Lagarde: haben auf dieser Sitzung nicht über Veränderung der Geldpolitik diskutiert

Hier der Live-Feed zur EZB-PK:

Chrstine Lagarde - die Aussagen auf der EZB-Pressekonferenz

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