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Wie Fed-Chef Powell die Shortseller zu Beginn der Woche „grillte“

Die Signale waren doch so eindeutig, die Konjunkturdaten verschlechtern sich, die Aktienkurse stehen hoch, welch Gelegenheit mit Leerverkäufen und Put-Optionen reichlich Gewinne einzufahren – dachten sich viele Hedgefonds. Dafür wurden sie am Montag und Dienstag reichlich bestraft.

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Die Bilanz der Short Squeeze

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg mussten Shortseller an diesen beiden Tagen die größten Verluste seit fünf Monaten hinnehmen. Bei der Bank Goldman Sachs gibt es ein Papier, welches die 50 Aktien enthält, die am meisten leerverkauft werden. Dieses stieg allein am Dienstag um 3,6 Prozent und damit viel deutlicher als der S&P 500 mit seinen 2,1 Prozent. Bereits am Montag hatten die speziellen Hedgefonds 1,7 Prozent verloren.

Besonders gebeutelt wurden die Positionen im Finanz- und im Exportsektor, Bereiche, die besonders durch den Handelsstreit und die Invertierung der Zinskurve zu leiden haben. Bei diesen Leerverkäufen werden bekanntermaßen Aktien ausgeliehen, dann verkauft, um sie nach dem erwarteten Kursrutsch billiger zurückzukaufen. Der klassische Fall des Markttimings, der aber oft schiefgeht.

Wo es in diesem Monat sehr gut funktioniert hat (im Gegensatz zu vielen Versuchen in den Vorjahren) waren Leerverkäufe auf die Aktie von Tesla.

Wie das Finanztechnologie- und Analyseunternehmen S3 Partners berechnet hat, verdienten die Shortseller im Mai mehr als eine Milliarde Dollar, seit Jahresanfang sollen es sogar knapp vier Milliarden Dollar gewesen sein.

 

Fazit

Wetten auf fallende Kurse sind in diesen Zeiten auf kurze Sicht besonders riskant. Einer der gefürchteten Tweets von Donald Trump oder eine „dovishe“ Äußerung eines Mitglieds des Offenmarktausschusses und schon kann es zur Short Squeeze kommen. Der teuren Eindeckung durch den Rückkauf von Aktien oder dem Schließen von Put-Positionen.

Aber sollte man deshalb Mitleid haben, mit den Jägern nach dem schnell verdienten Geld?



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