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Wie man mit schwachen Geschäftsmonaten umgeht

Redaktion

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Gastartikel von Heinrich Schneider

Wenn Sie Ihr eigenes Unternehmen führen, dann gibt es eine Sache, mit der Sie fertig werden müssen: Umsatzschwache Perioden!

So ziemlich alle Unternehmen in Deutschland werden dies von Zeit zu Zeit erleben. Der Schlüssel dazu ist, dies als einen natürlichen Teil des Geschäfts zu betrachten. Kein Grund zur Panik. Bestimmte Branchen werden dies je nach Jahreszeit mehr als andere spüren, aber alle Unternehmen werden im Laufe des Jahres Monate mit niedrigen Umsätzen und Gewinnen erleben.

Obwohl es wichtig ist, nicht in Panik zu geraten, wenn Sie ein paar schwache Monate haben, ist es wichtig, Schritte zu unternehmen, um sicherzustellen, dass es sich nicht als katastrophal erweist. Sie wollen sicherlich nicht, dass all Ihre harte Arbeit zunichte gemacht wird, nur weil es nun den ein oder anderen Monat gibt, in dem Ihre Gewinne absinken. Langfristig werden Sie den größtmöglichen Erfolg haben, wenn Sie lernen, auch diese Situationen zu meistern.

Wie gehen Sie mit umsatzschwachen Zeiten um?

Der Umgang mit umsatzschwachen Zeiten im Geschäftsleben hängt von der Planung und dem Wissen ab, welche Möglichkeiten Sie haben, um gegenzusteuern. Hier sind einige Möglichkeiten, die Sie in Betracht ziehen sollten:

• Bankkredit: Obwohl dies für einige Unternehmer möglicherweise nicht in Frage kommt, ist ein Bankkredit immer noch ein Weg, der bei Bedarf geprüft werden sollte. Dieser würde Ihnen schließlich das benötigte ein Kapital geben, um zu überleben. Sobald Sie wieder auf dem Vormarsch sind, können Sie das Darlehen zurückzahlen. Online finden Sie viele Seiten, die einen qualifizierten Unternehmenskredite Vergleich anbieten.

• Peer-to-Peer-Darlehen: Wenn Sie eine schnelle Geldspritze benötigen, aber keinen Bankkredit bekommen können, ist das Peer-to-Peer-Darlehen eine gute Option. Sie zahlen den Betrag dann mit Zinsen zurück, wenn Sie können. Es gibt viele Unternehmen, die sich damit behelfen. Stellen Sie einfach sicher, dass Sie die verschiedenen Optionen online vergleichen, um das beste Angebot zu erhalten.

• Richtig planen: Neben dem Zugriff auf zusätzliche Mittel können Sie auch mit schwächeren Monaten umgehen, indem Sie diese zu Beginn des Jahres bereits einplanen. Wenn Sie berücksichtigen, dass Sie einige Monate haben, in denen Sie weniger als normal umsetzen, dann wissen Sie, wie viel Sie in den guten Monaten verdienen und ansparen müssen, um dies auszugleichen.

• Neue Einkommensquellen: Wenn Sie feststellen, dass Sie Monate haben, in denen Ihre Kerndienstleistungen nicht nachgefragt werden, warum überlegen Sie dann nicht, ob Sie anderen Dienstleistungen oder Produkte gibt, die Sie anbieten können? Dies wird dazu beitragen, das Loch in Ihren Finanzen zu füllen und neue Einnahmen zu generieren. Es könnte etwas ganz anderes sein als das, was Sie jetzt anbieten oder einfach nur ein zusätzlicher Service nebenbei.

• Sprechen Sie mit anderen Unternehmen: Ein weiterer Tipp zum Umgang mit schwächeren Monaten ist es, mit anderen Unternehmen in Ihrem Sektor darüber zu sprechen. Suchen Sie ein paar erfolgreiche Geschäftsführer oder Unternehmer, um herauszufinden, wie diese das Problem angehen. Sie werden hier sehr oft erstaunliche Ratschläge erhalten und mit neuen Ideen nach Hause kommen, an die Sie allein nicht gedacht hätten.

• An den Finanzmärkten handeln: Eine hervorragende Möglichkeit, zusätzliche Mittel zu generieren und die Auswirkungen ruhiger Monate zu reduzieren, ist der Finanzhandel. Dies könnte eine Investition in Aktien oder ein Handel auf dem Devisenmarkt sein. Während Dies ist eine einfache und leicht zugängliche Möglichkeit für Geschäftsinhaber, einige dringend benötigte zusätzliche Euros zu verdienen.

Vergessen Sie nicht sich zu vernetzen

Da Sie im Gespräch mit anderen Geschäftsinhabern oftmals einen guten Rat erhalten, ist das Vernetzen ein großartiges Werkzeug, das man bei einer Krise einsetzen kann. Es kann Ihnen nicht nur helfen, sich aus verschiedenen Branchen oder Perspektiven beraten zu lassen, sondern Sie auch sich vor potenziellen Neukunden zu präsentieren. Ob es sich nun um die Vernetzung mit dem Publikum auf einer Messe oder um B2B bei einer Netzwerkgruppe handelt, es ist eine gute Möglichkeit, neue Geschäfte zu generieren.

Unprofitable Monate werden vorkommen

In jedem Unternehmen wird es jedes Jahr Monate geben, in denen Sie etwas unter Ihrem üblichen Einkommen liegen. Wenn dies der Fall ist, dann sind die oben genannten Tipps nützlich, um die Bewältigung dieser Krisen zu erleichtern. Ob Sie nun einfach nur eine Geldspritze bekommen oder die ruhige Zeit dazu nutzen, neue Geschäfte zu machen, es sollte Ihnen keine Angst machen. Solange Sie das wissen und bereit sind, Schritte zu unternehmen, um damit umzugehen, wird es Ihnen gut gehen.


Beispielbild von einer Kurstafel an der Hamburger Börse. Foto: KMJ CC BY-SA 3.0

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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