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Was für eine Idee: Twitter umwandeln in eine Genossenschaft – Initiative ist gestartet!

Wenn niemand Twitter kaufen will, dann kaufen „wir“ Twitter einfach selbst? So ist wohl der Gedankengang einiger treuer Nutzer, die anscheinend eine Genossenschaft gründen und Twitter…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wenn niemand Twitter kaufen will, dann kaufen „wir“ Twitter einfach selbst? So ist wohl der Gedankengang einiger treuer Nutzer, die anscheinend eine Genossenschaft gründen und Twitter übernehmen wollen. Das wäre eine Sensation und der komplette Gegenentwurf zu Facebook. Gelänge das, wären beide Extreme möglich: Durch zu viel Reinreden zu vieler „Genossen“ könnte Twitter nicht mehr zu managen sein, und zu viele Traditionalisten könnten sich Innovationen verschließen. Andererseits aber könnte die Demokratisierung und die Abwendung vom Streben nach stets besseren Quartalszahlen und immer mehr Werbeeinnahmen Twitter bei den Usern deutlich sympathischer machen. Ein Soziales Netzwerk von Usern für User, das wäre DER Gegenentwurf zu Facebook, aber wohl keine Konkurrenz, da man die beiden vom technischen Aufbau und der Art und Weise der Benutzung her sowieso nicht vergleichen kann.

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Mitgründer und aktueller Twitter-Chef Jack Dorsey versucht gerade die Firma wieder in Schwung zu bringen, oder einen Käufer für „den Laden“ zu finden. Beides bisher erfolglos. Foto: cellanr/Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Was genau ist bisher bekannt? Angefangen hat alles so wie es aussieht mit einem Autor namens Nathan Schneider, der im „Guardian“ den Vorschlag machte Twitter als Community zu übernehmen. Denn in den letzten Wochen spielte sich um die Firma ein kleines Drama ab, da Twitter´s wirtschaftliche Aussichten derzeit auf wackligen Beinen stehen. Kamen zunächst Gerüchte auf Google, Disney etc könnten Twitter kaufen, sagten nach und nach alle Kaufinteressenten ab. Twitter hat aktuell noch einen Börsenwert von 11,9 Milliarden Dollar. Wie sagte ein Bankanalyst neulich: Wie teuer wäre es so ein Network mit 300 Millionen Usern jetzt ganz neu aufzubauen? Das wäre wohl deutlich teurer als das, was Twitter jetzt kostet.

Merkwürdigerweise wird Facebook irgendwie überall gehasst (nur so ein Gefühl), aber Facebook erzielt ständig neue Rekorde bei Wachstum und Gewinn. Twitter hingegen wird von vielen Usern geliebt, stagniert aber beim User-Wachstum. Die Stamm-User wie Journalisten, Nerds etc haben Twitter als Tool schätzen gelernt, und können/wollen oftmals kaum mehr darauf verzichten. Wenn man dann ständig hört es läuft nicht, niemand will den Laden kaufen, die Erfolgsstory versiegt… warum nicht einfach selbst kaufen? So einfach kann es sein. Jetzt ist die Frage: Ist das nur ein ganz kurzer Hype, oder ist das wirklich realistisch? Dem Erfinder der Grundidee schlossen sich schnell weitere Twitter-User an, und setzten eine Online-Petition auf, als Startschuss für die Gründung einer Genossenschaft. Der Text zur Aufforderung der Teilnahme ist in dieversen Sprachen verfasst, und hat in Windeseile schon mehr als 800 Unterstützer gefunden. Einige Twitter-Aktionäre hätten bereits zugesagt zustimmen zu wollen für eine Übertragung der Stimmrechte an so eine Genossenschaft.

Den Link zu dieser Petition finden Sie hier.

Unter diesen Hashtags läuft die Aktion bei Twitter selbst:

#WeAreTwitter
#buyTwitter

Und die Aktionäre? Sind die bisher begeistert von dieser Idee? Die werden es pragmatischer sehen. Da wird man wohl oftmals Fondsinvestoren haben, die zu deutlich höheren Kursen eingestiegen sind als dem aktuellen Niveau von 17 Dollar. Viele haben vielleicht vor einem Jahr bei 30 oder 40 Dollar die Aktie gekauft, und fragen sich, warum sie jetzt für 17 verkaufen sollen? Es ist ja noch ein reines Gedankenspiel. Aber auch der „Genosse“ müsste wohl ein paar Groschen draufpacken, damit der Kapitalist sich von der Twitter-Aktie komplett trennen würde. Vielleicht für einen Wert von 13, 15 oder 17 Milliarden Dollar? Was sagt denn die Aktie von Twitter heute dazu? Der Kurs ist mit 0,8% im Minus. Entweder ist diese aktuelle Initiative noch so klein, dass sie niemanden interessiert. Oder die Aussicht ist nicht besonders berauschend von einer Genossenschaft die Aktien abgekauft zu bekommen, ohne nennenswerten Aufschlag auf den derzeitigen Kurs!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marcus

    20. Oktober 2016 17:35 at 17:35

    Dorsey soll endlich aufhören rumzuspielen und bei Twitter energischer seinem Job als CEO nachgehen. Rücktritt bei Square und endlich die wirklichen Probleme bei Twitter adressieren, oder beispielsweise Omid Kordestani die Führung überlassen.

    Twitter muss sich auf das besinnen was die Firma bekannt gemacht hat: Nachrichten und Events in Echtzeit. Ein weiteres Markenzeichen ist die 140 Zeilen Grenze, dessen Abschaffung meiner Ansicht nach absolut kontraproduktiv wäre. Und vor allem muss Twitter von dem Anspruch weg, es mit Facebook aufnehmen zu wollen. FB ist die Nummer eins bei Sozialen Netzwerken, das wird auch noch einige Zeit so bleiben. Also was ist die logische Konsequenz ? Twitter muss Nischen besetzen wie ich oben bereits ausführte.

    Das einige Investoren auf Verlusten sitzen bleiben werden, ist klar. So schnell wird die Aktie nicht mehr die 40 plus x Dollar sehen.

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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Anleger warten ungeduldig auf den Volks-Tesla – Werbung

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Lieber Börsianer,

vorgestern hatte Elon Musk im Rahmen einer weithin beachteten Präsentation (Battery Day) die neue Tesla-Batterie des Modells 4680 vorgestellt. Die Ingenieure waren begeistert von der neuen Rundzelle. Die Investoren hingegen waren eher ernüchtert und schickten die Aktie nach der Präsentation erst einmal südwärts.

Wer hat nun Recht, die Ingenieure oder die Investoren?

Ich meine, die Ingenieure. Denn die neue Batterie wird den Tesla-Autos eine um 16 % verbesserte Reichweite verschaffen und dies bei verringerten Produktionskosten (-14 %). Damit rückt der sogenannte Volks-Tesla in greifbare Nähe. Vor Steuern soll dieses E-Auto nicht mehr als 25.000 USD kosten und soll damit für breite Schichten erschwinglich sein.

Dabei wird der US-Autobauer den Anteil des Siliziums im Batteriekern weiter senken und durch billigeres Graphit ersetzen. Gleichzeitig werden die Batteriespeicher der neuen Generation weniger Kobalt enthalten und stattdessen mehr Nickel. Besonders unter Umweltaktivisten ist Kobalt aufgrund seines wenig umweltverträglichen Abbaus umstritten. Also von der Technikseite nur gute Nachrichten für Tesla und die Branche der E-Mobilität.

Tesla braucht noch Zeit

Warum war die Investorenseite dann enttäuscht? Nun, Elon Musk hatte keine Revolution verkündet. Der Fortschritt ist beträchtlich, aber er braucht Zeit. So wird der eingangs angesprochene Volks-Tesla erst in knapp 3 Jahren das Licht des Marktes erblicken. Vor allem die Umstellung des Produktionsprozesses der Akku-Batterien wird viele Monate in Anspruch nehmen. Derzeit arbeiten die Batteriehersteller in China und Japan, wie etwa Panasonic oder CATL, unter Volllast. Jetzt schon ist absehbar, dass dem Markt im kommenden Jahr erschwingliche Batterien fehlen werden. So haftet der neuen Tesla-Batterie zunächst etwas Theoretisches an.

Tech-Investoren sind heuer – zumindest nach dem März-Tief – bekanntlich sehr verwöhnt worden. Es war praktisch unmöglich für uns, Kursraketen zu vermeiden. Das haben wir sehr angenehm auch im NextGeneration-Depot der Premium-Chancen gespürt. Mit Titeln wie Zur Rose, Apple, Tomra oder auch…..

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Aktienmärkte: „Zeit, dass etwas Luft aus der Blase entweicht“

Markus Fugmann

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Es sei nun Zeit, dass etwas Luft aus der Blase der Aktienmärkte entweicht, sagt der Vermögensverwalter Hendrik Leber in einem Interview von money.de. Das einzige, was derzeit positiv sei, so Leber, sei, dass es genug Geld gäbe.

Ansonsten aber dominieren laut Leber schlechte Nachrichten für die Aktienmärkte:

  • die Unsicherheit vor der US-Wahl (Trump hat auf der Pressekonferenz gestern Nacht erneut offen gelassen, ob er das Ergebnis der Wahl akzeptieren wird)
  • der Stimulus durch die US-Politik kommt nicht mehr vor der Wahl
  • bei vielen Aktien wie etwa Tesla seien die Bewertungen viel zu hoch – ein Zeichen für eine Blase wie im Jahr 200

Hendrik Leber hält daher erst einmal sein Pulver trocken und wartet ab. Aber eine optimistische Botschaft für die Aktienmärkte hat der Vermögensverwalter dann doch: er glaubt, dass schon Ende des Jahres der Impfstoff kommen werde und sich damit das Corona-Problem erldigt habe (was wir jedoch für extrem unwahrscheinlich halten):

Die Aktienmärkte mit Anzeichen einer Blase

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