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Wirecard Analyse: Kursexplosion nach Untersuchungsbericht

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Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard sind am Dienstagnachmittag förmlich explodiert, nachdem ein positives Untersuchungsergebnis zum Vorfall der Bilanzfälschung vorgelegt wurde. Wirecard selbst sieht sich größtenteils bestätigt, die Aktie legte daraufhin um über 25 Prozent zu. Beim Vorwurf um Bilanzmanipulation in Asien sieht sich Wirecard Großteiles entlastet. Eine unabhängige Überprüfung durch die Kanzlei Rajah & Tann aus Singapur habe keine Ergebnisse von sog. „round-tripping“ oder Korruption geliefert, wie das Unternehmen am Dienstagmittag mitteilte.

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Technisch steckt das Wertpapier von Wirecard seit Anfang September letzten Jahres in einem intakten Abwärtstrend, kam Anfang 2018 jedoch massiv unter die Räder, als dem Unternehmen Bilanzfälschung seitens der Financial Times vorgeworfen wurde. Damit markierte die Aktie bei 86,01 Euro ihren vorläufigen Tiefpunkt, konnte sich in den letzten Wochen aber wieder etwas erholen. Am Dienstag schossen die Notierungen nachrichtengetrieben und über 25 Prozent direkt an den Widerstand um 125,00 Euro in die Höhe. Dieser Umstand könnte nun den Auftakt für eine ausgeprägte Erholungsbewegung darstellen.

Long-Chance bei Wirecard

Trotz des massiven Kurssprungs im heutigen Handel müsste für einen weiteren Lauf der Wirecard-Aktie mindestens das Niveau von 125,00 Euro per Tagesschlusskurs überwunden werden. Nur dann lässt sich weiteres Potenzial in den Bereich des 200-Tage-Durchschnitts bei 134,00 Euro und unter Umständen noch bis an 148,00 Euro ableiten. An dem bisherigen Abwärtstrend würde dies allerdings Nichts ändern, dieser wird erst oberhalb von rund 160,00 Euro aufgelöst. Für Schnäppchenjäger bietet sich ein kurzfristiges Long-Investment mit einem Zielbereich von 148,00 Euro durchaus an, ist aber noch hoch spekulativ einzustufen. Mit einem kleinen Zwischenhalt muss jedoch an den Märzhochs und dem gleitenden Durchschnitt EMA 200 und 136,50 Euro gerechnet werden. Da der Handelstag nur noch eine Stunde läuft, sollten Investoren kurzzeitige Rücksetzer auf ein Niveau von 116,05 Euro zwingend einkalkuliert. Unter der Marke von 110,00 Euro sollten Anleger jedoch Vorsicht walten lassen, dann bestünde nämlich die Möglichkeit, an die runde Unterstützungsmarke von glatt 100,00 Euro zurückzusetzen.

Wirecard Analyse




Rafael S. Müller ist seit 20 Jahren Vorstand und Chefanalyst der direktbroker.de AG. Der FOREX & CFD Broker direktbroker-FX gehört weltweit zu den preisgünstigsten Brokern. Trading-Einsteiger erhalten von der hauseigenen Börsenakademie umfangreich Schulungen bis hin zu einem kostenfreien Trader-Camp. Testen Sie die Konditionen jetzt mit einem kostenfreien Demokonto.


Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Jahresendrally: Hochinteressante Gründe für steigende Kurse!

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Sissi Hajtmanek und Manuel Koch sprechen im folgenden hochinteressanten Interview mit dem Portfoliomanager Andre Stagge über die Jahresendrally, die von ihm mit einem präzisen kurzen Zeitraum als „Weihnachtsmannrally“ bezeichnet wird. Laut Andre Stagge sei die Zeit vom 15. Dezember bis zum 5. Januar in den letzten 68 Jahren die beste Zeitspanne für Aktienkäufe gewesen. Auch sei die Wahrscheinlichkeit für ein gutes Börsenjahr sehr hoch, wenn die ersten fünf Handelstage im Januar positiv verlaufen würden. Den Grund hierfür erläutert er sehr gut im Detail!

Andre Stagge nennt drei Gründe für die Jahresendrally

Drei Gründe für eine mögliche Jahresendrally ab dem 15. Dezember (also dann ab Montag?) zählt Andre Stagge im Interview auf, und liefert dazu auch sehr interessante Erläuterungen. Als da wären einmal das allseits bekannte Window Dressing, wo Fondsmanager versuchen ihre Jahresperformance aufzupolieren. Zweitens gäbe es den Anreiz für Unternehmensvorstände und Fondsmanager durch die Jahresendrally ab Januar höhere Boni zu erhalten. Denn höhere Aktienkurse zum Jahresende bringen oft gemäß Verträgen höhere Erfolgsausschüttungen beziehungsweise Boni zum Gehalt. Und drittens gäbe es für die Jahresendrally laut Andre Stagge auch noch einen psychologischen Grund. Das Weihnachtsgeld, welches die amerikanischen Konsumenten nicht für Weihnachtsgeschenke ausgeben, würden sie (in der Tat für Europäer schwer nachvollziehbar) in Aktien stecken. Die USA sind nun mal ein Aktienland, wie Deutschland ein Sparbuchland ist (unsere Anmerkung).

Und trotz der UK-Wahl, die Großbritannien nun in Kürze definitiv aus der EU bringen wird, glaubt Andre Stagge ganz fest an die Jahresendrally in den nächsten Tagen. Denn so seine Aussage, die Cash-Quoten der Fonds seien jetzt noch relativ hoch. Sie könnten noch sinken, womit logischerweise noch mehr Geld in Aktien fließen würde. Also steht die nächsten zwei Wochen noch weiterer Kaufdruck (Geld unterbringen) durch die Fondsindustrie an? Wird der Dax auf ein neues Allzeithoch laufen? (sehen Sie hier auch unseren gestrigen Artikel über eine mögliche Rally für die letzten Tage des Jahres). Die Chancen sieht Andre Stagge dafür recht gut.

Empfehlungen für Dax und Kaffee

Im Video besprechen Sissi Hajtmanek und Manuel Koch mit Andre Stagge auch zwei konkrete Handelsempfehlungen der Trading House Börsenakademie. Einmal geht es um den Dax, der wie gesagt neue Allzeithochs erreichen könnte. Und es gibt eine (für Risiko-suchende Anleger) interessante Kaufempfehlung für Kaffee. Der Preis war jahrelang gefallen, zuletzt aber deutlich gestiegen.

Andre Stagge spricht über hochinteressante Gründ für die Jahresendrally
Sissi Hajtmanek, Manuel Koch und Andre Stagge bei ihrem heutigen Gespräch.

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Aktienmärkte: Heute wird über die Jahresendrally entschieden

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NYSE als Symbol der globalen Aktienmärkte

Die zins- und liquiditätsgetriebene Rallye der Aktienmärkte kann kurz vor Jahresultimo nur noch durch einen Mann gestoppt werden: Donald J. Trump.

Aktienmärkte auf Messers Schneide

In den aktuell wieder festgefahrenen Verhandlungen zwischen den USA und China im Handelskrieg könnte heute in Washington eine für die Aktienmärkte richtungsweisende Entscheidung fallen. Nach Informationen einer großen Nachrichtenagentur will US-Präsident Donald J. Trump im Laufe des Tages mit seinem Finanzminister Steven Mnuchin, seinem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer, dem Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates Larry Kudlow sowie Peter Navarro, dem Direktor für Handel Industriepolitik und Leiter des Nationalen Handelsrats der USA zusammentreffen. Thema des Meetings ist die Einführung von zusätzlichen Strafzöllen in Höhe von 15 Prozent auf Importe aus China in Höhe von jährlich knapp 160 Mrd. US-Dollar am kommenden Sonntag, den 15. Dezember.

Betroffen von den neuen Zöllen wären dann erstmalig auch beliebte Konsumgüter, wie z. B. Videospielekonsolen, Textilien, Spielzeuge, Laptops und Computermonitore. In Anbetracht der engen Margen im Einzelhandel würde ein Großteil der Zölle direkt an den US-Verbraucher weitergegeben werden. Das würde zum einen die Anschaffungsneigung der Konsumenten negativ beeinflussen und zum anderen der Teuerungsrate in den USA Auftrieb verleihen. Letzteres könnte die Zinserwartungen nach oben treiben, zuungunsten der Anleihe- und Aktienmärkte.

Der direkte finanzielle Schaden wäre auf den ersten Blick mit ca. 24 Mrd. US-Dollar oder 0,12 Prozent des US-BIP überschaubar. Doch die Erfahrung aus den letzten 17 Monaten Handelskrieg lehrt, dass durch die Zerstörung von Lieferketten und die steigende Investitionsunsicherheit ein Vielfaches der eigentlichen Zollbelastung an wirtschaftlichem Schaden entsteht.
Zumal Peking bereits Gegenmaßnahmen angekündigt hat, die eine zusätzliche Eskalation bedeuten würden. Diese Maßnahmen reichen von Zöllen in Höhe von 10 Prozent auf ein US-Importvolumen von 75 Mrd. US-Dollar pro Jahr bis hin zum vorerst völligen Abbruch der Handelsgespräche.

Sollte es also tatsächlich im Laufe des heutigen Tages zu einer Entscheidung für die Inkraftsetzung der neuen US-Zölle kommen, wäre die Jahresend-Rallye an den Aktienmärkten wohl Geschichte. Es würden dann im Gegenteil die über Monate aufgebauten Erwartungen an einen Phase-1-Deal wieder aus den Aktienkursen ausgepreist werden. Ganz zu Schweigen von der Hoffnung auf einen großen Deal, der den Handelskrieg final beenden könnte.

Warten auf Godot

Bereits seit dem 12. Oktober feiern die Aktienmärkte den angeblich bereits damals in trockenen Tüchern befindlichen Phase-1-Deal, der bis heute nicht existiert. Mit dem Abbruch der Gespräche vonseiten Chinas wären bis auf Weiteres alle Hoffnungen auf zumindest einen Mini-Deal zerstört. Dies gilt auch für die damit verknüpfte Hoffnung auf eine Erholung der Weltwirtschaft sowie der Unternehmensgewinne im ersten Quartal des kommenden Jahres. Stattdessen würde die Wahrscheinlichkeit einer Rezession, auch in den USA, deutlich ansteigen. Mit dem Wirtschaftswissenschaftler Peter Navarro sitzt ein erklärter Befürworter von Zollschranken zur Bekämpfung von Außenhandelsdefiziten heute mit am Tisch im Weißen Haus.

Wie ernst ihm die Sache ist, hat er mehrfach in Büchern und in diesem Video mit dem Titel „Death by China“ verdeutlicht. Er ruft öffentlich dazu auf, keine Produkte „Made in China“ zu kaufen, und möchte amerikanische Bürger und Familien vor schlechten Produkten aus China beschützen. Eine ähnliche Meinung vertritt Donald Trump selbst, der Navarro aus tiefster Überzeugung bereits im Wahlkampf 2016 in seinen Beraterstab holte und ihm nach seiner Wahl zum US-Präsidenten die Leitung des Handelskriegs gegen China anvertraute.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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Markus Koch LIVE zum Start an der Wall Street – Handelskrieg + Einzelaktien

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Markus Koch meldet sich aktuell zum Start an der Wall Street. Als Erstes erwähnt Koch die aktuelle Lage im Handelskrieg. Auch spricht er zahlreiche Auf- und Abstufungen an.

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