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Aktien

Wirecard: Insider-Trading, Aufklärung der FT-Vorwürfe dauert wohl noch

Claudio Kummerfeld

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Seit zwei Wochen knallt es gigantisch bei der Wirecard-Aktie. Zuletzt berichteten wir am Freitag von dem Polizeibesuch in Singapur. Und zack, die Aktie krachte erneut in den Keller. Eine unglaubliche „Schlacht“ findet statt. Drei Mal hat die FT nun massiv gegen Wirecard geschossen, und das Unternehmen hält voll dagegen. Zuletzt hab man bekannt die FT verklagen zu wollen.

Gibt es heute zumindest „moralische“ Unterstützung für den Aktienkurs von Wirecard? Aktuell werden Insider Tradings bekannt. Insider sind Personen, die über firmeninterne vertrauliche Abläufe bescheid wissen, also in erster Linie die Vorstände. Sie sind verpflichtet eine zeitnahe Mitteilung an die BaFin zu machen, wenn sie binnen fünf Tagen Aktien des Unternehmens kaufen oder verkaufen, mit einem Volumen ab 5000 Euro.

Wie nun bekannt wird, haben die Vorstände Jan Marsalek und Alexander von Knoop für 110.000 Euro und 111.666 Euro Wirecard-Aktien gekauft, und zwar am letzten Donnerstag den 7. Februar. Vermutlich irgendwo zwischen 129 und 110 Euro. Schaut man sich den Chart an, dann hatten sie vermutlich im Tagesverlauf nach dem starken Abverkauf irgendwo um die 115 Euro gekauft. Vermutlich! Wissen tun wir es nicht.

Aus heutiger Sicht (nach dem Freitags-Absturz) liegen die beiden schon gut im Minus (aktueller Kurs schwankt derzeit um die 100 Euro). Aber hey, man schaue mal auf die satten Kursverluste der letzten Tage. Die Aktie stand vorletzte Woche noch bei 160 Euro. Von da aus gesehen haben die beiden günstig eingekauft. Dieser Kauf kann als Vertrauensbeweis der Vorstände in die eigene Firma gewertet werden. Oder ist es nur ein symbolischer Akt? Entscheiden Sie selbst, wie Sie diesen Trade einordnen wollen.

Kanzlei-Bericht über Wirecard in Singapur

Wirecard verweist seit Tagen auf einen Abschlussbericht der Kanzlei Rajah & Tann, welcher die FT-Vorwürfe endgültig entkräften soll. Aktuell wird bekannt, dass es wohl noch mehrere Wochen dauern soll, bis dieser Bericht fertiggestellt ist. Bis dahin dürfte am Markt eine große Unsicherheit vorherrschen. Gab es nun diese oft erwähnten Unregelmäßigkeiten bei Wirecard in Singapur, oder eben nicht? Es wäre wohl im Sinne des Unternehmens, wenn diese Kanzlei ihren Bericht zügiger „bearbeitet“.

Verlauf der Wirecard-Aktie seit dem 22. Januar
Verlauf der Wirecard-Aktie seit dem 22. Januar.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Aktien

Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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