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Zalando-Aktie geht durch die Decke – richtig gute Quartalszahlen, Ausblick erhöht

Claudio Kummerfeld

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am

Die Zalando-Aktie knallt heute richtig durch die Decke mit +17% im Vergleich zu gestern Abend. Grund sind die heute verkündeten Quartalszahlen sowie der Ausblick für das Gesamtjahr.

Der Umsatz liegt bei 1,66 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,33). Der Nettogewinn sinkt von 51,8 auf 45,4 Millionen Euro, aber das interessiert aktuell nicht, denn man lese bitte weiter.

Beeindruckend sind die Wachstumszahlen im Kerngeschäft, dem Onlineshopping. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Die Zahl der Webseitenaufrufe bei Zalando ist von 734 auf 986 Millionen gestiegen. Die Zahl der Bestellungen ist von 29 auf 36,1 Millionen gestiegen. Die Zahl der aktiven Kunden ist von 24,6 auf 28,3 Millionen gestiegen.

Von A-Z glänzen die Zahlen, und die Zalando-Aktie explodiert heute dementsprechend! Und die Erwartungen werden heute auch noch angehoben. Dazu Zalando im Wortlaut:

Nach einem starken ersten Halbjahr 2019 hebt Zalando die Gewinnerwartung für das Gesamtjahr an und erwartet ein bereinigtes EBIT in der oberen Hälfte der Spanne von 175-225 Millionen Euro (zuvor: zwischen 175-225 Millionen Euro). Das Unternehmen erwartet weiterhin ein GMV-Wachstum von 20-25% und nun ein Umsatzwachstum rund um das untere Ende (zuvor: am unteren Ende) dieser Spanne. Zalando plant weiterhin mit Investitionen in Höhe von rund 300 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2019.

Der folgende Langfristchart seit 2015 zeigt die Entwicklung der Zalando-Aktie. Dieses Jahr hat sie einen fulminanten Turnaround hingelegt von 23 auf jetzt fast 48 Euro. Die Aktie steht kurz davor ihr altes Hoch aus letztem Jahr bei 50 Euro anzugreifen.

Zalando-Aktie Langfristchart

Zahlen super! Zalando-Aktie steigt kräftig

Weitere Aussagen von Zalando zu den aktuellen Daten im Wortlaut:

Zalando ist im zweiten Quartal 2019 weiter erfolgreich gewachsen und hat die Zahl aktiver Kunden im Jahresvergleich signifikant um 3,7 Mio. (15,2%) auf 28,3 Mio. Kunden in 17 europäischen Märkten ausgebaut. Die Zahl der Seitenaufrufe stieg im gleichen Zeitraum um 34,3% auf 986,4 Mio., 84% davon kamen über mobile Endgeräte. Die Zahl der Bestellungen im Quartal stieg auf einen neuen Rekordwert von 36,1 Mio.

Chief Financial Officer David Schröder sagt: „Mehr Kunden als je zuvor haben Zalando als ihren Starting Point for Fashion, ihre erste Anlaufstelle für Mode, gewählt. Das zeigt: Unser Fokus darauf, Kunden ein optimales Einkaufserlebnis zu bieten, zahlt sich aus.”

Im zweiten Quartal 2019 hat Zalando weitere Marktanteile gewonnen. Das Unternehmen steigerte sein Bruttowarenvolumen (Gross Merchandise Volume, GMV) um 23,7% auf 2,0 Mrd. Euro. Der Umsatz stieg um 20,1% auf 1,6 Mrd. Euro. Zalando erzielte im gleichen Zeitraum ein bereinigtes EBIT in Höhe von 101,7 Mio. Euro, was einer Marge von 6,4% entspricht.

„Unsere Transformation zur Plattform nimmt weiter Fahrt auf. Das Wachstum unseres Partnerprogramms macht unser Sortiment für Kunden noch attraktiver und diverser. Dies führt gleichzeitig dazu, dass unser GMV deutlich schneller wächst als der Umsatz – im Einklang mit unserer langfristigen Strategie”, sagt David Schröder.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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