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Zeitbombe USA? Ein differenzierter Blick auf den gigantischen Schuldenberg

Redaktion

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Stehen die USA mit ihrer extremen Staatsverschuldung und dem monströsen Haushaltsdefizit kurz vor dem Kollaps? Geht die Bombe hoch, kollabiert das System? Der Börsianer und YouTuber Lars Erichsen bietet im folgenden Video ein differenziertes Bild auf die Lage. Einerseits bespricht er die Realität genau so dramatisch, wie sie auch wirklich ist. Andererseits stellt er zum Beispiel die massiven Steuersenkungen von Donald Trump der strikten Sparpolitik der deutschen Regierung gegenüber, wo fast nichts in Zukunft investiert wird – obwohl dies bei Nullzinsen auf Pump durchaus Sinn gemacht hätte für den deutschen Staat.

Und wird das US-System zusammenbrechen? Erichsen hält das für möglich, aber nicht für sehr wahrscheinlich. Denn in der Tat ist es so, dass die Gläubiger, die Billionen an US-Schulden besitzen (Europa, Japan, China), dann ihre buchhalterischen Vermögenswerte verlieren würden. Von daher haben Sie nachvollziehbarerweise ein Interesse daran, dass das System nicht kollabiert. Also: Können die USA sich immer weiter verschulden, weil es auch für die Gläubiger kein Zurück mehr gibt?

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    Kritisch

    4. Dezember 2018 18:27 at 18:27

    Ja genau, Schulden, Schulden, Schulden. UND, die Verbindlichkeiten an US-Staatsanleihen gehören natürlich jemandem und sind in deren Büchern als Forderungen ausgewiesen. Solange dieses wahnwitzige System funktioniert wird die Zündschnur an der Bombe immer kürzer und kürzer(und dies nicht nur in den USA). Da lob ich mir doch den Vladimir mit seinem Abbau der US-Papiere. Der kann sich das ganze Desaster, zugegebenrmaßen unter anderen Voraussetzungen, erste Reihe fußfrei anschauen und lacht sich aus seiner der Weltwirtschaft vornehmlich abgeschoteten Binnenwirtschaft vermutlich ins Fäustchen. Frei nach dem Motte „Macht nur so weiter ihr lieben „Westler“, mit meinen Bodenschätzen in der Hinterhand kommt schon noch meine Zeit“

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      tm

      5. Dezember 2018 05:43 at 05:43

      Putin hat den winzigen Anteil an US-Staatsanleihen nicht freiwillig verkauft, sondern um den Rubel zu stützen.

      :-) Naja, wenn Sie ernsthaft glauben, Russland sei wirtschaftlich so gut und vor allem besser aufgestellt als der Westen, bitte sehr. Vielleicht werden wir das in ein paar Jahren noch einmal diskutieren. Aktuell jedenfalls ist das russische BIP pro Kopf niedriger als 2008 – 10 Jahre Stagnation sprechen m.E. nicht gerade für eine besonders gute Wirtschaft.

  2. Avatar

    mhhh

    4. Dezember 2018 20:44 at 20:44

    Genau so sieht es aus. Aber Russland ist immer der Feind. Seitdem China und Russland sich vom Petrodollar lösen ist das Finanzsystem der USA in Gefahr. Da muss natürlich der Russe wieder unter dem Vorwand eines Giftgasangriffs sanktioniert werden. Das der aber keine Lust mehr auf diese Art Praktiken hat ist nur legitim.

    • Avatar

      tm

      5. Dezember 2018 05:45 at 05:45

      Exakt im Gegenteil: Die USA drängen China seit Jahren, endlich die Kopplung an den USD aufzugeben, aber China möchte dies nicht.

      Aber schön, wenn Sie Giftgasangriffe, Flugzeugabschüsse, Annexionen und mehr einfach als Vorwand bezeichnen.

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        Kritisch

        5. Dezember 2018 10:05 at 10:05

        Guten Morgen tm!
        Also, wenn ich ihre Reflexionen auf Kommentare so lese habe ich langsam den Verdacht, dass sie auf Grund ihres wahnsinnig überdurchschnittlichen Intellekts es verlernt haben sinnerfassend zu lesen. Nichts von dem was sie so belehrend und sarkastisch zu korrigieren versuchen steht tatsächlich in den Kommentaren. Da sie es als Antworten verfasst haben, muss ich annehmen, dass sich ihre Reaktionen eben auf diese Kommentare beziehen.
        L.G.

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        Quintus

        5. Dezember 2018 19:22 at 19:22

        Mein lieber tm
        Ihr billiger Versuch, die Koppelung des Dollars an den Yuan als Argument anzuführen, beleidigt selbst einen mittelmäßigen Intellekt.
        Mit enttäuschten Grüßen
        Quintus
        P.S. 5:45…..?

  3. Avatar

    Trigo

    4. Dezember 2018 23:06 at 23:06

    Es muss ja nicht immer die Staatsverschuldung sein die das System zum kippen bringt. Es gibt da auch ganz andere Faktoren über die man nachdenken sollte. https://youtu.be/j7SnsTQhmeo

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Hans-Werner Sinn: Warum die Inflation ausbleibt, und wann sie kommt

Claudio Kummerfeld

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Der ehemalige Chef des ifo-Instituts, hoch angesehene und bekannteste Ökonom Deutschlands Hans-Werner Sinn (hier jüngst im Gespräch mit Marc Friedrich) hat aktuell der Mission Money ein ausführliches Interview gegeben. Ein echter zweiter Lockdown müsse in Deutschland vermieden werden, so der Appell von ihm.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Hans-Werner Sinn die zweite Corona-Welle überleben. Aber es werde eine große Pleitewelle geben. In einem ersten Schritt würden zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz gehen, die bis jetzt dank ausgesetzter Insolvenzpflichten viel neue Schulden angehäuft hätten. Und erst in einem zweiten Schritt würde es dann die Banken hart treffen, weil die ja in Folge der Insolvenzen die Kreditausfälle zu verkraften hätten.

Hans-Werner Sinn mit Schwerpunktthema Inflation

Ein zentral wichtiges Thema im folgenden ausführlichen Interview ist die möglicherweise anstehende Inflation in Europa und Deutschland. Hans-Werner Sinn äußert sich hierzu ausführlich. Vor Corona habe die Geldmenge der EZB 3,2 Billionen Euro betragen, seitdem sei bis heute 1 Billion Euro dazugekommen. Bis Sommer 2021 werde die Summe auf 5,4 Billionen Euro anwachsen. Es entstehe ein gigantischer Geldüberhang.

Hans-Werner Sinn erklärt ausführlich seine große Sorge vor der anstehenden Inflation. Zunächst erklärt er ausführlich, warum es bislang trotz Geldschwemme keine Inflation in Form von Preisexplosionen gebe (ab Minute 23 im Video). Seine Ausführungen dazu sind hochinteressant. Das zusätzlich geschaffene oder besser gesagt in den letzten Monaten nicht ausgegebene Geld sei nicht aktiv, weil es herumliege. Bei den Bürgern auf den Sparkonten oder im Tresor. Bei den Banken liege es laut Hans-Werner Sinn herum zum Beispiel auf deren Zentralbankkonten. Es werde nicht vollständig als Kredit an Wirtschaft oder Verbraucher herausgereicht. Daher wirke die gestiegene Geldmenge nicht inflationär. Denn in Krisenzeiten würden sich die Menschen nicht trauen Geld auszugeben.

Aber nach der Krise, wenn es zum Beispiel einen Impfstoff gegen Corona gebe und die Wirtschaft wieder boomt, dann steige auch wieder der Optimismus bei den Menschen. Gewerkschaften würden höhere Löhne verlangen, die Unternehmen würden die Preise anheben usw. Die Inflation könne dann sehr leicht über das 2 Prozent-Ziel der EZB ansteigen. Dann müsse die EZB die Zügel anziehen. Aber dann stehe man vor einem gewaltigen Problem. Hierzu wollen wir die wirklich sehr interessanten und aufschlussreichen Ausführungen von Hans-Werner Sinn nicht vorwegnehmen. Schauen Sie bitte das Video! Nur so viel. Er erläutert auch dann möglicherweise anstehende Folgeeffekte wie dann platzende Luftbuchungen und ein Bankensterben.

Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn. Foto: https://www.hanswernersinn.de/de/Bildarchiv

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Lockdown: Was läuft falsch bei den Corona-Maßnahmen?

Markus Fugmann

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Heute dürften in Deutschland und Frankreich neue Beschränkungen und Corona-Maßnahmen bis hin zum Lockdown verkündet werden. Im Grunde reagieren die durch die starken Anstiege alarmierten Regierungen in Europa alle ähnlich. Nach Informationen des Informations-Mediums für Intellektuelle, also bild.de, dürfen ab 04.November in Deutschland sich maxiximal zehn Menschen treffen, die wiederum maximal aus zwei Haushalten stammen dürfen.

Lockdown, Corona-Maßnahmen und Anreizkonflikte

Viele Menschen gehen davon aus, dass die Corona-Maßnahmen schon gerechtfertigt seien – auf der anderen Seite gibt es jene, die das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen latent verharmlosen – und nicht selten eine Verschwörung der Eliten vermuten zur Entmündigung der Bürger. Symbol dafür ist ihnen der Lockdown.

Nun müssen die Regierungen die Bevölkerung schützen – aber sind die getroffenen Maßnahmen gerechtfertigt? Professor Christian Rieck macht auf zwei zentrale Probleme der Maßnahmen deutlich, die häufig entweder zu „Überreaktionen“ oder zu „Unterreaktionen führen.  Es gebe viele „Anreizkonflikte“, die zu problematischen Reaktionen der Betroffenen führen, so Rieck.

In folgendem Video erklärt er, was er damit meint:

 

Lockdown und Corona-Maßnahmen - sind sie gerechtfertigt?

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Daniel Stelter: Die Zeitbombe tickt für Deutschland! Was jetzt passieren muß

Markus Fugmann

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Daniel Stelter zählt fraglos zu den besten Köpfen in Deutschland: Er zeigt immer wieder, dass das scheinbar so reiche Land in Wirklichkeit gar nicht so reich ist – und vor allem ab dem Jahr 2030, wenn die Babybommer in Rente gehen, die demografischen Probleme faktisch zu einer Unfinanzierbarkeit der Rentenversprechen führen.

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe Deutschlands

Was also tun? Als Pionier das Klima retten, wie Bundesregierung und EU propgaieren durch eine „Klimaplanwirtschaft„? Überall mehr Staat angesichts der massiven Einbrüche der Wirtschaft in der Coronakrise? Daniel Stelter plädiert für das Gegenteil: für einen funktionierenden Kapitalismus – denn die weiter ausgreifenden Versuche des Staates, die Wirtschaft zu lenken, wird die Wirtschaftstätigkeit bremsen statt zu beschleunigen.

Kürzlich hat Thorsten Polleit in seinem Buch  „Der Antikapitalist: Ein Weltverbesserer der keiner ist“ genau darauf aufmerksam gemacht: der Kapitalismus ist nicht unser Problem, sondern die Lösung – wenn man ihn denn funktionieren lassen würde. Aber der Ruf nach staatlicher Lenkung wird gerade in der Coronakrise immer lauter, immer tiefer mischt sich die „Obrigkeit“ in die Wirtschaft ein (etwa indem man die Insolvantragspflicht aussetzt und damit Zombie-Firmen weiter durchschleppt). Man kauft Zeit durch staatliche Rettungsmaßnahmen, ohne diese Zeit für Reformen zu nutzen. Alle reden „vom Verteilen und Besteuern“, statt die Wohlstandmehrung im Fokus zu haben – so formuliert es Daniel Stelter.

Fakt ist: „Die Lasten steigen, während unsere Wirtschaftskraft sinkt“, so der Ökonom. Also müsste die Struktur geändert werden – etwa bei der tickende Zeitbombe, der Rente. Hier schlägt Daniel Stelter einen Staatsfonds im Stile Norwegens vor, bei dem der Staat jedem Bürger unter 65 Jahren 25.000 Euro schenkt, die dann in die Finanzmärkte investiert werden. Auch in der EU müsste sich einiges ändern – und hier hat Stelter einen ungewöhnlichen Vorschlag: Deutschland und die andere Euro-Länder sollten sich auf Kosten der EZB entschulden können!

In folgendem Video fasst Stelter das zusammen, was für Deutschland und die Lösung seiner Probleme jetzt zwingend notwendig wäre:

 

Daniel Stelter über die tickende Zeitbombe in Deutschland

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