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Zieht euch warm an! Warum es ab jetzt mit der globalen Konjunktur abwärts gehen wird – China und der Kreditimpuls

Warum Sie nicht erstaunt sein sollten, wenn es in den nächsten Monaten deutlich bergab geht mit der Konjunktur – und die aktuell vermeldeten schwachen Konjunkturdaten aus China nur ein Vorläufer waren..

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Von Markus Fugmann

Heute Nacht kamen Konjunkturdaten aus China, die allesamt deutlich unter der Erwartung lagen: Einzelhandelsumsätze, Industrieproduktion und Bauinvestitionen. Ist das Zufall? Nein. Denn Konjunkturdaten von heute sind in der Vergangenheit „gemacht“ worden – sie sind eine Folge des sogenannten Kreditimpulses, der mit Verzögerung von neun bis 12 Monaten auf die Realwirtschaft durchschlägt.

Was ist der „Kreditimpuls“? Der Begriff stammt aus dem Jahr 2008 von dem damals für die Deutsche Bank arbeitenden Michael Briggs. Der Begriff bemisst die neue Kreditvergabe in Relation zum BIP eines Landes. Kurz gefasst: je höher die Vergabe neuer Kredite in Relation zum BIP eines Landes, umso stärker wird absehbar die Nachfrage der Privatwirtschaft nach Gütern und Dienstleistungen steigen – es entsteht also Wachstum durch vermehrte Nachfrage, weil mehr Geld zirkuliert, die Firmen und Einzelmenschen mehr Geld in der Tasche haben. Firmen, die leicht Kredit bekommen, bauen neue Fabriken, stellen mehr Mitarbeiter ein, diese Mitarbeiter haben mehr Geld zur Verfügung, konsumieren daher mehr etc.

Dass die globale Wirtschaft durch die Finanzkrise nicht kollabierte, liegt zu einem nicht unerheblichen Teil an China. Peking fürchtete im Jahr 2008 die Folgewirkungen der Finanzkrise und „drückte auf die Tube“, sprich: man lockerte die Praxis der Kreditvergabe, ermunterte die staatlichen Banken, Kredite zu vergeben, der Staat selbst investierte große Summen in die Infrastruktur (Straßen, Brücken etc.). So entstand neue Nachfrage, etwa nach Rohstoffen (was den Emerging Markets half), man kaufte neue Maschinen (was vor allem der deutschen Exportindustrie half) etc. Man kann sagen: China half wesentlich dabei, dass sich die Weltwirtschaft nach dem Fast-Kollaps 2008/2009 gewissermaßen mit dem eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen konnte.

Nach einigen Jahren realisierten die Machthaber in Peking aber schließlich, dass die exzessive Kreditvergabe zu Fehlallokationen von Kapital, zu Zombie-Firmen und vor allem auch zu einem zu schnellen Anstieg der Immobilienpreise führte – also drückte man wieder auf die Bremse. Die Folge: in den Jahren 2014 und 2015 sanken die globalen Inflationszahlen deutlich, ein Beleg dafür, wie stark China die globale Entwicklung beeinflusst.

Im Gefolge der strengeren Kreditvergabe kühlte die chinesische Wirtschaft ab, Peking sah sich im August 2015 zu einem großen Abwertungsschritt des Yuan veranlasst, der die Finanzmärkte weltweit schockte. Also beschlossen Chinas Machthaber, erneut auf die „Tube zu drücken“: die Kreditvergabe stieg wieder stark an, mit der Folge, dass der Welthandel anzog, auch die Inflation zeigte global wieder nach oben.

Anfang 2017 aber war die Party vorbei: Staatschef Xi Xinping beschloss, die Risiken, die mit der exzessiven Kreditvergabe verbunden sind, zu deckeln, um die krasse Verschuldung vor allem chinesischer Staatskonzerne nicht noch weiter ausufern zu lassen und Spekulationsblasen einzudämmen. Also wurden die zuvor geduldeten Finanzierungen durch Schattenbanken quasi verboten, die (ausserbilanziellen) Vermögensverwaltungsprodukte der offiziellen Banken (wealth management products, WMPs) wurden streng reguliert. Treibende Kraft dieser Maßnahmen ist einer wichtigsten Finanzentscheider der Welt, der im Westen kaum bekannt ist, aber vermutlich so einflussreich ist wie Mario Draghi: Guo Shuqing, der Chef der China Banking Regulatory Commission. Er macht die Vorschläge, Staatschef Xi Xinping nickt diese ab.

Die Folge der Maßnahmen? Der Kreditimpuls in China sank deutlich ab:

Dabei ist auffällig, wie stark der globale Kreditimpuls mit dem Kreditimpuls Chinas korrespondiert:


(Grafik: Saxo Bank)

Die heute Nacht vermeldeten Daten aus China sind also der Auftakt für schwache Konjunkturdaten nicht nur in China. Der massive Rückgang der Kreditvergabe in China seit Anfang 2017 wird auch die Wirtschaftsdaten in Europa und anderswo massiv beeinflussen!

Dazu kommt, dass die Fed vermutlich schon in diesem Monat beginnen wird, ihre Bilanzsumme zu reduzieren, faktisch geht also der Trend in Richtung weniger Liquidität. Auch die EZB kann gar nicht mehr anders, als ihre Anleihekäufe zunächst zu reduzieren und dann ganz einzustellen, weil es nicht mehr genügend kaufbare Staatsanleihen gibt. Mithin wird die Geldpolitik der beiden großen westlichen Notenbanken tendenziell rigider, während gleichzeitig die Konjunkturdaten ihren Hochpunkt schon überschritten haben, weil der seit Anfang 2017 stark rückläufige Kreditimpuls mit Verzögerung von neun bis 12 Monaten negativ in die Realwirtschaft hineinwirkt. Also: warm anziehen, der (konjunkturelle) Herbst macht sich schon bemerkbar..

Aber im Übrigen sind wir natürlich der Meinung: Aktienkurse können nur steigen, weil sie sonst ja fallen würden, was sie seit Jahren nicht getan haben, woraus man schließen muß, dass sie nie fallen, weil sie während der letzten hundert Jahre ja immer gestiegen sind, und deswegen auch die nächsten hundert Jahre steigen werden..

27 Kommentare

27 Comments

  1. Avatar

    Masud79

    14. September 2017 13:03 at 13:03

    fmw mit seit einem jahr völlig vom markt ignorierten bärennews, unverbesserlich

    • Avatar

      Columbo

      14. September 2017 13:12 at 13:12

      Genau, du meinst den Markt, der ist unverbesserlich!

      • Avatar

        Masud79

        14. September 2017 13:39 at 13:39

        nein ich meine FMW, mag sein dass alle Infos hier fundamental begründet sind , aber FMW scheint nicht die Tatsache akzeptieren zu wollen dass sich Aktienkurse von und realwirtschaftliche Daten und Fakten komplett abgekoppelt haben. man flüchtet sich in mega zynischen Kommentaren und einseitiger Berichterstattung. Ich hab das Bärenfell entgültig eingemottet nach über einem Jahr sämtlicher Ignoranz jedes realwirtschaftlichen Warnsignals seitens der Märkte

        • Avatar

          berti

          14. September 2017 14:16 at 14:16

          Masud,irgendwie glaub ich dir das nicht. Aber ich bin nicht besser 🙂

          Und das hatte Columbo schon verstanden 😉

    • Avatar

      Flyingwilli

      14. September 2017 14:01 at 14:01

      ……..wer zuletzt brummt, brummt am besten!

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    Feldmaen

    14. September 2017 13:13 at 13:13

    Und was nun Herr Fugmann? Sie Predigen uns ja nun schon seit einiger Zeit den weltweit bevorstehenden Abschwung. Ich denke auch das er früher oder später kommen wird, da bin ich mit Ihnen d’accord. Aber wie sollte man sich denn nun als Normalo darauf vorbereiten? Gold kaufen bis zum Abwinken wie @bauer und auswandern? Aktien generell meiden? Cash halten? Schulden vermeiden da uns ein deflationäres Zeitalter bevorsteht. Wie ist den hier ihre Meinung? Und bitte jetzt nicht auf Gastbeiträge oder Florian Homm verweisen.

    Ich würde mich freuen!

    • Avatar

      Markus Fugmann

      14. September 2017 13:20 at 13:20

      @Feldmaen, sehr komplexes Thema, das ich jetzt gerade aus Zeitmangel nicht ausführen kann. Aber grundsätzlich: FMW versteht sich eher als Nachrichtenseite, nicht als (konkrete) Anlageberatung…

      • Avatar

        berti

        14. September 2017 13:29 at 13:29

        🙂

      • Avatar

        Feldmaen

        14. September 2017 13:39 at 13:39

        Vielleicht finden Sie ja mal die Zeit für eine Darstellung ihrer Sichtweise. Ich denke da bin ich mit meinem Wunsch nicht der einzige. Und mir geht es da nicht um eine konkrete Anlageberatung, sondern eher um ihre Einschätzung, welche Vorbereitungen sich, in Bezug auf historische Ereignisse, in Zukunft als nützlich erweisen könnten.

    • Avatar

      bauer

      14. September 2017 13:29 at 13:29

      @Feldmaen,
      genau so isses,Auswandern und auf den hoffentlich bald eintretenden Crash warten….und in der Zwischenzeit die Fuesse hochlegen.
      Nebenbei kann man sich ja FMW reinziehen!
      Aber buckeln bis zum Abwinken und hoffen dass der DAX auf 20000 steigt,dass ueberlassen wir doch den Lemmi ngen,oder…?
      Wer/was, ist eigentlich ein NORMALO?
      Etwa die Mehrheit,die sich step by step ueber den Senkel ziehen laesst?

      • Avatar

        Feldmaen

        14. September 2017 13:55 at 13:55

        Er ist Ingenieur, Sie Kauffrau, ein Kind, Eigenheim auf (teilweise Pumg)Hund, beide Ende 30, von Versicherungen und Bankern die Schnauze voll. Ein bisschen Gold, ein bisschen Silber, ein paar Aktien, ein bisschen Cash, Kegelclub zum klarkommen und eigentlich zu zufrieden wenn alles so bleiben würde wie es ist und man mit 60 nicht mehr arbeiten muss sondern es nur noch aus Spaß daran macht…

        So könnte ein Normaloleben aussehen

        P.s. Füße hoch legen mehrt auf die Dauer auch nicht das Wohlbefinden!

        • Avatar

          Columbo

          14. September 2017 15:21 at 15:21

          @Feldmaen, du hast deine Frage nach der „Normalovorbereitung“ wohl selbst beantwortet. Aktien, Edelmetalle, Cash und Eigenheim, was will man mehr?

          • Avatar

            Feldmaen

            14. September 2017 15:44 at 15:44

            Gesund bleiben ;-)!

          • Avatar

            Lausi

            15. September 2017 07:27 at 07:27

            die Sau rauslassen 🙂

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    Beobachter

    14. September 2017 14:54 at 14:54

    @Masud 79, Wenn die Märkte total vermanipuliert sind u.nicht so laufen wie man denkt sollte man nicht den Frust an FMW auslassen.Fugmann wurde bei seinen DAX-Ansichten auch oft als Bär kritisiert,schliesslich ist die Korrektur von ca.10% doch gekommen,leider habe ich sie auch verpasst.

  4. Avatar

    Gerd

    14. September 2017 15:52 at 15:52

    So ein schöner langer und gut ausgearbeiteter Bericht, der nicht ohne viel Arbeit zustande kam. Aber who cares? Wie in den Vorkommentaren ja schon
    rauskam.

    „Was ist der „Kreditimpuls“? Der Begriff stammt aus dem Jahr 2008…“
    Was gestern (womöglich) noch richtig und wichtig war, ist heute (ebenso womöglich) schon ohne maßgebenden Einfluss.

    2008 konnte sich auch der größte Fantast noch nicht vorstellen, dass es jemals wirklich zu einem Nullzinsniveau oder sogar Minuszinsen kommen würde. Alle damals womöglich korrekten Annahmen sind heutzutage was für zum in die Tonne kloppen.

    Und zudem wurde im Bericht obendrein auch noch das das ständige Hin -und Her der mehr oder weniger starken „Impulsgebung“ aufgezeigt.
    Falls die „Kreditimpuls“-Wirkung auch heute wirklich immer noch wichtig wäre, dann schaltet Herr Guo Shuqing demnächst eben wieder von „Brrr“ auf „Hühhott“ und dann läuft der Gaul wieder. Wenn sowas denn überhaupt nötig sein müsste.

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    joah

    15. September 2017 00:19 at 00:19

    »China half wesentlich dabei, dass sich die Weltwirtschaft nach dem Fast-Kollaps 2008/2009 gewissermaßen mit dem eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen konnte.«

    Das ist korrekt. Preisfrage: Wer springt beim nächsten Kollaps ein? Antwort: Niemand (…denn es ist kein potenter Spieler mehr übrig).

  6. Avatar

    DD

    15. September 2017 08:20 at 08:20

    Wenn ein entsprechend massiver Abschwung kommt wird das nächste QE gestartet, mit noch mehr Geld wird man alles tun um die Inflation anzuheizen. Der Sparer wird am meisten bluten dürfen, da ist noch für Jahre genug zu holen.
    Die Sau die momentan durchs Dorf getrieben wird ist die Elektromobilität, in den Medien wird Autowerbung gemacht wie zu Zeiten der Abwrackprämie. 10.000€ für Ihren alten Diesel, beim Kauf eines neuen….
    Alles natürlich auf Kredit.

  7. Avatar

    PK

    15. September 2017 09:25 at 09:25

    sollte man die Chinesische Zentralbank dafür kritisieren, daß sie mit aller Macht versucht die Blasen einzudämmen, die dort am Immomarkt entstanden sind ?
    Die Chinesen haben im März die Zinsen zusätzlich zu den oben beschriebenen Massnahmen angehoben, momentan liegt der Diskont bei 4.35%. Es ist klar und vor allem auch beabsichtigt, daß der Kreditimpuls dadurch zurück geht.
    Zusätzlich sind teils drakonische Massnahmen ergriffen worden um die Spekulation mit Immos in den Städten zu verhindern. So darf man z.B. keine 2-Wohnung mehr kaufen, was dort teils zu Scheidungen geführt hat.

    Also ist die Planung einfach nur aufgegangen.
    Soll man das jetzt auch als Warnsignal sehen ?

    Seit Jahren wird von den Crashpropheten auf das Risiko des Platzens der Blase hin:
    „Die Chinesen sind auf dem Weg in die Hölle. Die Blase wird eher früher als später platzen“, behauptete James Chanos bereits im Jahr 2010.

    Also wird im Grund alles negativ interpretiert, was China betrifft.
    Sowohl starkes BIP wird negativ interpretiert weil es Blasen wirft.
    Vorgehen dagegen seitens der Zentralbank wird ebenfalls negativ interpretiert.
    Was wäre denn dann überhaupt positiv ?

    Ich finde es bemerkenswert, daß die Chinesen als eine der ganz wenigen Zentralbanken überhaupt noch Feuerkraft hat (was den Zinssatz etc. betrifft). Die anderen stehen ja alle mit dem Rücken zur Wand.
    Die Chinese können jederzeit das Feuer eröffnen, sollte die Kreditvergabe schneller fallen als beabsichtigt. Ich frage mich eher, welche Möglichkeiten die FED und EZB noch haben.
    Was richtig ist, die Häuserpreise sind in den Städten dort zu hoch, wenn man es mit dem mittleren Einkommen und anderen Ländern vergleicht. In China muss man das 41-fache des mittleren Jahreseinkommens bezahlen ! In München gerade mal 13.
    Man muss aber hier unbedingt berücksichtigen, daß in China der Einkommensspread einfach extrem ist (dadurch wird das mittlere Einkommen deutlich nach unten gezogen) und wenn man die Wohnungspreise betrachtet bezogen auf das mittleren Einkommen der „Städter“ ist es nicht viel anders als in anderen Ländern.

    Also, wie fast immer kann man es so oder so betrachten.

  8. Avatar

    Beobachter

    15. September 2017 10:15 at 10:15

    @Joah,bin gleicher Meinung, noch lustiger wird es dann wenn die nächste Krise wie viele meinen sogar von China ausgelöst würde.

  9. Avatar

    Gerd

    15. September 2017 11:27 at 11:27

    Joah: „Wer springt beim nächsten Kollaps ein? Antwort: Niemand (…denn es ist kein potenter Spieler mehr übrig“.
    Das wäre nicht so schön, aber woraus kann man schließen, dass China nicht erneut einspringt?
    Beobachter: „…wenn die nächste Krise wie viele meinen von China ausgelöst würde.“ Ja, wenn! Und wie viele meinen das denn wirklich?

    Macht mal einen Selbstversuch. Lest im obigen Bericht den Nachrichtenteil, nicht die Meinung. Das heißt, die Überschrift weglassen.
    Anfangen mit „Heute Nacht…“ und lesen bis die erste Grafik kommt.
    Ist das innere Gefühl danach nicht ein anderes?

  10. Avatar

    Beobachter

    15. September 2017 12:49 at 12:49

    @Gerd, ich u.viele andere vielleicht falsch „meinende „meinen dass die Situation in China grosse Ähnlichkeit mit Japan Ende der 80-er hat.Was daraus geworden ist wissen wir alle.Ob die Chinesen das besser meistern können werden wir sehen.

    • Avatar

      Gerd

      15. September 2017 15:42 at 15:42

      Da haben Sie natürlich recht. Ich bin der Letzte, der weiß OB die das besser meistern können. Wollte lediglich sagen, aus den nackten Fakten im obigen Bericht kann man noch keinesfalls schließen, dass sie es NICHT können.

      • Avatar

        joah

        15. September 2017 21:27 at 21:27

        Das lese ich nicht aus obigen Bericht heraus, sondern aus der Gesamtheit aller anderen Fakten die mir bekannt sind.

  11. Avatar

    Lutz Winter

    15. September 2017 17:35 at 17:35

    Mal eine andere Sichtweise dazu: wenn alle Blasen platzen hilft auch kein Gelddrucken mehr. Denn das Vertrauen in das Papier/Fiatgeld ist dahin.
    Vielleicht kommt es dann zu einer neuen Währung? Vielleicht wieder an den Goldpreis gebunden? Vielleicht eine Weltwährung?
    Schäuble sagte schon: krisen muss man nutzen.
    Und vielleicht will man eine Krise um diese zu nutzen?
    Eure Meinung dazu?

    • Avatar

      Feldmaen

      15. September 2017 19:30 at 19:30

      Blockchain. Ich denke da rollt eine Lawine auf und zu…

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Northrop Grumman: Bricht jetzt die Unterstützung? – Werbung

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Lieber Börsianer,

niemand weiß, wohin die Aktienkurse steuern werden. Erfolgreiche Trader und Investoren wissen es auch nicht. Sie sind jedoch in der Lage, die Wahrscheinlichkeit für erfolgreiche Transaktionen zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Dabei hilft auch die Charttechnik. Mit ihr können wir Kursbereiche identifizieren, bei denen wir mit größerer Wahrscheinlichkeit entweder eine Trendwende oder eine Trendbeschleunigung sehen können werden. Und wenn Sie in diesen Bereichen in neue Positionen einsteigen, können Sie die neue Position enger absichern, als es bei einem wahllosen Einstieg irgendwo oder irgendwann möglich wäre.

Eine solche Chance bietet sich jetzt beim Rüstungskonzern Northrop Grumman. Der erlebte am gestrigen Tag einen Abverkaufs-Rausch. Die Aktie stürzte 5,4% ab und erreichte eine Unterstützung, die seit Sommer 2019 bereits sieben Mal getestet wurde. Wenn eine Unterstützung sieben Mal erreicht und anschließend trotz Mega-Hausse am Markt keine neuen Hochs erreicht werden, ist das bereits ein schlechtes Zeichen. Nun wird diese Unterstützung ein…..

Täglich gratis! Lesen Sie diesen Artikel in ganzer Länge, und erhalten Sie auch alle meine folgenden Analysen regelmäßig und in voller Länge automatisch per e-mail. Sie müssen nur beim Klick an dieser Stelle ihre e-Mail Adresse angeben.

Mit Börsianer-Grüßen,
Thomas Kallwaß
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Aktienmärkte: Wie der Kurseinbruch schnell geheilt werden kann

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Die New Yorker Börse als Symbol der Aktienmärkte in den USA

Auf Gier folgt Panik, und auf grenzenlosen Optimismus die Angst vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Warum sich Anleger dennoch keine Sorgen über die Schwäche der Aktienmärkte machen müssen, möchte ich hier ansprechen.

Die Notenpressen funktionieren – nur das ist für die Aktienmärkte relevant

Die Preisbildung bei Aktien folgt wie bei allen Preisen dem Mechanismus von Angebot und Nachfrage. Momentan gibt es aufgrund der starken Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Coronavirus-Epidemie und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen deutlich mehr Angebot an Aktien, als Nachfrage, wie man unschwer an den Kursentwicklungen der Aktienmärkte in den letzten Tagen erkennen kann. Noch handelt es sich nur um eine Korrektur und nicht um eine Baisse. Diese wäre per Definition erst dann eingeläutet, wenn die Preise um mehr als 20 Prozent fallen würden. Ob es dazu kommt, hängt allein von dem Handlungswillen der Notenbanken ab. Diese können unbegrenzt als Nachfrager auch am Aktienmarkt auftreten oder in Form von Zinssenkungen und QE-Programmen Rahmenbedingungen schaffen, die die Investoren dazu veranlassen, ihre Aktienbestände wieder zurückzukaufen und sogar weiter aufzustocken.

Die Entwicklung an den Aktienmärkten kann sich also sehr schnell wieder drehen, da besonders in den USA die Vermögenspreise eine hohe Bedeutung für die Konsumentenstimmung und die Konsumausgaben darstellen (Buchtipp: Dividenden Aktien und ETFs: Geld anlegen und sparen mit intelligenter Dividendenstrategie). Letztere sind für die Wirtschaft der Vereinigten Staaten essenziell. Ökonomen sprechen aus gutem Grund von einer „Asset Driven Economy“ (von Vermögenspreisen angetriebene US-Wirtschaft). Daher rückt der jüngste Kurseinbruch der Aktienmärkte in den USA bereits in den Fokus der Notenbank Fed. Gestern Abend sendete der Vize-Chef der Fed, Richard Harris Clarida, erste Signale in Richtung einer erneuten Lockerung der Geldpolitik, sollte sich das Umfeld weiter eintrüben. Diese Verbalintervention half dem Aktienmarkt aber nur sehr kurz, ebenso wie der Rat des Direktors des Nationalen Wirtschaftsrates der USA, Lawrence Alan Kudlow, an die Zuschauer des Wirtschaftssenders CNBC, jetzt bei Aktien beherzt zuzugreifen. Ähnlich äußerte sich zuvor bereits sein Chef US-Präsident Donald J. Trump via Twitter.

Gleichwohl hat sich die Markterwartung bezüglich der Zinspolitik der Fed schon deutlich geändert: Gingen die Marktteilnehmer bis Ende letzter Woche noch von nur zwei weiteren Zinssenkungen in den USA für dieses Jahr aus, so sind es aktuell bereits drei Zinssenkungen (Buchtipp: Staatsfinanzierung durch Notenbanken!: Theoretische Grundlagen, historische Beispiele und aktuelle Konzeptionen einer großen Steuerungschance). Am 18. März findet das nächste offizielle Meeting des Offenmarktausschusses der Fed in Washington statt. Für diesen Termin lag die Zinssenkungswahrscheinlichkeit bis vor einer Woche bei nur 6,6 Prozent. Aktuell steht dieser Wert bei 32 Prozent, für die Sitzung am 29. April sogar bei 64 Prozent.

Die Fed Gouverneure Narayana Kocherlakota, James B. Bullard und Loretta J. Mester haben ebenfalls ihre Bereitschaft zu weiteren geldpolitischen Stimuli signalisiert. Die beiden Herren bringen sogar einen großen Zinsschritt von 50 Basispunkten ins Spiel.
Es ist also nur noch eine Frage der Zeit und vor allem der Kursverfallsamplitude an den Märkten, bevor die Fed erneut eingreift. Dies geschah zuletzt im Dezember 2018, als die Fed eine 180 Grad Wende vollzog, nachdem die Aktienmärkte in den USA von ihrem Höchststand aus genau 21 Prozent an Wert verloren (S&P 500). Das Eingreifen der Notenbank ist sogar zwischen zwei regulären Sitzungen möglich, wie zuletzt bei den Interventionen am US-Repo-Markt und der Ankündigung des „Non-QE“-Programms.

Chinas Aktienmärkte zeigen erste Resistenzen

In China hat die Notenbank (PBoC) bereits mit über 300 Mrd. US-Dollar an Liquiditätsspritzen und mehreren Zinssenkungen verschiedener Schlüsselsätze sowie mit Leerverkaufsverboten regiert und siehe da: Der Aktienmarkt in China, der vom Coronavirus weltweit am stärksten betroffenen Region, stabilisiert sich. Von den jüngsten Kurseinbrüchen in Japan, Europa und den USA kann sich der chinesische Markt in Folge dieser Zentralbankmaßnahmen abkoppeln. Es besteht also kein Grund zur Panik.

Aktienmärkte im Vergleich in Form eines Chartverlaufs

Generell können die Notenbanken, so sie es denn wollen, unendlich viel Nachfrage erzeugen – auch nach Aktien. Dies geschieht bereits in Japan und der Schweiz. Die Bank of Japan hat beispielsweise bereits 8 Prozent des gesamten japanischen Aktienmarktes in ihrer Bilanz absorbiert und sage und schreibe 77,5 Prozent der japanischen ETF aufgekauft. Eine weitere Maßnahme zur Stützung der Aktienmärkte und der Wirtschaft ist das sogenannte „Helikoptergeld“. Dass es sich bei dieser sehr unkonventionellen Maßnahme ebenfalls nicht um eine Theorie handelt, zeigt die jüngste Verlautbarung des Finanzministeriums in Hongkong: Jeder volljährige Einwohner mit dauerhaftem Wohnsitz in der Metropole erhält 10.000 Hongkong-Dollar als Finanzhilfe (ca. 1.180 Euro) – finanziert aus der Notenpresse und ohne Gegenleistung.

Fazit und Ausblick

Es mag absurd klingen, aber rein technisch haben die Aktienmärkte in einem ungedeckten Fiat-Geld-System nicht zwingend etwas mit den Erträgen der Unternehmen oder dem Zustand der Realwirtschaft zu tun. Im Notfall können die Zentralbanken die Geldmenge beliebig ausweiten und an Unternehmen, den Staat und seine Bürger verteilen. Es liegt ergo nur am Willen der Geldpolitiker oder an dem Druck der auf sie ausgeübt wird, um weitere Zinssenkungen oder die Schaffung und Verteilung neuen Geldes, u. a. zum Aufkauf von Wertpapieren, zu veranlassen.

Noch haben die Notenbanken nur in Ansätzen gezeigt, wozu sie fähig sind. Im Zweifel werden sie alle Bedenken bezüglich der Inflation fahren lassen. In China ist die Teuerungsrate bereits signifikanten auf 5,4 Prozent p. a. im Januar 2020 angestiegen (Januar 2019: 1,7 Prozent). Das hat die People´s Bank of China nicht davon abgehalten, ihre Geldpolitik noch laxer zu gestalten. Unser heutiges Wirtschaftssystem stirbt auch im Falle einer globalen Corona-Pandemie mit kollabierender Weltwirtschaft nicht an einer deflationären Entwicklung, sondern wenn, dann an einer Hyperinflation mit zuvor extrem stark steigenden Preisen für Sachwerte. Dies gilt auch für die Preise von Vermögenswerten, die die Notenbanken direkt aufkaufen: Aktien, Anleihen, Gold, ETF etc.

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Markus Koch LIVE zum Handelsstart in New York – „Die Mutigen kaufen wieder“

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Markus Koch meldet sich im folgenden LIVE-Video kurz vor Handelsstart in New York. Er bespricht grundsätzlich von der Börse als Spielkasino. Seine Ausführungen drehen sich vor allem um das große Bild und die psychologische Betrachtung der Börse.

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