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Oooops, das konnten wir nicht finden. Aber vielleicht interessiert Sie das:

Jerome Powell: Headlines + Live-Feed seiner Pressekonferenz: „Zeit mit Tapering zu beginnen“

FMW: Jerome Powell kündigt ganz klar an, dass auf der November-Sitzung des FOMC das Tapering verkündet wird, wenn nichts Dramatisches passiert. Eine ordentlicher US-Arbeitsmarktbericht würde dafür reichen.
Powell gesteht ein, dass die Inflation viel höher ist als von der Fed erwartet – aber meint weiter, dass das dann schon irgendwann aufhören werde (das transitory-Mantra). In Sachen Trading-Aktivitäten vermeidet Powell persönliche Schuldzuweisungen an Kaplan oder Rosengren – sagt aber, dass die Fed hier aktiv werden müsse, weil das Ansehen der Fed auf dem Spiel steht.. Man sei nicht glücklich mit der Situation („No one on the FOMC is happy to be in this situation“).

Jerome Powell – die wichtigsten Aussagen seiner Pressekonferenz. Das Statement der Fed hat das gebracht, was erwartet war: die Fed kündigt das Tapering an, wird aber erst in der November-Sitzung einen Fahrplan dafür entwerfn (wenn nichts dazwischen kommt..):

– Powell beginnt, und bringt das Mantra: Preisstabilität und Vollbeschäftigung

– Nachfrage nach Arbeitskräftehn sehr stark

– haben Wirtschaftsausblick gesenkt

– sehen Preisauftriebe, Bottelneck-Effekte dauern länger als erwrtet, aber der Preisauftrieb wird dann abnehmen

– haben Ausblick für Inflation angehoben

– Powell: Tapering angemessen, könnte Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein:

„A gradual tapering process that concludes around the middle of next year is likely to be appropriate“

Powell ist fertig, jetzt Fragen..

—-

Frage zu Inflation: Powell:Lieferengpässe dürften mindestens noch einige Monate bestehen bleiben, daher auch die Inflation. Machen uns aber keine Sorgen, wenn Inflation in 2022 etwas über 2% liegen sollte..

Powell: es ist Zeit zu tapern, aber von Zinsanhebungen ist noch nicht die Rede:

„Asset buys still have use, but time to begin taper“

– Frage nach Trading-Aktivitäten von Fed-Mitgliedern (Kaplan): Powell zählt auf, was Fed-Mitglieder nicht dürfen, sagt aber nichts Konkretes dazu; es kann aber dem Vertrauen in die Fed schaden, und wir werden dementsprechend handeln und die Regeln klarer definieren

– Powell: es reicht ein ordentlicher Arbeitsmarktbericht nächsten Monat, damit wir mit Tapering beginnen

– Frage von Steve Liesman nach Municipal Securities (die Powell in seinem Depot hat): Powell – die hatte ich schon lange vorher im Depot, konnte die auch nicht einmal verkaufen (Laufzeiten); aber es macht Sinn, hier die Regularien zu schärfen

– Powell: „Very Broad Support“ On FOMC For Timing And Pace Of Taper

– Powell zu Evergrande: China ist hoch verschuldet, die Regierung verasucht das in den Griff zu kriegen

– Powell: kein Kommentra zur Frage, ob er eine weitere Amtszeit anstrebt

Hier der Live-Feed zur PK:

Fed: Headlines zum FOMC-Statement – Tapering, wenn Erholung weiter geht!

Fed - Tapering oder kein Tapering?

Hier die wichtigsten Aussagen der Fed in ihrem FOMC-Statement in Schlagzeilen – vor allem das Thema Tapering ist natürlich im Fokus der Märkte:

– Dot Plots: gleichviele Mitglieder für und gegen Zinsanhebung in 2022

– Zinssatz bleibt natürlich unverändert

– Hier der zentrale Satz – Tapering angemessen, wenn Erholung weiter geht:

„If progress continues broadly as expected, the Committee judges that a moderation in the pace of asset purchases may soon be warranted.“

Hier der Text im Wortlaut:

The Federal Reserve is committed to using its full range of tools to support the U.S. economy in this challenging time, thereby promoting its maximum employment and price stability goals.

With progress on vaccinations and strong policy support, indicators of economic activity and employment have continued to strengthen. The sectors most adversely affected by the pandemic have improved in recent months, but the rise in COVID-19 cases has slowed their recovery. Inflation is elevated, largely reflecting transitory factors. Overall financial conditions remain accommodative, in part reflecting policy measures to support the economy and the flow of credit to U.S. households and businesses.

The path of the economy continues to depend on the course of the virus. Progress on vaccinations will likely continue to reduce the effects of the public health crisis on the economy, but risks to the economic outlook remain.

The Committee seeks to achieve maximum employment and inflation at the rate of 2 percent over the longer run. With inflation having run persistently below this longer-run goal, the Committee will aim to achieve inflation moderately above 2 percent for some time so that inflation averages 2 percent over time and longer‑term inflation expectations remain well anchored at 2 percent. The Committee expects to maintain an accommodative stance of monetary policy until these outcomes are achieved. The Committee decided to keep the target range for the federal funds rate at 0 to 1/4 percent and expects it will be appropriate to maintain this target range until labor market conditions have reached levels consistent with the Committee’s assessments of maximum employment and inflation has risen to 2 percent and is on track to moderately exceed 2 percent for some time. Last December, the Committee indicated that it would continue to increase its holdings of Treasury securities by at least $80 billion per month and of agency mortgage‑backed securities by at least $40 billion per month until substantial further progress has been made toward its maximum employment and price stability goals. Since then, the economy has made progress toward these goals. If progress continues broadly as expected, the Committee judges that a moderation in the pace of asset purchases may soon be warranted. These asset purchases help foster smooth market functioning and accommodative financial conditions, thereby supporting the flow of credit to households and businesses.

In assessing the appropriate stance of monetary policy, the Committee will continue to monitor the implications of incoming information for the economic outlook. The Committee would be prepared to adjust the stance of monetary policy as appropriate if risks emerge that could impede the attainment of the Committee’s goals. The Committee’s assessments will take into account a wide range of information, including readings on public health, labor market conditions, inflation pressures and inflation expectations, and financial and international developments.

Voting for the monetary policy action were Jerome H. Powell, Chair; John C. Williams, Vice Chair; Thomas I. Barkin; Raphael W. Bostic; Michelle W. Bowman; Lael Brainard; Richard H. Clarida; Mary C. Daly; Charles L. Evans; Randal K. Quarles; and Christopher J. Waller.

Fed: Tapering – oder kein Tapering! Marktgeflüster (Video)

Wird die Fed heute nach ihrer Sitzung andeuten, dass das Tapering kommen wird? Unwahrscheinlich ist, dass die Fed bereits heute einen genauen Fahrplan für das Tapering geben wird, aber sie wird wohl andeuten, dass dieser Fahrplan auf der nächsten Sitzung im November verkündet werden wird. Heute im Fokus daneben auch die Dot Plots (Erwartung der FOMC-Mitglieder über zukünftigen Leitzins) sowie die Prjektionen der US-Notenbank für Wachstum und Inflation. Die Märkte heute euphorisch wegen Evergrande – aber der Lackmust-Test steht noch aus: werden morgen fällige Zahlungen bei den offshore Dollar-Bonds geleistet? Unterdessen erreicht die Energiekrise in Europa einen neuen Hochpunkt – sicher nur „transitory“..

Hinweise aus Video:

1. Löhne steigen im Jahresvergleich um 5,5 Prozent – Inflation ist ein Thema

2. Live-Link Boom und Bust – das andere Triell mit Stefan Riße

Rüdiger Born: Dax-Anstieg im Fokus

Im folgenden Video beschäftige ich mich schwerpunktmäßig mit dem charttechnischen Bild des derzeitigen Dax-Anstiegs. Geht es weiter bergauf?

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Aktuell: Öl-Lagerbestände -3,5 Mio Barrels (jetzt 414,0 Mio)

Öl-Tanks

Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 414,0 Millionen Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 3,5 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -2,4 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit +0,4 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche lagen bei -1,0 Millionen Barrels.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit -6,1 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-2,4 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit -27 Cents auf 71,49 Dollar.


source: tradingeconomics.com

Wie die Anleihekäufe der EZB nach dem PEPP-Ende weiterlaufen könnten

Der EZB-Tower in Frankfurt

Mit der EZB ist es immer so eine lustige Sache. Zum Beispiel betreibt sie ganz offiziell keine Staatsfinanzierung. Sie kauft zwar für Billionensummen Staatsanleihen aus der Eurozone auf. Aber da sie nicht in der Erstauktion, sondern kurz danach am „freien Anleihemarkt“ die Anleihen von „freien Marktteilnehmern“ abkauft, ist dies offiziell keine Staatsfinanzierung. Genau so lustig könnte es zum Thema Anleihekäufe bei der EZB erneut werden ab April 2022.

Ersatz für PEPP-Anleihekäufe ab April 2022

Denn dann läuft das Corona-Notfallprogramm für Anleihekäufe (PEPP) bei der EZB wahrscheinlich aus. Bisher ist es so formuliert, dass diese Notfall-Anleihekäufe „in jedem Fall aber nicht vor Ende März 2022“ auslaufen. Laut jüngster Entscheidung der EZB soll das Volumen des PEPP von bislang 80 Milliarden Euro pro Monat von jetzt an „moderat“ reduziert werden, also zu allergrößten Teilen weiterlaufen. Es war (wie der Name es schon sagt) nur aufgelegt worden, um die Märkte in dieser besonderen Krise nochmal mit zusätzlichem frisch gedruckten Geld zu fluten. Nehmen wir mal an das PEPP im Volumen von insgesamt 1,85 Billionen Euro wird über März 2022 hinaus nicht verlängert, weil die Corona-Pandemie bis dahin weiter abklingt. Dann könnten die Renditen für Staatsanleihen in der Eurozone kräftig ansteigen, weil dieser gigantische Käufer EZB dann nicht mehr mit seinen Käufen die Kurse hochtreibt, wodurch die Renditen schön im Keller gehalten werden.

Man kann so oder so annehmen, dass die große Sause der Anleihekäufe noch lange Zeit weiter laufen wird. Nur wie? Da scheint die EZB eine ganze simple, aber wohl auch galante Methode zu finden. Denn neben dem PEPP gibt es ja noch andere laufende Programme der EZB für Anleihekäufe. Und die kann man, wenn das PEPP ausläuft, einfach vom Umfang her aufstocken. Genau dieses Gedankenspiel deutet mit heutigen Aussagen Madis Müller an, Chef der estnischen Zentralbank und damit auch Mitglied im EZB-Rat.

Dass es bloß keine Marktturbulenzen gibt

Seiner Aussage nach werde die EZB über eine Aufstockung ihrer regulären Anleihekäufe (hier eine Übersicht) diskutieren, sobald das Notfallprogramm PEPP ausläuft. Aber eine solche Erhöhung sei ungewiss, so Madis Muller. Während die Erholung des Euroraums es der EZB ermöglichen sollte ihr 1,85 Billionen Euro schweres Notfallprogramm für Anleihekäufe im März zu beenden, würde man laut Madis Müller darüber diskutieren, wie man vermeiden kann, dass der Aufschwung entgleist, wenn diese Unterstützung der EZB zurückgefahren wird. Eine Möglichkeit wäre es, die sonstigen Anleihekäufe über die derzeitigen 20 Milliarden Euro pro Monat hinaus auszuweiten. Dies sei Teil der Diskussion, die man in der EZB führen werde. Auch werde die Entscheidung hierüber von den Marktbedingungen im nächsten Frühjahr und den wirtschaftlichen Aussichten zu diesem Zeitpunkt abhängen.

Wir meinen: Man könnte fast eine Wette darauf abschließen, dass die EZB irgendeinen Weg sucht weiterhin monatlich gigantische Anleihekäufe durchführen zu können. Die Südstaaten der Eurozone brauchen nämlich bei dem immensen Schuldenaufbau möglichst niedrige oder gar keine Zinsbelastungen. Und da kommt eine EZB wie gerufen, die auch zukünftig mit ihren Käufen die niedrigen Renditen sicherstellen könnte. Wird dem Aktienmarkt nach und nach klar, dass die EZB in der Tat vor hat so zu verfahren, könnte die „Alternativlosigkeit“ der Aktienanlage in Europa weitergehen, weil die Anleiherenditen weiterhin nichts abwerfen?

Das sind die wahren Gründe für die Marktschwäche

Börsenkurse

Lieber Börsianer,

wir starren derzeit mit Sorge nach China, oder ganz konkret auf die Entwicklungen rund um den angeschlagenen Mischkonzern Evergrande, dessen Aktie derzeit Achterbahn fährt. Gleichwohl finden wir hier nicht die wirkliche Ursache für die gegenwärtige Schwäche des Aktienmarktes. Schließlich ist dieser Sachverhalt bereits seit vielen Tagen im Grundsatz bekannt.

Derzeit leiden die Aktienmärkte an einem toxischen Cocktail aus mindestens 5 Belastungsfaktoren, die sich teils noch gegenseitig verstärken. Das sind sie.

1.
Delta-Variante: Die US-Impfkampagne ist auf den letzten Metern stecken geblieben. Folglich sterben derzeit rund 2.000 Menschen pro Tag in den USA. Das Virus verschwindet also nicht und wird nächstens garantiert wieder mutieren. Und wir wissen nicht, wie gefährliche diese neue Variante dann sein wird.

2.
Die Federal Reserve: In den USA liegt eine mittelschwere geldpolitische Wende in der Luft. Möglicherweise wird die US-Notenbank noch in diesen Jahr den Geldhahn zudrehen. Dabei kennen wir die Intensität der geldpolitischen Wende nicht. Das mögen wir als Börsianer nicht.

3.
Die US-Schuldenbremse: Aktuell wird Washington im Oktober das Geld ausgehen. Der US-Kongress muss also neue Haushaltsmittel beschließen. Wann tut er das? Zuvor werden möglicherweise wieder einmal staatliche Sozialleistungen und Gehälter ausgesetzt und die Verwaltung teilweise heruntergefahren (Shut Down). Eine solche Perspektive hat den Aktienmarkt noch nie angetrieben.

4.
Die Bewertungen im Tech-Segment sind satt. Wenn der Markt diese Niveaus ungefähr halten will, brauchen wir in absehbarer Zeit ein besseres Marktumfeld und einen besseren Nachrichtenfluss. Bleiben diese unterstützenden Faktoren weiterhin…..

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Löhne steigen im Jahresvergleich um 5,5 Prozent – Inflation ist ein Thema

Handschlag

Die Löhne in Deutschland steigen kräftig. Im 2. Quartal steigen sie im Jahresvergleich laut heutigen Daten des Statistischen Bundesamtes um 5,5 Prozent (Nominallöhne). Die Reallöhne (Nominallöhne abzüglich Inflation) steigen um 3,0 Prozent. Die Grafik reicht zurück bis zum Jahr 2008. In blau sieht man den aktuell steilen Anstieg der Nominallöhne, die dank der Inflation etwas weniger stark steigenden Reallöhne in rot, und dazu noch die steigende Inflation in schwarz.

Mit dieser jüngsten kräftigen Erhöhung der Löhne wurden laut den Statistikern die nominalen Lohneinbußen um 4,0 Prozent aus dem 2. Quartal 2020 überkompensiert. Der deutliche Anstieg der Inflation habe aber dazu geführt, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer real noch nicht wieder so viel verdienen wie vor der Krise.

Warum die Löhne so deutlich steigen

Bedingt durch die zunehmenden Lockerungen der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie wurde im 2. Quartal 2021 weniger Kurzarbeit in Anspruch genommen. Dies führte laut Aussage der Statistiker zu gestiegenen Löhnen, da sich die Wochenarbeitszeit wieder normalisierte und das Kurzarbeitergeld nicht zum Bruttoverdienst zählt. Insgesamt habe sich die bezahlte Wochenarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten im Vergleich zum Vorjahresquartal um durchschnittlich 4,2 Prozent auf 38,3 Stunden erhöht. Damit wurde das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht – im 2. Quartal 2019 hatte dieser Wert bei 39,2 Stunden gelegen.

In der Unterscheidung nach Leistungsgruppen war der Anstieg der Löhne gemessen am Nominallohnindex im 2. Quartal 2021 bei den ungelernten beziehungsweise angelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit jeweils 9,3 Prozent am höchsten. Diese Gruppen wiesen im Vorjahresquartal die größten Verdienstrückgänge auf mit -7,4 Prozent und -8,9 Prozent, sodass laut den Statistikern hier ein Aufholeffekt stattgefunden hat. Herausgehobene Fachkräfte (4,6 Prozent) und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in leitender Stellung (3,4 Prozent) wiesen im 2. Quartal 2021 unterdurchschnittliche Verdienstzuwächse auf. Sie waren allerdings im Vorjahresquartal auch weniger stark von Verdienstrückgängen betroffen mit -2,4 Prozent und -2,0 Prozent.

Thema Inflation

Man weiß oft nie, was zuerst da war, die Henne oder das Ei. Zuerst die höheren Preise oder die höheren Löhne? Die Inflation in Deutschland ist bereits bei 3,9 Prozent angekommen. Jetzt sehen wir auch die spürbar steigenden Löhne. Dabei muss man immer auch sehen: Was den Arbeitnehmer verständlicherweise freut, belastet den Arbeitgeber mit höheren Kosten. Und ein Arbeitgeber ist ja auch immer ein Anbieter am Markt. Er muss also versuchen seine höheren Kosten wieder reinzuholen, in dem er seine Produkte am Markt (also zum Beispiel im Supermarktregal) teurer verkauft. Das nennt man dann Inflation. Gerät diese Spirale erstmal in Gang, wollen die Arbeitnehmer dann noch stärkere Lohnsteigerungen sehen, weil ihre Kosten für Lebensmittel und andere Produkte deutlich steigen. Dadurch müssen die Anbieter ihre Preise weiter erhöhen um rentabel bleiben zu können usw. So eine Spirale an steigenden Löhnen und Preisen kann schnell in Schwung kommen.

Grafik zeigt jahrelangen Verlauf der Löhne in Deutschland

Evergrande vor de facto Verstaatlichung? Angebliche Quelle aus regierungsnahen Kreisen

Das Portal Asia Markets will aus regierungsnahen Kreisen in China erfahren haben, dass die Kommunistische Partei Chinas derzeit eine Umstrukturierung von Evergrande (China Evergrande Group) in drei getrennte Unternehmen auf die Beine stellen soll. Der Deal könnte in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Staatliche Unternehmen sollen die Umstrukturierung stützen, wodurch der Immobilienentwickler in ein staatliches Unternehmen umgewandelt werden würde.

Der Deal solle chinesische Staatsangehörige schützen, die Wohnungen des Immobilienentwicklers gekauft haben, wie auch diejenigen, die auf der Straße protestieren, und auch diejenigen, die in Evergrandes Vermögensverwaltungsprodukte investiert haben, so die Quelle von Asia Markets. Aber das Wichtigste sei, dass die weitreichenden wirtschaftlichen Auswirkungen einer Insolvenz von des Unternehmens auf die chinesische Wirtschaft verhindert werden würden.

Morgen soll laut heutiger Aussage von Evergrande eine anstehende Zinszahlung für Anleihen geleistet werden – über eine andere morgen anstehende Zinszahlung sprach man aber nicht. Werden morgen beide Kupons bedient? Und werden in den nächsten Tagen diese Gerüchte über eine de facto Verstaatlichung konkreter? Unklar. Heute jedenfalls zeigen sich deutsche Anleger über die Ankündigung der morgigen Zinszahlung äußerst erfreut, und schicken die Evergrande-Aktie hierzulande um 40 Prozent haben oben. Die nächsten Tage dürften spannend bleiben!

Ein Wohnungsbauprojekt von Evergrande in Yuanyang
Ein Wohnungsbauprojekt von Evergrande in Pingyuan New Area, Yuanyang. Foto: Windmemories CC BY-SA 4.0