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Aktien

Aktienmärkte: Ist diese Rally nachhaltig?

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Die Grundfrage, die sich derzeit stellt, lautet: sind die derzeitigen Anstiege an den Aktienmärkten wirklich nachhaltig? Und es gibt einige Faktoren, die klar gegen diese Annahme sprechen – zumindest vorerst.

Sehen wir uns dazu einmal die US-Indizes an, die ja bekanntlich die Taktgeber für die westlichen Finanzmärkte sind. Hier fällt zunächst auf, dass die Anstiege unter sehr kleinem Volumen passierten, während Tage mit fallenden Kursen stets recht hohe Umsätze aufwiesen. Das spricht normalerweise gegen eine gesunde, nachhaltige Rally.

Ein Bonmot besagt, dass Böden an den Aktienmärkten stets ein „Ereignis“ (event) sind, während Top-Bildungen meist als Prozeß ablaufen. Und es sieht so aus, als wären wir derzeit in einem Prozeß der Top-Bildung mit einer ausgeprägten Tradingrange.

Kurzfristig erscheint die Situation bullisch: der Dow Jones etwa hat bei 15500 Punkten einen Boden gebildet – und dann die Widerstandszone bei 16500 Punkten überwunden:

us30030316

Dabei wurde die Aufwärtsbewegung von allen Sektoren mitgemacht: Finanzwerte, Einzelhandelsaktien, Tech-Werte und Immobilienaktien – am stärksten waren dabei die Einzelhandels-Aktien. Daten der American Association of Individual Investors (AAII) zeigen darüber hinaus, dass Privatinvestoren so wenig in Aktien investiert sind, wie seit drei Jahren nicht mehr. Das ist als Kontraindikator bullisch zu werten – weil die Privatinvestoren so viel Cash halten wie seit drei Jahren nicht mehr, also das Pulver hätten, wieder Aktien zu kaufen.

Das sind die bullischen Faktoren. Nun wird es aber bärischer. So zeigen Volumen-Daten von ETFs auf die verschiendenen US-Indizes, dass der Anstieg faktisch ohne neue Mittelzuflüsse in diese ETFs passiert sind. Vielmehr ist es so, dass diese Rally sich überwiegend aus Short-Eindeckungen speist. Und diese könnten noch weiter gehen, etwa der Dow Jones noch etwas (aber nicht viel!) Luft nach oben haben. Wichtig ist vor allem der 200-Tagedurchschnitt – und alle wichtigen US-Indizes handeln nach wie vor unter diesem 200er-MA (Moving Average). Hinzu kommt, dass ebenfalls alle wichtigen US-Indizes ihre Aufwärtstrends im größeren Zeitfenster gebrochen haben.

Beim Dow liegt der 200er-MA derzeit knapp über 17100 Punkten:

DowMA200

Es ist wahrscheinlich, dass die derzeitige Rally ziemlich genau an diese 200-Tagelinie laufen wird – das ist ein Muster, das immer charttechnisch wieder auftritt. Große Player aber orientieren sich sehr stark an dieser 200er-MA – sie dürften erst wieder verstärkt kaufen, wenn die Indizes wieder nachhaltig darüber handeln.

Denn noch sind wir, trotz der Rally, in einem intakten Abwärtstrend, das sollte man nicht vergessen. Die innere Dynamik der derzeitigen Rally aber spricht gegen eine wirkliche Trendwende nach oben – dafür ist die Überzeugung der großen Player am Markt einfach zu gering. Bank of America etwa verkauft alle Rallys, andere Großbanken tun das auch. Vielleicht irren sie sich – aber die höhere Wahrscheinlichkeit haben sie auf ihrer Seite..

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Aktien

SAP meldet Quartalszahlen – Aktie fällt dramatisch! Übertrieben? Kaufchance?

Claudio Kummerfeld

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Frau arbeitet an Schreibtisch in Büro

SAP hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 6,53 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 6,79). Der Gewinn nach Steuern liegt bei 1,65 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,26 Milliarden Euro).

Während die Finanzdaten des letzten Quartals halbwegs ok sind, scheint die Börse regelrecht geschockt zu sein von einem anderen Aspekt der Veröffentlichung von SAP. Denn die Aktie verliert heute dramatische 20 Prozent, wegen der Aussichten für das laufende Gesamtjahr 2020. Umsatz- und Gewinnerwartungen werden nur ganz leicht nach unten revidiert, aufgrund der zweiten Corona-Welle und den damit einhergehenden neuen Restriktionen, die sich auch auf Unternehmen und ihre Aufträge auswirken. Und dafür gleich 20 Prozent Bestrafung im Aktienkurs? Ist das nicht zu viel? Hier könnten sich die Anleger mal überlegen, ob das eine Kaufchance für die Aktie ist (das ist keine Kaufempfehlung unsererseits, sondern nur ein Gedankenspiel).

SAP auszugsweise im Zitat zur Gesamtjahresaussicht:

Der bisherige, am 8. April 2020 veröffentlichte Ausblick der SAP für das Gesamtjahr 2020 spiegelte die bestmögliche Schätzung der SAP hinsichtlich des Zeitpunkts und der Geschwindigkeit einer Erholung von der Corona-Krise wider. Dieser Ausblick
ging davon aus, dass die Länder ihre Wirtschaft hochfahren und die Einschränkungen für die Bevölkerung gelockert würden,
sodass sich die Nachfrage im dritten und vierten Quartal allmählich verbessert.

Auch wenn weiterhin ein stabiles Interesse an den Digitalisierungslösungen der SAP besteht, da Kunden widerstandsfähiger
und agiler aus der Krise hervorgehen möchten, wurde kürzlich in manchen Regionen das öffentliche und wirtschaftliche Leben erneut eingeschränkt, und die Belebung der Nachfrage fiel verhaltener aus als erwartet. Des Weiteren geht die SAP aus
denselben Gründen nicht mehr davon aus, dass sich die SAP-Concur-Erlöse aus Geschäftsreisen in den verbleibenden Monaten des Jahres 2020 deutlich erholen werden.

Die SAP aktualisiert deshalb ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2020 und erwartet nun, dass:

• die Clouderlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,0 Mrd. € und 8,2 Mrd. € liegen werden (zuvor
zwischen 8,3 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).
• die Cloud- und Softwareerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 23,1 Mrd. € und 23,6 Mrd. € liegen werden (zuvor zwischen 23,4 Mrd. € und 24,0 Mrd. €).
• die Umsatzerlöse (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 27,2 Mrd. € und 27,8 Mrd. € liegen werden
(zuvor zwischen 27,8 Mrd. € und 28,5 Mrd. €).
• das Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen 8,1 Mrd. € und 8,5 Mrd. € liegen wird (zuvor zwischen 8,1 Mrd. € und 8,7 Mrd. €).

CEO-Kommentar im Wortlaut:

Aufgrund der Corona-Krise befinden sich unsere Kunden an einem Wendepunkt. Für Unternehmen ist der Umstieg in die Cloud, verbunden mit einer echten Neuausrichtung ihres Geschäfts, unerlässlich geworden. Denn nur so können sie widerstandsfähiger werden und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sie gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern werden wir Innovationen entwickeln und Unternehmen neue Möglichkeiten für die Abwicklung von Geschäftsprozessen in einer digitalen Welt bieten. Die SAP wird ihr Wachstum in der Cloud auf über 22 Mrd. € im Jahr 2025 steigern und den Anteil der besser planbaren Umsätze auf etwa 85 % ausbauen.“

Details der Quartalszahlen von SAP

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona und SAP

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Corona-Anstiege in den USA und Europa sind heute ein Thema. Aber auch die aktuelle Revision der Aussichten von SAP sind in New York aktuell Thema.

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Tesla krempelt die Autoindustrie um – Werbung

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Lieber Börsianer,

Tesla hat gerade den fünften Quartalsgewinn in Folge gemeldet. Während die Gewinne in der Vergangenheit vor allem den Erlösen aus dem Zertifikatehandel zu verdanken waren, erwirtschaftet Tesla mittlerweile auch im operativen Geschäft einen Überschuss. Der Elektropionier straft damit die Kritiker Lügen.

Bisher musste sich Tesla die Kritik gefallen lassen, dass der Autobauer zwar die Mobilität revolutioniert, jedoch unprofitabel arbeitet. Tatsächlich fielen in der Aufbauphase des Unternehmens horrende Verluste an, die manchen Beobachter auf einen baldigen Untergang von Tesla wetten ließ. Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch gewendet. Tesla ist der höchstbewertete Autobauer der Welt.

Tesla treibt eine ganze Branche vor sich her

Die Zeit des klassischen Verbrennungsmotors ist vorbei. Tesla präsentiert sich als Vorreiter einer neuen Zeit. Sicher ist, dass die Automobilbranche vor einer beispiellosen Transformation steht. Tesla hat die technische Entwicklung maßgeblich vorangetrieben und beim Elektromotor und der Batterietechnik mittlerweile einen Vorsprung von mehreren Jahren vor der Konkurrenz. Deshalb pumpen die Anleger viel Geld in Tesla.

Ob sich der Vorsprung verteidigen lässt, ist allerdings noch lange nicht ausgemacht. Klar ist jedoch schon jetzt, dass einige etablierte Konzerne auf der Strecke bleiben werden, wenn sie sich nicht schnell genug anpassen. Gleichzeitig kann aber auch einer der alteingesessenen Autohersteller durch seine enormen Finanzreserven plötzlich zum Marktführer im E-Auto-Segment werden. Entsprechende Strategien gibt es mittlerweile nicht nur bei den Volumenherstellern wie Volkswagen oder Renault, sondern auch im Luxussegment bei Daimler und BMW.

Der Elektromotor ist nicht das einzige Erfolgsgeheimnis von Tesla

Tesla hat nicht nur bei der Entwicklung des Antriebs für seine Fahrzeuge Neuland betreten. Die gesamte Organisation des Unternehmens stellt die Branche auf den Kopf. Es ist verrückt, dass dies die meisten Analysten übersehen.

Üblicherweise ist die Autoindustrie sehr stark von Zulieferbetrieben abhängig. Die Produktion der Einzelteile ist auf der ganzen Welt verteilt. Im Autowerk eines klassischen Konzerns wie BMW, Volkswagen oder Daimler werden die Teile, die aus aller…..

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