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Aktien

Aktienmärkte und sichere Häfen: es riecht nach Gefahr..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Als es Anfang des Jahres heftig nach unten ging an den Aktienmärkten, zeigte sich ein gewohntes Muster: die sicheren Häfen, also Staatsanleihen Deutschlands, der USA, der Yen, Gold etc. stiegen, währen die Risiko-Assets fielen. Seit Februar aber haben die Aktienmärkte wieder gut zugelegt, vor allem die US-Aktienmärkte zeigten sich robust, wie hier der Dow Jones:

us30070416

Was aber nun die Aktienmarkt-Bullen nachdenklich stimmen sollte ist, dass die sicheren Häfen eben nicht gemieden werden – trotz der Rally an den Aktienmärkten. Folgender Chartvergleich zwischen dem sicheren Hafen deutsche Bundesanleihe (10-jährige deutsche Staatsanleihe, die Benchmark für den europäischen Anleihemarkt) und dem Dow Jones:

Bundus30

Während die Bundesanleihe im Januar stark war, als die Aktienmärkte abverkauften, ist seit Mitte Februar zu beobachten, dass sowohl der sicher Hafen als auch der „riskantere“ Dow Jones einträchtig steigen. Normalerweise müßte das anders sein – auch wenn die Politik der EZB Staatsanleihen begünstigt.

Interessant ist auch der Vergleich zwischen Öl (hier WTI) und Gold: als die Märkte im Februar drehten, begann sich Öl langsam besser zu entwicklen als Gold. Anfang März überholte Öl das Gold, nun scheint Gold dabei zu sein, das Öl wieder zu überholen – damit könnte sich auch ein Trendwechsel an den Aktienmärkten andeuten (Gold blau, Öl orange):

Gold und Öl

Einige Analysten bezeichnen die sicher Häfen als „Frühindikator“ für das, was kommt. Sicherheitsorientierte Investoren gehen in sichere Häfen, wenn ihnen die Dinge zu unsicher werden, Aktienmärkte dagegen werden häuig als „nachlaufender Indikator“ bezeichnet, weil sie of verspätet auf begonnene Entwicklungen reagieren. Kann es also sein, dass die Akteinmärkte hier etwas „verpennen“?

Sieht man sich den sicheren Hafen Yen an, dürfte das stimmen. Der Yen steigt zum US-Dollar rasant an. Und er steigt schneller zum US-Dollar an, als die Währungen der Emerging Markets zum US-Dollar während der Aktienmarktrally. All das könnte ein Warnsignal sein für die Aktien-Bullen – denn die Korrelationen, die normalerweise gelten, haben bei der derzeitigen Rally keine Gültigkeit mehr. Meistens geht das nur eine Zeitlang gut – dann setzen sich die alten Muster wieder durch!

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Aktien

Indiz für die jüngste Zocker-Orgie in US-Aktien und Bitcoin – man schaue auf die Such-Trends

Claudio Kummerfeld

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Bunte Kurstafel

Markus Fugmann hatte die letzten Tage darüber berichtet, so auch heute früh (siehe hier). Vor allem über einen gigantischen großen Zocker-Blog auf Reddit (siehe hier) formiert sich quasi täglich neu eine gigantische Crowd aus gierigen Jung-Zockern, um sich auf einzelne US-Aktien zu stürzen. Besonders interessant waren die letzten Tage kräftige Kursanstiege Aktien wie „Gamestop“, bei denen es hohe Short-Volumina gab. Profi-Spekulanten wie Hedgefonds hatten große Wetten auf fallende Kurse aufgebaut. Steigt der Aktienkurs nun aber kräftig, kann der Verlust dieser Profis ins Unendliche steigen.

Und die Banken und Broker, die solchen Hedgefonds oft Kredite für ihre Spekulationen gewähren, könnten kalte Füße kriegen und mehr Sicherheiten verlangen – oder die Short-Positionen zwangsweise schließen, wodurch der Aufwärtssog der Aktien noch mehr verstärkt wird. Auf genau diese Bewegung hofften die Zocker wohl bei Gamestop und anderen Aktien. Man schaue in der folgenden Grafik, wie die Beliebtheit für den Google-Suchbegriff „Short Squeeze“ in den USA in den letzten fünf Jahren aussah. Erst in den letzten Tagen explodierte die Beliebtheit dieses Suchbegriffs extrem. Mit Short Squeeze bezeichnen Börsianer einen stark steigenden Aktienkurs, der durch das Schließen von Short-Positionen verursacht wird. Der Wert 100 in der Grafik steht für die höchste Beliebtheit des jeweiligen Suchbegriffs.

Im folgenden Chart sehen wie in den Google Trends für die letzten fünf Jahre die weltweite Beliebtheit des Suchbegriffs „Bitcoin“. Man sieht, dass bei der ersten großen Hausse Ende 2017 die maximale Beliebtheit von 100 Punkten erreicht wurde, und Anfang diesen Jahres nur ein Wert von 69 – jetzt nur noch 42 Punkte. Die Gier der Internet-Gemeinde nach dem Thema war damals also wohl noch größer als heute. Offenbar scheint sich ganz aktuell die „Meute“ auf die kleinen US-Aktien zu stürzen – weil die wohl von einer Meute Klein-Zocker leichter kräftig im Kurs zu bewegen sind?

Chart zeigt Beliebtheit der Suche nach Bitcoin

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Robuste Ergebnisse auf breiter Front

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die gemeldeten und heute Abend anstehenden Quartalszahlen sind heute ein wichtiges Thema.

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SAP in der Krise: Ist das eine Chance für uns? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war ganz harte Kost, die der europäische Software-Riese SAP am 26. Oktober für seine Aktionäre hatte. Die Cloud-Sparte blieb überraschend deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einzelne Anwendungen wie die Software Concur (Verwaltung und Organisation von Geschäftsreisen) floppten völlig. Und noch mehr: Die Walldorfer kassierten auch gleich die Gewinnschätzungen für die nächsten Jahre, wie wir aus dem Quartalsbericht entnehmen mussten.

So kam es wie es kommen musste. Die Aktie des DAX-Schwergewichts kollabierte an jenem Tag binnen weniger Sekunden und verlor 20 % ihres ursprünglichen Marktwertes. Per saldo sank die SAP-Aktie von über 140 Euro unter 100 Euro ab. Milliarden Euro waren plötzlich durch den Schornstein.

Ungefähr im gleichen Zeitraum meldete die US-Konkurrenz bestes Zahlenwerk. Oracle und Salesforce nutzten die Dollarschwäche des vergangenen Jahres und griffen den deutschen Software-Riesen in seinem europäischen Heimatmarkt an. Die Analysten hängten wie üblich ihr Mäntelchen in den Wind und urteilten vernichtend über das Software-Unternehmen. Der Tenor: Eine Wachstumsgeschichte geht zu Ende. SAP bringt es nicht mehr.

In der Tat befindet sich die Walldorfer Software-Schmiede in einer veritablen Krise. So wird der Umsatz 2021 kaum noch wachsen, der Gewinn wird großer Wahrscheinlichkeit sogar rückläufig sein.

Das sind die Stärken der SAP

Aber gemach! SAP ist unverändert ein großartiges Unternehmen, dessen Software-Anwendungen weltweit in rund 25 Branchen genutzt werden. Bei Großunternehmen sind die Deutschen immer noch das Maß aller Dinge. 9 von 10 Playern nutzen mindestens eine kleine SAP-Anwendung. Die Kundenkartei der Walldorfer liest sich imposant. Dort finden Sie typische Traditionsunternehmen wie Chevron, Ford oder AT&T. Aber auch die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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