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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Europa

Aktuell: Bundesregierung senkt Wachstumsprognose deutlich

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Es ist keine Überraschung mehr, weil die Spatzen es schon längst von den Dächern gepfiffen haben: Wirtschaftsminister Altmaier senkt die Prognose für das deutsche BIP 2019 auf 0,5% von zuvor (bereits ebenfalls abgesenkten) 1,0%. Für 2020 erwartet Altmaier dann wieder ein Wachstum von 1,5%.

Altmaier sieht in der Brexit-Unsicherheit und den Handelskonflikten den Hauptgrund für die Schwäche. Und Altmaier wörtlich: „Die gute Nachricht ist – wir werden diese Schwächephase perspektivisch wieder überwinden“.

Aha, perspektivisch also. Da ist also viel Hoffnung im Spiel, eine Begründung, warum dann das Wachstum im Jahr 2020 besser werden soll, liefert Altmaier jedoch nicht..

Vielleicht weil in China weitere Konjunkturwunder passieren – darauf jedenfalls scheinen die Dax-Investoren zu wetten. Der Dax steht am heutigen Vormittag ziemlich auf der Stelle und trotzdem bewegt sich einiges. Die Anleger bewerten die Zahlen aus China für die deutsche Industrie positiv und wechseln die Pferde – raus aus den defensiven und rein in die zyklischen Werte. Ablesbar an folgenden Kursen:

  • Ein Minus für Deutsche Telekom, Vonovia, Eon, RWE, Merck, Beiersdorf und die Fresenius-Werte.
  • Ein Plus für Thyssenkrupp, BASF, Covestro und die Automobilwerte

Wie lange wird das anhalten?

 

Berlin. Foto: H.Helmlechner CC BY-SA 4.0

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. cdhcdh

    17. April 2019 11:43 at 11:43

    So lange, bis auch der letzte Shorty sein Pulver verschossen hat und pleite ist.

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Europa

Italien: Industrieaufträge brechen weiter deutlich ein

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Aus Italien hört man derzeit wenig gute Nachrichten. Gestern hörte man zum Beispiel, dass die Nachfrage der Konsumenten nach Autos bei unseren südlichen Nachbarn deutlich nachlässt. Heute nun gibt es mal wieder schlechte Nachrichten zur italienischen Industrie.

Erneut liegen die Aufträge für die Industrie in Italien deutlich im Minus. Die aktuellsten Daten von heute stammen aus Februar. Laut der offiziellen Statistikbehörde ISTAT ist es im Jahresvergleich ein Rückgang um 2,9%. Bei Aufträgen aus dem Inland ist es ein Plus von 0,6%, bei Aufträgen für die italienische Industrie aus dem Ausland sind es -7,7%. Selbst im Monatsvergleich von Januar zu Februar sind es kräftige -2,7% bei den Gesamtaufträgen, wobei Monatsvergleiche aufgrund saisonaler Schwankungen immer mit Vorsicht zu genießen sind.

Die Industrieproduktion steigt noch um 1,3%, aber davon kann man sich schon nichts mehr kaufen als Börsianer oder Ökonom. Denn es geht um die Zukunft, und da sehen die nächsten Monate düster aus für die Industrie, wie auch in Deutschland.

Der Chart zeigt die Industrieaufträge in Italien seit 2012. Daher wirken die Abstürze der letzten Monate am Ende des Charts nicht so gravierend. Sie sind es aber!

Italien Industrieaufträge

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Europa

Erzeugerpreise: Die OPEC rettet die Preissteigerungen

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Gestern zeigten es bereits die Verbraucherpreise für die gesamte Eurozone. Die Energiepreise steigen deutlich stärker als die Preise insgesamt, und somit ziehen sie den Schnitt nach oben. Heute kann man dieses Phänomen erneut gut besichtigen. Nicht die EZB mit ihrem Billionen (virtuell) gedruckter Euros sorgt für einen großen „Abstand“ zur Null-Linie (Deflationsangst).

Nein, es sind die Energiepreise, und hier natürlich in aller erster Linie der Ölpreis! Schauen wir uns die heutigen Daten an. Die deutschen Erzeugerpreise sind im Monat März im Jahresvergleich um 2,4% gestiegen. Das Statistische Bundesamt teilt mit, dass als Teil davon die Energie-Erzeugerpreise um 6,6% gestiegen sind. Ohne sie läge der Gesamtschnitt nur bei +1,2% statt 2,4%. Also machen die Energiepreise de facto die Hälfte der Teuerungsrate aus.

Man sieht seit geraumer Zeit, dass die Erzeugerpreise immer nur teilweise auf die Endverbraucher-Preise umgemünzt werden. Aber dennoch kann man sagen, dass ohne die Hilfe der OPEC (Verknappung des Öl-Angebots, daher seit Wochen deutlich steigender Ölpreis) die Preissteigerungen auch bei den Verbrauchern deutlich schwächer ausfallen würden. Und somit hätte die EZB ohne die OPEC noch mehr Anlass die Zinswende noch weiter in die ferne Zukuft zu schieben als ohnehin schon (schwache Preissteigerungen? Ohhh, wir müssen die Zinsen auf 0 belassen).

Die deutschen Erzeugerpreise können ihre prozentuale Teuerungsrate seit Monaten konstant hoch halten. In den letzten vier Monaten lagen sie zwischen 2,4% und 2,7%, davor sogar monatelang über 3%. Die folgende Grafik zeigt die Erzeugerpreise seit 2014. In blau sieht man die Öl-Erzeugerpreise. Sie stürzten Ende 2018 stark ab. Aber der ganz frische Aufwärtshaken rettet wie gesagt aktuell die Durchschnittswerte bei allen Indizes, die Preissteigerungen darstellen (Erzeuger, Verbraucher etc). Letztes Jahr halfen hohe Preissteigerungen bei Lebensmitteln. Damit ist es vorbei. Nun muss Öl die Preissteigerungen retten.

Erzeugerpreise

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Europa

Aktuell: Deutsche Einkaufsmangerindizes – Industrie weiter ganz schwach, schrumpft 4.Monat in Folge

„Beim Exportneugeschäft mussten die Industriebetriebe das zweithöchste Minus seit zehn Jahren hinnehmen“!

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Der von Markit ermittelte deutsche Einkausmanagerindex (April; Sammelindex) ist mit 52,1 leicht besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 51,7; Vormonat war 51,4) – wegen den Dienstleistern..

Der Index für das Gewerbe aber ganz schwach, er liegt bei 44,5 (Prognose war 45,0; Vormonat war 44,1). Die Industrieproduktion liegt bei 45,6 (Vormonat war 45,0). Damit schrumpft die deutsche Industrie den 4.Monat in Folge!


source: tradingeconomics.com

Der Index für Dienstleistung wieder stark, er liegt bei 55,6 (Prognose war 55,1; Vormonat war 55,4)

Dazu Markit:

„Beim Exportneugeschäft mussten die Industriebetriebe das zweithöchste Minus seit zehn Jahren hinnehmen. Ausschlaggebend hierfür war den Befragten zufolge vor allem die schwache Nachfrage im Automobilsektor (..)“

„Die Auftragsbestände sanken insgesamt so zügig wie seit Juni 2013 nicht mehr“.


„Die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist verschlechterten sich im April weiter“.

Beispielbild für Stahlproduktion. Foto: Omzfoundry Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

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