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Gold/Silber

Aktuell: Chicago Einkaufsmanagerindex und verstörende Aussagen von Dudley (Fed)

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Der Chicago Einkaufsmanagerindex ist mit 57,7 etwas besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 56,9, Vormonat war 57,4). Gabnz schwach allerdings die Komonente Besachäftigung, die von 57,7 auf 49,9 fällt.

Zuvor seltsame Aussagen des New York Fed-Chefs Dudley: in einem Fernsehinterview beräftigte der Notenbanker zunächst seine hawkisehn Aussagen von gestern: „einige“ Zinsanhebungen seien wohl vernünftig („couple more hikes this year seems reasonable“), um dann wenig später zu sage: es gäbe keine Eile, die Geldpolitik weiter zu straffen, die US-Wirtschaft würde „sicher nicht überhitzen“. Also was jetzt: mehrere Zinsanhebungen, aber keine Eile?
Und dann die Warnung Dudleys: die Verbesserung der Stimmung zeige sich noch nicht in den harten Daten („sentiment imporvements are not showing in the hard data yet“). Faktisch sagt Dudley damit: die Stimmung ist deutlich besser als die Lage! Aber die fröhlichen Trump-Trade-Optimisten hören da besser nicht hin..


Präsident der New York Fed: William Dudley
Foto: Federal Reserve

Gold nach den AUssagen Dudleys mit einem kleinen Freuden-Sprung:

10 Kommentare

10 Comments

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    AlterSchwede

    31. März 2017 16:34 at 16:34

    @Redaktion: Eine Anregung, die sich nicht nur auf diesen Artikel bezieht. Ihr (insbesondere der Herr Markus) solltet in Zukunft vielleicht etwas weicher formulieren. So in die Richtung, dass bestimmte Themen/Ereignisse Einfluss auf die Märkte haben „könnten“ und nicht gleich haben „werden“. Ich bin dann nämlich so ziemlich jeden Tag bitter enttäuscht, wenn von dem groß angekündigten Interesse der Märkte so rein gar nichts festzustellen ist. Dies auch vor dem Hintergrund, dass sich hier vielleicht Leute informieren, die gerade erst mit dem Thema Börse angefangen habe. Die lesen dann, dass die Berichterstattung hier von sehr, sehr vielen (und das zurecht) gelobt wird, lesen und hören aber auch, dass die Märkte zu blöd sind, nichts kapieren und sowieso alles Short ist. Die angeführten Gründe sind alle plausibel und nachvollziehbar, es fällt halt nur nichts und dann steht man in kurzen Hosen bekanntlich immer etwas blöd da.

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      Petkov

      31. März 2017 18:46 at 18:46

      Eben diese Verweichlichung, Verwässerung, Relativierung usw. will ich hier nicht sehen. Das soll die Spezialität von obrigkeitshörigen Pseudo-Experten wie die Anja auf Börse ARD bleiben. Mit vielen Worten und noch mehr Konjunktiv nichts sagen oder sogar desinformieren. Marktgeflüster soll keine Gute-Laune-Märchenstunde werden.

      @FMW: Ich bin sicherlich nicht Ihr Lieblingsleser und das tut mir selber Leid (ohne das aktuell ändern zu wollen oder zu können). Trotzdem erlaube ich mir einen Appell an Sie: bleiben Sie, wie Sie sind. Medien von der restlichen Sorte gibt es genug in Merkelistan.

      Und wer neu an der Börse ist, sollte sowieso nicht sofort Short gehen, sondern an der Seitenlinie warten und die Augen offen halten. Sogar ein harmloser Reverse- Tracker ist risikoreicher als ein Standard-Indextracker.

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      Lars

      31. März 2017 22:49 at 22:49

      @AlterSchwede
      Ich denke nicht, dass die Beiträge der FMW als Handelsempfehlungen gedacht sind. Vielmehr sehe ich hier fundierte, objektive und meistens (zurecht) skeptische Kommentare und Hintergrundinformationen zur finanz-wirtschafts-politischen Entwicklung weltweit. Informationen, die man immer bedenken und im Hinterstübchen behalten sollte.
      Die Veröffentlichen hier bei FMW handeln von den harten Fakten, nicht mehr, nicht weniger.
      Wissenschaftlich-objektiv-neutrale, weiche Analysen und Empfehlungen finden sich zuhauf auf anderen Seiten und sollten ebenso in Ihre individuelle Handelsentscheidung mit einbezogen werden.
      Was die „Märkte“ derzeit zelebrieren, ist fundamental jenseits von Gut und Böse.
      Die Zentralbanken scheinen diesen Trend aufgenommen zu haben.
      Komplett von der Realität losgelöste und außer Kontrolle geratene Phreaks an den Börsen feiern Weihnachten und Ostern zugleich.
      Wann diese aufgeblasenen Fantasien scheitern werden, ist ungewiss.
      Dass sie das tun werden, ist unvermeidlich.
      Der Zeitpunkt ist ungewiss.

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      gerd

      3. April 2017 08:57 at 08:57

      AlterSchwede, von mir zumindest bekommen Sie die Bestätigung, dass ich ihre Meinung gut nachvollziehen kann.

      Ich behaupte sogar, dass leider nicht nur die Leute, die gerade erst mit dem Thema Börse angefangen haben, von den Berichten beeinflusst werden.
      Das passiert zwangsläufig, denn die Berichte über drohendes Gefahrenpotential sind gut gemacht und fundiert. Allein das interessiert die Finanzmärkte offensichtlich nur äußerst selten – und das erkennt man dann selbst als alter Börsenhase erst sehr viel später.

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    Columbo

    31. März 2017 16:56 at 16:56

    Die meisten Analysten sprechen im Konjunktiv „könnte, sollte, dürfte, möglicherweise“. Logisch, hinterher schaut das besser aus, wenn was nicht eintrifft.
    Angenehm, wenn einer im Indikativ spricht.

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    Marko

    31. März 2017 17:28 at 17:28

    „…es gäbe keine Eile, die Geldpolitik weiter zu straffen, die US-Wirtschaft würde „sicher nicht überhitzen“. Also was jetzt: mehrere Zinsanhebungen, aber keine Eile?“

    Das ist Fed-Sprech, die Zinserhöhungen kommen, dosiert.

    „lesen und hören aber auch, dass die Märkte zu blöd sind, nichts kapieren und sowieso alles Short ist. “

    Richtig, der Daxl fast auf der 12300 , die Shorties wundern sich…

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    Marko

    31. März 2017 17:48 at 17:48

    „Dies auch vor dem Hintergrund, dass sich hier vielleicht Leute informieren, die gerade erst mit dem Thema Börse angefangen habe. Die lesen dann, dass die Berichterstattung hier von sehr, sehr vielen (und das zurecht) gelobt wird, lesen und hören aber auch, dass die Märkte zu blöd sind, nichts kapieren und sowieso alles Short ist.“

    Na , das glaube ich eher nicht, wer Anfänger ist, wird sich doch wohl kaum „hier“ verlaufen ? Ausserdem heißt die Seite nicht Anlageberatungswelt ?
    Anfänger sind natürlich gerne willkommen (bei Miss Börse), man braucht ja keinen „Börsenführerschein“, es ist ja sooo einfach, dem Markt ein Schnippchen zu schlagen ? A bisserl Kohle in ein paar Cfds und schon läuft die Sache ?
    Und natürlich gibt sich der Markus Mühe, den Markt zu erklären (und das wirklich gut!!), er „darf“ doch sowieso short sein, jeder so, wie er mag.

  5. Avatar

    Marko

    31. März 2017 18:12 at 18:12

    Das was wir jetzt sehen, ist dass der Ami sein Geld bei uns ablädt. Der Ami weiß genau, „unserere Märkte“ sind fast ausgereizt – Europa hingegen : Noch lange nicht… :D

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      vogel

      31. März 2017 18:38 at 18:38

      Stimmt. ;-)

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    Marko

    31. März 2017 19:58 at 19:58

    „Und wer neu an der Börse ist, sollte sowieso nicht sofort Short gehen, sondern an der Seitenlinie warten und die Augen offen halten. Sogar ein harmloser Reverse- Tracker ist risikoreicher als ein Standard-Indextracker.“

    Herr Petkov, ein „Anfänger“ kann – (prinzipiell) gar nicht „short-gehen“- weil ein Anfänger (prinzipiell) die Miss Börse kauft, also „long geht“ ?

    „Short gehen“, was ist das denn ? ;D

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Gold/Silber

Goldpreis: Wann endet der Abverkauf? Jetzt Kaufgelegenheit?

Redaktion

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Der Optimismus, der durch die Nachricht über die erfolgreiche Erprobung des Impfstoffs gegen das Pfizer-Coronavirus ausgelöst wurde, hat den Goldpreis unter Druck gesetzt. Gegenwärtig hält sich das gelbe Metall immer noch über der starken Unterstützung des Goldpreises von 1800 Dollar. Allerdings zeigt die Analyse deutliche Anzeichen für ein anhaltendes rückläufiges Momentum.

Warum der Goldpreis unter Druck ist derzeit

Neben dem Impfstoff gibt es vielversprechende Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung, die den Goldpreis zuletzt unter Druck gesetzt haben. Ein weiterer Faktor, der für das Edelmetall eine große Rolle spielt, ist die Entspannung im Zusammenhang mit den US-Präsidentschaftswahlen. Mit dem Nachlassen der Unsicherheit reagieren die Märkte entsprechend – und das gilt auch für Gold.

Solange das gelbe Metall weiterhin unter der früheren Unterstützungsmarke von 1850 Dollar gehandelt wird, bleibt der stetige Abwärtstrend beim Goldpreis vorerst bestehen. Sollte es jedoch zu einem Durchbruch unter die 200-DMA-Unterstützung von 1798 Dollar kommen, könnte der Dezember einen viel stärkeren Rückgang verzeichnen. In diesem Fall wird der Goldpreis wahrscheinlich sogar einen Rückgang bis auf 1765 Dollar verzeichnen.

In folgendem Video analysiert David Jones, chief market strategist bei capital.com, positive und negative Faktoren für den Goldpreis und zeigt nicht nur, wo die relevanten Widerstände und Unterstützungen liegen, sondern auch das, was er selbst jetzt tun wird:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Der Goldpreis ist derzeit unter Druck

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Gold/Silber

2021: Ein schwieriges Jahr für Gold – Werbung

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Lieber Börsianer,

im laufenden Jahr deckten sich die Investoren nochmals satt mit Gold ein. Ende Oktober verwalteten die Gold-ETFs rund um den Globus Gold im Wert von 235 Milliarden USD. Niemals zuvor waren die Gold-Sammelstellen schwerer. Gleichwohl zeigte der Goldmarkt zuletzt Ermüdungserscheinungen. So nahm das Volumen der Zuflüsse gerechnet in USD im Oktober nur noch um 0,6 % zu. Vor allem US-Investoren hielten sich spürbar zurück. Und genau das ist die Anlegergruppe, die letztlich das Marktgeschehen bestimmt.

Wie wird 2021? Welches Potenzial sehe ich für das Edelmetall?

Ich gehe derzeit davon aus, dass der Impfstoff im nächsten Jahr wesentlich über die Preisentwicklung am Goldmarkt entscheiden wird. Zwei grundsätzliche Szenarien sind denkbar.

Der Impfstoff funktioniert, und es gelingt den Medizinern das tückische Virus allmählich zurückzudrängen. In diesem Fall springt die Weltkonjunktur wieder an. Möglicherweise werden wir sogar leicht inflationäre Tendenzen sehen. Ergo werden die Zentralbanken die Zügel der Geldpolitik wieder anziehen, um das Inflationsrisiko möglichst gleich im Anfangsstadium zu ersticken. Steigende Zinsen sind allerdings für Gold Gift.

Auffällig war, dass sich die Notenbanken bereits zuletzt mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen zurückgehalten haben. Obwohl etwa Europa in den zweiten Lockdown gegangen ist, haben wir von unserer obersten Währungshüterin, Christine Lagarde, nicht viel gehört. Offenbar baut auch die Französin stark auf den Impfstoff und hält weitere Stützungsmaßnahmen für die EU-Volkswirtschaften für nicht erforderlich. Goldanleger hätten hier gerne weitere Aktivitäten gesehen.

Der Impfstoff wirkt nicht. Die Erholung wird von stets wiederkehrenden Lockdown-Maßnahmen gebremst. Das würde ohne Frage den Golfpreis stützen, zumal dann die Geldpolitik doch nochmals nachlegen muss und weitere Hilfsgelder in die Volkswirtschaften des Westens pumpen wird. In einem solchen Szenario bliebe auch der Aktienmarkt eher zurück und Investoren würden wieder den sicheren Hafen suchen. Dabei darf man freilich nicht vergessen, dass die US-Notenbank zunächst nicht mehr…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Gold/Silber

Goldpreis: Charttechnische Ampeln springen auf „Gelb“

Jörg Bernhard

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Der Goldpreis rutschte in den vergangenen Handelstagen aufgrund einer nachlassenden Risikoaversion auf den tiefsten Stand seit vier Monaten ab. Dadurch hat sich die charttechnische Situation erheblich eingetrübt.

Goldpreis wirkt charttechnisch angeschlagen

Weltweit sind derzeit vor allem riskantere Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien oder Kryptowährungen gefragt. Die Hoffnung, dass die Welt in Kürze möglicherweise mit drei Impfstoffen die Pandemie eindämmen kann, führte insbesondere bei Gold-ETFs zu massiven Abflüssen. Allein beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares war im November bei der gehaltenen Goldmenge ein Rückgang von 1.257,67 auf 1.199,74 Tonnen (minus 57,93 Tonnen) registriert worden.

Unter charttechnisch orientierten Goldinvestoren herrscht gegenwärtig aus zwei Gründen eine starke Verunsicherung. Erstens: Mit dem jüngsten Kursrutsch in Richtung 1.800 Dollar bewegt sich das gelbe Edelmetall in einer leichten Unterstützungszone, die sich in der ersten Julihälfte herauskristallisiert hat und nun akut gefährdet ist. Zweitens: Außerdem verläuft die langfristige 200-Tage-Linie ebenfalls im Bereich von 1.800 Dollar. Im Falle eines signifikanten Unterschreitens dieses Kursbereichs entstünden gleich zwei Verkaufssignale und somit möglicherweise zusätzlicher chartinduzierter Verkaufsdruck für den Goldpreis.

Doch eines sollten Anleger bei jedem Verkaufssignal stets im Hinterkopf behalten: Nicht selten erweisen sie sich als Fehlsignal. Im März dieses Jahres stürzte zum Beispiel der Goldpreis für einige Tage relativ deutlich unter seine 200-Tage-Linie, um sich nachfolgend innerhalb von weniger als fünf Monaten wieder um in der Spitze 600 Dollar auf ein neues Rekordhoch zu verteuern. Ein bisschen treffsicherer erwies sich ein solches Verkaufssignal Mitte 2018, schließlich folgte damals eine technische (temporäre) Korrektur von immerhin zehn Prozent.

Ein bisschen Optimismus verbreitet aktuell der Timingindikator Relative-Stärke-Index (RSI). Mit aktuell 32 Prozent ist dieser nicht mehr weit von der überverkauften Zone (< 30 Prozent) entfernt. Sollte der RSI die 30-Prozent-Hürde in den kommenden Wochen von unten nach oben durchschneiden, gilt dies in der Chartlehre nämlich als Einstiegssignal.

Fazit

Unter fundamentalen Gesichtspunkten sollten sich Anleger mit langfristigem Anlagehorizont keine großen „Goldsorgen“ machen. Als Krisen-, Vermögens- und Inflationsschutz dürfte die Geldalternative in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weiterhin wertvolle Dienste leisten, schließlich werden sich selbst im Falle eines Siegs über die Pandemie die weltweiten Schuldenberge nicht in Wohlgefallen auflösen.

Der Goldpreis ist zuletzt unter Druck gekommen

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