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Aktuell: Der IEA Februar-Bericht gibt den Öl-Bullen wenig Hoffnung

FMW-Redaktion

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat heute ihren Februar-Bericht veröffentlicht. Darin macht sie, um es in einem Satz zusammenzufassen, den Öl-Bullen wenig Hoffnung auf schnelle Besserung für einen höheren Ölpreis. Die IEA ist z.B. der Meinung, dass die mögliche Einigung zwischen OPEC, Russland und Co über eine Fördermengen-Reduzierung reine Spekulation sei. Und ja, im Kurs sieht man davon nichts, kein Anstieg in Sicht.

IEA Prognose Öl
Grafik: IEA

Um es graphisch darzustellen: Wie dieser heute veröffentlichte IEA-Chart (Prognose bis zum Q3 2016) zeigt, wird voraussichtlich auch in den nächsten Monaten das globale Öl-Angebot (grün) über der Nachfrage (gelb) bleiben. Das Wachstum bei der weltweiten Öl-Nachfrage werde deutlich nachlassen, so die IEA. Die Förderung außerhalb der OPEC werde zwar geringfügig nachlassen, dafür werde die OPEC aber mehr fördern. Auch die weltweiten Öl-Lagerbestände würden entgegen der saisonalen Erwartung steigen.

Die OPEC als Beispiel produzierte im Januar 280.000 Barrels mehr pro Tag als im Dezember und kam auf eine tägliche Fördermenge von 32,6 Mio Barrels. Der Irak als bedeutender OPEC-Förderer, der in den südlichen Landesteilen ungestört fördern kann, liegt auf Rekordniveau. Auch der Iran hat gerade erst angefangen seine prognostizierten Steigerungen nach Aufhebung der Sanktionen anzupeilen. Von der Seite ist also keine Senkung der Produktionsmenge zu erwarten.

Auszüge aus dem aktuellen IEA-Report:

Having peaked, at a five-year high of 1.6 mb/d in 2015, global oil demand growth is forecast to ease back considerably in 2016, to 1.2 mb/d, pulled down by notable slowdowns in Europe, China and the US. Early elements of the projected slowdown surfaced in 4Q15.

Global oil supply dropped 0.2 mb/d to 96.5 mb/d in January, as higher OPEC output only partly offset lower non-OPEC production. Non-OPEC supplies slipped 0.5 mb/d from a month earlier to stand close to levels of a year ago. For 2016 as a whole, non-OPEC output is expected to decline by 0.6 mb/d, to 57.1 mb/d.

OECD commercial stocks built counter-seasonally by 7.6 mb in December to stand at 3 012 mb at month end, 350 mb above average. Refined products covered 32.3 days of forward demand, 0.1 days above end-November. Preliminary information indicates that inventories have continued building into January.

Der Ölpreis (WTI) ist wie gestern auch heute gerade dabei an der 30 Dollar-Marke zu kratzen. Der IEA-Report bietet jedenfalls kein Signal für einen kurzfristigen Anstieg. Heute Abend um 22:35 Uhr gibt´s wieder die API-Vorschau auf die morgigen offiziellen Öl-Lagerbestände in den USA, da kommt wieder mehr Action in den Kurs. Und was war noch? Wir hören derzeit das Hintergrundrauschen der Öltrader und vor allem der globalen Transporteure. Der allgemeine Tenor, wie wir ihn zusammenfassen möchten: In den nächsten Monaten könnte es zu weiteren massiven Anstiegen bei den Öl-Lagerbeständen kommen, weltweit. Auf deutsch gesagt: Alle pumpen weiter, die Nachfrage ist aber nicht groß genug, also ab mit dem Öl in die Lagertanks. Und wenn die voll sind, ab auf Öl-Tanker, die dann auf Rede liegen. Und wenn die voll sind, wohin dann mit der Überproduktion? Aber wir haben auch keine Glaskugel. Wir wissen es auch erst definitiv, wenn die Bestände vermeldet werden!

Ölpreis WTI
Der Ölpreis seit Anfang des Monats.



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