Aktien

Aktuell: Monte dei Paschi vom Handel ausgesetzt

Wenn Italiens Problem-Bank Nummer eins ein Problem hat, hat auch Deutschlands Problem-Bank Nummer eins ein Problem..

FMW-Redaktion

Italiens Problem-Bnak Nummer eins, Banca Monte dei Paschi di Siena (Kürzel BMPS) ist nach einem herben Abverkauf (-8,4%) zu Handelsbeginn in Mailand vom Handel ausgesetzt worden. Damit hat der Akienkurs der Bank seit dem Jahr 2007 sage und schreibe 99,8% zum Hoch aus dem Jahr 2007 verloren:

https://twitter.com/minefornothing/status/778139574996467712

bmps

Aber jetzt kommt eine richtig gute Nachricht: Charttechnisch ist nun eine klare Unterstützung auszumachen: sie liegt bei 0,00 – darunter wird es sicher nicht gehen!

Auch die Deutsche Bank heute wieder unter Druck und Schlußlicht im Dax. Wie hatte gestern Italiens Ministerpräsident Mario Renzi gesagt: die Deutschen sollten sich endlich mal um die Risiken in den Derivate-Portfolios ihrer Banken kümmern. Hat nur mal wieder keiner gehört im Land der Allemannen. Welche Bank hat er bloß damit gemeint?

Wir hätten dazu einen interessanten Lesetipp..



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4 Kommentare

  1. Wir haben gelernt, dass Anleihen unter Null handeln können. Weshalb sollte das bei Aktien grundsätzlich anders sein? Eine Änderung der Börsenregeln würde wahrscheinlich reichen. Dann wäre am Kurs abzulesen, wie hoch der Sanierungsaufwand ist. Und die Aktionäre würden ihre Aktien los, wenn sie X drauf zahlen.

    1. Aktien unter Null ist komplett falsch gedacht, da so die Risikokapitalgeber (Aktienkäufer = Eigenkapital) auch noch das Risiko der sonstigen Gläubiger (=u.a. Fremdkapital) tragen würden.

      1. Lieber V,
        Sie haben völlig Recht. Meine These ist provokant gemeint und macht im Normalfall keinen Sinn.
        Und dennoch:
        – Aktionäre könnten aus steuerlichen Gründen interessiert sein, den Verlust zu realisieren, auch wenn ein Verkauf über die Börse nicht mehr möglich ist
        – in bestimmten Ausnahmefällen droht auch Aktionären die Durchgriffshaftung (Stichwort Konzernhaftung)
        – bei den „Too-big-to-fail-Banken“ (besser gefällt mir „jail“ statt „fail“), bei denen dann die Altaktionäre dem Staat zu überhöhten Kursen die Aktien angedient haben, trägt dieser ohnehin de facto das Risiko auch der anderen Kapitalgeber. So jedenfalls die bisherige Praxis, bei der von vorne herein klar war, dass eine Insolvenz nicht in Frage kommt (Ausnahme: Lehman). Will man das nicht, muss der Staat sich raus halten und die Bank eben pleite gehen lassen. Dafür ist ein Insolvenzverfahren schließlich da. In derartigen Fällen könnte ein negativer „Kurs“ z.B. durch den Verwalter im Sanierungsverfahren errechnet werden und würde dann den Fortschritt bei der Sanierung spiegeln. Ein Schritt für mehr Transparenz beim Verbraten öffentlicher Gelder.

    2. Was hat einen negativen Preis?
      In der Regel gehen Geld und Ware in entgegengesetzte Richtungen: Ware gegen Geld heißt das Stichwort.
      In welcher Situation gehen Geld und Ware in die gleiche Richtung?
      Wenn jemand etwas loswerden will, z.B bei der Müllabfuhr: Müll hat einen negativen Preis.
      Anleihen mit negativen Zins sind dann Müll, wertlos, Schrott etc.

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