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Aktien

Aktuell: Monte dei Paschi vom Handel ausgesetzt

Wenn Italiens Problem-Bank Nummer eins ein Problem hat, hat auch Deutschlands Problem-Bank Nummer eins ein Problem..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Italiens Problem-Bnak Nummer eins, Banca Monte dei Paschi di Siena (Kürzel BMPS) ist nach einem herben Abverkauf (-8,4%) zu Handelsbeginn in Mailand vom Handel ausgesetzt worden. Damit hat der Akienkurs der Bank seit dem Jahr 2007 sage und schreibe 99,8% zum Hoch aus dem Jahr 2007 verloren:

bmps

Aber jetzt kommt eine richtig gute Nachricht: Charttechnisch ist nun eine klare Unterstützung auszumachen: sie liegt bei 0,00 – darunter wird es sicher nicht gehen!

Auch die Deutsche Bank heute wieder unter Druck und Schlußlicht im Dax. Wie hatte gestern Italiens Ministerpräsident Mario Renzi gesagt: die Deutschen sollten sich endlich mal um die Risiken in den Derivate-Portfolios ihrer Banken kümmern. Hat nur mal wieder keiner gehört im Land der Allemannen. Welche Bank hat er bloß damit gemeint?

Wir hätten dazu einen interessanten Lesetipp..

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    leser

    20. September 2016 11:09 at 11:09

    Wir haben gelernt, dass Anleihen unter Null handeln können. Weshalb sollte das bei Aktien grundsätzlich anders sein? Eine Änderung der Börsenregeln würde wahrscheinlich reichen. Dann wäre am Kurs abzulesen, wie hoch der Sanierungsaufwand ist. Und die Aktionäre würden ihre Aktien los, wenn sie X drauf zahlen.

    • Avatar

      V

      20. September 2016 11:27 at 11:27

      Aktien unter Null ist komplett falsch gedacht, da so die Risikokapitalgeber (Aktienkäufer = Eigenkapital) auch noch das Risiko der sonstigen Gläubiger (=u.a. Fremdkapital) tragen würden.

      • Avatar

        leser

        20. September 2016 13:06 at 13:06

        Lieber V,
        Sie haben völlig Recht. Meine These ist provokant gemeint und macht im Normalfall keinen Sinn.
        Und dennoch:
        – Aktionäre könnten aus steuerlichen Gründen interessiert sein, den Verlust zu realisieren, auch wenn ein Verkauf über die Börse nicht mehr möglich ist
        – in bestimmten Ausnahmefällen droht auch Aktionären die Durchgriffshaftung (Stichwort Konzernhaftung)
        – bei den „Too-big-to-fail-Banken“ (besser gefällt mir „jail“ statt „fail“), bei denen dann die Altaktionäre dem Staat zu überhöhten Kursen die Aktien angedient haben, trägt dieser ohnehin de facto das Risiko auch der anderen Kapitalgeber. So jedenfalls die bisherige Praxis, bei der von vorne herein klar war, dass eine Insolvenz nicht in Frage kommt (Ausnahme: Lehman). Will man das nicht, muss der Staat sich raus halten und die Bank eben pleite gehen lassen. Dafür ist ein Insolvenzverfahren schließlich da. In derartigen Fällen könnte ein negativer „Kurs“ z.B. durch den Verwalter im Sanierungsverfahren errechnet werden und würde dann den Fortschritt bei der Sanierung spiegeln. Ein Schritt für mehr Transparenz beim Verbraten öffentlicher Gelder.

    • Avatar

      Werner

      20. September 2016 13:07 at 13:07

      Was hat einen negativen Preis?
      In der Regel gehen Geld und Ware in entgegengesetzte Richtungen: Ware gegen Geld heißt das Stichwort.
      In welcher Situation gehen Geld und Ware in die gleiche Richtung?
      Wenn jemand etwas loswerden will, z.B bei der Müllabfuhr: Müll hat einen negativen Preis.
      Anleihen mit negativen Zins sind dann Müll, wertlos, Schrott etc.

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Aktien

Aktuell: Lufthansa veröffentlicht Maßnahmen für weiteren Kahlschlag

Claudio Kummerfeld

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am

Der Lufthansa A380 wird wohl nicht mehr fliegen

Die Lufthansa hatte bereits Maßnahmen zum Kahlschlag angekündigt. Aber es ist wie es ist. Die Fluggastzahlen erholen sich nicht V-förmig wie (auf den ersten Blick) die Gesamtkonjunktur. Weltweit gibt es ständig neue Corona-Restriktionen und viele Unklarheiten. Und offenkundig haben zu viele potenzielle Flugreisende wohl einfach keine Lust auf diese ganze Unsicherheit und dazu noch auf stundenlanges Maskentragen an Flughäfen und im Flugzeug. Jetzt hat die Lufthansa vor wenigen Minuten die nächsten Maßnahmen zum Kahlschlag verkündet. Weiter Runter-Schrumpfen, um nicht in den Kosten zu versinken, so könnte man es ausdrücken. Hier drucken wir die wichtigsten Infos von der Lufthansa im Wortlaut ab. Die Headline-Aussagen:

– Erholung des Luftverkehrs deutlich langsamer als noch im Sommer erwartet
– Tiefere Einschnitte bei Flottengröße und für Personal
– Langfristig geparkte sowie zur Ausflottung vorgesehene Flugzeuge werden im dritten Quartal mit bis zu 1,1 Mrd. EUR wertberichtigt
– Operative Mittelabflüsse sollen um 100 Mio. EUR pro Monat reduziert werden

Details:

Der Kapazitätsausblick für die Passagierairlines wird deutlich nach unten korrigiert; die bisherige Annahme, im vierten Quartal des Jahres ein durchschnittliches Produktionsniveau von 50 Prozent des Vorjahreswertes zu erreichen, erscheint nicht mehr realistisch. Bei Fortsetzung des aktuellen Trends werden die angebotenen Sitzkilometer im Vorjahres-vergleich voraussichtlich nur noch in einer Spanne zwischen 20 und 30 Prozent liegen.

Die mittelfristige Flottenplanung wird angepasst und sieht aktuell ab Mitte des Jahrzehnts eine dauerhafte, konzernweite Kapazitätsreduktion von 150 Flugzeugen vor .

In Ergänzung der bereits kommunizierten Flottenentscheidungen wurde folgendes beschlossen: Nachdem bereits im Frühjahr sechs Airbus A380 endgültig außer Dienst gestellt worden sind, werden die verbleibenden acht Flugzeuge vom Typ A380 sowie zehn Flugzeuge vom Typ A340-600, die bislang noch für den Flugdienst vorgesehen waren, in einen sogenannten Langzeitparkmodus (long-term storage) überführt und aus der Planung genommen.

Aus den vorgenannten Flottenentscheidungen werden sich weitere Wertberichtigungen in einer Größenordnung von bis zu 1,1 Mrd. EUR ergeben. Der Betrag soll noch im dritten Quartal des laufenden Jahres verbucht werden.

Der bisher avisierte rechnerische Personalüberhang von 22.000 Vollzeitstellen erhöht sich in Folge der Entscheidungen für das dritte Paket des Restrukturierungsprogramms. Die Anpassung der dauerhaften Personalstärke in den Flugbetrieben wird an die weitere Marktentwicklung angepasst.

Die überarbeitete Finanzplanung sieht trotz des eingetrübten Ausblicks vor, die Mittelabflüsse durch striktes Kostenmanagement weiter zu senken. Der Liquiditätsabfluss soll von aktuell rund 500 Mio. EUR pro Monat auf durchschnittlich 400 Mio. EUR pro Monat im Winter 2020/21 gesenkt werden. Das kommunizierte Konzernziel, im Jahresverlauf 2021 wieder operativ positive Mittelzuflüsse zu erwirtschaften, wird bekräftigt.

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Markus Koch vor dem Handelsstart in New York – Abverkauf bei Tech geht weiter

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video vor dem Handelsstart in New York. Der Abverkauf bei Tech geht weiter, und der Value-Bereich profitiert.

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Deutsche Bank: Übernahme durch UBS? Geldwäsche in Russland? Aktie dick im Minus

Claudio Kummerfeld

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am

Deutsche Bank Hochhäuser in Frankfurt

Die Deutsche Bank könnte heute mit einem kräftigen Plus in den Handel gehen. Würde man meinen, wenn man die Nachricht betrachtet, dass die große Schweizer UBS womöglich die Deutsche Bank kaufen will. So zumindest sagte es am Samstag die Schweizer „Sonntagszeitung“. Aber beim zweiten Blick weiß man: Die UBS wollte ja auch mit der Credit Suisse fusionieren – diese Idee sll offenbar schon gescheitert sein. Und auch die Commerzbank wie die Lloyds Banking Group sollen für die UBS interessante Kaufkandidaten sein. Also ist dies doch eher eine ziemlich unklare Lage. Außerdem wären die Hürden, die größte Bank Deutschlands kaufen zu können, wohl ziemlich groß. Aber dennoch, die Deutsche Bank-Aktie könnte heute aufgrund dieser Meldung gut im Plus eröffnen.

Deutsche Bank mit neuem Geldwäsche-Horror in Moskau?

Aber sie geht mit minus 3,6 Prozent in den Handel. Denn gestern gab es neue konkrete Berichte zu möglichen Geldwäsche-Vorgängen in Russland. Konkrete Auswertungen (hier die Details) sollen zeigen, dass die Deutsche Bank-Filiale in Moskau wohl eine Art Wild-West-Filiale gewesen sein soll, und dass trotz Aufsehern in Sachen Geldwäsche wohl kaum Kontrolle stattfand. Man wollte wohl nicht hinsehen und ließ viel womöglich mehr zweifelhafte Transaktionen zu als bislang bekannt. Pikant dabei ist, dass im betreffenden Zeitraum auch der heutige Deutsche Bank-Chef Sewing als Chef der Revision für die Kontrolle zuständig war, aber dass trotz Prüfungen sogenannte Mirror Trades nicht entdeckt wurden. Dabei wurden für Kunden Aktien in Rubel gekauft, und danach gleich wieder in US-Dollar verkauft.

Drohen der Deutschen Bank nach diesen neuen Enthüllungen weitere Geldstrafen? Fängt auch der Stuhl vom angeblich so sauberen Herrn Sewing an zu wackeln? Auf jeden Fall könnte der geneigte Börsianer das Grausen kriegen, dass diese jahrelange Horror-Show mit nicht enden wollenden Geldstrafen, Verfahren und Prüfungen weiter geht. Die Deutsche Bank-Aktie jedenfalls, die notiert heute wie gesagt mit mit minus 3,6 Prozent bei 7,41 Euro. Die Deutsche Bank hat dazu folgendes Statement veröffentlicht. Zitat:

„Die Bekämpfung von Finanzkriminalität, Geldwäsche und Kapitalflucht hat für die Ermittlungsbehörden und Finanzinstitute gleichermaßen Priorität. Die weltweit führenden Finanzinstitute, einschließlich der Deutschen Bank, haben Milliarden von Dollar investiert, um die Behörden bei diesen Bemühungen effektiver zu unterstützen. Dies führt natürlich zu einer höheren Zahl von Feststellungen.

Wir bei der Deutschen Bank haben in den letzten Jahren massiv in die Verbesserung der Kontrollen investiert, und wir konzentrieren uns mit Nachdruck darauf, unseren Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen nachzukommen. Dazu gehört auch, dass wir Maßnahmen ergreifen, um Risiken zu minimieren, und Beziehungen zu Kunden oder Korrespondenzbanken beenden, wenn dies angezeigt ist.

Das ICIJ hat über eine Reihe historischer Themen berichtet. Soweit sie sich auf die Deutsche Bank beziehen, sind sie den Aufsichtsbehörden bekannt. Die Themen wurden bereits untersucht und führten zu Einigungen mit den Behörden, in denen die Zusammenarbeit und die Mängelbeseitigung der Bank öffentlich anerkannt wurden. Wo nötig und angemessen, haben wir Konsequenzen gezogen. Soweit die vom ICIJ verwendeten Informationen aus Verdachtsmeldungen (sogenannten SARs) stammen, wurden diese Informationen von einer Bank gemäß der gesetzlichen Regelung aktiv identifiziert und den Behörden mitgeteilt. SARs enthalten Warnungen vor möglichen Probleme, können aber nicht mit einer Tatsachenbehauptung gleichgesetzt werden.“

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