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Aktuell: Ölpreis über Hochpunkt, Wirecard schmiert ab

Wir hatten es schon mehrmals angesprochen. Die Zone von 57,80 Dollar vom 1. März war ein extrem wichtiger Hochpunkt im Ölpreis. Würde er diese Marke überschreiten, dann ist charttechnisch enorm viel Platz nach oben vorhanden (keine Kaufempfehlung, entscheiden Sie selbst!!!). Und gestern Abend dann überlief der WTI-Ölpreis diese Marke. Aber konnte er das halten? Heute gab es einen Schwächeanfall, und der Kurs sackte ab von 58,65 auf 57,98 Dollar ab. Aber jetzt ist der Ölpreis wieder halbwegs stabil mit aktuell 58,32 Dollar. Für den Moment jedenfalls (!) wirkt es so, dass man sich über dem Hoch vom 1. März hält. Bleibt es dabei, kann er weiter nach oben laufen. Unterstützt wurden die Bullen heute von den neuesten OPEC-Daten, aus denen klar wurde, dass die OPEC mit ihren Kürzungen wohl auch weiterhin dagegenhalten will, wenn die Amerikaner ihre Förderung weiter ausbauen.

Ölpreis WTI
Der WTI-Ölpreis seit Juli 2018.

Wirecard schmiert ab

Die Wirecard-Aktie schmiert nach ihrem Höhenflug der letzten Tage wieder mächtig ab. Aus der Anwaltskanzlei in Singapur, die ihren Prüfbericht vorlegen soll, ist noch immer nichts zu hören. Dafür hört man aber umso mehr von einem angeblich verschwunden Mitarbeiter von Wirecard in Singapur, der der Hauptverdächtige bei angeblichen Manipulationen der Bücher des Unternehmens sein soll. Laut Wirecard sei er nur freigestellt.

Nicht nur die FT, sondern auch das WSJ und zuletzt „Die Zeit“ berichten über Wirecard. So sollen sich die Wirecard-Mitarbeiter in Singapur bei Durchsuchungen „wenig kooperativ“ verhalten haben. Das Unternehmen habe laut Ermittlungsbehörden in Singapur versucht legitime Untersuchungen zu beeinflussen und die Polizeiarbeit zu ersticken. Auch hatte das Unternehmen versucht beschlagnahmte Unterlagen zurückzuerhalten, was aber Anfang der Woche von einem Gericht abgelehnt worden war.

Was lernen wir daraus? Die Unsicherheit nimmt zu. Mehr denn je warten die Börsianer auf den Prüfbericht. Der Aktie von Wirecard kann so eine wochenlange Warterei nicht gut tun. Auch fehlen offizielle Wasserstandsmeldungen aus dem Unternehmen. Seit ihrem jüngsten Zwischenhoch bei 136 Euro von vorgestern ist die Aktie bis jetzt wieder auf 116 Euro gefallen. Zu sehen ist links im Chart der dreifache kräftige Absturz nach den drei FT-Artikeln, dann die Erholung, und jetzt der neue Absturz. Wer sich hier positionieren will im Vorfeld der Veröffentlichung des Prüfberichts, der muss sich schon entscheiden. Glaubt man den FT-Artikeln, oder dem Management von Wirecard, dass an all den Vorwürfen nichts oder fast nichts dran war?

Wirecard



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