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Aktuell: Trump twittert über den Börsencrash – raten Sie mal wer schuld ist!

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Donald Trump twittert aktuell über den Crash

Donald Trump twittert ständig, wenn die Aktienkurse von Rekord zu Rekord steigen. Das liege natürlich alles an ihm, an seiner tollen Politik. Das sei sein Erfolg, und die Börse laufe halt so derart sensationell wie noch nie zuvor, weil er Präsident sei. Und jetzt? Seit einigen Tagen, wo die Aktienkurse immer tiefer fallen, hört man relativ wenig von ihm.

Donald Trump twittert aber heute. Der Aktienmarkt crasht seit Tagen, und heute kommt noch der große Öl-Crash dazu! Da muss es natürlich einen Schuldigen geben. Und das ist natürlich nicht Donald Trump. Und es kann natürlich auch kein völlig heißgelaufener, völlig überhitzter Markt in einer riesigen Blase sein, der irgendwann mal crashen musste? Nein, das kann es schon mal gar nicht sein. Seine Tweets, die er vor wenigen Minuten veröffentlicht hat, sind klar und deutlich.

Saudi Arabien und Russland würden sich über die Höhe des Ölpreises streiten (das stimmt ja in gewisser Weise auch). Das und die “Fake News” sei schuld am Aktien-Crash, so Trump! Wunderbar, die Fake News (welche auch immer…) können natürlich immer gut als Sündenbock her halten. Russen (sind eh immer die Bösewichte) und dazu noch böse Araber, das passt perfekt als Cocktail der Schuldigen! Dass der Aktienmarkt einfach seit geraumer Zeit völlig überkauft und die Blase gigantisch aufgepumpt war, dass irgendwann mal so ein Absturz kommen musste – kein Wort dazu von Donald Trump.

Der aktuelle Öl-Schock diente nur als Brandbeschleuniger des Absturzes, der vorher schon seit Tagen in Gange war (so möchten wir es kommentieren). Und Donald Trump hat noch einen Hinweis. Der aktuelle Öl-Schock sei ja gut für die Verbraucher, weil die Benzinpreise fallen werden. Ja, auch da hat er recht. Aber die Quittung kommt noch… denn viele seiner Wähler sind wohl derzeit noch in Fracking-Firmen beschäftigt, wo es demnächst wohl jede Menge Arbeitslosigkeit geben könnte, dank des aktuellen Öl-Schocks. Diese Wähler werden dann womöglich nicht mehr so glücklich sein?

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Topf-Trader

    9. März 2020 20:13 at 20:13

    Seine Zeit ist abgelaufen, die Gefahr, dass der Donald wiedergewählt wird ist aber nicht gebannt, ich denke das Virus als Katalysator macht ihm ein Strich durch die Rechnung. Hier muss er sich als Manager beweisen, in der Zeiten der zusammenbrechender Kapitalmärkte eine Aufgabe, für die er nicht gewachsen ist.
    Seine nicht Wiederwahl kann die Märkte endgültig in Richtung Parität (DOW/Gold) schicken.

  2. Avatar

    Michael

    10. März 2020 02:07 at 02:07

    Mit Fake News meint er sicher manipulierte Videos wie dieses:
    https://www.n-tv.de/politik/Twitter-meldet-manipulierten-Trump-Retweet-article21628031.html

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Vor Start der Berichtssaison: Amazon, Netflix, Apple etc – der große Goldrausch

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Als würde man jeden Tag aufs Neue Gold finden, oder als wäre man im Keller der EZB an der Druckerpresse. Der Kasten spuckt einfach immer neues Geld aus. So muss man sich vorkommen, wenn man vor Monaten Aktien wie Amazon, Zoom oder Netflix gekauft hat. Es geht einfach immer weiter nach oben. Der Technologie-Index Nasdaq erklimmt nur aufgrund der großen Tech-Schwergewichte daher immer neue Rekordstände, anders als der Gesamtmarkt, der das Corona-Tal immer noch nicht verlassen hat.

Amazon und Co treiben Nasdaq immer höher und höher und höher

Der Nasdaq erreichte heute Nacht den Höchststand auf CFD-Basis bei 10.674 Punkten. Was für ein Wahnsinn, nachdem der Technologieindex Ende Februar kurz vor Start des großen Börsencrash noch bei 9.745 Punkten stand, und im Tief bis auf 6.655 Punkte abstürzte. Wenige große, stark im Index gewichtete Aktien ziehen den Index hoch, und suggerieren damit, dass die ganze Tech-Branche prächtig laufen würde! Amazon ist wohl der prominenteste Highflyer. Die Aktie erreicht aktuell auch ein neues Rekordhoch, mit einem Aktienkurs von über 3.000 Dollar (3.057 Dollar gestern Abend). Noch am 20. Februar, kurz vor dem Börsencrash, notierte die Aktie bei 2.175 Dollar. Woher kommt dieser Mega-Schub?

Es ist relativ einfach. Die Coronakrise hat die Volkswirtschaften und das Konsumverhalten der Bürger schubartig weiter Richtung Internet verschoben. Jeder Anbieter, der rein zufällig zu diesem Zeitpunkt das passende Geschäftsmodell hatte, profitiert in gigantischem Ausmaß. Bei Amazon ist es auch am Eindeutigsten. Die Leute hocken zuhause, scheuen die Ansteckungsgefahr, oder haben auch keine Lust mit Maske einfachen zu gehen. Also, einloggen bei Amazon und einkaufen.

Netflix und Co eilen auch von Rekordhoch zu Rekordhoch

Ebenso läuft die Aktie Netflix aus nachvollziehbaren Gründen. Die Leute hoch mehr denn je zuhause und gucken Glotze. Filme und Serien über Netflix vertreiben die Zeit. Daher wird jetzt schon mal eingepreist, dass die Abo-Zahlen ab April immer weiter explodiert sind (das war schon im 1. Quartal für den Monat März gut erkennbar). Die Netflix-Aktie konnte seit dem 20. Februar von 390 auf jetzt 493 Dollar steigen. Im folgenden Chart haben wir den Verlauf der Aktien von Netflix und Amazon übereinander gelegt seit Sommer 2019. Der Börsencrash von Februar und März 2020, der ist nur noch eine Randnotiz in diesem Chart?

Chart zeigt Verlauf von Amazon-Aktie gegen Netflix-Aktie

Auch Aktien wie Zoom explodieren regelrecht. Der Videokonferenz-Anbieter legt seit Februar eine Kurssteigerung von 90 auf 261 Dollar hin. Die Aktien der Google-Mutter Alphabet schlossen gestern bei 1.499 Dollar, und sind damit nur noch 30 Dollar entfernt von ihrem Kurs vor dem Start des großen Börsencrash im Februar. Mit 240 Dollar notiert die Facebook-Aktie 20 Dollar höher als vor dem Start des Crash. Und Apple notierte im Februar bei 324 Dollar. Jetzt sind es 373 Dollar, Rekordhoch. Und das wo Apple noch nicht mal eine Art Monopol-Stellung hat wie Amazon! Die Tech-Aktien sind des Wahnsinns, möchte man meinen! Die Wette ist in vollem Gange. Denn was jetzt in immer höheren Kursen dargestellt wird, sind letztlich die Hoffnungen auf das, was in wenigen Tagen verkündet wird – nämlich die Quartalszahlen dieser Konzerne. Dann wird es wirklich entscheidend. Können Amazon, Netflix und Co die extrem hohen Erwartungen an die Zuwächse dank der Coronakrise erfüllen? Oder eben nicht, und es gibt einen kräftigen Abverkauf?

Amazon-Chef Jeff Bezos
Amazon-Chef Jeff Bezos. Foto: Steve Jurvetson – Flickr: Bezos’ Iconic Laugh – Ausschnitt aus Originalfoto – CC BY 2.0

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Digitalen Geschäftsmodellen gehört die Zukunft – Werbung

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Lieber Börsianer,

heute möchte ich Ihnen zwei Unternehmen vorstellen, deren Angebote Sie wahrscheinlich selbst beinahe täglich nutzen. Es geht um die beiden Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard. Beiden Unternehmen gelingt es, Milliardengewinne zu erzielen, indem Sie eine Dienstleistung anbieten, die fast jeder von uns in Anspruch nimmt.

Der Markt für Kreditkarten liegt zu rund drei Viertel in den Händen von Visa und Mastercard. Hochkomplexe Plattformen und Sicherheitsvorkehrungen machen es Neueinsteigern schwer, in das Geschäftsfeld einzudringen. Und so kommt es, dass die beiden Unternehmen an jeder einzelnen Transaktion mitverdienen, bei denen eine Kreditkarte genutzt wird. Das passiert allein in Deutschland viele Millionen Mal am Tag.

Die Corona-Krise bringt die Vorteile digitaler Geschäftsmodelle zur Geltung

Inmitten der Corona-Krise beschleunigte sich das Wachstum der beiden Anbieter. Wenn die Menschen nicht mehr so häufig zum Einkaufen in die Stadt oder den Supermarkt fahren, boomt das Online-Shopping. Und im Gegensatz zum Einkauf im Ladengeschäft wird online ein großer Teil der Rechnungen mit Kreditkarte bezahlt.

Visa und Mastercard arbeiten extrem effizient. Die Gewinnmargen liegen bei beiden Unternehmen regelmäßig um die 50%. Das bedeutet, dass von jedem erwirtschafteten Euro rund die Hälfte als Gewinn in der Kasse verbleibt. „Normale“ Unternehmen sind oft schon froh über eine Gewinnmarge von 10%. Doch die Kreditkartenanbieter können mit dünner Personaldecke und einer schlanken Kostenstruktur punkten. Es braucht nicht viel mehr als einen Internetanschluss und fähige Programmierer und Sicherheitsexperten um erfolgreich zu sein.

Netzwerkeffekte lassen Gewinne schneller steigen als die Kosten

Visa und Mastercard profitieren zudem wie viele Digitalunternehmen von Netzwerkeffekten. Wenn die technische Infrastruktur einmal aufgebaut ist, dann ist beinahe egal wie viele Transaktionen abgewickelt werden. Die Kosten steigen nur minimal, während der Umsatz bei doppelt so vielen Transaktionen auch doppelt…..

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Wirecard-Aktie Richtung Penny Stock? Erneut schlechte Nachrichten

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Mit heute minus 19 Prozent oder 2,67 Euro notiert die Wirecard-Aktie immer noch ganz schön hoch. Hallo? Wirecard hat am 25. Juni Insolvenz angemeldet. Ein Ex-Vorstand ist auf der Flucht, der andere nur dank Kaution auf freiem Fuß. 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz gab es wohl nie, so darf es vermutet werden. Und dass die Wirecard-Aktie heute “nur” um 19 Prozent fällt, darf man wohl unter der Rubrik “Wir zocken weiter in dieser Aktie” verbucht werden.

Schlechte Nachrichten

Denn wie die Financial Times (sie berichtete schon diverse Male über dubiose Machenschaften bei Wirecard) jetzt berichtet, sollten die mutmaßlichen Luftbuchungen von Wirecard wohl auch die entstandenen Verluste im Kerngeschäft kaschieren. Die Märkte Europa und Amerika hätten seit Jahren rote Zahlen produziert. Im Jahr 2018 (da stieg die Wirecard-Aktie in den Dax auf), sollen die unter direktem Einfluss des Unternehmens gestandenen Geschäfte einen Verlust von 74 Millionen Euro gemacht haben. Auch davor sei man defizitär gewesen, während die nach außen kommunizierten Finanzkennzahlen im positiven Bereich lagen, und immer besser wurden.

Das bedeutet aktuell? Dass die Frage immer lautet wird, ob selbst bei einer Zerschlagung von Wirecard für die Aktionäre überhaupt noch was herauskommt bei der Resteverwertung! Und ob ein Kurs von 2,67 Euro überhaupt noch gerechtfertigt ist. Wo ein innerer Wert des Unternehmens derzeit wirklich anzusetzen ist, wer kann das schon derzeit sagen? Nur die Wirecard-Aktie, die könnte nach und nach ein echter Penny Stock werden. Die aktuelle Lage in der Aktie bezeichnen viele Börsianer dieser Tage als “Insolvenz-Zock”. Rein und raus in einer Aktie, wo das Unternehmen bereits die Insolvenz verkündet hat.

Zockerei in Wirecard-Aktie

Es ist die pure kurzfristige Zockerei in der Wirecard-Aktie, die derzeit läuft. Schaut man sich längerfristige Charts an, erkennt man nur den großen Absturz von über 100 Euro, zack runter auf unter 10 Euro, und das in nur sechs Handelstagen. Danach nur noch ein Chart, der seit dem 25. Juni seitwärts verläuft. Aber wer sich die Charts viel kurzfristiger anschaut, der merkt: Intraday waren zuletzt auf bei Wetten auf steigende Kurse mal entspannt 20 Prozent Gewinn möglich. Aber natürlich fuhr besser, wer seit Tagen auf fallende Kurse setzte. Das Szenario scheint doch realistisch zu sein, dass sich die Aktie nach und nach Richtung Penny Stock bewegen könnte. Immerhin: Am 26. Juni lag sie schon mal bei 1,15 Euro.

Verlauf in der Wirecard-Aktie seit dem 2. Juli
Verlauf der Wirecard-Aktie seit dem 2. Juli.

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