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Aktien

Amazon-Aktie mit Kursziel 1.000 Dollar – was der Analyst dabei vielleicht übersehen hat…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Amazon-Aktie soll auf 1.000 Dollar steigen – das zumindest verkündet heute Sanford Bernstein als neues Kursziel – diese Knaller-Einstufung dürfte wohl auch der Grund sein, warum die Aktie heute mit diesem schönen Plus von 2,67% auf 697 Dollar in den Handel geht. Damit übertrifft die Aktie aktuell ihr High von Ende 2015 und erreicht ein neues Allzeithoch.

Amazon-Aktie
Die Amazon-Aktie seit 2004. Von 34 Dollar auf jetzt fast 700, bald rauf auf 1.000 Dollar?

Der Analyst Carlos Kirjner von Sanford Bernstein, der als Analyst für seinen Arbeitgeber spricht, verkündete jetzt dieses Kursziel ganz offiziell und scheint sich gar nicht mehr einkriegen zu können in seinen Superlativen. Die Firma hätte sogar so viel Geld, dass sie derzeit gar nicht wisse wo sie es investieren solle. Man sei kurz, mittel- und langfristig sehr positiv für die Aktie eingestellt. Die Gewinnmargen der Firma würden deutlich schneller wachsen als bisher – die Durchschnittserwartungen des Marktes für Amazon halte er für erschreckend niedrig, so Kirjner. Die nächst höheren Preisziele anderer Analysten liegen bisher bei 915 Dollar.

Dazu haben wir eine klare Meinung: Was das Unternehmen Amazon selbst angeht, so können wir uns durchaus vorstellen, dass die Expansions-Story kräftig weitergeht – denn im Augenblick ist nichts Gegenteiliges in Sicht. Man ist quasi der große Onlineshopping-Gigant und baut auch viele andere Onlineangebote kräftig aus. Also alles gut soweit.

Nur was die Amazon-Aktie angeht, sehen wir da ein Problem. Schaut man sich die Erwartungen an, wird das 2016er-KGV (basierend auf dem aktuellen Aktienkurs) irgendwo bei 120 liegen – Schraubt man die Gewinnerwartungen extrem nach oben, könnte das KGV wo liegen? Vielleicht bei 80 oder 70? Aber das wäre eben nur dann der Fall, wenn der Aktienkurs nicht weiter steigt. Je weiter er steigt, desto größer die Differenz zwischen Aktienkurs und Gewinn pro Aktie = höheres KGV. Und im Fall Amazon sieht es danach aus, dass der Aktienkurs schneller wohl steigen dürfte als der Gewinn pro Aktie.

Es ist aber zu erwarten, gerade wenn man sich die Kursentwicklung der letzten Monate ansieht, dass die Amazon-Aktie weiter kräftig nach oben schießt (auf die 1.000 Dollar-Marke?), wenn in den nächsten Quartalen weiterhin so tolle Zahlen vermeldet werden. Nur damit steigt das KGV wohl weiter an. Wir haben es in der Vergangenheit betont, und betonen es jetzt wieder – langfristig können große Konzerne, seien sie auch Tech-Konzerne, kräftig übertriebene KGVs kaum durchhalten – der Aktienmarkt reguliert sich irgendwann selbst, sei es z.B. in der nächsten großen Tech-Krise – so darf man es vermuten.

Dass es anders geht, zeigt Apple. Die Firma hat ein kerngesundes, knochentrockenes und niedriges KGV von erwartet 11 für 2016 und 10 für 2017. Und das bei dieser gigantischen Größe der Firma. Nach jahrelangem sensationellem iPhone-Wachstum trat bei Apple vor Kurzem der Wachstumseinbruch ein, so wie es irgendwann überall geschieht – nur hatte Apple da bereits ein so günstiges KGV, und die totale Katastrophe für die Aktie blieb dank dieser schon vorhandenen günstigen Bewertung aus.

Der Kurs-Hype bei Amazon kann natürlich theoretisch immer so weitergehen. Wir geben nur zu bedenken, dass solch hohen KGVs sich in den allermeisten Fällen irgendwann von selbst regulieren, durch extrem stark steigende Gewinne, oder viel wahrscheinlicher durch brutal einbrechende Aktienkurse. Sollte der Hype ewig so weitergehen bzw. noch einige Zeit anhalten: Erst einmal unser Glückwunsch für alle, die Long dabei waren und sind…

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Netflix und Tesla bringen gute Laune

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Netflix hat gestern Abend tolle Zahlen geliefert, und bei Tesla gibt es ein neues hohes Kursziel.

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Aktien

Börse: Die Stimulus-Schecks und der große Börsen-Hype

Wiederholt sich das Muster an der Börse aus der ersten Corona-Welle? Damals stiegen Kleininvestoren ein, und nun kommen neue Schecks!

Wolfgang Müller

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Was sich im letzten Sommer durch die großzügigen Schecks der US-Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen an der Börse gezeigt hat, wiederholt sich mit den 600 Dollar-Schecks seit Jahresanfang in verschärfter Form. Man zockt mit dem staatlichen Geld immer zügelloser, in Pennystocks und in Optionen. Jetzt kommt bald die Aufstockung auf 2000 Dollar durch die Biden-Regierung – wird dies der Höhepunkt der Manie der Börse?

Börse: Corona und die Generation RobinHood

Es war ein großes Thema im Coronajahr 2020, die allein schon beim Neobroker RobinHood auf 13 Millionen, vorwiegend junger Anleger angewachsene Schar neuer und junger Investoren, die ihre Freizeit genutzt haben, um nahezu gebührenfrei an der Börse zu zocken. Zunächst mit den großen Aktien aus dem „Stay-at-Home-Umfeld“, Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, oder Zoom und natürlich Tesla. Aber da dies so gut geklappt hatte, dann auch mit Hebelprodukten aus dem Optionsbereich. Was die Stillhalter dazu genötigt hatte, teure Aktien zur Absicherung auch noch nachzukaufen, Stichwort Gamma-Absicherung. Die Hausse nährte ständig die Hausse. Dies ist natürlich den großen Häusern in den USA nicht verborgen geblieben. Goldman Sachs holte sich die Liste der meist nachgefragten Aktien bei den Billigbrokern und bei den Favoriten der Hedgefonds – und siehe da, die Lieblinge der RobinHoodies schlugen die Benchmark und die Profis um Längen.

2020: S&P 500, plus 16 Prozent – Hedgefonds plus 40 Prozent – und die RobinHooder plus 80 Prozent. Dies ist natürlich nicht die Performance der Depots, sondern die Berechnung der Performance der Favoriten.

Das neue Thema Pennystocks

Das Jahr 2021 entwickelt sich in Teilbereichen noch extremer als das Jahr 2020. Die jungen Spekulanten hatten bemerkt, dass sich nach den Wahlen im November und der großen Impfstoffstory ein Favoritenwechsel ergeben hat, weg von Big Growth und Value, hin zu kleinen Nebenwerten. Überaus deutlich ersichtlich an der Performance des Russel 2000, der allein von Anfang November bis dato von 1520 auf 2150 Punkte gestiegen ist. Ein Index, wohlgemerkt, in dem sich so viele Titel befinden, die gar keine Gewinne machen, seit Jahren „Zombies“ genannt. Manch erfahrener Börsianer wird sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, angesichts der Kurssprünge einiger kleiner und eigentlich unbekannter Aktien aus dem Feld der Pennystocks.

Das extremste und am meisten zitierte Beispiel ist eine Firma aus der Medizintechnik, Signal Advance. Infolge einer Verwechslung aufgrund eines Musk-Tweets: „Buy Signal“ hatte sich der Pennystocks schlicht verdreiundzwanzigfacht. Nicht ganz so extrem, aber immerhin auch schon mit 120 Prozent plus, notierte GameStop, eine Firma aus der Videobranche. Ob Energiesektor, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Solar oder sogar Aktien, die sich der Pleite genähert haben, Hauptsache billig, dann wird damit herumgezockt.

Das Volumen der gehandelten Billigaktien hatte bereits im Dezember die Billionengrenze erreicht.

Stimuli, oder die staatliche Quelle für das Zocken

Wie bereits angedeutet, viele Anleger hatten anscheinend nur darauf gewartet, dass der Staat ihnen endlich die lange erwartete Unterstützung mittels der 600 Dollar-Schecks zusandte. Der Beweis für diese Annahme ist der Anstieg des Handelsvolumens bei Pennystocks – Over the counter (OTC), also außerbörslich, der sich nach dem Erhalt der Schecks glatt fast versechfacht hatte.

Was bedeutet dies für die nahe Zukunft? Der neue US-Präsident hat letzte Woche sein 1,9 Billionen Dollar schweres Stimulusprogramm angekündigt, welches noch der Billigung durch den Kongress bedarf.

Eine Aufstockung um 1400 Dollar und es könnten weit über 100 Millionen Amerikaner in den Genuss der staatlichen Stimulus-Schecks geraten.

Wird sich das Verhalten der neuen Generation Anleger ein weiteres Mal wiederholen und das Geld unmittelbar wieder an der Börse landen, bei Werten, von denen unsereins noch gar nichts gehört hat?

Ein nochmaliger kurzfristiger Boom?

Daran sieht man einmal mehr, warum statistische und saisonale Annahmen stets mit Vorsicht zu genießen sind. Jedes Jahr, jeder Zyklus ist anders und bietet ständig Überraschungen. Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass kleinste Anlegergruppen mit staatlicher Stütze einen Einfluss auf die Kurse an der Börse ausüben können?

Fazit

Wieder ein Zeichen für eine Bubble an der Börse, die aber wie immer erst dann festgestellt wird, wenn sie geplatzt ist? Jede Übertreibung ist anders als die vorherige und die aktuelle Phase ist durch Umstände befördert worden, die es in dieser Kombination auch noch nicht gegeben hat. Die Notenbanken haben durch ihre Marginalisierung des Zinses den Aktienmarkt zu einer dominanten Anlageklasse gemacht, dann haben die neuen Broker die Handelsgebühren abgeschafft und das Handeln mit ganz niedrigen Beträgen möglich gemacht und zuletzt hat Vater Staat auch noch das nötige Spielgeld zur Verfügung gestellt, ungewollt. 2020 war es die Arbeitslosenunterstützung, die in manchen Staaten über 4000 Dollar pro Monat betragen hat, mehr als der Arbeitnehmer mit seiner Arbeit verdienen konnte. Dann kamen die 600 Dollar-Schecks und jetzt die nochmalige Aufstockung durch die neue US-Regierung.

Was mich wieder einmal in meiner These bestätigt, wann der Rally an der Börse sehr deutlich der Stecker gezogen werden könnte: Wenn die Wirtschaft ohne staatliche (Not-)Versorgung läuft, das Zinsniveau nur ein wenig weiter ansteigt und zusätzlich den jungen Zockern die staatlichen Schecks verwehrt werden.

Der Einfluß der Stimulus-Schecks auf die Börse

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Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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