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Apple-Aktie -5,8% – gefangen zwischen tollem Ergebnis und schlechter Aussicht

Redaktion

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FMW-Redaktion

Wir hatten es heute früh schon angesprochen. Die Apple-Aktie war erstaunlicherweise heute Nacht im nachbörslichen Handel nur 2,6% gegenüber dem Schlusskurs von 22 Uhr gefallen nach dem Ende des Wachstums bei den iPhone-Verkäufen. Normalerweise fallen Aktien deutlich stärker, wenn Wachstumsstorys so eindeutig enden.

Aber ebenso hatten wir heute früh die fundamentale Stärke der Firma und das mit 11 niedrige KGV der Apple-Aktie erwähnt. Jetzt nachdem die Börsianer die Zahlen mit dem offiziellen Handelsstart im voll liquiden Handel verarbeiten konnten, ist die Aktie gegenüber gestern Abend mit 5,8% im Minus. Haben heute Nacht noch diejenigen den Kurs der Aktie bestimmt, die auf die Gesamtdaten der Firma im „Hier und jetzt“ gucken, so drücken aktuell die Trader den Kurs runter, die die schlechten Aussichten im Blick haben(Umsatzrückgang für das laufende Quartal).

Tim Cook:

„In the December quarter, despite the turbulent environment, we produced our best results ever in Greater China with revenue growing 14% over last year, 47% sequentially and 17% year-over-year in constant currency. These great results were fueled by our highest-ever quarterly iPhone sales and record App Store performance. Notwithstanding these record results, we began to see some signs of economic softness in Greater China earlier this month, most notably in Hong Kong.“

If we make a great product and have a great experience then we ought to be able to convince enough people to move over. There’s still a lot of people, a tremendous number of people in the world, that will buy smartphones and we ought to be able to win over our fair share of those.“

Was fehlt da? Richtig, die Phantasie und der Optimismus seines Vorgängers.

Barclays sagt zu den Apple-Zahlen Daten + Ausblick seien “not as bad as investors feared”. Die Aktie sei attraktiv für Langfristanleger für Käufe bei kurzzeitiger Schwäche. Das Kursziel senkt man von 150 auf jetzt 142 Dollar, also noch jede Menge Luft nach oben. Macquarie geht davon aus, dass im aktuell laufenden Quartal das Tief bei den iPhone-Verkäufen erreicht wird. Das iPhone 7 werde Apple wieder zurück auf die Wachstumsspur bringen. Kursziel 117 Dollar.

Trotz einiger positiver Analystenstimmen überwiegt heute kurzfristig die Ernüchterung. Tim Cook präsentiert Ausreden und Status quo-Meldungen, aber keine Vision für die Zukunft, keine Andeutung für sensationelle neue Features beim iPhone 7.

Für einen Langfrist-Investor ist die Apple-Aktie mit einem KGV von 11 oder bald 10 eine billige Aktie – gerade als Hightech-Aktie ist das billig. Vor allem hat man bei Apple auch ständig die Möglichkeit, dass die Carl Icahn´s dieser Welt Tim Cook z.B. dazu drängen Sonderdividenden o.ä. auszuschütten. Man weiß ja bei Apple einfach nicht wohin mit dem Cash.

Apple-Aktie
Die Apple-Aktie seit Anfang letzter Woche. Heute -5,8% gegenüber dem offiziellen Schlusskurs von gestern Abend.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen wird die derzeit riskante Euphorie an der Wall Street.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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