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Ausblick 2019: Ein neuer Zyklus beginnt! Das Ende der Volksparteien wird eingeläutet, der Bullenmarkt ist am Ende und die Rezession kommt!

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Nach der enormen Resonanz auf unseren Ausblick 2018 und den erschreckend vielen eingetroffenen Prognosen unsererseits (Wahlausgänge und Erstarken der extremen politischen Parteien, vor allem in Europa, das Ende der Ära Merkel, Korrektur an den Aktienmärkten, Macrons Scheitern, Bodenbildung bei Gold, Absturz der Deutschen Bank etc.), präsentieren wir Ihnen unsere Prognosen für 2019.


Matthias Weik und Marc Friedrich

Egal ob Deutschland, Europa, Asien, USA, Afrika, Brexit oder die Europäische Zentralbank (EZB) – die Welt spielt verrückt. Nach wie vor plündern internationale Konzerne Länder, ja ganze Kontinente aus, zahlen kaum Steuern, während die Mittelschicht immer rücksichtsloser zur Kasse gebeten wird. Global wird gezündelt, Geld gedruckt und die politischen Eliten geben ein Bild ab, welches oftmals an Peinlichkeit, Weltfremdheit und Inkompetenz nicht mehr zu überbieten ist. Die sogenannten Volksparteien in Deutschland leiden unter Realitätsverlust. Somit ist es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Bürger angewidert von ihnen abwenden.

Deutschland – ein Land demontiert sich selbst und die fetten Jahre sind vorbei! Zeit gelbe Westen anzuziehen? Leider können wir den Politikzirkus in Berlin, Brüssel, London, Paris, Washington… nicht mehr ernst nehmen. Wir sind zu der traurigen Erkenntnis gelangt, dass offensichtlich Komiker die Macht übernommen haben. Anders ist das lächerliche und absolut weltfremde Theater nicht mehr zu erklären.

CDU – AKK, Merkel 2.0 – und Damen kleben an der Macht

Wie 2017 vorhergesagt befinden wir uns am Ende der Ära Merkel. Angela Merkel hat erkannt, dass politisch ihre Stunde geschlagen hat. Die CDU wird für die GroKo, welche sich unendlich verbiegt und lediglich die Kanzlerschaft von Angela Merkel zum Ziel hat, bitter bezahlen. Eine Partei wie die CDU, die als stärkste Partei wichtige Ministerien wie das Finanz- und Außenministerium der SPD und das Innen- und Heimatministerium Horst Seehofer von der CSU überlässt, darf sich über miserable Ergebnisse nicht wundern.

Am 7. Dezember hat sich die CDU mit der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Parteivorsitzenden für eine Epoche Merkel 2.0 entschieden. Ob das die Partei tatsächlich weiterbringt oder erneuert bezweifeln wir stark. Wir sagen mit Kramp-Karrenbauer als Bundeskanzlerkandidatin wird die CDU bei der nächsten Bundestagswahl keinesfalls 40 sondern eher 30 Prozent erreichen und weiter Wähler verlieren. Im Frühjahr gehen wir von einem schlechten Ergebnis für die CDU bei der EU-Parlamentswahl aus.

Ursula von der Leyen – Beratergate

Das Budget für von der Leyens Berater-Armee ist gigantisch. Allein im Jahr 2016 wurden Berater-Verträge für über 208 Millionen Euro geschlossen.

Von der Leyen holte gleich zu Amtsantritt die McKinsey-Partnerin Katrin Suder als Staatssekretärin. Rein zufällig arbeitet von der Leyens Sohn, David von der Leyen, seit 7 Jahren bei McKinsey. Als Associate ist er anscheinend direkt an den Gewinnen des Unternehmens beteiligt. Seit einiger Zeit zieht jedoch Ärger auf in von der Leyens Reich. Kein Geringerer als der Bundesrechnungshof wirft dem Verteidigungsministerium vor, sich des vorsätzlichen Rechts-bruchs schuldig gemacht zu haben.
Bereits heute ist bekannt, dass es bei der Auftragsvergabe nicht ausschließlich mit rechten Dingen zuging. Das Ministerium hat bereits eingestanden, dass Berateraufträge im Umfang von acht Millionen Euro für ein IT-Projekt rechtswidrig über einen Rahmenvertrag des Bundes abgerufen wurden. Wir sagen, da wird noch einiges mehr an das Licht der Öffentlichkeit gelangen.

Wir stellen mit Entsetzen fest, mit welcher Hartnäckigkeit Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen – trotz der unfassbaren Berateraffäre – weiterhin an ihrem Posten klebt.

Nach der EU-Parlamentswahl tritt Merkel zurück

Die EU-Parlamentswahl wird für die Volksparteien ein Desaster werden. Wir gehen davon aus:
▪ dass Angela Merkel nach einem verheerenden Wahlergebnis bei der EU-Parlamentswahl gegangen wird.

CSU – ein Egomane wird gegangen, ein anderer kommt

Die CSU hat erwartungsgemäß bei den Landtagswahlen 2018 ihre Quittung von den Wählern bekommen. Der Egomane Seehofer wurde von dem Egomanen und Komiker Söder abgelöst. Dennoch schafft es Letzterer auch noch, trotz des schlechtesten Wahlergebnisses seit 60 Jahren, Ministerpräsident und Parteivorsitzender zu werden – all das ist für uns Politsatire vom Feinsten. Die Wähler jedoch haben die Faxen von dem CSU-Schmierentheater absolut dicke. Wir sagen, dass die CSU in Zukunft niemals mehr die absolute Mehrheit in Bayern erreichen wird. Diese Zeiten der CSU-Herrlichkeit sind ein für alle Mal vorbei.

SPD – GroKo der Anfang vom Ende

Für was steht eigentlich die SPD? Das weiß sie offensichtlich nicht einmal mehr selbst. Und genau das ist ihr Problem. Peinlich ist das Bild, das die einstige und heute tief gespaltene Volkspartei SPD abgibt. Auf Top-Komiker und EU-Bonze Martin Schulz folgte Andrea Nahles. Nachdem Sigmar Gabriel zu Schulz in den Urlaub geschickt wurde, hat Nahles dennoch die Zügel keinesfalls fest in der Hand. Der Neuanfang mit ganz neuen Gesichtern wie Hubertus Heil (Ex-Generalsekretär und jetziger Arbeitsminister), Ex-Justiz und jetziger Außenminister Heiko Maas, G20 Experte und jetziger Finanzminister Olaf Scholz (will nun auch Kanzler werden) und Katarina Barley ehemals Familienministerin und jetzige Justizministerin, ist ein Witz. Offenkundig kauft den Sozialdemokraten den sogenannten #Neuanfang mit alten Gesichtern längst keiner mehr ab.

Wir sagen: Nahles Tage als Parteivorsitzende sind gezählt. Wer dann folgt steht noch in den Sternen. Twitter-Komiker Ralf Stegner würde die SPD wohl am schnellsten völlig in den Abgrund befördern. Die Konsequenzen der Negativauslese an der Parteispitze zeigt sich deutlich in den Umfragen. Wir gehen davon aus, sollte die SPD nicht ihre gesamte Führungsmannschaft austauschen, dass sie zukünftig einstellige Wahlergebnisse einfahren wird. Den nächsten Gong wird es bei den EU-Parlamentswahlen im Frühjahr 2019 und dann bei den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen geben. Wir gehen davon aus, falls nicht eine radikale Kehrtwende eingeleitet wird, die SPD ebenso wie Ihre Schwesterparteien in Frankreich, Dänemark, Griechenland, Niederlande… in der Bedeutungslosigkeit versinken werden..

Die Grünen – eine übergehypte Partei

Die momentan gehypten Grünen werden 2019 spätestens bei den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen wieder auf dem Boden der Tatsachen landen und für Ihre realitätsferne Politik abgestraft werden. Wir gehen davon aus, dass die momentanen Umfrageergebnisse nicht zu halten sind, und dass die Wähler erkennen werden, dass der grüne Kaiser nackt ist. In diesem Video hat der Philosoph Richard David Precht den Grünen Shootingstar und Messias Habeck als Luftpumpe entzaubert.

AFD – wird 2019 noch mehr Wählerstimmen erhalten

Wie schon in unserem zweiten Buch „Der Crash ist die Lösung“ in Aussicht gestellt werden Parteien wie die AfD weiter in Parlamente einziehen und immer stärker werden. Solange die Volksparteien weiter wie bisher agieren, muss sich diese Partei keinerlei Sorgen machen. Mit der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur Parteivorsit-zenden und Merkels massivem Einsatz für den nicht unumstrittenen Migrationspakt (große Einwanderungsländer wie die USA und Australien aber auch Länder wie Israel, Chile, Polen, Ungarn, Österreich, Slowakei und Tschechien sind nicht mit dabei), wird es der CDU gewiss nicht gelingen, die an die AFD verlorenen Wähler zurückzugewinnen. Ganz im Gegenteil, die AFD wird weiter an Stimmen gewinnen, egal wie viele parteiinterne Skandale noch ans Tageslicht kommen werden. Immer mehr Wähler, insbesondere in den neuen Bundesländern, haben die Nase voll von den Regierungsparteien und werden auch 2019 der Partei aus Protest ihre Stimme geben. Insbesondere bei den Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen, aber auch bei der EU-Parlamentswahl gehen wir von zweistelligen Wahlergebnissen für die AFD aus.

Deutschland – die Ungerechtigkeit wird immer dramatischer

Wie in unserem ersten Buch „Der größte Raubzug der Geschichte“ 2011 beschrieben, werden die Reichen immer reicher und die Fleißigen immer ärmer. Trotz guten Wachstums ist der weltweite Gehaltszuwachs schwach wie seit 2008 nicht – der kleine Mann profitiert offenbar doch nicht von der Globalisierung. Diese Entwicklung wird sich auch 2019 weiter fortsetzen. Bereits heute ist der Traum vom Eigenheim für den Normalverdiener in zahlreichen Großstädten längst ausgeträumt. Mittlerweile arbeiten im Lande des Exportweltmeister 25 Prozent, das sind knapp 9 Millionen Menschen, im Niedriglohnsektor. Ein Skandal und eine tickende Zeitbombe!

Diese Menschen können nichts für ihr Alter zurücklegen, und Altersarmut ist daher in großem Stil in Deutschland vorprogrammiert. Wann fangen wir endlich an, die Menschen fair zu bezahlen? Wir sehen diese Entwicklung jedoch leider nicht für das kommende Jahr. Auch in Zukunft werden immer mehr Menschen von der Mittel- in die Unterschicht abrutschen und flaschensammelnde Rentner werden verstärkt unser Stadtbild bestimmen. Das Rentenniveau wird zukünftig in Deutschland weiter sinken, und für das Alter adäquat vorzusorgen wird für immer mehr Menschen immer schwieriger. Die öffentlichen Abgaben werden für uns Bürger weiter ansteigen.

Bankensterben

Ein weiterer Zyklus ist das Ende des Bankings wie wir es bisher kennen. Dies kann man auch an den Aktienkursen der börsennotierten Banken deutlich erkennen. Auch 2019 werden Banken immer mehr Filialen schließen, fusi-onieren oder abgewickelt werden. Wir als Kunden werden mit steigenden Gebühren und weniger Service darunter leiden.

Eines unser Lieblingsthemen: Die Deutsche Bank, keiner unser Leser wird sich jetzt wunden, ist weiter auf dem absteigenden Ast und hat in der Zwischenzeit Rekordtiefs beim Aktienkurs erreicht. Hierzu auch unser Video: Geht die Deutsche Bank Pleite? Wer unserem Rat gefolgt ist und die DB geshortet hat, hat stolze Gewinne verzeichnen dürfen. Wie auch bei Apple, Facebook und Netflix. Zurück zur DB: Die Deutsche Bank soll nun gerettet werden, indem sie mit einer anderen maroden Bank verheiratet werden soll. Ganz nach dem Motto: Minus mal Minus gibt sicher Plus. Nope! Die Fusion mit der schon mal geretteten Commerzbank ist nur eine Zwischenschritt zur Verstaatlichung. Der folgende Chart zeigt doch frappierende Ähnlichkeiten mit dem Kursverlauf der Lehman Brothers auf.

Gesundheit wird immer mehr zum Luxus. Die Krankenkassengebühren werden noch weiter ansteigen. Unser heutiges Gesundheitssystem wird auf Grund explodierender Kosten und der immer kleiner werdenden Mittel-schicht in Zukunft kollabieren. Die Konsequenz daraus ist für all jene, welche noch Rücklagen bilden können: Bilden Sie Rücklagen für Ihre Gesundheit. Sie werden sie in Zukunft benötigen.

Deutschland – die fetten Jahre sind vorbei

Die Zukunftsaussichten beim Exportweltmeister Deutschland, mit seiner Schlüsselindustrie Automotive verdunkeln sich zusehends. Nach starken Jahren und Rekordergebnissen ging die deutsche PKW-Produktion 2018 um 9,4% zurück.

Zuletzt stark beschleunigt durch eine schwache Nachfrage auf dem wichtigsten Markt China. Für 2018 ging es hier erstmalig seit 20 Jahren um 4,08% abwärts bei den Verkäufen und im November/Dezember sogar um 16% zum Vorjahresmonat.

Die Zahlen sprechen ganz klar für eine Rezession

Die Autobranche ist essentiell für Deutschland. Immerhin ist sie verantwortlich für 820.000 Menschen, einen Umsatz von 331,2 Milliarden Euro und für 21% der Bruttowertschöpfung der deutschen Industrie. Wenn die Rezession die Autobauer erreicht, wird sie sich auch auf andere Branchen ausweiten. Ein Dominoeffekt, welcher heftiger als 2008 werden könnte. Sollten die Deutschen Autobauer den Anschluss an das 21. Jahrhundert end-gültig verpassen, entbehren die Konsequenzen für unser Land jeglicher Vorstellungskraft. Aus Stuttgart könnte schnell Detroit 2.0 werden.

Ein Beispiel dessen, wie schnell man den Anschluss in einer sich immer schneller drehenden Welt, verpassen kann, ist die Deutsche Bank. Wir gehen entweder von einer Fusion mit der maladen Commerzbank, einer Übernahme (höchst unwahrscheinlich, denn wer beabsichtigt eine Bank mit unzähligen anhängigen Verfahren zu erwerben) oder einer Verstaatlichung aus.

Nicht nur in Deutschland, sondern global ist die Party des billigen Geldes offenkundig vorbei, das Wachstum erlahmt, die Finanzmärkte wackeln spürbar, Rezession und neue Finanzkrisen zeichnen sich 2019 am Horizont ab. Die Wachstumsprognosen wurden sowohl für Deutschland, Europa als auch global gesenkt. Wir gehen davon aus, dass auch die reduzierten Erwartungen getoppt werden und den einen oder anderen Wirtschaftsweisen, Politiker und Ökonomen böse überraschen wird. Warum die Bundesregierung unsere Steuergelder verbrät anstatt erhebliche Rücklagen für kommende schlechte Zeiten zu bilden ist für uns vollkommen unerklärlich.

Deutschland – digitales Mittelalter

Noch immer sind die u.a. die wichtigsten Wirtschaftszentren Europas wie Stuttgart, München, Rhein-Main Gebiet… digitales Mittelalter. Oftmals gibt es keinen Handyempfang im Zug oder auf der Autobahn. Auch Bundes-wirtschaftsminister Peter Altmaier ist das Problem mit abbrechenden Verbindungen offenbar bekannt. Er hat sein Büro angewiesen, Anrufe von ausländischen Ministerkollegen nicht mehr ins Auto durchzustellen zulassen, weil er sich für den schlechten Empfang schämt. Wir schämen uns für seine Partei und Kanzlerin Merkel, die mitverantwortlich dafür sind, dass wir uns international der Lächerlichkeit preisgeben. Auch staunen ausländische Gäste nicht schlecht über das nicht vorhandene offene und freie WLAN. Wir bezweifeln, dass Frau Bär – als Staatsministerin für Digitales im Kanzleramt – Deutschland digital ins 21. Jahrhundert befördert. Dies passiert wahrscheinlich erst im 22. Jahrhundert ;-)

Auch 2019 wird unser Land leider von Funklöchern übersät bleiben.

Daten – das Gold der Zukunft wandert in die USA

Daten sind das Gold der Zukunft. Das Problem ist jedoch, dass in diesem Bereich Deutschland und der Rest Eu-ropas bereits den Anschluss uneinholbar verpasst hat. Egal ob Alphabet Inc. (Google), Apple, Facebook, Amazon, Alibaba (China), Tencent (China) oder Netflix – die größten 20 Internetriesen kommen nicht aus Europa – zwölf der Top 20 kommen aus den USA und acht aus China. Während die Politik in Europa noch debattiert, wurden in den USA und China längst Fakten geschaffen. In Zukunft werden diese Tech-Konzerne weiter und noch drastischer unsere Daten sammeln und demzufolge an Macht gewinnen, während Europa immer weiter an Bedeutung verlieren wird. Noch geht es vielen Europäern zu gut, um zu erkennen, was uns in Zukunft ohne das Datengold blühen wird. Vielleicht hat der Datenhack, bei dem Telefonnummern und Email Adressen von Politikern und Prominenten gestohlen wurden, unsere Elite aufgeweckt hier aktiv zu werden. In Zukunft werden wir uns mehr mit Privacy und Cybersecurity beschäftigen.

Krieg gegen das Auto geht weiter

Auch 2019 wird der Krieg gegen das Automobil weiter fortgesetzt. Zuerst geht es den Diesel Euro 4 und 5 an den Kragen, dann wird Euro 6 und schlussendlich der Benziner folgen. Immer mehr wird uns von dem vermeintlich umweltfreundlichen Elektrofahrzeug gepredigt. Dass die Gewinnung der für die Batterien notwendigen Rohstoffe eine unfassbare Umweltverschmutzung und Umweltzerstörung zur Folge hat, wird von den Elektrofahrzeug-befürwortern gerne ausgeblendet – denn schließlich findet die Umweltzerstörung nicht bei uns, sondern in Afrika, Südamerika und Asien statt. Beispielsweise stammen knapp zwei Drittel des globalen Bedarfs von Kobalt bereits heute aus Bergwerken der Demokratischen Republik Kongo in Afrika. Ein Bombengeschäft für die oft ausländischen Betreiber der Minen – die Einheimischen sind jedoch an den Gewinnen des Kobalt-Geschäfts nicht beteiligt. Mehr Heuchelei geht nicht! Selbst das ZDF schreibt mittlerweile: „die Gewinnung der Rohstoffe für die Akkus ist menschenverachtend und umweltschädigend.“ Abgesehen davon haben wir in Deutschland weder die erforderliche Infrastruktur, die erforderlichen Fahrzeuge in ausreichender Stückzahl, noch den Willen in der Bevölkerung für eine rasche Elektrifizierung des Automobilmarktes. Gegenwärtig wird nur einer von 1.000 Pkw auf deutschen Straßen elektrisch angetrieben. Bei Neuverkäufen sind es nur sieben von 1.000. Demzufolge sehen wir für 2019 nicht das Jahr des Elektroautos.

Deutschland ist nicht der große Euro-Gewinner

Deutschland ist – wie fälschlicher Weise von der Politik immer wieder behauptet – nicht der große Euro-Gewinner, denn seit Euroeinführung ging es mit dem deutschen Wohlstand in Relation zur gesamten EU bergab. 1998 lag das BIP (je Einwohner in Kaufkraftstandards) in Deutschland bei 125 Prozent, Ende 2017 nur noch bei 123 Prozent. Die großen Verlierer des Euro sind die Länder Südeuropas. Größter Profiteur ist das Niedrigsteuerland Irland (183 Prozent). Mehr denn je wird ersichtlich, dass der Euro Europa trennt, anstatt es zu einen und folglich ist ein Ende der Eurozone absehbar. Dies wird bis spätestens 2023 der Fall sein.

Brexit – ein Alptraum für Nordeuropa

Der Brexit wird kommen und wir erwarten einen harten und schmutzigen Brexit. Im Falle eines harten Brexits gehen wir davon aus, dass wir bald die größte Steueroase mitten in Europa haben werden – Großbritannien.

Zumeist wird in den Medien nur über die gravierenden Folgen für Großbritannien – zweitgrößte Volkswirtschaft Europas – gesprochen, aber nicht für Deutschland. Der Brexit wird für Deutschland teuer, sehr teuer. Zuerst müssen die Gelder, welche durch den Brexit entfallen auf die übrigen Mitgliedsstaaten verteilt werden. Demgemäß werden Mehrbelastungen auf den größten Nettozahler Deutschland zukommen. Wesentlich teurer zu stehen kommen wird uns die „Sperrminoritätsregel“ im Ministerrat. Mit dem Verlassen Großbritanniens ist das Gleichgewicht innerhalb der EU unwiederbringlich gestört und die Südeuropäer haben ab dann die Mehrheit im Europäischen Rat und können folglich die Nordeuropäer überstimmen. Ein jeder kann sich ausmalen was da auf uns zukommen wird und wer die Rechnung begleichen darf. Wir gehen von erheblichen Mehrkosten für Deutschland in Zukunft aus.

EU und Euro – Extreme Parteien auf dem Vormarsch

Die EZB wird auch 2019 weiterhin ihre irrsinnige Politik des billigen Geldes verfolgen. Die Zinsen sind, wie von uns vor einem Jahr an gleicher Stelle prognostiziert, weiterhin bei 0 und werden dort auch noch bleiben. Die Preise werden jedoch weiter steigen. Zwar hat die EZB ihr Aufkaufprogramm offiziell aufgegeben, dies ist jedoch eine Mogelpackung, denn die EZB wird auslaufende Anleihen mit neuen Anleihen ersetzen. Dies wird um die 200 Milliarden Euro im Jahr ausmachen. Sobald eine Rezession kommt, gehen wir davon aus, dass wir ganz schnell wieder Aufkaufprogramme sehen werden, da die südlichen Länder der Eurozone ansonsten Hopps gehen. Auch Negativzinsen sind 2019 möglich. Die Inflation befindet sich mit 2,5 Prozent auf einem Zehn-Jahres-Hoch. Wie lange lassen wir Bürger uns noch von der EZB enteignen?

Die kranke EZB-Politik hat zu vollkommen realitätsfernen Kursen an den Aktienmärkten geführt und dafür gesorgt, dass sich ein Normalverdiener in den meisten städtischen Ballungszentren kein Eigenheim mehr leisten kann. Wohnen verkommt zum Luxus. Die Reichen werden immer reicher und die Fleißigen immer ärmer. Wir gehen für 2019 von steigenden Immobilienpreisen aus. Wie lange die Bürger dies noch hinnehmen werden ist nicht vorherzusagen.

Bis heute hat uns Sparer die irrsinnige EZB-Notenbankpolitik über 436 Milliarden Euro gekostet . Unvermindert versuchen die EZB und die nationalen Notenbanken ohne spürbaren Erfolg, die Krise mit der Druckerpresse zu lösen. Bis Ende 2018 hat die EZB knapp 5 Billionen Euro aus dem Nichts erschaffen.

Wir gehen davon aus, dass die EZB und die nationalen Notenbanken auch 2019 weiter in erheblichem Umfang Anleihen von faktisch bankrotten Staaten wie beispielsweise Italien und von Zombieunternehmen wie zum Beispiel italienischen Banken aufkaufen werden, da sich auf den Märkten für eben diese Anleihen wohl kaum Käufer finden werden. Der folgende Chart zeigt schon jetzt, dass die EZB größter Besitzer von italienischen Anleihen ist und italienische Banken mit Geld von der EZB ebenfalls kräftig den Staat stützt, um das Perpetuum Mobile am Laufen zu halten.

Niemals in der Geschichte der Menschheit wurde eine Krise nachhaltig mit der Notenbankpresse gelöst. Offensichtlich läuft es in der Eurozone nicht so prächtig, ansonsten wäre das Aufkaufprogramm rückgängig ge-macht und der Leitzins erheblich erhöht worden. Beides wird jedoch auch 2019 nicht geschehen.

Die Bilanzsumme der EZB und somit auch das Haftungsrisiko für die Bundesbank als größten Anteilseigner werden immer astronomischer. Mit Grauen befürchten wir die Einführung der Europäischen Einlagensicherung (EDIS), die von Teilen der Politik forciert wird. Dies bedeutet, dass deutsche Banken und somit deutsche Sparer für teilweise vollkommen marode Institute in Südeuropa haften müssen. Wer dies ernsthaft will, dem ist nicht mehr zu helfen. Wir gehen jedoch davon aus, dass diese kommen wird.

Spätestens 2019 werden die Target2 Salden die eine Billion Grenze überspringen und auch dem Letzten Reali-tätsverweigerer verdeutlichen, dass eine Währungsunion mit unterschiedlich starken Volkswirtschaften aus-schließlich im Rahmen einer für die Euro-Länder Nordeuropas äußerst teuren Transferunion noch für ein paar Jahre funktionieren kann. Mit unserer heutigen Politikerkaste wird die für Deutschland unfassbare teure Transferunion, für die wir in Zukunft bitter büßen werden, noch verstärkter kommen.

Da sich in der Eurozone immer weniger Länder an zuvor gemeinsam beschlossene Vereinbarungen halten, sind die Tage des Euros gezählt. Der Wille zu mehr Europa, also zur stärkeren Integration, ist nur in Frankreich (noch), Deutschland, Belgien und Luxemburg festzustellen. Ungarn, Italien und Polen gehen immer mehr auf Konfronta-tionskurs zur EU. Italien wird den Realitätsverweigerern in Brüssel auch 2019 aufzeigen woher der Wind weht.

Fakt ist: Der Euro ist viel zu schwach für Deutschland und viel zu stark für die Länder Südeuropas. Unter dem Euro werden die Länder Südeuropas wirtschaftlich nicht mehr auf die Beine kommen. Wann sich diese Er-kenntnis bei unseren politischen Eliten durchsetzen wird (wenn überhaupt) wagen wir nicht vorherzusagen. Parteien am Linken und rechten Rand werden demzufolge nicht nur in Südeuropa kontinuierlich immer stär-ker werden.

Die nächste Quittung für das dogmatische Festhalten am Euro werden die „Volksparteien“ bei den nächsten EU-Parlamentswahlen im Frühjahr 2019 erhalten. Wir gehen von einem äußerst starken Abschneiden EU-kritischer Parteien aus. Und dann könnte zweifellos das Ende der EU eingeläutet werden. Denn diese Parteien müssen keineswegs die absolute Mehrheit erringen, um die angestrebte Auflösung der EU voranzutreiben. Bereits wenn ihre Parteien gemeinsam die stärkste Fraktion im künftigen EU-Parlament bilden würden, könnten sie die EU-Gesetzgebung nachhaltig sabotieren. Die Konsequenz dessen ist, dass die Union kaum noch entscheidungsfähig wäre. Dringend erforderliche Reformen, wie etwa die Stabilisierung des Euro, wären dann praktisch unmöglich.

Frankreich – mit gelben Westen in die nächste Revolution?

Wie von uns erwartet, konnte der 2017 gewählt Präsident Frankreichs Macron und seine Mannschaft nicht lie-fern. Er ist derweil der unbeliebteste Präsident des Landes. Das Volk zieht sich mittlerweile gelbe Westen über und rebelliert. Viele Menschen in Frankreich haben die Faxen dicke. Über 70 Prozent der Franzosen sympathisie-ren mit den Gelbwesten. Wie lange sich Macron noch halten kann ist nicht klar. Auch seine Partei „La République en Marche“ wird bei der EU-Parlamentswahl ein desaströses Ergebnis einfahren. Gewinner werden die rechten und linken Parteien sein. Er hat zwar nun ein „Rettungspaket“ von 10 Milliarden Euro geschnürt um die Leute von der Straße zu bringen, aber nach wie vor gehen die Menschen mit Gelben Westen raus und demonstrieren. Sollte Macron bei der nächsten Präsidentschaftswahl noch einmal antreten, dann wird er diese keinesfalls gewinnen.

Italien – EU- und Eurokritiker weiter auf dem Vormarsch

Wie von uns richtig prognostiziert, haben die EU- und Eurokritischen Parteien sehr stark abgeschnitten und mitt-lerweile die Macht in Italien übernommen. Dennoch kommt und wird das Land auch in Zukunft wirtschaftlich nicht auf die Beine kommen und von einem Aufschwung kann nicht die Rede sein. Die Bruttoverschuldung des italienischen Staates ist mittlerweile bei 2,3 Billionen Euro angelangt oder 132,4% zum BIP. Absolut gesehen die drittgrößte Staatsverschuldung der Welt! Die Target2-Verbindlichkeit der italienischen Zentralbank (Banca d’Italia) liegt bei ca. 492 Mrd. Euro. Auch in Italien werden die ehemaligen Regierungsparteien bei der EU-Parlamentswahl ein Fiasko erleben, die Lega Nord wird jedoch ihr stärkstes Ergebnis bei der EU-Parlamentswahl einfahren. Bella Italia – unser Favorit als Auslöser für die nächste Finanzkrise neben Brexit und Frankreich.

Auch 2019 wird von der EZB weiter Geld gedruckt

Wir gehen davon aus, dass die EZB auch 2019 weiter massiv Geld drucken wird. Spätestens wenn die Milliarden-kredite für Italien auslaufen im Jahr 2020 und 2021 wird die EZB wieder zugreifen müssen, um die Investitions-quote stabil zu halten. Die EZB wird dann mindestens 170 Milliarden pro Jahr zusätzlich in die Hand nehmen müssen. Auch erwarten wir nach wie vor eine Rezession. Bald werden nicht nur marode Banken jede Menge Geld von der EZB benötigen – und das nicht nur in Italien – sondern auch im brodelnden Frankreich und selbstredend im bankrotten Griechenland aber auch in Deutschland.

China – totale Überwachung und Ende des langjährigen Booms

Was der „1984“-Autor George Orwell bereits vor 70 Jahren vorhersah, wird nun in China wahr. Die Kommunisti-sche Partei (KP) führt ein Punktesystem ein, dass die Bürger Kraft Totalüberwachung zu besseren Menschen erziehen soll um die Macht zu sichern. Die KP zeigt uns, was in einer digitalisierten Welt alles möglich ist und was Digitalisierung bedeuten kann, wenn sie von den Falschen missbraucht wird. Derzeit baut die chinesische Regie-rung ein System auf, das das Verhalten seiner Bewohner in allen Lebensbereichen bewertet. Egal ob bei Rot über die Ampel gehen, lästern über die Partei in den sozialen Netzwerken, Müll auf die Straße werfen, Zähneputzen vergessen…, das sogenannte „Sozialkreditsystem“ soll möglichst alles erfassen: Zahlungsmoral, Strafregister, Einkaufsgewohnheiten, Parteitreue und soziales Verhalten. Die Konsequenzen für Personen mit einer schlechten Bewertung sind vielfältig. Wer sich nicht benimmt, muss mit Einschränkungen rechnen:

Langsames bis kein Internet, höhere Steuern, Verweigerung von Lizenzen und Genehmigungen, erschwerter Zugang zu sozialen und öffentlichen Dienstleistungen, keine Kredite, Pranger im TV oder Internet, Karrieren bei staatlichen und staatsnahen Organisationen werden verhindert, Reisebeschränkungen, der Ausschluss von öf-fentlichen Ausschreibungen usw. Das System hat noch Schwächen: So wurden einer bekannten chinesischen Schauspielerin unverschuldet Punkte abgezogen, weil sie bei Rot über die Straße gegangen sein soll. Problem war: Sie war tausende von Kilometern entfernt. Erst auf ihren Protest hin wurden die Aufnahmen geprüft und siehe da: Auf einem Bus war ihr Gesicht für eine Werbung abgebildet und die Überwachungskameras konnten dies nicht unterscheiden. Wir Bürger müssen immens darauf aufpassen, dass dieser Überwachungsirrsinn nicht auch in Zukunft in Deutschland kommt.

Auch beim Wirtschaftsriesen China läuft es längst nicht mehr so rund. Wie in Deutschland schwächeln die Auto-mobilabsätze ebenfalls. Auch im Reich der Mitte ist die Party des billigen Geldes offenkundig vorbei, das Wachstum erlahmt, die Finanzmärkte wackeln spürbar, Rezession und neue Finanzkrisen zeichnen sich am Horizont ab. Die Volksrepublik China mit seinem gigantischen Schattenbankensystem und seiner auf Pump betriebenen In-vestitionswut war neben dem billigen Geld der Notenbanken für den globalen Aufschwung, welcher nun im neunten Jahr erlahmt, mit verantwortlich. Jetzt beginnt China die Folgen von Trumps Politik merklich zu spüren und dem Reich der Mitte geht langsam die Puste aus und eine gigantische Immobilienblase (in der Innenstadt von Peking kosten sechzig Quadratmeter Plattenbau inzwischen mehr als eine Million Euro) wartet auf den großen Knall.

Marktausblick

Kapitalmärkte

Für dieses Jahr erwarten wir weiterhin turbulente Aktienmärkte und eine Rezession. Nach einem Auf-bäumen der Märkte gehen wir tendenziell von sinkenden Kursen aus. Warum? Der längste (künstlich erzeugte) Bullenmarkt in der Geschichte ist vorbei und ein neuer Zyklus hat begonnen. Auch die starke Volatilität spricht ganz klar für einen Bärenmarkt. Die 10 größten Kurssprünge waren in Bärenmärkten.
Auch wenn es statistisch gesehen eher selten ist, dass Aktienmärkte zwei Jahren in Folge nacheinander verlieren, (Dies war der Fall in der Großen Depression, während der Ölkrise und nach dem Platzen der Internetblase) stehen die Chancen unserer Ansicht nach trotzdem nicht schlecht. Wir haben viele ti-ckende Zeitbomben in der Welt: Trump, Handelskrieg, Shutdown, Brexit, Italien vs. EU, Europawahlen, Abschwächung der Wirtschaft, Rezession, Notenbanken etc. Die FED reduziert momentan ihre Bilanz durch Verkäufe um 50 Milliarden Dollar pro Monat. Das gepaart mit den Zinserhöhungen haben gereicht um die Märkte in den Keller zu transportieren. Wenn nun die FED sagt, man möchte zurück auf ein normales Level und wir definieren dies auf die Zeit vor Lehman. Dann steht der Dow Jones weit unter 20.000 Punkten und vielleicht sogar wieder unter 10.000 Punkten.

Die Zinserhöhungen in den USA haben viel Kapital aus den Märkten und aus Europa Richtung USA gelei-tet. Der weitere Abverkauf kann nur begrenzt werden, wenn es keine weiteren Zinserhöhungen mehr gibt sondern Zinssenkungen und ein weiteres anwerfen der Druckerpresse. Dies ist durchaus möglich sobald sich die volkswirtschaftlichen Fakten verschlechtern. Eine Rezession erwarten wir in den nächsten Monaten. Das Ende des Dollars wird ebenfalls eingeläutet (Russland und China stoßen Dollar ab und kaufen Edelmetalle aber auch andere Währungen) aber noch nicht 2019. Das nächste Geldsystem wird so oder so digital sein.

Ein neuer Rohstoffzyklus bricht an. Wir sind für Gold und Silber sehr positiv gestimmt. Notenbanken le-gen sich weltweit wieder Gold ins Depot und JPMorgan ist in der Zwischenzeit größter Besitzer von Silber. Zudem haben Edelmetalle 2018 einen Boden gefunden und sind ausgebrochen. Edelmetalle waren 2018 die stabilen Gewinner. Hiermit lagen wir letztes Jahr richtig. Teilweise falsch lagen wir bei Bitcoin, zwar haben wir die Korrektur prognostiziert, aber eine Erholung noch im selben Jahr erwartet. Unserem Kursziel bleiben aber trotzdem wir treu, nur hat sich der Zeitfaktor verschoben. Immobilienpreise sind Verkaufspreise! Weitere starke Anstiege sind eher unwahrscheinlich. Hier sollte man Gewinn mitnehmen. An Gewinnmitnahmen ist noch niemand arm geworden ;-)

Zusammenfassend sollte man in Sachwerte investieren und weiterhin breit streuen.

Dax unter 10K
Euro über 1,20
Gold über 1400 USD / Silber über 18 USD

Wenn die Notenbanken wieder manipulieren, werden die Märkte steigen – was aber nicht heißt, dass die Krisen gelöst sind sondern lediglich weiter in die Zukunft verlegt werden. Der Kaugummi kann maximal noch bis 2023 in die Länge gezogen werden. Nutzen Sie die Zeit und werden Sie aktiv!

Bereiten Sie sich vor. Wir sind im Endspiel!

Die beiden Ökonomen, Querdenker, Redner und unabhängigen Honorarberater Matthias Weik und Marc Fried-rich schrieben gemeinsam vier Bestseller “Der größte Raubzug der Geschichte – warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden“. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2013. Im Jahr 2014 „Der Crash ist die Lösung – Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“. 2016 „Kapitalfehler – Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen“. Im April 2017 ist ihr viertes Buch „Sonst knallt‘s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“ das sie gemeinsam mit Götz Werner (Gründer des Unternehmens dm-drogerie markt) geschrieben haben, erschienen.

Weitere Informationen über die Autoren finden Sie unter: www.friedrich-weik.de
youtube: https://www.youtube.com/friedrichweik
Instagram: https://www.instagram.com/friedrich_weik/
Facebook unter www.facebook.com/friedrichundweik/
Twitter www.twitter.com/FRIEDRICH_WEIK.

1 https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-12/berater-affaere-ursula-von-der-leyen-rechnungshof-verteidigungsministerium-rechtsbrueche
2 http://www.spiegel.de/politik/deutschland/berater-affaere-bei-der-bundeswehr-strafanzeige-gegen-ursula-von-der-leyen-a-1233811.html
3 https://t3n.de/news/top-20-tech-companies-1/
4 https://www.zdf.de/nachrichten/heute/scheinbar-saubere-elektromobilitaet-100.html
5 http://wko.at/statistik/eu/europa-BIPjeEinwohner.pdf
6 https://www.focus.de/finanzen/news/konjunktur/nullzinspolitik-deutsche-sparer-zahlen-436-milliarden-euro-fuer-lockere-geldpolitik-der-ezb_id_7160902.html

46 Kommentare

46 Comments

  1. Avatar

    asyoulike

    21. Januar 2019 11:43 at 11:43

    Moin, moin,

    dieser Artikel gibt mehr als nur zu denken, er erfordert fast schon Handlungsbedarf. Für mich als Otto-Normalverbraucher ergibt sich somit folgendes:
    1. Wir Steuerzahler werden noch mehr als bisher geplündert (ein anderes Wort fällt mir hier zu nicht ein).
    2. Es wird ein totales Staatschaos geben, wie in der Weimarer Republik (Übergangszeit).
    3. Die Bevölkerung wird gespalten zwischen Rechts-Bürgerlich und Links-Sozialistisch.
    4. Lokale bürgerkriegsähnliche Verteilungskämpfe werden stattfinden.
    Wie aber auch in dem Artikel geschrieben, werden die etablierten Parteien alles, aber auch wirklich alles unternehmen, um das alte System in die Länge zu ziehen und damit ihren eigenen Untergang zu verzögern.
    Da aber Berlin die Kontrolle über die Medien hat, merkt niemand etwas. Aber einigen dämmert es langsam, hier stimmt etwas nicht. Wenn man um 20 Uhr in der ARD die Aktuelle Kamera schaut, pardon die Tagesschau, dann läuft alles nach Plan.
    Nur was will man machen? Ein gutes Wertpapierdepot aufbauen? Eine weitere Immobilie erwerben? Der Staat kennt das Depot, die Immobilie und fordert Abgaben und Steuern. Ältern Mitleser ist der Begriff Vermögenssteuer sicher noch bekannt. Hier wird das Vermögen, nicht der Ertag besteuert, also die Substanz.
    Ergo bleibt nur etwas, was man leicht transportieren und vor dem staatlichen Zugriff schützen kann. Gold bspw., aber ist jeder Krügerrand echt? Oldtimer? Kupferbarren?
    Fazit: Ausweg für Otto-Normalverbraucher nicht in Sicht, Stunde Null vor der Tür. Be prepared!

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      Angsthase

      21. Januar 2019 11:57 at 11:57

      … und am Ende kommt es anders als man denkt. Ein Ausweg wäre noch der Freitod.

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    leftutti

    21. Januar 2019 12:42 at 12:42

    WOW! Schön duster, wie Nordfinnland in der Winterzeit ;)
    Ergänzend sollten folgende Szenarien mit ihren vielschichtigen Folgen für fast alle Bevölkerungsschichten nicht in Vergessenheit geraten:
    – Weiterhin stark steigende Mietpreise plus Nebenkosten (Strompreise, Versicherungen)
    – Teilweise enorm steigende Versicherungsbeiträge (z. B. bei Immobilien-, Elementar-, Kranken-, Pflegeversicherungen)
    – Kaum abschätzbare ökologische und volkswirtschaftliche Schäden durch die Folgen der Klimaerwärmung
    – Anstieg von „Zivilisationskrankheiten“ verschiedenster Färbung (Burnout, Depressionen, Krankheiten durch minderwertige „Nahrungs“mittel aus der Fleisch- und Agrarindustrie)
    – Verschärfung der Gewaltkriminalität überall dort, wo die soziale und ökonomische Ungleichheit anwächst

    Diese Liste lässt sich sicherlich noch um einiges erweitern, Anregungen und Ergänzungen sind ausdrücklich erwünscht :)

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    Bundessuperminister für Entwicklung und Propaganda

    21. Januar 2019 12:53 at 12:53

    Der eine oder andere Statisikfanatiker wird demnächst jede einzelne dieser Prognosen in ihre stochastischen Einzelteile zerlegen und allen das Gegenteil „beweisen“, dass nämlich die Welt einen Status erreicht hat, wie er besser und positiver nie war (Tendenz weiter ansteigend).

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      tm

      21. Januar 2019 13:54 at 13:54

      :-) Bei Ihnen liest sich das so abwertend, so als seien harte Fakten und Zahlen nicht wahr, wenn sie nicht wahr sein sollen…

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        Bundessuperminister für Entwicklung und Propaganda

        21. Januar 2019 14:58 at 14:58

        Ein Schwerpunkt meines Studiums war Stochastik, Statistik und empirische Forschung. Danach war ich fast 15 Jahre lang in einem entsprechenden Beruf tätig (Entwicklung von Erhebungen und Umfragen, Statistiken, Auswertungen, Schlussfolgerungen, Überprüfung der jeweiligen Objektivität, Reliabilität, Validität). Sie können mir glauben, dass sog. harte Fakten und Zahlen lange nicht so hart sind, wie man es immer gerne annimmt.
        Bereits die Art und Grundlage der Erhebungen und die Gestaltung von Umfragen sind in hohem Maße (stochastisch bzw. statistisch natürlich unangreifbar) dahingehend ausgelegt, was am Ende veröffentlicht werden soll, wo also die Interessen des Auftraggebers der jeweiligen Statistik liegen.
        Nicht umsonst bedeutet die Übersetzung des Wortes Stochastik aus dem Griechischen Kunst des Vermutens, Ratekunst. Nicht zuletzt ob der zweckgebundenen Fakten-Neuschöpfung bis hin zur Verdrehung von Tatsachen habe ich diesen Berufszweig aufgegeben und mich völlig neu orientiert.

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          tm

          21. Januar 2019 16:18 at 16:18

          :-) ach so, also ist z.B. die Kindersterblichkeit in den letzten Jahrzehnten nicht massiv gesunken und die Lebenserwartung deutlich gestiegen?

          Wenn ich Sie richtig interpretiere, nehmen Sie an, dass die Welt immer schlechter wird und sind so fest davon überzeugt, dass keine Argumentation dagegen von Ihnen akzeptiert würde…

          • Avatar

            Bundessuperminister für Entwicklung und Propaganda

            21. Januar 2019 16:44 at 16:44

            Wo findet sich in meinem Kommentar oder in dem Artikel selbst auch nur eine Silbe von Kindersterblichkeit und Lebenserwartung?
            Noch einmal ganz langsam zum Mitlesen: …wird demnächst jede einzelne dieser Prognosen [Anm.: die im Artikel genannten] in ihre stochastischen Einzelteile zerlegen und allen das Gegenteil „beweisen“…
            Also bitte immer sachlich und sportlich fair bleiben!

          • Avatar

            tm

            21. Januar 2019 16:50 at 16:50

            Ich habe das aus diesem Satzteil geschlossen: „dass nämlich die Welt einen Status erreicht hat, wie er besser und positiver nie war (Tendenz weiter ansteigend).“

            Sie gehen also nicht davon aus, dass die Welt zur Zeit besser ist als sie (grob gesagt) jemals war und sich die Situation global tendenziell verbessert, sondern offenbar, dass die Lage schlechter wird.

            Habe ich Sie da missverstanden?

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            Bundessuperminister für Entwicklung und Propaganda

            21. Januar 2019 17:37 at 17:37

            Ich gehe davon aus, dass sich folgende sozialen, politischen oder öknomischen Themen (stichpunktartig aufgelistet) weiterhin verschärfen respektive verschlechtern werden:
            Zunahme radikaler bis extremer Randgruppen auf beiden Seiten des politischen Spektrums.
            Weiteres Auseinanderdriften der Gerechtigkeits-Schere zwischen einer extrem reichen kleinen Oberschicht und einer mehr und mehr zunehmenden Unterschicht.
            Zunahme von Altersarmut.
            Zunahme von Gewalt und Verrohung von Sitten.
            Zusehends kollabierendes Gesundheitssystem, extreme Ungeleichversorgung von Armen und Reichen.
            Weitere Erhöhung der Steuer- und Abgabenlast für untere und mittlere Einkommen, nicht zuletzt auch durch marode Banken, Ausgleichszahlungen innerhalb der EU.
            Weitere Verschlechterung oder Stagnation bei der Infrastruktur in den Bereichen Verkehr, Schule und Bildung, Internet, Energie. Zunehmende Privatisierung mit den üblichen Folgen linearen Gewinnstrebens.
            Zunahme von Naturkatastrophen und massive Kosten durch Folgen des Klimawandels.
            Massive Ausbeutung (wirtschaftlich und ökologisch) von Rohstoffländern bis hin zu halben Kontinenten.

            Mit etwas Zeit und Lust ließe sich diese Auflistung noch signifikant erweitern. Ich wollte damit jedoch nur aufzeigen, dass ich nicht nur die positiven globalen Errungenschaften durch meine rosa Brille sehe, sondern einen durchaus differenzierten und vielfarbigen Blickwinkel bevorzuge.

          • Avatar

            tm

            21. Januar 2019 18:56 at 18:56

            Nicht jeder, der nicht morgen die Apokalypse erwartet, trägt eine Rosa Brille. Aber auf solch einer Basis ist eine sachliche Diskussion natürlich nur schwer zu führen. Schade.

          • Avatar

            Prof. Dr. Donald Marx

            21. Januar 2019 21:35 at 21:35

            Sehr geehrter Herr Bundesminister,
            vorab möchte ich mich als Vorstandsvorsitzender der Schwaber & Lafel consulting Ltd & Co. AG für das Vertrauen bedanken, welches Sie uns mit dem jüngsten Beratervertrag in Höhe von 32.741.623,04 EUR (steuerneutral) entgegengebracht haben. Im Gegenzug darf ich Ihnen noch einmal versichern, dass einer weiteren Beförderung Ihrer Tochter in unserer Tochterfirma, Panama lave & veil, keine weiteren Hindernisse entgegenstehen.

            Ich möchte Ihnen im Folgenden die zentralen Punkte unserer Expertise zur positiven Außendarstellung und effektiven Krisenbewältigung noch einmal darlegen:
            Kommunizieren Sie einfach, griffig und unkompliziert.
            Vermeiden Sie unnötige Buchstaben, Silben oder gar ganze Worte durch Nebensätze, Begründungen oder Rechtfertigungen.
            Erklären und präsentieren Sie Ihren Wählern und Anhängern, Feinden und Skeptikern nicht das WARUM, WIESO, WOHIN, WER, WIE, WAS oder WANN. Belasten Sie Ihre dünne Zielgruppe nicht mit Fragen und noch weniger mit Antworten, die Sie nie liefern können. Bieten Sie Ihren Skeptikern keine Angriffspunkte. Punkten Sie mit emotionalen Themen wie gesunkener globaler Kindersterblichkeit. Vermeiden Sie dabei Bilder von Heerscharen fast (aber eben nur fast) verhungerter Kinder. Zeigen Sie Bilder von glücklichen Früh-Pensionären aus Politik und Beamtentum, die mit 80.000-Euro-Wohnmobilen den Globus umrunden.

            Formulieren Sie die Dinge POSITIV und PLAKATIV:
            Wir haben es unseren älteren Wählern ermöglicht, dass Sie aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung 10 weitere Jahre in Armut und Pflegenotstand verbringen dürfen.
            Unsere Programme zur Gesundheitsprophylaxe und geistigen Fitness (Arbeiten bis mindestens 78) halten Bezieher von Rentenversprechen von der Straße und deren Gefahren fern.
            Fit im Alter, auch ohne Rente!
            Wir machen das!
            Nie ging es uns allen besser, als es derzeit der Fall ist.
            Wir sorgen dafür, dass Sie auch noch im hohen Alter von Ihren Enkeln als brauchbares, Abgaben leistendes Mitglied der Gesellschaft honoriert werden.

          • Avatar

            Bundessuperminister für Entwicklung und Propaganda

            21. Januar 2019 23:02 at 23:02

            Lieber @tm, ich erwarte keine Apokalypse, schon gar nicht morgen. Ich rechne lediglich mit zunehmenden oder sich verschärfenden Problemen auf diversen Gebieten in den nächsten Jahren und Jahrzehnten, die ich sachlich und offen thematisiert habe.
            Sie konzentrieren sich lieber auf Begrifflichkeiten wie die rosa Brille. Schade.

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    Z0P0

    21. Januar 2019 12:58 at 12:58

    Ich stimme den Autoren in vielen Punkten zu, aber an den Zahlen sollten sie nochmal arbeiten:

    1. „Bei Neuverkäufen sind es nur sieben von 1.000. Demzufolge sehen wir für 2019 nicht das Jahr des Elektroautos.“ vs. Kraftfahrtbundesamt Elektroautos = 1%
    2. „DB – Der folgende Chart zeigt doch frappierende Ähnlichkeiten mit dem Kursverlauf der Lehman Brothers auf.“ Wenn ich die Skala von zwei Kursverläufen entsprechend strecke oder stauche, bekomme ich auch fast jeden Chart aufeinander abgebildet. Es ist schon ein Unterschied ob ich 50% Kursverlust habe oder 100%.
    3. „Italien – 2,3 Billionen Euro – Absolut gesehen die drittgrößte Staatsverschuldung der Welt!“ Kann ich nicht nachvollziehen, die USA haben ~23Bil.$, Japan hat ~13Bil.§ und China ~4Bil.$
    4. …

    Wenn ich Systemkritik äußere sollten meine Zahlen passen und nicht so Schulkind mäßig sein. Grüße -Z-

    • Avatar

      leftutti

      21. Januar 2019 13:50 at 13:50

      @Z0P0, das sehen Sie richtig, 0,7% ist die Zahl aus dem Jahr 2017, in 2018 waren es 1%. Unabhängig davon ist das dennoch ein sehr geringer Anteil, sodass die Schlussfolgerung Demzufolge sehen wir für 2019 nicht das Jahr des Elektroautos schon sehr nachvollziebar ist.

      Statistische Zahlen aus China haben sich in der Vergangenheit als wenig belastbar, um nicht zu sagen, wenig seriös erwiesen, weshalb man diese mit Vorsicht genießen oder besser gleich ausklammern sollte.

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        Z0P0

        21. Januar 2019 15:38 at 15:38

        Wenn das die Zahlen für 2017 kann ich doch nicht im nachfolgenden Satz eine Prognose für 2019 stellen. Das ist Populismus!
        „Ich zitiere mal das KFB: 3,44 Millionen neu zugelassene Personenkraftwagen (Pkw) und somit +2,7 Prozent mehr als im Vorjahr weist die Jahresbilanz 2017 aus. Darunter befanden sich neben 25.056 Elektrofahrzeugen (+119,6 %)…“
        Dann macht ja die Aussage noch weniger Sinn, wenn das nicht die Zahlen für 2018 sind, schauen sie sich mal die Steigerung (wenn auch auf geringem Niveau) an. Da braucht man nicht unbedingt eine Vorstellung von exponentiellen Steigerungen zu haben, um zu sehen das die Aussage Schmarrn ist.

        Was ihr nächster Satz „Statistische Zahlen aus China haben sich in der Vergangenheit als wenig belastbar,…“ mit den Zahlen des KBA zu tun hat verstehe ich auch nicht. Ich kann einfach den Zusammenhang nicht finden. Das KBA ist eine deutsche Behörde und ich glaube nicht das die „wenig seriös“ sind.

        Außerdem war es ein Beispiel von vielen, das für mich den Artikel unseriös macht. Ich wiederhole nochmal, das ich vielen der Artikel-Aussagen teile, aber das wirkt sehr unprofessionell. Meine Meinung!

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          leftutti

          21. Januar 2019 16:32 at 16:32

          @Z0P0,
          Ich zitiere auch mal das KBA (und gehe davon aus, dass Sie dieses mit KFB meinen) aus der Jahresbilanz 2018: Elektro-Pkw (36.062/+43,9 %) konnten einen Anteil von 1,0 Prozent ausweisen. Da ist es auch schon wieder vorbei mit exponentieller Steigerung…
          In absoluten Zahlen:
          2016: 11.410 Stück
          2017: 25.056 Stück (+ 13.646)
          2018: 36.062 Stück (+ 11.006)
          Was angesichts solcher Zahlen nun „unprofessionell“, „Schmarrn“ und „Populismus“ ist, soll jeder für sich selbst entscheiden.

          Was China betrifft, meinte ich nicht Neuzulassungen, sondern Staatsverschuldung :)

          • Avatar

            Z0P0

            21. Januar 2019 19:38 at 19:38

            Ja ich meine das KBA, habe ich ja auch weiter unten geschrieben (Tippfehler).
            Unprofessionell ist das man dem Leser sukariert, das letztes Jahr nur 7 von 1000 Autos Elektroautos waren und man deshalb für dieses Jahr schwarz sieht. Wenn man sich aber die Zahlen Anschaut und dazu gehören nicht nur drei Werte mit einem Ausreißer, dann sieht man eine exponentielle Steigerung. Diesen krassen Ausreißer hatte im übrigen die USA oder China nicht.

            Was China und die Staatsverschuldung betrifft: wollen sie mir ernsthaft sagen dass China die Staatsverschuldung auf über 4Bio.$ nach oben manipuliert hat und in Wahrheit weniger als 2Bio.$ hat, damit die Aussage im Artikel stimmt das Italien die 3 größte absolute Staatsverschuldung hat? Gibt es dafür Belege bzw. was hat China davon. Sorry aber dass ist wirklich Schmarn.

          • Avatar

            leftutti

            21. Januar 2019 22:24 at 22:24

            @Z0P0,, dann „sukariert“ man dem Leser also seitens des KBA mittels der Zahlen aus 2016, 2017 und 2018 drei Werte mit einem Ausreißer? Welcher Wert ist denn der Ausreißer, welche zwei verbleibenden Zahlen zeigen die exponentielle Steigerung (ein mathematisches Phänomen übrigens)? Wir, also der Autor, Sie und ich, reden hier bis dato von den Neuzulassungen in DE, nicht in China oder USA.
            Welchen Unterschied macht es eigentlich, ob jemand die Nr. 3 oder 4 der der absoluten Verschuldung weltweit bekleidet? Sind statistische Marginalien inzwischen entscheidend dafür, ob ein Artikel grundsätzlich seriös oder unseriös, professionell oder unprofessionell, populistisch oder wissenschaftlich akzeptabel ist?
            Wenn ja, sollten Sie Ihre zusehends skurriler werdenden Argumente erst einmal überdenken, bevor es im weiteren Verlauf peinlich wird. Denn Ausreißer und exponentielle Steigerungen sind elementarer Bestandteil statistischer Aussagen und Bewertungen.

          • Avatar

            tm

            22. Januar 2019 12:21 at 12:21

            Hier findet sich ein Diagramm zu dem E-Auto-Zulassungen weltweit, allerdings nur bis 2016:

            https://www.downtoearth.org.in/coverage/energy/the-future-is-electric-59653

          • Avatar

            leftutti

            22. Januar 2019 13:00 at 13:00

            @tm, die Verfasser des Artikels, Z0P0 und ich reden aber explizit nur von den Neuzulassungen in DE, deshalb werde ich mir diese erneute Themaverfehlung nicht antun…

          • Avatar

            tm

            22. Januar 2019 13:20 at 13:20

            Themaverfehlung? Fehlt nur noch das in Foren so beliebte „setzen, sechs!“. Finden Sie es wirklich hilfreich so respektlos zu diskutieren?

            Wie aus dem verlinkten Artikel hervorgeht, wächst nicht nur der globale Bestand an E-Wagen exponentiell, sondern es gibt auch regelmäßig Rekordzulassungen. Was genau gefällt Ihnen daran nicht? Die Verfasser sprechen zudem in dem Zusammenhang vor allem, aber nicht nur von Deutschland.

            Wenn Sie nur Deutschland betrachten wollen:
            https://de.statista.com/statistik/daten/studie/265995/umfrage/anzahl-der-elektroautos-in-deutschland/

            Aber offenbar geht es Ihnen ohnehin mehr darum, vom eigentlichen Thema – den Falschausssagen von F/W – abzulenken.

    • Avatar

      tm

      21. Januar 2019 16:28 at 16:28

      Grundsätzlich absolute Zustimmung zu Ihrem. Post. Noch als Ergänzung: Was soll überhaupt die Aussage hinter Behauptungen wie die „absolut x-größte Staatsverschuldung“ sein? Große Zahlen wirken prima aufs Publikum, aber die ökonomische Aussage geht gegen Null.

      • Avatar

        leftutti

        21. Januar 2019 22:46 at 22:46

        @tm, selbst Sie geben absolute Zustimmung und ignorieren die geliebten harten Zahlen, Fakten und Statistiken? Sie stimmen ernsthaft der Aussage zu, dass aufgrund der Veröffentlichungen des KBA eine exponentielle Steigerung an Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen in Deutschland zu verzeichnen ist?
        So etwas wirkt echt prima aufs Publikum, aber die Glaubwürdigkeit unseres Staistikgurus geht gegen Null.

        • Avatar

          tm

          22. Januar 2019 12:08 at 12:08

          Das stimmt, die Glaubwürdigkeit von Friedrich/Weik geht gegen Null – auch der Aussage stimme ich zu. Oder meinten Sie das anders?

          • Avatar

            Z0P0

            22. Januar 2019 17:06 at 17:06

            @tm: ich glaube das bringt nichts, leftutti weis sogar was ich explizit denke:

            Zitat Z0P0: „Diesen krassen Ausreißer hatte im übrigen die USA oder China nicht.“

            Zitat leftutti: „die Verfasser des Artikels, Z0P0 und ich reden aber explizit nur von den Neuzulassungen in DE“

            Er kennt mich so gut, das er weis wenn ich USA oder China schreibe, das ich explizit nur Deutschland meine. Ich hatte gestern die ganze Zeit das Gefühl das mir irgend jemand im Kopf herum wandert und meine Gedanken ließt ;-).

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            Michael

            22. Januar 2019 18:02 at 18:02

            @Z0P0, wenn ich als Unbeteiligter das Ganze neutral und objektiv, schwarz auf weiß von oben nach unten lese, finde ich (und sicher auch jeder andere) in chronologischer Reihenfolge folgende drei Zitate von Ihnen:

            „Bei Neuverkäufen sind es nur sieben von 1.000. Demzufolge sehen wir für 2019 nicht das Jahr des Elektroautos.“ vs. Kraftfahrtbundesamt Elektroautos = 1%

            „Ich zitiere mal das KFB: 3,44 Millionen neu zugelassene Personenkraftwagen (Pkw) und somit +2,7 Prozent mehr als im Vorjahr weist die Jahresbilanz 2017 aus. Darunter befanden sich neben 25.056 Elektrofahrzeugen (+119,6 %)…“

            Ja ich meine das KBA, habe ich ja auch weiter unten geschrieben … Was ihr nächster Satz „Statistische Zahlen aus China haben sich in der Vergangenheit als wenig belastbar,…“ mit den Zahlen des KBA zu tun hat verstehe ich auch nicht. Ich kann einfach den Zusammenhang nicht finden. Das KBA ist eine deutsche Behörde…

            Also fünf Mal ganz klar der Bezug auf das KBA und Deutschland, und Sie distanzieren sich sogar ganz explizit von statistischen Zahlen aus China. Erst später bringen Sie plötzlich USA und China ins Spiel, als Sie argumentativ schwer in der Bredouille stecken.

            Sarkasmus hilft da nun auch nicht mehr weiter, da alle, die Augen haben, zu lesen, diese Diskussion nachvollziehen können. Und wozu das Ganze? Weil leftutti Ihnen teilweise zugestimmt hat, indem er schrieb: das sehen Sie richtig, 0,7% ist die Zahl aus dem Jahr 2017, in 2018 waren es 1%. Unabhängig davon ist das dennoch ein sehr geringer Anteil, sodass die Schlussfolgerung „Demzufolge sehen wir für 2019 nicht das Jahr des Elektroautos“ schon sehr nachvollziebar ist.

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            leftutti

            23. Januar 2019 12:36 at 12:36

            @Z0P0, Er kennt mich so gut, das er weis wenn ich USA oder China schreibe, das ich explizit nur Deutschland meine. Ich hatte gestern die ganze Zeit das Gefühl das mir irgend jemand im Kopf herum wandert und meine Gedanken ließt
            Fünf Rechtschreib- und zwei Kommafehler, dazu ein grammatikalisch haarsträubender Satzbau, und das alles in zwei kurzen Sätzen. Zusätzlich eine Negierung mehrfach wiederholter eigener Aussagen mit anschließender, etwas holpriger 180°-Wende: Sollte tatsächlich jemand in Ihrem Kopf herumwandern und Ihre Gedanken lesen, würde er in kürzester Zeit dem Wahnsinn verfallen sein.

  5. Avatar

    Hobby- Politologe

    21. Januar 2019 13:27 at 13:27

    Ich habe in der neutralen Presse noch nie etwas von den 208 Mio. Berater -Geldverschwendung gelesen,
    währen doch die zurückbezahlte Ausland Parteienfinanzierung der AFD gross verbreitet wurde.
    Die Karrenbauerin sagte auch, IN DE GEBE ES KEINEN NÄHRBODEN FÜR GELBWESTEN, da könnte sie sich gewaltig täuschen!
    Ich habe übrigens auch immer gesagt, dass Macron zuerst seine Probleme lösen müsste, bevor er die EU
    reformieren könne.Macron ist wie ein trojanisches Pferd für Le Pens Partei , inzwischen der beste Wahlhelfer für Le PEN. ( Somit ähnlich wie in DE)

  6. Avatar

    tm

    21. Januar 2019 14:05 at 14:05

    Naja, wie gewohnt von den beiden: Eine Reihe von „Prognosen“ über die es wohl bei allen Prognostikern zumindest von der Tendenz einen 95% Konsens gibt, um in Zukunft behaupten zu können, wie toll richtig man doch lag. Aber von den kontroversen Thesen ist bisher noch keine einzige eingetroffen. Dass wir uns im „Endspiel“ befinden, behaupten die beiden seit Jahr und Tag.

    Ich behaupte dagegen, der Euro wird auch weiter bestand haben und die AfD wird nicht immer mehr Stimmen bekommen.

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    Sebastian M.

    21. Januar 2019 14:38 at 14:38

    Danke für den Aufweckartikel. Großartig!

  8. Avatar

    Columbo

    21. Januar 2019 16:33 at 16:33

    Die Artikel der beiden Stars aus der Horrorszene lese ich immer wieder gerne(die Bücher kaufe ich nicht mehr), aber mehr wie man einen Gruselroman oder ein Schauermärchen liest. Sie haben so etwas anziehend Unheimliches, Gänsehaut-Anfühlendes oder In den Abgrund Ziehendes an sich, schaudernd zwar, aber wohlig ahnend, daß es eh nicht eintreffen wird. Dazu wiederholen sie sich einfach zu oft und zu lange schon.
    Besonders angenehm kühl über den Rücken läuft es mir, wenn ich ihre Existenz-bedrohenden Charts sehe, dann täusche ich Schlafstörungen vor und laß mich von meiner Frau trösten. Habt ihr mal die Eckzähne der beiden genau beobachtet? Sind die nicht etwas spitz und länger als normal?

    • Avatar

      Wolfgang M.

      21. Januar 2019 17:10 at 17:10

      Hallo Columbo. Da haben Sie zweifelsohne Richtiges festgestellt. Die beiden Autoren diagnostizieren eindeutig die Probleme unserer „satten und auseinandertriftenden“ Gesellschaft, aber sie gehen in ihrer Darstellung etwas zu weit. Nach den Erkenntnissen der Verhaltenspsychologie bekommt man am meisten Aufmerksamkeit (auch für eigene Publikationen), indem man sich bestimmter Emotionen bedient (Gier, Hass oder Angst). Eben in puncto Angst (mit Grauen) gehen die beiden nach meinem Dafürhalten zu weit – Apocalypse now! Auch wenn die Problemfelder existent sind.
      Gruß

      • Avatar

        Columbo

        21. Januar 2019 19:04 at 19:04

        Hallo Wolfgang,
        die beiden kommen mir vor wie eine Alarmanlage, die dauernd losgeht. Wenn dann wirklich mal was passiert, hört keiner mehr hin.
        Da sind mir dann Ihre nüchternen Analysen, aber auch die einiger anderer Kommentatoren auf FMW doch lieber?
        Grüße

  9. Avatar

    Einäugiger

    21. Januar 2019 18:22 at 18:22

    An alle ROSABRILLENTRÄGER,
    bitte Artikel lesen auf Investing. com de,
    Studentenkredite, Autokredite, Privatschulden auf Rekordniveau. Von den für Aktienkurse explosivsten Schulden, den Unternehmensschulden nicht einmal gesprochen.
    Irgendeiner wird sicher eine Statistik finden, der das Alles anders sieht, an wen denke ich wohl?

    • Avatar

      tm

      21. Januar 2019 19:01 at 19:01

      Ja, jeder der nicht in die Apokalypse-Rufe einstimmt, trägt eine rosa Brille, klar, denn zwischen rosarot und pechschwarz gibt es auch sonst nichts. Ist das tatsächlich Ihre Ansicht, dass es nur diese beiden Extreme gibt?

      Also bleiben wir doch mal bei den Fakten: Die US-Privatschulden sind als Absolutbetrag auf einem Rekord, aber nichts im Verhältnis zum BIP, im Gegenteil, die US-Privatschuldenquote ist seit 2009 massiv gesunken. Auch die Unternehmenschulden sind im Verhältnis zum BIP nicht auf einem Rekordhoch.

      Wenn Sie wirklich diskutieren wollen, nennen Sie doch bitte mal ganz konkret, auf welche Daten Sie Ihre Sichtweise stützen. Aber ich habe den Eindruck, Sie möchten gar nicht diskutieren, sondern hoffen lieber auf den Kollaps.

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        Prof. Dr. Donald Marx

        21. Januar 2019 23:39 at 23:39

        Sehr geehrter Herr Thomas Müller,
        ich frage mich, warum Sie immer alles so sehr relativ ins Verhältnis zum kompletten BIP eines Landes setzen. Welche Signifikanz steckt real und faktisch (nicht statistisch) hinter einer Vergleichsgröße BIP, die in hohem Maße von den Umsätzen einiger weniger Großkonzerne dominiert ist?
        Sollte man bei dieser Diskussion nicht eher die Definition von privater Verschuldungsquote zu Rate ziehen, wie sie von privaten Ratingagenturen angewendet werden:
        Ein Erwachsener gilt dann als überschuldet, wenn seine Zahlungsverpflichtungen – also die Gesamtausgaben – seine Einnahmen übersteigen. Wenn ihm dann noch weder Vermögen noch Kreditmöglichkeiten zur Verfügung stehen, diese Schulden zu begleichen, dürfte das BIP ein geringer Trost für Schuldner und Gläubiger sein.

        • Avatar

          tm

          22. Januar 2019 12:18 at 12:18

          Ich setzte nicht „immer alles“ ins Verhältnis zum BIP – ich argumentiere aber tatsächlich selten mit Absolutbeträgen, weil die Aussage von Absolutbeträgen meist gegen Null geht.

          Hinter dem BIP stehen die Umsätze weniger Konzerne? Wie kommen Sie darauf? Das sind die Konsumausgaben von 82 Mio. Menschen, die Ausgaben von zahlreichen Gebeitskörperschaften, von tausenden Unternehmen.

          Haben Sie – dazu noch international vergleichbare – Daten mit der von Ihnen verwendeten Definition? Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen in Deutschland fällt zumindest seit 2010. Der Trend dürfte in vielen Ländern ähnlich sein, für England&Wales liegen mir Zahlen vor, für Spanien zumindest vergleichbare Zahlen. Also auch da sehen wir das gleiche Bild.

          Und klar können wir immer darüber diskutieren, welche Kennziffern sinnvollerweise verwendet werden sollten. Ich hoffe aber, wir sind uns einig, dass es (a) sinnvoll ist, überhaupt auf Basis von Zahlen zu argumentieren und (b) dass es wenig sinnvoll ist, mit Absolutwerten zu argumentieren.

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            Prof. Dr. Donald Marx

            22. Januar 2019 13:47 at 13:47

            Ein Meister der Suggestion und des Verdrehens von Sinn und Aussagen, alle Achtung!

            Aussage 1: Vergleichsgröße BIP, die in hohem Maße von den Umsätzen einiger weniger Großkonzerne dominiert ist.
            Aussage 2: Hinter dem BIP stehen die Umsätze weniger Konzerne?

            Sehen Sie nicht den Unterschied? Aussage 1 impliziert eine Dominanz in hohem Maße, Aussage 2 suggeriert eine vollständige Übereinstimmung des BIP mit den Umsätzen weniger Konzerne.
            Suggestion und die Verdrehung von Aussagen anderer sind der Nährboden für Populismus und Pseudowissenschaft. Auf dieser Basis werde ich nicht weiter Diskussionen führen.

            Nur noch soviel, um Aussage 1 mit Zahlen zu untermauern: In 2017 belief sich das BIP der USA auf etwa 19 Billionen USD. Die Umsätze der 30 umsatzstärksten Konzerne lagen bei etwa 4,32 Billionen USD und somit bei etwa 22%. Die Mühe einer Aufsummierung der 100 umsatzstärksten Firmen habe ich mir erspart, ich gehe jedoch davon aus, dass etwa 40% erreicht werden dürften. Beides jedenfalls Zahlen, die die Attribute „in hohem Maße“ und „einiger weniger“ rechtfertigen, vor allem unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die restlichen 60% auf 82 Millionen Konsumenten, zahlreiche Gebietskörperschaften und tausende Unternehmen entfallen.

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            tm

            22. Januar 2019 15:00 at 15:00

            Ne, ich sehe da keinen Unterschied. Das sind zwei praktisch identische Aussagen – schon lustig, dass Sie dann mir vorwerfen, Worte zu verdrehen. Genau das machen Sie, wenn Sie ernsthaft behaupten, das seien zwei qualitativ völlig unterschiedliche Aussagen. Sie dabei immer mehr ins Absurde ab.

            Due 30 umsatzstärksten Konzerne haben in den USA 4,32 Bio. Umsatz generiert oder weltweit? so wie ich das sehe, weltweit. Und welche Rolle spielt das überhaupt für die Argumentation? Wieso ist das BIP nicht mehr relevant, wenn die Umsätze von z.B. 100 Unternehmen 20% des BIPs ausmachen?

    • Avatar

      tm

      21. Januar 2019 19:08 at 19:08

      Und hier mal für alle Schwarzseher hier ein paar Fakten:
      https://ourworldindata.org

      https://www.gapminder.org

      Aber mal neugierdehalber: Was müsste passieren, damit Sie Ihre Meinung revidieren?

  10. Avatar

    TraderBS

    21. Januar 2019 19:11 at 19:11

    Seit fast 10 Jahren gibt es von den beiden dieselben Parolen – Immer wieder erneuert durch neue bahnbrechende Katastrophen. Wenn man sowas liest:

    „Gesundheit wird immer mehr zum Luxus. Die Krankenkassengebühren werden noch weiter ansteigen. Unser heutiges Gesundheitssystem wird auf Grund explodierender Kosten und der immer kleiner werdenden Mittel-schicht in Zukunft kollabieren. Die Konsequenz daraus ist für all jene, welche noch Rücklagen bilden können: Bilden Sie Rücklagen für Ihre Gesundheit. Sie werden sie in Zukunft benötigen.“

    Dann brauch man wahrscheinlich eher schneller als später einen Arzt. So eine Herangehensweise wie von den beiden hat zweifelsohne noch keine Probleme gelöst oder zumindest irgendeinen Investor vor seinen Verlusten bewahrt.

  11. Avatar

    Einäugiger

    21. Januar 2019 20:49 at 20:49

    An ROSABRILLENTRÄGER.
    Handelsblatt Jan. 2019 : Die US Unternehmensschulden sind seit 2006 auf 150% gestiegen.
    was 2006 weniger als der dreifache operative Gewinn ausmachte.
    Aktuell mehr als der vierfache operative Gewinn, das bei abnehmenden Gewinnen, steigenden Schulden u.
    Zinsen.Ganz super noch, die Unternehmensanleihen knapp vor Ramsch sind am meisten gewachsen.
    @ tm ,Sie sind einmalig, Sie sind der Einzige weltweit, der das Märchen der tieferen Verschuldung erzählt.

  12. Avatar

    md

    21. Januar 2019 21:38 at 21:38

    ich bin am überlegen ob ich auch nen kommentar abgeben soll, aber ich lass es mal sein.
    die diskussionsrunde ist wie immer hochklassig. hut ab

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Allgemein

Staatsverschuldung auf Rekordhoch gestiegen – hier die Details

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Deutschland-Flagge

Es ist kein Wunder. Im Zuge der Coronakrise explodiert die deutsche Staatsverschuldung, wie in anderen Ländern auch. Heute hat das Statistische Bundesamt Details zum Stichtag 30. Juni 2020 veröffentlicht. Die Schulden der öffentlichen Hand (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen einschließlich aller Extrahaushalte) gegenüber nicht-öffentlichen Einrichtungen lag Ende Juni bei 2,1089 Billionen Euro. Dies ist ein Rekordhoch bei der Staatsverschuldung nach dem vorigen Hoch bei 2,0683 Billionen Euro Ende 2012.

Staatsverschuldung wächst um 210 Milliarden Euro in sechs Monaten

Interessanter als der Langfristvergleich ist aber eher das aktuelle Bild. Wie sieht die Veränderung von Dezember 2019 zu Juni 2020 aus, also genau in der Zeit, wo die Staatsverschuldung durch die Coronakrise angefacht wurde? Es war ein Anstieg von 210,1 Milliarden Euro oder +11,1 Prozent! Die Statistiker sagen zu dem Anstieg Zitat: „Der Anstieg ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass die öffentlichen Haushalte finanzielle Mittel für Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise aufnahmen„.

Interessant: Die Sozialversicherung konnte laut heutiger Veröffentlichung der Statistiker ihren Schuldenstand gegenüber dem Jahresende 2019 um rund 5 Millionen Euro (-8,8 %) auf 52 Millionen Euro reduzieren. Frage: Wie hat man das geschafft bei derart vielen neuen Arbeitslosen und folglich deutlich weniger Einnahmen? Die Staatsverschuldung auf den drei Ebenen Bund, Länder und Gemeinden wird von den Statistikern im Detail erläutert. Hier im Wortlaut:

Schulden des Bundes wachsen um 163 Milliarden Euro

Mit Ausnahme der Sozialversicherung waren am Ende des 1. Halbjahres 2020 alle Ebenen des Öffentlichen Gesamthaushalts stärker verschuldet als zum Jahresende 2019. Am stärksten stieg in diesem Zeitraum die Verschuldung des Bundes, und zwar um 13,7 % beziehungsweise 163,0 Milliarden Euro auf 1 351,5 Milliarden Euro.

Schulden der Länder steigen um 46,1 Milliarden Euro

Die Länder waren zum Ende des 1. Halbjahres 2020 mit 624,9 Milliarden Euro verschuldet, dies entspricht einem Anstieg um 8,0 % beziehungsweise 46,1 Milliarden Euro gegenüber dem Jahresende 2019. Die Verschuldung ist in allen Ländern gestiegen, prozentual stieg sie in Sachsen (+89,6 %), Bayern (+30,6 %) und Bremen (+20,4 %) am stärksten. Die Länder mit dem höchsten absoluten Zuwachs waren Nordrhein-Westfalen (+17,0 Milliarden Euro), Bremen (+6,1 Milliarden Euro) und Niedersachsen (+4,1 Milliarden Euro).

Auch bei den meisten Ländern stand die höhere Verschuldung größtenteils im Zusammenhang mit der Corona-Krise. In Bremen ist der Anstieg vor allem auf Schuldenaufnahmen für die Bereitstellung von Barsicherheiten für Derivat-Geschäfte zurückzuführen.

Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände nehmen um 1,1 Milliarden Euro zu

Der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände erhöhte sich im 1. Halbjahr 2020 gegenüber dem Jahresende 2019 um 0,8 % beziehungsweise 1,1 Milliarden Euro auf 132,4 Milliarden Euro. Hier war die Entwicklung unterschiedlich: Die Schulden stiegen vor allem in Gemeinden und Gemeindeverbänden in Schleswig-Holstein (+5,4 %), Hessen (+4,2 %) und Niedersachsen (+2,2 %). Dagegen sanken die Schulden insbesondere im Saarland (‑14,4 %), Sachsen (‑7,3 %) und Thüringen (-4,7 %).

Der Rückgang in den saarländischen Gemeinden und Gemeindeverbänden ist zum großen Teil dadurch begründet, dass im 1. Halbjahr 2020 das vom Land verwaltete „Sondervermögen Saarlandpakt“ 300,0 Millionen Euro der Kassenkredite der Gemeinden und Gemeindeverbände übernommen hat.

Lesen Sie beim Klick an dieser Stelle den gestrigen hochinteressanten Artikel von Wolfgang Müller mit dem Titel „Coronakrise: Wie viel Reserven hat der deutsche Staat noch?“

Grafik zeigt aktuelle Staatsverschuldung nach Bundesländern

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Allgemein

Spiegel-Kolumnist fordert „Kapitalismus-Reform jetzt“ – eine Gegenrede

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Geld ist das Symbol von Kapitalismus

Thomas Fricke ist als regelmäßiger Kolumnist auf Spiegel Online einem bundesweiten Publikum bekannt. Und wenn man seine vor drei Tagen veröffentlichte Kolumne mit dem Titel „Kapitalismus-Reform jetzt!“ genau durchliest, dann wird einem klar: Thomas Fricke ist kein knallharter Kommunist, Sozialist oder Gegner des marktwirtschaftlichen Modells. Genau so wenig, wie ich ein knallharter Marktliberaler bin. Zum Beispiel wäre ich gegen die Privatisierung von Wasserwerken. Öffentliche Daseinsvorsorge von wichtigen Kernaufgaben wie der Wasserversorgung haben in privater Hand nichts zu suchen. So möchte ich es nur mal an diesem Beispiel festmachen, dass der totale Wahn des freien Marktes nicht meine Sache ist. Dennoch fühle ich mich genötigt auf den Artikel von Thomas Fricke eine Gegenrede zu schreiben, weil ich mit vielen (nicht allen) seiner Aussagen so nicht einverstanden bin.

Gleich vorweg erstmal eine Zustimmung zu den Aussagen von Thomas Fricke. Manchmal werden marktwirtschaftliche Erfolgsgeschichten geschrieben, nachdem ein großer staatlicher Anschub geleistet wurde. So basiert (mein Beispiel) zum Beispiel der Erfolg des Silicon Valley zu guten Teilen auf den enormen Forschungsgeldern, welche die US-Regierung zum Start des Kalten Kriegs in die Bereiche Raketentechnik, Mikroelektronik etc steckte (mehr dazu hier und hier). Es nützt aber nichts einfach nur eine große Masse an Geld zu geben. Bei den Geldempfängern muss der Drang da sein zu forschen, etwas erschaffen zu wollen, voranzukommen, innovativ zu sein. Ist dies nicht der Fall, dann läuft es so, wie Daniel Stelter es gerade erst eindrucksvoll am Beispiel Berlin beschrieben hat (hier nachzulesen). Leicht vereinfacht ausgedrückt: Der mit Abstand größte Empfänger im deutschen Länderfinanzausgleich, die Stadt Berlin, saugt vor allem von Bayern und Baden-Württemberg immer mehr Geld ab. Je schlechter man wirtschaftet, desto mehr Finanzhilfen erhält man. Man braucht selbst nicht innovativ zu sein. Man kann sich in jeder Menge sozialistischer Experimente und Träumereien ergehen – kein Problem, denn zahlen tut jemand anders. Aber gut, ich schweife ab. Zurück zur Kolumne von Thomas Fricke.

Der böse Kapitalismus ist schuld?

Kommen wir nun zu einer These von Thomas Fricke, die gleich in der Headline-Aussage unter dem Titel der Kolumne zu finden ist, die da lautet „Märkte scheitern gerade in solchen Krisen“. Gemeint ist wohl die derzeitige Coronakrise. Dazu muss man sagen: Dass der Kapitalismus in so einer Zeit scheitert – das ist einfach eine unfaire Betrachtungsweise. Denn in einer Zeit, wo der Staat dem Markt verbietet tätig zu sein (Geschäfte müssen zwangsweise schließen, Flugzeuge dürfen nicht fliegen etc), wie soll der Teilnehmer am freien Markt da seinen Lebensunterhalt verdienen können? Der Kapitalismus war wochenlang zu großen Teilen abgeschaltet, und es war den Menschen (aus guten Gründen) nicht erlaubt an der allgemeinen Wertschöpfung teilzunehmen, die ihren Lebensunterhalt sichert. Deswegen git es derzeit diese Probleme! Das soll kein Vorwurf gegen die Regierung sein. Aber zu behaupten, dass die Märkte (also der Kapitalismus) gerade in diesen Zeiten scheitern, ist absurd. Hier Thomas Fricke auszugsweise im Zitat: „Wenn Regierungen wie Notenbanker in Corona-, Finanz- und anderen Großkrisen eingreifen, tun sie das, weil eben jene Marktkräfte nicht funktionieren, nach denen solche Krisen theoretisch entweder gar nicht vorkommen dürften – oder sich alles von selbst regulieren müsste. Tut es eben nicht.“

Die völlig falsche Sichtweise auf die Schere zwischen Arm und Reich

Auch ist ein wichtiger Themenblock von Thomas Fricke die immer weiter wachsende Ungleichheit bei den Vermögen. Der einfache Spruch lautet (ich formuliere mal frei heraus): Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Das ist ungerecht, und daran ist der böse Kapitalismus schuld. Richtig? Nein, eben nicht. So schreibt Thomas Fricke, dass wenn seit just den Neunzigerjahren Reich und Arm so drastisch auseinandergedriftet sind, dann nicht, weil zu viel interveniert wurde, sondern weil Marktkräfte zu immer stärkerer Konzentration von Vermögen beitragen – wer viel hat, bekommt auch umso leichter mehr davon“. Da macht es sich Thomas Fricke nun mal viel zu einfach, so möchte ich es sagen. Er übersieht völlig den Grund, warum denn Arm und Reich gerade in den letzten Jahren immer mehr auseinander gedriftet sind. Es gibt zwei betroffene große Asset-Blöcke, nämlich Aktien und Immobilien. Ihre Preise steigen seit Jahren immer weiter an, und mehren in der Tat den Reichtum der Reichen immer weiter, während die Armen davon nichts haben. Im Gegenteil, die Armen dürfen die Lasten ständig steigender Wohnungsmieten tragen, und haben immer weniger zum Leben übrig.

Was hat denn dazu geführt, dass Preise für Aktien und Immobilien trotz Finanzkrise und Coronakrise (vereinfacht gesagt) eigentlich nur steigen, steigen, und steigen? Die Notenbanken haben, um alle Krisen und Probleme aus der Welt zu schaffen, die Zinsen jahrelang immer weiter gesenkt, und letztlich abgeschafft. Damit haben die kleinen Leute, die nur das Sparbuch nutzen, Jahr für Jahr dank Inflation reale Wertverluste. Das große Geld strömt seit Jahren von zinslosen Anleihen in den Aktien- und Immobilienmarkt. Dazu kommt noch, dass die Notenbanken mit ihren Anleihekaufprogrammen in Billionenhöhe die großen institutionellen Anleger teilweise vom Anleihemarkt verdrängen. Auch diese Anleger stürmen in Aktien und Immobilien. Keine Zinsen mehr, also kauft man Aktien und Immobilien auf der Suche nach Rendite. Und dieser Trend läuft seit Jahren, und wurde zuletzt durch die Notenbank-Orgien im aktuellen Jahr 2020 nur noch weiter angefacht!

Würde der Kapitalismus unbeeinflusst durch die Notenbanken einen freien Marktzins bilden können, dann wäre der Zins wohl so hoch, dass die kleinen Sparer real einen jährlichen Zinsgewinn erzielen würden. Geldanlagen in Anleihen wären attraktiv, und große Institutionelle wären nicht in Aktien oder Immobilien geflohen. Und noch etwas. Bei einem viel höheren Zinsniveau (das derzeit planwirtschaftlich von Notenbanken verzerrt wird), wäre es für die großen Konzerne vor allem in den USA unattraktiv, in obszönem Ausmaß Kredite aufzunehmen, um damit eigene Aktien an der Börse zurückzukaufen. Diese Aktienrückkäufe sind seit Jahren auch ein Grund für die massiv steigenden Aktienkurse der großen Konzerne. In einem echten, freien, nicht von Notenbanken und Politik beeinflussten Markt wäre diese Vermögenspreisblase bei Aktien und Immobilien in dieser Form wohl nicht entstanden, und die Ungleichheit zwischen Arm und Reich wäre zwar da, aber nicht so schlimm wie heute. Thomas Fricke verdreht in seiner Kolumne diese Mechanismen völlig.

Besserer Staat, nicht mehr Staat

Relativ hilflos stehe ich der Aussage von Thomas Fricke gegenüber, dass Menschen in ehemaligen Industriehochburgen AfD, Trump und Brexit gewählt hätten, weil es dort an zu wenig Staatseinfluss gegeben hätte. Bei der Argumentation komme ich kaum noch mit. Das Phänomen Donald Trump hatte ich jüngst in einem eigenen Artikel besprochen mit dem Titel „Donald Trump ist nicht das Problem, sondern das Resultat eines Problems“. Die meisten „Medienprofis“ glauben doch tatsächlich, dass das Problem weg ist, wenn Trump und AfD weg sind. Dass die Leute vor allem Trump gewählt haben wegen dem großen jahrzehntelangen Versagen seiner Vorgänger (egal ob Demokrat oder Republikaner), möchte man am besten ganz ignorieren. Nicht noch mehr politische Bevormundung und Staatseingriff braucht es, sondern schlicht und einfach nur gute Politik!

Thomas Fricke sagt, dass erst wenn wir im Land wieder überall Glasfaser haben, würde es sich lohnen, in entlegenere Regionen zu investieren, was es bisher nicht tut. Da mag er recht haben. Aber: Wenn man um Deutschland rundherum schaut, laufen Netzabdeckung, Digitalisierung (vereinfacht gesagt) überall deutlich besser als bei uns – das wird nicht an zu wenig Staat in Deutschland liegen, sondern eher an schlechter beziehungsweise inkompetenter Politik in Deutschland!

Der böse Kapitalismus und die Finanzkrise

Thomas Fricke schreibt: „Wenn es 2008 zur größten Finanzkrise seit Jahrzehnten kam, dann ja nicht deshalb, weil Staaten zu viel eingegriffen haben, sondern weil sich Finanzmarktakteure in ein irres System aus gegenseitiger Verschuldung auf weitgehend freien Märkten verlaufen hatten – und weil dem zu wenig staatliche Grenzen gesetzt wurden. Eine Krise, die bis heute nachwirkt, etwa in Form von Nullzinsen.“ Das ist natürlich die aller leichteste aller Übungen, nämlich sinngemäß zu sagen: Leute, schaut auf die Finanzkrise 2008, die Marktwirtschaft hat hier ihre häßliche Fratze gezeigt. Aber so einfach ist es nun mal nicht. Drei große Akteure haben (das ist meine Meinung) zu gleichen Teilen zur Finanzkrise 2008 beigetragen. Als da wäre US-Regierung und US-Notenbank. Die unausgesprochene Staatsraison der Amerikaner lautete schon lange vor der Finanzkrise, dass jeder Amerikaner (weil man ja die größte, reichste und mächtigste Nation der Welt sei) das Recht habe in seinem eigenen Haus zu leben.

Deswegen schufen Regierung und Notenbank absichtlich ein Umfeld von immer weiter sinkenden Zinsen und Deregulierung am Hypothekenmarkt. Genau so aber waren die Konsumenten schuld, die oft (aber nicht immer) sehenden Auges in die Katastrophe schlitterten, weil sie Häuser kauften, die sich sich gar nicht leisten konnten. Und drittens waren es die Banken, die unbedingt Geld verdienen wollten durch hochverzinste Immobiliendarlehen. Egal wie, es mussten Kredite verkauft werden. Diese toxische Kombination schuf die Immobilienkrise in den USA, und nicht ein simples Scheitern des Kapitalismus. An der Finanzkrise haben ALLE Institutionen und Personengruppen in den USA „mitgewirkt“. Der Kapitalismus war Teil des Problems, aber nicht das alleinige Problem. Diese Krise zeigte, dass der Kapitalismus in der Tat einen gesetzlichen Rahmen benötigt, der auch überwacht werden muss. Aber der gesetzliche Rahmen sollte nicht zum Erstickungstod des Marktes führen.

Was uns bevorsteht

Meiner Meinung nach liegt das Problem nicht im Kapitalismus, und auch nicht in einem heraufziehenden Kommunismus. Sondern in einer Art schleichender Lawine, welche unzählige sozialistische Ideen über uns bringt, eine immer größere Staatswirtschaft, einen immer größeren Apparat der Sozialindustrie, mit immer mehr Steuern und Abgaben, Beschränkungen und Verordnungen. Wichtig ist nur, dass man gerade im Zuge der Coronakrise gerade diejenigen Kräfte ausbremsen sollte, die jetzt ihre große Chance sehen, auf die sie so lange gewartet haben. Endlich Abkehr vom Markt, endlich Verstaatlichungen, mehr Regulierung (siehe Mietpreisdeckel in Berlin uvm). Solche Auswüchse wie in Berlin dürften erst der Anfang sein, wenn im Zuge der Coronakrise der Ruf nach mehr Staatswirtschaft immer lauter wird.

Vor allem nach der nächsten Bundestagswahl dürfte in der Post-Corona-Zeit der Drang hin zu mehr Staatswirtschaft zunehmen. Was die dann neu formierte Regierungskoalition (raten sie mal welche das sein wird) vor hat, lässt sich natürlich schwer erahnen. Aber für jeden der denkt, ihn persönlich würde eine zunehmende Staatswirtschaft und zunehmende staatliche Restriktionen nicht betreffen, der schaue mal ins grün regierte Ländle. In Baden-Württemberg wurde nämlich beschlossen, dass das Landesnaturschutzgesetz geändert wird. Dabei geht es um die Gestaltung von Vorgärten auf Privatgrundstücken – Schottergärten auf Privatgrundstücken werden verboten. Tja, Sie als Hausbesitzer dürfen dann nicht mehr selbst bestimmen, ob sie Steine oder Rasen vor ihrem Haus auslegen. Das ist nur ein winziger, kleiner Vorgeschmack auf das, was uns bevorstehen dürfte.

Es ist zu befürchten, dass uns in Sachen Sozialindustrie und Umweltregulierung ein neuer gigantischer Bürokratieapparat bevorsteht, der jede Menge neue Vorschriften und Einschränkungen mit sich bringt. Dieser Apparat bedeutet viele schöne neues Jobs für die jeweilige Klientel. Und man wird viele dieser neuen Ämter, Jobs und Regulierungen mit der Headline versehen: „Der Kapitalismus konnte es eben nicht, deswegen muss es jetzt der Staat richten. Corona, Finanzkrise, Armut, Ungleichheit – der Kapitalismus hat hier gezeigt, dass der Staat hier viel stärker eingreifen muss, also machen wir das jetzt“. So wird das Motto wohl lauten.

Thomas Fricke wünscht sich unter anderem, dass (Zitat) „Politiker dazu beitragen, dass bei drohenden wirtschaftlichen Umbrüchen in den betreffenden Regionen viel früher neue Perspektiven geschaffen werden – und viel systematischer schon dafür gesorgt wird, neue Firmen anzulocken, die am besten zu den Leuten und Ressourcen vor Ort passen“. Dazu kann man als mahnendes Negativbeispiel die ostdeutschen Kohlereviere erwähnen, wo tausende Jobs verloren gehen. Wohl aus Angst, dass die AfD dort wegen solchen Job-Verlusten mehr Zulauf bekommt (meine persönliche Vermutung), hatte man schon letztes Jahr schnell eine Idee. Es mussten sofort Job-Versprechen her für die neuen Arbeitslosen. Und siehe da: Von Kohleabbau direkt hinüber in die Staatswirtschaft. So sollen von 8.000 Kumpel, die ihren Jobs verlieren, für 5.000 von ihnen neue Jobs bei Behörden geschaffen werden, genau in den Regionen wo die Jobs verloren gehen. Neue Staatsjobs schaffen, wofür genau? Mal sehen? Irgendwas fällt uns da schon ein? Wie produktiv werden diese neuen Behörden sein?

Klar ist nur: Die privaten Arbeitnehmer in Deutschland müssen diese zusätzlichen Behördenjobs dann zukünftig dauerhaft auch finanzieren, mit ihrem Steueraufkommen. Es gilt, so meine bescheidene Meinung, dem Drang nach immer mehr Staat, höheren Steuern und immer mehr Regulierung Einhalt zu gebieten. Nur fällt das dank Corona ziemlich schwer, weil es sich so wunderbar leicht aussprechen lässt, dass der böse Kapitalismus das Problem sei. Nicht mehr Staat und mehr Regulierung, sondern bessere Politik und intelligentere Regulierung, das sollte das Ziel sein! Die Aufforderung von Thomas Fricke zur Reform des Kapitalismus dürfte von all zu vielen Menschen als Unterstützung ihres Wunsches angesehen werden, den freien Markt zu bekämpfen und immer weiter abzuschaffen, anstatt ihn zu reformieren.

Übrigens: Wer mehr Staat will, mehr Schulden, mehr Staatswirtschaft, der scheint bei Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, genau an der richtigen Adresse zu sein (hier unser letzter Bericht zu seiner Person). Er ist bekannt als regierungsfreundlicher Kommentator in volkswirtschaftlichen Fragen. Siehe folgender aktueller Tweet:

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Allgemein

Weniger Konsum: So deutlich ändert sich das Verhalten bei Gering- und Normalverdienern

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Brieftasche wird zusammengepresst

Grundsätzlich ist es kein Geheimnis. Durch Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und Zukunftsängste geht der Konsum bei vielen Menschen in der Coronakrise deutlich zurück. Und je weniger Konsum, desto schlechter geht es den Betrieben, die Konsumprodukte zur Verfügung stellen. Schaut man dieser Tage auf zahlreiche Aussagen von Politik und Ökonomen, dann läuft die Konjunkturerholung derzeit auf Hochtouren, und wir haben die Lücke zur Vor-Corona-Zeit fast schon wieder geschlossen. Aber wer sich die Innenstädte, Restaurants, Einzelhandel, Reisebüros, Fluggesellschaften uvm anschaut, kann an so eine glatte, wunderschöne Erholung nicht so recht glauben. Ganz abgesehen von dem Heer der Solo-Selbständigen, die quasi unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit in ein Desaster schlittern, und direkt bei Hartz4 landen, ohne Sonderhilfen.

Der Anbieter Creditreform (Deutschlands führender Anbieter von Wirtschaftsinformationen und Lösungen zum Forderungsmanagement) hat heute eine repräsentative Umfrage veröffentlicht, die sich vor allem dem Konsum der Gering- und Normalverdiener in der Coronakrise widmet. Ende August mussten demnach hochgerechnet rund 15,5 Millionen Haushalte in Deutschland auf einen Teil ihres Haushaltseinkommens verzichten. Auffällig sei, dass es besonders die Gering- und Normalverdiener betreffe, die ein dünneres Finanzpolster hätten als Gutverdiener. So fehlten laut der Umfrage rund drei Viertel der Befragten bis zu 30 Prozent ihres regulären Einkommens.

Verhalten beim Konsum geändert

So haben die Menschen lauf Creditreform ihr Verhalten beim Konsum bereits geändert. So gaben 55 Prozent der Befragten Ende August an, krisenbedingt weniger Geld für den Konsum und die Lebenshaltung auszugeben. Das entspricht rund 22,7 Millionen Haushalten. Fast jeder Dritte sei sich unsicher, ob das Geld in den kommenden zwölf Monaten reicht, um alle finanziellen Verpflichtungen wie Miete und Nebenkosten, Kredite oder Versicherungsbeiträge bezahlen zu können. Gut jeder Zehnte gab sogar an, die Ratenzahlungen für Konsum-, Immobilien- oder Kfz-Kredite gestundet zu haben.

In Notzeiten schauen die Menschen laut aktueller Aussage von Creditreform strenger auf ihr Geld und verzichten eher auf unnötigen Konsum. Die Menschen würden den Rotstift demnach zuerst bei Urlaub, Bekleidung oder Schmuck ansetzen. Bei Medikamenten, der Altersvorsorge oder ihren Haustieren seien sie hingegen kaum zu Abstrichen bereit. Diese Ausgabenvorsicht helfe derzeit noch, die finanzielle Situation der Haushalte zu stabilisieren. Aber sollten die Menschen langfristig auf Teile ihres Einkommens verzichten müssen, rechne man mit einem starken Anstieg der überschuldeten Verbraucher. Besonders brisant würden die kommenden Wochen, da die von der Bundesregierung beschlossene Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen im Oktober wieder aufgehoben sei. Die Folge wären nicht nur steigende Insolvenzzahlen bei den Unternehmen, sondern auch ein Anstieg der Arbeitslosigkeit, so Creditreform.

Grafik zeigt Gründe für sinkende Einkommen

Grafik zeigt wo Verbraucher beim Konsum sparen

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