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Bayer mit guten Zahlen – US-Klageindustrie investiert massiv in Fernsehwerbung

Claudio Kummerfeld

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am

Das Bayer-Kreuz

Bayer hat heute seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 9,83 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 9,26). Der Gewinn (EBITDA vor Sondereinflüssen) liegt bei 2,29 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 2,13).

Die Aktie reagiert fast unverändert zum Vortag.

Hier die wichtigste Headline-Aussage von Bayer:

Der Bayer-Konzern hat in allen wichtigen Bereichen Fortschritte gemacht und ist sowohl operativ als auch strategisch auf Kurs. „Bayer blickt auf ein erfolgreiches 3. Quartal zurück“, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann am Mittwoch bei der Telefon-Pressekonferenz zu den Quartalszahlen. „Wir konnten den Umsatz und das bereinigte EBITDA des Konzerns steigern. Alle Divisionen zeigten eine erfreuliche Geschäftsentwicklung. Zugleich haben wir auch strategisch große Fortschritte gemacht. Hier spreche ich vor allem über die Effizienz-, Struktur- und Portfoliomaßnahmen, die wir Ende 2018 angekündigt hatten.“

Bayer hier im Wortlaut mit einem Hinweis zu den Glyphosat-Klagen in den USA:

Im Zusammenhang mit dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat wurden bis zum 11. Oktober 2019 in den USA Klagen von etwa 42.700 Klägern zugestellt. Der deutliche Anstieg ist offensichtlich darauf zurückzuführen, dass die Klägerseite ihre geschätzten Ausgaben für Fernsehwerbung im 3. Quartal etwa verdoppelt hat – im Vergleich zur gesamten ersten Hälfte dieses Jahres. Die Zahl der Klagen sagt allerdings nichts über deren Begründetheit aus. Bayer ist weiterhin überzeugt, gute Argumente zur Verteidigung gegen die erhobenen Ansprüche zu haben, und beabsichtigt, sich in den Berufungsverfahren gegen die drei erstinstanzlichen Urteile und in allen weiteren zukünftigen Verfahren entschieden zur Wehr zu setzen. Zugleich beteiligt sich das Unternehmen konstruktiv an dem Mediationsverfahren, das von einem Bundesrichter in Kalifornien angeordnet wurde.

Hier Bayer im Wortlaut zum Ausblick:

Bayer bestätigt die im Februar 2019 veröffentlichte Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Sie wurde unter der Prämisse der Fortführung aller Geschäfte erstellt. Inzwischen ist die Veräußerung des Tiergesundheitsgeschäfts (Animal Health) und der Anteile an Currenta so weit vorangeschritten, dass die ursprüngliche Prognose um deren – als nicht fortgeführtes Geschäft ausgewiesene – Umsatz- und Ergebnisbeiträge bereinigt werden kann. Zusätzlich ist die aktuelle Währungsentwicklung berücksichtigt.

Bayer erwartet damit einen Umsatz von etwa 43,5 Milliarden Euro, was wpb. unverändert einem Anstieg um etwa 4 Prozent entspricht (die Ursprungsprognose von etwa 46 Milliarden Euro reduziert sich durch die Portfoliomaßnahmen um rund 3 Milliarden Euro und erhöht sich durch die Währungsentwicklung um etwa 0,5 Milliarden Euro). Entsprechend soll sich das EBITDA vor Sondereinflüssen in diesem Geschäftsjahr auf etwa 11,5 Milliarden Euro belaufen (die Portfoliomaßnahmen verringern die Ursprungsprognose von circa 12,2 Milliarden Euro um etwa 0,6 Milliarden Euro, die Währungsentwicklung um weitere rund 0,1 Milliarden Euro) und das bereinigtes Ergebnis je Aktie auf etwa 6,35 Euro (die Portfoliomaßnahmen reduzieren die Ursprungsprognose von 6,80 Euro um circa 0,35 Euro, die Währungsentwicklung um weitere etwa 0,10 Euro).

Bayer Quartalszahlen im Detail

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Columbo

    30. Oktober 2019 10:28 at 10:28

    Wo man hinschaut tolle(VW) oder gute(Bayer) Zahlen. Hat da jemand was von Rezession gesagt?

    • Avatar

      Roberto

      30. Oktober 2019 11:07 at 11:07

      @Columbo…ich war´s nicht :-)))

      • Avatar

        Columbo

        30. Oktober 2019 11:30 at 11:30

        @Roberto
        Ich weiß, ich würde Sie(lieber Dich) niemals verdächtigen😀

        • Avatar

          Roberto

          30. Oktober 2019 11:41 at 11:41

          @Columbo, ein freundliches “ Du “ ist mir viel lieber. Wir sind ja schließlich Kollegen was die Börse anbelangt :-)

    • Avatar

      leftutti

      30. Oktober 2019 11:25 at 11:25

      Je größer die Lumpereien, je höher die Klagefluten, desto besser die Zahlen. Ist das der neue Pro-Indikator für Anlageentscheidungen?

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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