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Bernanke machte die Finanzmärkte zu Liquiditäts-Junkies Ben Bernanke gewinnt Wirtschaftsnobelpreis: der Vater der Inflation

Diese Auszeichnung verrät viel..

Ben Bernanke Wirtschaftsnobelpreis

Der ehemalige Chef der US-Notenbank Fed, Ben Bernanke, hat ausgerechnet in Zeiten einer hohen Inflation den Wirtschaftsnobelpreis erhalten. Eine kluge Entscheidung? Wohl nicht, denn Ben Bernanke schuf ein Muster: gibt es ein Problem, wird dieses Problem durch Liquidität zugeschüttet, aber nicht die eigentliche Ursache des Problems bekämpft! Mit und durch Ben Bernanke entstand ein System, in dem die Schulden stets schneller wachsen als die Wirtschaft. Und: Mit Ben Bernanke entstand das perfekte setting für die aktuelle Inflation!

Ben Bernanke und sein Motto: Schütte alle Probleme mit Liquidität zu

Mit Ben Bernanke wird ein ehemaliger Notenbanker ausgezeichnet, der maßgeblich das quantitative easing (QE – Kauf von Anleihen) geprägt hat und damit für einen massiven Anstieg der Vermögenspreise gesorgt hatte. Dieses QE wiederum ist die Voraussetzung für die derzeitige Inflation. Solange die mit dem QE verbundene Ausweitung der Liquidität angesicht der Globalisierung nicht in der Realwirtschaft ankam, war dieses Vorgehen der Notenbanken nur von wenigen kritisiert worden. Der durch Corona und Ukraine-Krieg entstandene Angebotsmangel machte dann aber sichtbar, dass zu viel Geld zu wenig Gütern hinterher jagt – die Folge ist die immer weiter ausufernde Inflation.

Ben Bernanke hatte sich wissenschaftlich mit der Wirtschaftskrise der 1920/30er-Jahre auseinander gesetzt. Mit seinen Arbeiten versuchte Bernanke zu zeigen, dass die US-Notenbank Fed damals falsch agiert habe: sie habe in einer Krisensituation den Märkten Liquidität entzogen, statt das Problem durch Zufuhr von Liquidität zu verringern: “Regarding the Great Depression, … we did it. We’re very sorry. … We won’t do it again.”

Damit schuf Ben Bernanke ein Muster: gibt es ein Problem, wird Liquidität ins System geschüttet – Problem gelöst. Wirklich gelöst? Nein, nur kaschiert, kurzfristig zugepflastert. Ben Bernanke ist damit das Muster für das Verhalten von Notenbankern schlechhin: man kümmert sich um das Symptom, nicht um die Ursache einer Krise. Bernanke machte die Finanzmärkte damit zu Liquiditäts-Junkies. Das wurde besonders sichtbar, als die Fed im Corona-Crash mit massiver Liquidität dafür sorgte, dass die Märkte stark stiegen, obwohl die Wirtschaft faktisch zum Stillstand gekommen war.

Nun aber müssen die Fed und andere Notenbanken umsteuern: Geld drucken hilft nicht mehr in Zeiten der Inflation, der monetäre Klimawandel hat eingesetzt. Dass ausgerechnet jetzt Ben Bernanke als entscheidender Mitversursacher der Inflation den Wirtschaftsnobelpreis bekommt, ist Beleg dafür, dass viele noch nicht verstanden haben, welche Ursachen diese Inflation wirklich hat!

Bernanke bekommt Nobelpreis, weil er besseres Verständnis für Krisen befördert habe

Der frühere Vorsitzende der US-Notenbank Ben S. Bernanke und zwei US-amerikanische Kollegen erhalten den Wirtschaftsnobelpreis 2022 für ihre Forschungen zu Banken- und Finanzkrisen, wie Bloomberg berichtet.

Douglas Diamond, Philip Dybvig und der ehemalige Zentralbanker teilen sich die mit 10 Millionen Kronen (885.000 Dollar) dotierte Auszeichnung, wie die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm bekannt gab.

Die Preisträger „haben unser Verständnis der Rolle der Banken in der Wirtschaft, insbesondere während Finanzkrisen, sowie der Regulierung der Finanzmärkte erheblich verbessert“, hieß es im offiziellen Twitter-Feed des Nobelpreises. Ihre Forschung „verringert das Risiko, dass sich Finanzkrisen zu langfristigen Depressionen mit schwerwiegenden Folgen für die Gesellschaft entwickeln“.

Mit der Ehrung von Bernanke hat das Preiskomitee den ungewöhnlichen Schritt getan, einen tatsächlichen Wirtschaftspolitiker in sein Pantheon aufzunehmen. Im Gegensatz dazu sind viele frühere Preisträger fest in der akademischen Welt verwurzelt.

Das zeigt sich an der umfangreichen Liste der Forschungsgebiete, die im letzten Jahrzehnt ausgezeichnet wurden. Sie reichen von der Integration des Klimawandels und technologischer Innovationen in die Wirtschaftswissenschaften im Jahr 2018 bis hin zu Studien über globale Armut und Auktionstheorie in den darauffolgenden Jahren.

Diamond und Dybvig wurden für ihre Forschungen gelobt, in denen sie die Anfälligkeit von Banken für Gerüchte über einen Zusammenbruch aufzeigten und wie Regierungen dies verhindern können. Bernankes Studien analysierten unterdessen die Große Depression und wie der Run auf die Banken dafür sorgte, dass sich die Krise so lange hinzog.

Letztes Jahr wurden David Card von der University of California Berkeley, Joshua D. Angrist vom Massachusetts Institute of Technology und Guido W. Imbens von der Stanford University für ihre Arbeiten geehrt, in denen sie mit Hilfe von Experimenten, die sich auf reale Situationen beziehen, die empirische Forschung revolutionieren.

Ben Bernanke ist jetzt bei Brookings in Washington tätig. Diamond ist an der University of Chicago, während Dybvig an der Washington University in St. Louis, Missouri, tätig ist.

Diamond, der vom Preiskomitee telefonisch kontaktiert wurde, erklärte den in Stockholm versammelten Journalisten, dass ihn die Nachricht, wie bei den meisten Preisträgern dieser Art, im Schlaf überrascht habe. Er fuhr fort zu erklären, was seine Forschung über Finanzturbulenzen gezeigt hat und wie man sie vermeiden kann.

„Krisen entstehen, wenn die Menschen beginnen, das Vertrauen in die Stabilität des Systems zu verlieren“, sagte er. „Seien Sie darauf vorbereitet, dafür zu sorgen, dass Ihr Teil des Bankensektors sowohl als gesund wahrgenommen wird als auch gesund bleibt, und auf Änderungen in der Geldpolitik maßvoll und transparent zu reagieren“.

Der Preis für Wirtschaftswissenschaften wurde 1968 von der schwedischen Zentralbank ins Leben gerufen, um eine weitere Kategorie zu den bereits bestehenden Preisen für Leistungen in Physik, Chemie, Medizin, Frieden und Literatur hinzuzufügen. Die Preise wurden im Testament des 1896 verstorbenen schwedischen Erfinders des Dynamits, Alfred Nobel, verankert.

Auch hier waren alle Gewinner des Wirtschaftspreises männlich. Er wurde bisher nur zweimal an Frauen verliehen, während bisher 87 Männer ausgezeichnet wurden.

Unter den Nobelpreisträgern in allen Kategorien waren Frauen auch in diesem Jahr in der Minderheit. Carolyn R. Bertozzi teilte sich den Preis für Chemie, während der Preis für Literatur an Annie Ernauz ging.

Der Preis ist offiziell als Sveriges-Riksbank-Preis für Wirtschaftswissenschaften im Gedenken an Alfred Nobel bekannt. Zu den bekanntesten Preisträgern des 20. Jahrhunderts gehören Milton Friedman, James Tobin, Paul Krugman und Friedrich August von Hayek.

FMW/Bloomberg

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12 Kommentare

  1. Wieso, Obama hat doch auch den Friedensnobelpreis bekommen.
    Der einzige US-Präsident, der während seiner zwei Amtszeiten (ohne Unterbrechung) völkerrechtswidrige Kriege geführt hat.

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    „Draghi und Bernanke kaufen die Kurse hoch! „. Das war im Sommer/ Herbst 2012 das Motto. Draghi mit seinem „Whatever it takes“ und Bernanke mit seinem neuen QE.

    Dabei hatte sich die Wirtschaft, 3,5 Jahre nach der Finanzkrise schon erholt. Aber die Märkte mussten mit aller Gewalt nach oben gepusht werden.
    Als Draghi sein „Whatever it takes „verkündete stand der DAX bei um die 6000,als Bernanke zuschlug der Dow bei um die 12 TDS.
    Viele Billionen später haben sich die Indizes verdoppelt, verdreifacht in der Spitze.
    Die Märkte jetzt auf Entzug zu setzen wird kritisch, denn einem Suchtkranken sein Spielzeug weg zu nehmen, kann zu Tobsuchtsanfällen führen….
    Erste Reaktionen sind schon vorhanden, insgesamt wurden über 35 Billionen an Marktkapitalisierung vernichtet, bzw stehen nicht mehr als virtueller Gewinn in den Büchern ( Depots).
    Mal sehen wie lange die Notenbanken ihr Spiel durchhalten, die Ersten setzen auf ein Einknicken noch vor dem Winter 22/23.
    Übrigens der ermordete Premier Abe war keinen Deut besser, er startete seine unzähligen Abenomics QEs, da lag die Bilanzsumme der Bank of Japan, bei einem Bruchteil von heute, der Nikkei verdreifachte sich in der Spitze.
    Selbst Wikipedia hat’s schon Anfang 2013 erkannt: “ Die Bereitschaften der Notenbanken, zum unbegrenztem Anleihekauf, spielt eine größere Rolle als fundamentale Daten der Unternehmen und der Wirtschaft . „

    1. Die Reichen bedanken sich dafür, dass sie reicher wurden. Klar hat er den Preis verdient. ;). Mich würde eher interessieren, wie er das Preisgeld anlegt. Gold, Betongold, Kauf von Notstromgerät oder in USA ja möglich Hardassets wie Waffen ;). Sonst hat er bald nix mehr davon, wenn wir die nächste Krise wieder so behandeln wie er Krisen verstanden hat ;)).

  3. Nobelpreiskomitee, was ist mit denen los?
    Friedensnobelpreis für Obama, der Präsident musste mit vielen von ihm befohlenen Kriegseinsätzen, die Welt retten.
    Bernanke Verdienst ist, eine neue grosse Oligarchen und Millionärsschicht geschaffen zu haben.
    Zum Wohle aller.
    Nobelpreiskomitee, wer hat euch in der Hand?
    Oder seit ihr so beschäu……..?

    1. Wer weiß noch kommt
      Mit Annalena Baerbock haben wir einen aufstrebenden Star, ja wirklich, so hat sich das Time Magazin geäußert und Baerbock auf die Liste der aufstrebenden Stars gesetzt, Von Anthony Blinken, der sie empfohlen hat, wird sie überschwenglich gelobt. Das muss als eine Spitzenfrau als Außenminsietrin sein – haben wir bloß noch nicht erkannt.
      https://www.dailymotion.com/video/x8e2h0q

      1. wer weiß was noch kommt heißt das
        leider kann man die Kommentare hier nicht bearbeiten oder löschen

        1. @ottonorma
          Das ist schon gut so, sonst könntest du einfach nachträglich löschen oder korrigieren, wenn du mal wieder Unsinn schreibst.
          So bleiben dir nur die üblichen fadenscheinigen Ausreden, mit denen du dich am laufenden Band aus der Affäre zu winden versuchst. Die möchte ich nicht missen, verursachen sie doch regelmäßig viel Spaß und Heiterkeit und versüßen so manchen Tag.

      2. @ottonorma

        Die wahren Stars heißen Höcke, Chrupalla, von Storch und Weidel – haben wir bloß noch nicht erkannt.
        Das ist jetzt übrigens ein klassischer Whataboutism, um Ihnen den Begriff, den Sie nicht googeln wollen, anhand eines griffigen Beispiels näherzubringen.

        1. Krampf, Sie haben mir den Begriff, wenn man da so bezeichnen kann bereits erklärt warum dann googln ? Ich google sehr viel, aber doch nicht jeden Krampf

  4. Baerbock und Habeck werden einen Preis dafür bekommen, dass sie unermüdlich daran gearbeitet haben, dass Deutschland möglichst schnell durch das tiefe Tal kommt, indem es möglichst schnell dort hineinkommt.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  5. Helikopter Ben bekommt den Nobelpreis!

    In welcher Welt leben wir?

  6. Nächstes Jahr bekommt dann Erdogan den Wirtschaftsnobelpreis für seine geniale Inflationsbekämpfung…🤣

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