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BIP-Daten: Das Katastrophenquartal ist abgehakt – kommt jetzt die Erholung?

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Coronakrise sorgte für katastrophale BIP-Daten

Jetzt sind sie veröffentlicht, die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des zweiten Quartals, in dem es den großen Lockdown (Ausnahme China) gegeben hat. Sie fielen extrem aus, das Adjektiv katastrophal war in aller Munde. Klar, es war das Tief und damit wird neu gerechnet: Was bringen Q3 und Q4? Positive Vorzeichen, aber es dürfte nicht leicht werden.

Die BIP-Daten der Superlative

Zunächst eines vorweg: Als am Donnerstag und Freitag der letzten Woche die BIP-Zahlen für das zweite Quartal in den westlichen Industriestaaten veröffentlicht wurden, erstaunten manche Beobachter nicht schlecht. Wie konnte es sein, dass die US-Wirtschaft mit minus 32,9 Prozent dreimal so stark eingebrochen ist, wie die deutsche und sogar über doppelt so stark wie in manch europäischem Corona-Problemstaat (Italien, Spanien)? Es liegt an der Berechnungsmethode – in den USA annualisiert, auf das Vorjahr bezogen – nach unserer Methode wäre der Einbruch der USA auf deutschem Niveau gewesen.

Viele Beobachter sind auf die Schlagzeile hereingefallen, denn das Quartalsergebnis der Vereinigten Staaten hätte nach unserer Berechnungsmethode ein Minus von knapp 10 Prozent betragen. Auch das BIP von Q1 lag demnach zwar annualisiert bei minus fünf Prozent, nach unserer Berechnung aber „nur“ bei minus 1,7 Prozent.

Hier noch eine kleine Übersicht der BIP-Zahlen, in Klammern auf Jahresbasis:

Spanien minus 18,5% (-22,1%)
Frankreich minus 13,8% (-19,0%)
Italien minus 12,4% (-17,3%)
Portugal minus 14,1% (-16,5&)
Deutschland minus 10,1% (-11,7%)
Euroraum minus 12,1 %
USA minus 9,6% (-32,9%)
China plus 3,2%, nach dem Q1- Minus von 6,7%

Egal wie valide diese Daten (besonders aus China) sind, entscheidend ist, ob die Märkte daran glauben. Außerdem sind heutzutage große BIP-Daten nicht mehr so leicht zu fälschen, die von außen (Satelliten) messbar sind. Verkehrsströme, Umweltdaten, Handy-Aktivitätsdaten, Luft- und Schifffahrtsverkehr. Dazu noch die Export- und Importdaten, Daten zu Lieferketten, die von externen Datenquellen stammen.

Die Arbeitslosigkeit und das Firmensterben

Immer wieder ist derzeit von der Jahrhundert-Rezession zu lesen. Kein lebender Wirtschaftsexperte könne sich an einen derartigen Einbruch erinnern, recht häufig wird die große Wirtschaftskrise als Vergleich herangezogen.

Die Krise von 1929 war unter anderem ein Problem der Arbeitslosigkeit. Firmen gingen reihenweise pleite, man erinnere sich an die Worte des damaligen Finanzminister Andrew Mellon – „Liquidate labor, liquidate stocks …“, – die Folge waren unendlich lange Schlangen vor den Arbeitsämtern.

Eine weitere Folge war der Einbruch des Konsums, was man gerade heute mit gigantischen Rettungspaketen zu verhindern versucht. In Deutschland mit dem Instrument der Kurzarbeit, wo die Kurzarbeit in Deutschland im letzten Monat von 6,1 auf 6,7 Millionen Menschen gestiegen ist.

Deshalb wird man jede Woche auf die Entwicklung der Arbeitslosenanträge in den USA, insbesondere der „Continuing Claims“, der fortgesetzten Anträge achten und auf den großen Arbeitsmarktbericht am Freitag in dieser Woche. Dieser ist zwar äußerst unpräzise, aber für Notenbank und auch die Politik sowie die Öffentlichkeit eine wichtige Kennzahl. In Amerika ist das große 600-Dollar-Unterstützungsprogramm pro Woche für das Heer der Arbeitslosen ausgelaufen (mit 20 Millionen Beziehern). Dazu kam noch das CARES-Gesetz (Coronavirus Aid, Relief, and Economic Security Act), welches 159 Millionen US-Haushalten unter 75.000 Dollar Jahreseinkommen einen einmaligen Zuschuss von 1200 Dollar gewährt hatte. Die Wirkung von „Helicopter Money“ war, dass der Konsum extrem stabil blieb, weil über die Hälfte der Bezieher mehr Geld zur Verfügung hatte als bei der regulären Beschäftigung und es hatte sogar negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt selbst. Viele kleine Firmen konnten mit ihren Lohnangeboten gar nicht mithalten mit der staatlichen Unterstützung und in vielen Branchen blieben deswegen auch die Bewerber für Jobangebote aus.

In Deutschland sind es zwar noch acht Wochen bis zum Auslaufen der Insolvenz-Sonderregelung, aber diese gesetzliche Ausnahmesituation wird Folgen für Firmenexistenzen, für die Kurzarbeit und die Arbeitslosigkeit haben. Allerdings hat Ministerpräsident Markus Söder am Wochenende schon einmal laut darüber nachgedacht, das Instrument der Kurzarbeit bis 2021 zu verlängern.

Die zweite Welle mit Covid-19

Es vergeht kein Tag, ja keine Stunde, in der in den Nachrichtensendungen nicht die aktuellen Zahlen über die Ausbreitung von Covid-19 gemeldet werden. Der tägliche Gesprächsstoff für viele, denn bereits seit Ludwig Ehrhard weiß man, dass Wirtschaft zumindest zu 50 Prozent von Psychologie geprägt wird. Wenn man also liest und hört, dass die Infektionszahlen nach oben gehen – WHO-Meldung am Samstag: 292.000 Neuinfektionen an einem Tag, Rekord – so hat dies seine Wirkung auf Firmen und Verbraucher. Ob auf Angebot und Nachfrage oder den Tourismus, manche werden es schon gar nicht mehr hören wollen. Aber die Pandemieentwicklung bestimmt in den Ländern, wie schnell man die Wirtschaft wieder hochfahren oder drosseln wird und das wirkt sich auch auf Exportländer wie Deutschland aus, im großen Wechselspiel von Angebot und Nachfrage.

Für die Durchseuchungsrate oder für eine Herdenimmunisierung sind die aktuellen Zahlen (die man höchstwahrscheinlich stark multiplizieren muss), immer noch ein Klacks. Selbst eine Million Infektionen pro Tag und zwei Wochen darauf zu 95 Prozent Gesundungen brächten keine substanzielle Entspannung bei einer Weltbevölkerung von 7700 Millionen Menschen derzeit.

Welche Konjunkturdaten stehen an?

Einkaufsmanagerindizes verarbeitendes Gewerbe aus vielen Ländern Japan, China, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den USA am Montag
Auftragseingänge USA (Dienstag)
Arbeitslosendaten USA Donnerstag und Freitag

Fazit

Die BIP-Zahlen für das zweite Quartal sind veröffentlicht und sie fielen im Westen katastrophal aus, wie erwartet, denn was konnte man denn angesichts von vielen Lockdowns erwarten? Ich habe schon im Mai auf diese extreme Konstellation bei kommenden Wirtschaftsdaten hingewiesen – wenn in einem Halbjahr über 4 Milliarden werkttätige Menschen in häuslicher Quarantäne gesessen haben. Ein Einbruch, für den es kein historisches Beispiel (in Friedenszeiten) gibt und auf den demzufolge auch eine extreme kurzfristige Erholung kommen muss – finanzmathematisch. Jetzt kommt eine neue Phase, des noch immer währenden Kampfes gegen Covid-19. Das Auftreten einer noch kleinen zweiten Welle und eine erkennbare leichte Abschwächung der Erholung der Wirtschaft. Die Börsen haben fast schon saisontypisch zu korrigieren begonnen und man wird weiter verschiedene Entwicklung seitens der Anleger mit Argusaugen beobachten: Wird Corona zu größeren regionalen Beschränkungen führen, wird Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit weiter hoch bleiben und als Gegenstück dazu, wird die staatliche Politik (US-Kongress) in Verbindung mit den Notenbanken das nächste Billionen-Dollar-Paket schnüren? Die Bazooka der Republikaner beläuft sich auf eine Billion Dollar plus, die der Demokraten sogar auf drei Billionen. Beide Parteien schielen auf die Wählerschaft vom 3. November.

Denn auch das ist historisch: Regierungen und Notenbanken haben weltweit Rettungspakete in zweifacher Billionen-Dollar-Höhe in Gang gesetzt und damit mehr Finanzmittel als durch die Wirtschaftskrise insgesamt als Einbruch auftreten soll, wenn man dem fünf-oder sechsprozentigen Einbruch der Weltwirtschaft für 2020 Glauben schenken will.

Das Spiel mit den Billionen geht auch diese Woche weiter – in der Finanzpolitik sowie an den Börsen. Nach einer Juli-Bilanz von plus 5,5 Prozent beim S&P 500 und 6,8 Prozent beim Nasdaq könnte der August durchaus seinem Ruf wieder einmal gerecht werden.

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Sparquote explodiert – der deutsche Michel sorgt in der Krise vor!

Claudio Kummerfeld

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Stapel an Geldmünzen als Symbol für höhere Sparquote

Zur Sparquote kommen wir gleich noch. Aber erstmal eine Frage für Sie: Was macht man in Krisenzeiten, wenn extrem viel Unsicherheit herrscht? Das Konsumverhalten hat sich schon nachweislich geändert. Die Deutschen geben weniger für Bekleidung aus, dafür mehr für die Einrichtung ihrer vier Wände, was aktuelle Daten belegen. Aber wenn man nicht gerade arbeitslos geworden ist, und nun dank entfallender Events, Restaurantbesuche und Urlaubsbuchungen viel Geld übrig hat, was macht man? Während die Amerikaner wie die Geisteskranken seit Monaten ihr Geld in die Börse pumpen, macht der deutsche Michel was?

Ja, Sie haben richtig geraten. Der deutsche Michel pumpt sein Geld aufs Sparbuch – offensichtlich ist es egal, dass man real sogar Geld verliert. Gut, seit drei Monaten schwankt die Inflation in Deutschland an der Null-Linie und ist derzeit sogar negativ. Aber seit Jahren verzeichnen die Sparer bei Nullzinsen nach Abzug der Inflation reale Wertverluste. Nimmt man an, dass die Inflation wieder über die Null-Linie steigt, geht dieser Trend so weiter. Aber wie wir es schon mehrmals die letzten Jahre thematisiert hatten – was der Sparer am Zins verliert, gleicht er ganz einfach aus, in dem er Monat für Monat einfach mehr Geld zurücklegt!

Sparquote in Deutschland explodiert

Dieses Verhalten untermauert eine heute veröffentlichte Studie des Bundesverbands der deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Die Sparquote, also der Anteil vom verfügbaren Einkommen der Bürger, der auf die hohe Kante gelegt wird, lag von 2015-2019 immer im Bereich zwischen 10,1 und 10,8 Prozent. Jetzt soll dieser Anteil (die Sparquote) in 2020 aber laut BVR auf 15 Prozent hochspringen! Was sich auf das gesamte Einkommen bezogen nicht nach viel anhört, ist aber mal eben ein Plus von grob gesagt 50 Prozent in der Sparquote bei den privaten Haushalten.

Laut dem Bankenverband sei dieser massive Anstieg des Sparens ist ein Corona-Sondereffekt. Ausgefallene Urlaubsreisen und verschobene Autokäufe würden nur allmählich nachgeholt. Auch in 2021 dürfte die Sparquote noch erhöht bleiben und erst danach wieder auf rund 11 Prozent zurückgehen, so der BVR. Und der Verband bestätigt unsere These, dass die Menschen bei ausbleibenden Zinsen einfach mehr Geld auf die Hohe Kante packen, als Ausgleich. Zitat BVR:

Die Sparquote sei in Deutschland im internationalen Vergleich in den vergangenen Jahren vergleichsweise hoch und stabil geblieben, so der BVR. Martin: „Die Sparkultur ist in Deutschland fest verankert.“ Die historisch niedrigen Zinsen senkten die Sparanreize, erhöhten aber wegen des fehlenden Zinseszinseffekts das für ein Vorsorgeziel nötige Sparvolumen. Ein nachlassendes Sparen war in den vergangenen Jahren allerdings bei Sparern mit niedrigen Einkommen festzustellen.

Der deutsche Michel bleibt Sparbuch-Liebhaber, und kann mit der Börse nach wie vor kaum etwas anfangen. Dies kann man aus den folgenden Aussagen des BVR herauslesen:

Die Deutschen seien bei der Geldanlage weiterhin risikoscheu. Dies zeigten die vorliegenden Zahlen zur Geldvermögensbildung der Bundesbank. Im Zeitraum vom zweiten Quartal 2019 bis zum ersten Quartal 2020 hätten die privaten Haushalte 282 Milliarden Euro neues Geldvermögen gebildet. Dieser Betrag ergebe sich im Wesentlichen aus dem Sparen zuzüglich der Netto-Kreditaufnahme und abzüglich der Sachinvestitionen, hauptsächlich in Form des Wohnungsbaus. Mit 49 Prozent sei fast die Hälfte der Geldvermögensbildung in Form von Bargeld und Bankeinlagen geflossen, sehr hoch liege mit 28 Prozent auch der Anteil des Versicherungssparens.

Der Anteil des Wertpapiersparens, wozu neben Investmentfonds, Aktien und an anderen Anteilsrechten auch Schuldverschreibungen zählen, habe bei 23 Prozent gelegen. Wertpapiere hätten als Anlageform zuletzt etwas an Bedeutung gewonnen, im internationalen Vergleich sei ihr Anteil aber ausbaufähig. Beispielsweise liege der Anteil der Wertpapieranlage in Schweden und Finnland bei rund 50 Prozent. Martin: „Mit einer stärkeren Geldanlage in Investmentfonds und Aktien können Sparer höhere Renditechancen bei überschaubaren Risiken erreichen, wenn grundlegende Anlageprinzipien eingehalten werden.“ Hierzu zählt eine breite Streuung der Investments, wie sie über Investmentfonds erreicht werden kann, eine langfristige Anlageperspektive und ausreichende Liquiditätspolster für den Fall unvorhergesehener Ausgabenotwendigkeiten.

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Einzelhandelsumsätze: Krise vorbei – nur Bekleidungsgeschäfte haben ein Problem

Claudio Kummerfeld

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Frau mit Einkaufstaschen

Erst vorgestern berichteten wir über das veränderte Konsumverhalten der Deutschen im Zuge der Coronakrise. Die Menschen würden den Rotstift zuerst bei Urlaub, Bekleidung oder Schmuck ansetzen. Und diese Erkenntnis, gewonnen aus Umfragedaten von Creditreform, erkennt man auch in den heute veröffentlichten Einzelhandelsumsätzen vom Statistischen Bundesamt für den Monat August. Noch nicht wieder auf dem Vorjahresniveau sind demnach nämlich die Einzelhandelsumsätze in den Bereichen Textilien, Bekleidung, Schuhe, Lederwaren, sowie der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) mit real -10,1 % und -2,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat.

Aber abgesehen davon sind die gesamten Einzelhandelsumsätze im Vergleich zu Februar und auch im Jahresvergleich zu August 2019 inzwischen wieder höher! Damit kann man also sagen: Die Menschen konsumieren wieder mehr als vor der Krise, von daher ist die Konsum-Angst offenbar verflogen – nur das Konsumverhalten hat sich verschoben, zum Beispiel von Bekleidung hin zu Wohnungseinrichtung. Deutlich zugenommen hat auch der Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf mit einem realen Plus von 8,1 Prozent.

Die gesamten Einzelhandelsumsätze sind im August im Jahresvergleich um 3,7 Prozent gestiegen (der August 2019 hatte sogar einen Verkaufstag mehr), und im Monatsvergleich um 3,1 Prozent. Hier weitere Details der Statistiker im Wortlaut:

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im August 2020 real 2,6 % und nominal 5,4 % mehr um als im August 2019. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real 2,9 % und nominal 5,6 % über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (wie zum Beispiel der Facheinzelhandel mit Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Getränken) setzte im entsprechenden Vergleich real 0,3 % und nominal 3,7 % mehr um. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im August 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 4,5 % und nominal um 5,4 %. Das größte Umsatzplus zum Vorjahresmonat mit real 23,0 % und nominal 24,4 % erzielte der Internet- und Versandhandel.

Grafik zeigt Details der Einzelhandelsumsätze im August

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Das ist die erfolgreichste deutsche Anlegerin – Werbung

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Lieber Börsianer,

vorgestern ist Beate Sander mit 82 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Hierzulande wurde sie bekannt als die „Börsen-Oma“, die in den 90er-Jahren völlig unbeleckt an die Börse startete und aus 60.000 DM weit über 2 Millionen Euro machte. Sie gilt zu Recht als die erfolgreichste Privatanlegerin Deutschlands.

Dabei war ihr der Börsenerfolg definitiv nicht in die Wiege gelegt. Sie wuchs in Rostock auf und hat im Arbeiter- und Bauernstaat sicherlich nicht viel über den freien Markt gelernt. Als Jugendliche kam sie nach Süddeutschland und schlug dort eine Laufbahn als Realschullehrerin ein.

Im Alter von 60 Jahren hat sie dann ihrem Leben eine Wende gegeben und wurde Börsianerin, ohne dabei ihre Aufgaben als Pädagogin zu vernachlässigen. Ich wiederhole mich, ihrem Sohn hinterlässt sie nun ein Depotvermögen von weit über 2 Millionen Euro. Daneben setzte sie sich erfolgreich für die Aktienkultur in Deutschland ein, schrieb einige Börsenratgeber und verfasste regelmäßig Börsen-Kolumnen etwa in der Bild-Zeitung.

Ihre Erfolgsformel: Kaufen, wenn die Welt vermeintlich untergeht

Was war ihr Erfolgsrezept? Frau Sander pflegte einen offensiven Anlagestil und war in besonderem Maße an Technologie und Innovation interessiert. Gewissermaßen war das Silicon Valley ihre zweite Heimat. Daneben zeichnete sie sich durch einen streng antizyklischen Ansatz aus. So nutzte sie die Finanzkrise bzw. den Börsen-Crash von 2008, um ihr Depot nochmals auszubauen. Sie hat damals, als viele Anleger…..

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