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Bitcoin: Die Fed als Stimmungskiller für Kryptowährungen

Bitcoin: Die Fed als Stimmungskiller für Kryptowährungen

Der Blick auf die Kurse von Bitcoin und anderen Kryptowährungen liefert den Kryptofans derweil wenig Grund zur Freude – die Fed drückt mit ihrer Zinswende auf die Stimmung. Von dem Verlaufshoch bei 48.200 USD gab der Bitcoin-Kurs zuletzt wieder deutlich nach. Begründen kann man die Schwäche mit dem zunehmenden Straffungskurs, den die Fed verbal fährt. Da es sich bei Kryptowährungen wie dem Bitcoin um ein Liquiditäts-Asset handelt, nehmen die Sorgen der Anleger zu. Denn eine schnelle Bilanzreduzierung, wie sie jüngst von Fed-Mitgliedern kolportiert wurde, könnte dem Markt Liquidität entziehen.

In Anbetracht einer ausufernden Inflation und der aufgeblähten Fed-Bilanz wäre das sicherlich eine vernünftige Vorgehensweise der US-Notenbank. Für die liquiditätsgetriebenen Aktienmärkte, aber auch für Kryptowährungen wie Bitcoin, würde das gleichwohl Gegenwind bedeuten. In einem hawkishen Umfeld nimmt die Begeisterung der Anleger für riskante Assets rasant ab, was sich schließlich in sinkenden Kursen bei Aktien und Kryptowährungen widerspiegelt.

Kryptowährungen: Zinswende und Bilanzreduzierung

Als vor Monaten die hawkishen Töne der Fed lauter wurden und sich eine Zinswende angekündigt hatte, begannen Marktteilnehmer bereits dies in den Bitcoin-Kurs einzupreisen. Noch steht die Fed am Beginn der Zinswende, was kurz- und mittelfristig für weiteren Gegenwind sorgen kann. Im Mai rechnen die Märkte mit einem Zinsschritt von 50 Basispunkten, zudem möchte die Fed gleichzeitig den Grundstein für die Bilanzreduzierung legen. Auf den kommenden Sitzungen könnte es weitere Zinsschritte in Höhe von 50 Basispunkten geben, denn laut dem gestern veröffentlichten FOMC-Protokolls haben viele Mitglieder für höhere Zinsschritte gestimmt.

Gegenwind kommt aber auch aus Brüssel. In der vergangenen Woche stimmte das Europäische Parlament für eine strengere Regulierung von „unhosted wallets“. Damit möchte man zukünftig strenge Anti-Geldwäschemaßnahmen bei der Transaktion von Kryptowährungen wie Bitcoin einführen. Das Votum ist eine Hiobsbotschaft für die Krypto-Gemeinde und markiert eine herbe Niederlage für den Krypto-Standort Europa. Setzt sich damit auch der Rücksetzer bei Bitcoin fort? Schauen wir dafür auf den Chart.

Bitcoin: Charttechnische Analyse

Vor etwas über zwei Wochen hatten wir zuletzt einen Blick auf die Kryptowährungen geworfen. Zu dem Zeitpunkt deutet vieles auf einen Ausbruch auf der Oberseite – so kam es dann auch. Nachdem der Bitcoin auf ein Hoch bei 48.200 USD angestiegen war, bahnte sich jedoch wieder Schwäche an. In einer dreiwelligen Korrekturbewegung fiel der Kurs schließlich bis auf ein Tief bei 42.750 USD. Damit wurde das 127,2% Extensionsziel bei 43.200 USD abgearbeitet. Die Marke konnte anschließend zurückerobert werden, aktuell notiert der Kurs bei 43.460 USD. Hier besteht zwar die Chance auf eine Stabilisierung.

Ein Rücksetzer bis an das 161,8%-Level bei 41.830 liegt aber auch noch im Bereich des Möglichen. Die Zone rund um die Marke von 41.830 USD ist gut unterstützt. Zum einen befindet sich dort eine starke horizontale Unterstützung aus dem Tageschart. Zudem verläuft bei 41.790 die 50-Tage-Linie. Sollte der Kurs die Kreuzunterstützung anlaufen, könnte es zu einer Gegenreaktion kommen. Der Bitcoin-Kurs sollte jedoch nicht nachhaltig unter die für den Trend wichtige Durchschnittslinie fallen.

Kurzfristig könnte sich der Kurs im Bereich von 43.200 USD stabilisieren. Anschließend dürfte es zu einem Rücklauf an das Ausbruchsniveau bei 44.300 USD kommen. Das Chartbild hellt sich auf, wenn das Ausbruchsniveau bei 44.315 nachhaltig zurückerobert wird. Das nächste Ziel liegt dann am lokalen Hoch bei 45.550 USD. Unterschreitet der Preis hingegen nachhaltig die Marke von 43.200 und fällt unter das lokale Tief bei 42.750 USD, dann rückt die Unterstützung bei 41.830 in den Fokus.

Kryptowährungen: Bitcoin mit ABC-Korrektur - Fed-Zinswende belastet

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