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Boeing Analyse: Aktie nach Flugzeugabsturz unter Druck

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Der tragische Absturz eines weiteres Flugzeug der modernisierten Baureihe 737 Max 8 nährt jetzt Spekulationen über technische Probleme beim US-Flugzeugbauer Boeing. Die Aktie startete in New York mit einem Kursabschlag von gut 9 Prozent in den Handel. Als einer der stärksten Werte aus dem Dow-Jones-Index präsentierte sich in den letzten Jahren das Wertpapier von Boeing. Dabei konnte die Aktie bis Ende Februar auf ein Verlaufshoch von 446,01 US-Dollar zu legen und hat damit neue Rekordstände markiert. In der abgelaufenen Woche setzte eine kurzfristige Korrektur ein, nach dem katastrophalen Flugzeugabsturz vom Montag stürzte allerdings auch das Wertpapier auf ein anfängliches Niveau von 365,55 US-Dollar ab.

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In den ersten Handelsminuten konnte der Wert jedoch einen großen Teil seiner Verluste wieder aufholen, steckt aktuell aber am Widerstand von rund 400 ,00US-Dollar fest. Sollte sich nämlich der zweite Absturz der Baureihe als Konstruktionsfehler erweisen, dürfte dies einerseits zu Schadensersatzforderungen sowie immensen Umrüstungskosten für den US-Flugzeugbauer führen. Technisch gesehen hat sich das Wertpapier durch den heutigen Kursabschlag bedrohlich ins Abseits manövriert, aktuell ist im Kursverlauf ein sogenanntes Island Gap anzutreffen, dass auf einen weiteren Kursrückgang in den nächsten Wochen hindeuten könnte. Noch ist der Handelstag nicht zu Ende, weitere Marktreaktionen müssen erst noch für ein handfestes Engagement abgewartet werden.

Short-Chance bei Boeing

Sollte die Aktie mit einem nachhaltigen Ausbruch über das Niveau von rund 400,00 US-Dollar in den kommenden Tagen scheitern, könnte sich kurzfristig ein erneuter Rücklauf an die Montagstiefs von 365,55 US-Dollar einstellen. Darunter wären anschließend rückläufige Notierungen zunächst in den Bereich von 330,00 US-Dollar zu favorisieren, darunter sogar auf die mittelfristige Aufwärtstrendlinie um 315,00 US-Dollar. Spekulativ könnte an dieser Stelle ein Short-Investment sogar ganz lohnenswert werden. Gelingt es Boeing hingegen über 400,00 US-Dollar zuzulegen, könnte die zum Montag gerissene Kurslücke mit einem Anstieg an 415,50 US-Dollar durchaus noch geschlossen werden. Aber erst oberhalb von 430,00 US-Dollar ist tatsächlich mit einem erneuten Test der Jahreshochs bei 446,01 US-Dollar zu rechnen. Die relative Stärke an den US-Märkten darf dabei nicht unterschätzt werden, weshalb auch noch kleinere Handelsgrößen zu favorisieren sind. In jedem Fall bleibt eine Investition hochspekulativ!

Einstieg per Sell-Limit- Order : 400,00 US-Dollar
Kursziel : 365,55 US-Dollar
Stop : > 420,00 US-Dollar
Risikogröße pro CFD : 20,00 US-Dollar
Zeithorizont : 3 – 6 Wochen

Boeing Analyse




Rafael S. Müller ist seit 20 Jahren Vorstand und Chefanalyst der direktbroker.de AG. Der FOREX & CFD Broker direktbroker-FX gehört weltweit zu den preisgünstigsten Brokern. Trading-Einsteiger erhalten von der hauseigenen Börsenakademie umfangreich Schulungen bis hin zu einem kostenfreien Trader-Camp. Testen Sie die Konditionen jetzt mit einem kostenfreien Demokonto.


Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Markus Koch LIVE zum Start an der Wall Street – schlechte Nachrichten aus China

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Markus Koch meldet sich aktuell zum Handelsstart an der Wall Street. Es gibt ganz frisch schlechte Nachrichten aus China in Sachen Handelskrieg (Details hier). Darauf reagiert der Markt aktuell.

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Milliardengrab Kapitalexport – die dummen deutschen Auslandsinvestitionen

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Friedhof als Symbol - grottige Rendite auf den deutschen Kapitalexport

Das ifo-Institut ist auch nach dem Ausscheiden von Hans-Werner Sinn bekannt für seine klaren Worte in Sachen Ökonomie. Aktuell äußert man sich zum „Milliardengrab Kapitalexport“. Wie man ja weiß – Deutschland als Volkswirtschaft produziert Jahr für Jahr gigantische Milliardenüberschüsse im Außenhandel. Man exportiert also viel mehr, als dass man importiert. Netto fließt daher ständig Geld aus dem Ausland nach Deutschland. Was macht man in Deutschland? Fließt das Geld etwas in Dax- und MDax-Werte? Nein, da sind ausländische Eigentümer zu großen Teilen die Halter der Aktien. Deutschland schickt seine Überschüsse lieber raus in die Welt, und lässt sie dort arbeiten.

Kapitalexport grottig schlecht angelegt

Gewinnbringend? Ja, mag sein. Aber die Renditen sind doch ziemlich mau. Nicht nur, dass Deutschland (als Ganzes betrachtet) mit seinen Geldanlagen daheim schlechter fährt als ausländische Anleger in ihren Heimatländern. Laut aktueller Aussage des ifo-Instituts (siehe folgendes Video) sind auch die gigantischen Auslandsinvestitionen der deutschen Handelsbilanzüberschüsse ziemlich erfolglos angelegtes Geld! Deutschland als Land mit Demografieproblemen lege zum Beispiel sein Geld vor allem in Ländern an, die ebenfalls ein Demografieproblem hätten. Nur 12% seien in Schwellenländern (mit Bevölkerungswachstum) investiert.

Deutsche Auslandsinvestments würden auch nach Anlageklassen sortiert (Aktien, Anleihen) schlechter abschneiden als die Investments andere Anleger. Außenhandelsüberschüsse finden sich auch in Gewinnen deutscher Konzerne wieder, mit denen dann im Ausland Übernahmen finanziert werden. ifo nennt hier zum Beispiel die Übernahmen von Monsanto durch Bayer, oder die von Chrysler durch Daimler als gescheiterte Beispiele von deutschem Kapitalexport. Auch denke man bitte an die Landesbanken-Investitionen in US-Immobilien auf dem absoluten Hoch kurz vor dem Crash im Jahr 2008.

Abschreibungen senken die Gesamtrendite

Nur drei Beispiele, die allesamt zu Wertberichtigungen auf diese Geldanlagen führten. Daher wohl auch unterm Strich eine so schwache Rendite bei deutschen Auslandsinvestitionen. Deutsche Konzerne und große Geldsammelstellen (und auch Landesbanken) haben offenbar ein Talent im Ausland auf dem Höhepunkt von Trends einzusteigen, kurz bevor der Markt einbricht. Und auch hat man offenbar das Talent große Übernahmen zu stemmen, die sich als überteuert oder gleich ganz als Debakel erweisen. Kapitalexport sei vielleicht nicht die beste Idee um die deutschen Überschüsse anzulegen, so ifo im folgenden Video. Es sei vielleicht sinnvoll eine gesellschaftliche Debatte zu starten, ob man die Überschüsse sinnvoller im Inland investiert. Den kompletten hochinteressanten Vortrag über 90 Minuten finden Sie beim Klick an dieser Stelle. Oder schauen Sie kurz zusammengefasst hier das vierminütige Video.

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Tesla Fabrik in Deutschland? Mehr Schein als Sein!

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Tesla ist das Thema der Woche mit der Ankündigung von Elon Musk, dass man die erste Gigafactory in Europa nahe Berlin errichten will. Sissi Hajtmanek und Manuel Koch besprechen diese Nachricht im folgenden Video. Die beiden beleuchten das Thema kritisch, vor allem in Sachen möglicher EU-Subventionen. Lesen Sie bitte unseren Text unter dem Video weiter – wir äußern uns detailliert zu dem Thema!

Auch die hohen Kosten für die E-Autos von Tesla sind für den Massenmarkt ein Problem. Auf der Tesla-Aktie liegen hohe Short-Positionen. Es gibt also einiges zu beachten rund um die Aktie. Die Aktien von Tesla und Daimler werden im obigen Video übrigens auch mit aktuellen Handelsempfehlungen der Trading House Börsenakademie besprochen. Aber nun zu  unserer Analyse.

Tesla Motors ist sich stets der Aufmerksamkeit der Medien sicher. Ganz besonders gilt das in diesen Tagen. Mit der Ankündigung, eine Autofabrik am Stadtrand von Berlin bauen zu wollen, verblüffte Unternehmens-Chef Elon Musk am Dienstag praktisch alle. Zwar kündigte Musk in den vergangenen Jahren bereits mehrfach an, eine Fabrik in Europa bauen zu wollen. Doch dass es bereits jetzt soweit ist und die Wahl ausgerechnet auf das Hochlohnland Deutschland fällt, war nicht erwartet worden.

Tesla hat kein Geld und nicht genügend Nachfrage nach den Autos

Denn Tesla mangelt es nicht nur an Kapital, sondern auch nach einer ausreichend großen Fahrzeugnachfrage, um in naher Zukunft gleich drei Fahrzeugfabriken unterhalten zu können. Es ist erst zwei Jahre her, dass Musk öffentlich verkündete, es solle keinerlei Zweifel, und er meine Null Zweifel, daran bestehen, dass er in seiner ersten Fabrik in Fremont bereits Ende 2018 10.000 Model 3 pro Woche fertigen werde. Nun, Ende 2018 waren es nicht einmal 5.000 pro Woche und auch heute liegt die Produktionsrate eher bei 7.000 als 10.000 pro Woche. Und obwohl er in Fremont seinem für vergangenes Jahr ausgegebenen Produktionsziel 30% hinterher hinkt, beträgt die Lieferzeit für ein neu bestelltes Auto in Europa nur wenige Wochen bis maximal drei Monate. Die Preise mussten seit vergangenem Jahr zudem drastisch gesenkt werden, um auch nur eine Nachfrage auf dem aktuellen Niveau zu generieren.

30% Planuntererfüllung in Fremont und gesenkte Preise zur Nachfragebelebung hielten Tesla jedoch nicht davon ab, in diesem Jahr den Bau einer Fabrik in China zu beginnen. Dort sollen bald 150.000 Fahrzeuge vom Band rollen. Bis der Maschinenpark gekauft, aufgebaut und kalibriert wurde, sollen vorerst Fahrzeuge mit Bauteilen aus Fremont zusammengeschraubt werden.

Die Investitionen in die 1. Gigafactory wurden bei 20% des Endausbaus gestoppt

Auch in der sogenannten Gigafactory 1 in Nevada ist noch Platz für zusätzliche Produktionskapazitäten. Vollmundig angekündigt wurde die Fabrik vor mehr als fünf Jahren mit einer Produktionskapazität von 35 bis 50GWh Batteriezellen pro Jahr. Wenig später revidierte Tesla diese Zahl auf bis zu 150GWh nach oben. Stand jetzt werden jedoch nur 35GWh Zellen dort produziert, der Hallenbau wurde nach wenig mehr als 50% der ursprünglich angekündigten Größe vorerst eingestellt und der Partner Panasonic, der die Batteriezellen dort für Tesla fertigt, erteilte weiteren Investitionen eine Absage.

Ob sich Tesla überhaupt den Bau und Unterhalt so vieler Fabriken leisten kann, ist zweifelhaft. Laut Bilanz sitzt Tesla zwar auf mehr als 5 Milliarden US-Dollar Barreserven. Denen stehen aber nicht nur ein beständig wachsender Berg offener Rechnungen in Milliardenhöhe entgegen. Die auffällig niedrigen Zinseinnahmen pro Quartal deuten auch noch darauf hin, dass Tesla bei der Bilanz ordentlich Window dressing betreibt und der Cashbestand nur am letzten Tag des Quartals so hoch ist. Unter Berücksichtigung der ausgewiesenen Zinseinnahmen erscheint ein weniger als halb so hoher Cashbestand im Durchschnitt eines Quartals wahrscheinlicher. Übrigens: Auch als Tesla nach Aussage von Elon Musk wenige Wochen von der Zahlungsunfähigkeit entfernt war, lag der Cashbestand laut Bilanz bei rund 3 Milliarden US-Dollar.

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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