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Börsengang: IPO oder Direct Listing? Das sind die Vor- und Nachteile!

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New York Stock Exchange als erste Adresse für einen Börsengang in USA

Für Unternehmen gibt es verschiedene Wege an die Börse. Zwei davon sind das IPO, das Initial Public Offering, und das Direct Listing. Das IPO ist zwar ein relativ teuer und aufwendiger Börsengang, bringt dem Unternehmen aber frisches Kapital für weiteres Wachstum. Das Direct Listing ist vor allem geeignet, wenns ich Altinvestoren, Manager und Mitarbeiter schnell von ihren Aktien trennen wollen. Dem Unternehmen selbst bringt es kein neues Geld ein.

Der gewöhnliche Weg eines Unternehmens an die Börse besteht darin, dass das Unternehmen einen umfangreichen Börsenprospekt für den IPO, das initial public offering, erstellt (Boom trotz Krise). In diesem legt das Unternehmen die eigene wirtschaftliche Situation, die Chancen und Risiken für Investoren vor dem Börsengang detailliert offen. Mehrere Investmentbanken werden dann beauftragt, auf Basis dieses Prospekts Investoren zu finden, die Interesse am Zeichnen der vorgesehenen Anzahl auszugebender Aktien haben. Der Preis der Aktien wird dabei entweder in einer Art Auktion ermittelt – der Preis, bei dem alle zum Verkauf stehenden Aktien veräußert werden können, ist der Emissionspreis. Oder das Konsortium der Banken wird den Emissionspreis wählen, bei dem die geplante Anzahl der Aktien sicher platziert werden kann und verteilt die Aktien dann nach eigenem Ermessen unter den eigenen interessiert Kunden. Dabei kann es vorkommen, dass der ursprünglich vorgesehene Emissionskurs nicht zu halten ist, weil sich zu diesem Preis nicht genügend Investoren finden. Bei zum Beispiel dem Unternehmen We war das der Fall. Selbst bei einem mehrfach gesenkten Preis konnten nicht genügend Investoren gefunden werden – der Börsengang wurde nach mehr als einer Halbierung des geplanten Preises schließlich abgesagt.

IPOs machen ein Unternehmen vor dem Börsengang transparent – das mögen nicht alle Unternehmen

Nachteile dieses Börsengang-Verfahrens sind, dass das Unternehmen erstens alle Risikofaktoren und die tatsächliche finanzielle Lage des Unternehmens offenlegen muss. Nicht allen Unternehmen gefällt das, schließlich bemerken die künftigen Anleger dann unter Umständen, dass nicht alles so rosig ist, wie es das Unternehmen bislang darstellte. We kostete es am Ende den Börsengang. Zudem sorgt die inverse Auktion dafür, dass nicht unbedingt der bestmögliche Preis gefunden wird. Nicht selten kommt es vor, dass sich der Aktienkurs am Tag des Börsengangs massiv erhöht. Ein Hinweis darauf, dass das Unternehmen mit einem zu geringen Startpreis an potentielle Investoren herantrat oder dass die Investmentbanken nicht die Investoren ansprach, die die höchsten Preise bereit zu zahlen gewesen wären. Und zu guter letzt bekommen die Investmentbanken eine üppige Provision von 5% und mehr der erlösten Summe.

Ein Nachteil für Bestandsanleger, die schon vor dem Börsengang ins Unternehmen investierten, ist zudem die Verwässerung der eigenen Anteile. Das Unternehmen gibt beim Börsengang neue Aktien aus. Nehmen die Altinvestoren nicht an der Zeichnungsphase teil, halten sie anschließend einen kleineren Teil am Unternehmen. Dafür hat das Unternehmen jedoch frisches Kapital zugeführt bekommen, um weiteres Wachstum zu finanzieren, von dem schließlich auch die Altanleger profitieren.

Zudem werden die Investmentbanken in der Regel zuverlässige Großinvestoren ansprechen, die die Aktien lange behalten wollen. Das bringt Ruhe in den Aktienkurs nach der Erstnotiz. Zuweilen kämpfen die Langfristanleger sogar mit zusätzlichen Käufen nach dem Börsengang für einen möglichst stabilen Aktienkurs. Schließlich wollen die ihren Anlegern nicht erklären müssen, weshalb sie bei einem Börsengang mitmachten, der nach der Erstnotiz sofort Verluste bedeutete.

Direct Listing: Schneller Börsengang, aber kein neues Kapital für das Unternehmen

All diese Vorteile fallen beim Direct Listing weg. Aber manchmal geht es den Altanlegern auch einfach darum, zu verkaufen. Das ist bei nicht börsennotierten Unternehmen zuweilen schwierig. Die Unternehmensanteile sind nicht liquide handelbar. Wer verkaufen will, kann nicht einfach eine Verkaufsorder platzieren und warten, bis die Börse einen Käufer fand. Die Suche nach einem Käufer ist zeitaufwendig und nicht immer von Erfolg gekrönt. Ein Börsengang mittels Direct Listing löst das Problem. Statt neue Aktien an erst zu findende neue Investoren zu verkaufen, damit dem Unternehmen Geld für weiteres Wachstum zuzuführen, verkaufen einfach Altinvestoren ihre Aktien direkt an der Börse, nachdem ein Börsenplatz das Listing der Aktien erlaubte.

Zwar wird dem Unternehmen damit kein neues Kapital beim Börsengang zugeführt. Dafür ist das Direct Listing für das Unternehmen schnell und günstig (hier die Beispiele Slack und Spotify). Käufer der Aktien können zudem sicher sein, dass sie die Aktien zum Zeitpunkt des Kaufs zu einem marktgerechten Preis erwerben. Schließlich erfolgt die Kursfindung an der Börse nach Angebot und Nachfrage. Beim Direct Listing kann jeder, der Aktien besitzt, die Aktien zu jedem beliebigen Kurs zum Verkauf stellen. Also Investoren aus der Startup-Phase genauso wie das Management oder Mitarbeiter, die Aktien bekamen. Gleichzeitig kann jeder, also auch Kleinanleger und nicht nur einige von Investmentbanken angesprochene Großanleger, zu jedem beliebigen Preis kaufen.

Dass der Kurs fair durch Angebot und Nachfrage gebildet wird, bedeutet jedoch nicht, dass der Kurs stabil ist. Im Gegenteil! Durch das beim Direct Listing zunächst relativ geringe Marktvolumen kann es sogar zu besonders hoher Volatilität kommen. Zudem fehlen die Ankerinvestoren, die ihre Aktienpakete längere Zeit halten wollen und u.U. auch bereit sind, den Kurs durch zusätzliche Käufe zu verteidigen. Zudem sollten sich neue Anleger die Frage stellen, warum die Altanleger, das Management und die Mitarbeiter zum aktuellen Preis verkaufen wollen. Das Fehlen frischen Kapitals im Unternehmen begrenzt zudem die Wachstumsmöglichkeiten. Das Direct Listing ist vor allem eine Umverteilung von Anteilen, die das Wachstumspotenzial des Unternehmens unbeeinflusst lässt. Beim IPO hingegen werden zusätzliche Anteil generiert und das Wachstumspotenzial des Unternehmens durch den Börsengang gesteigert.

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Quartalssaison: Hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Wall Street Schild

Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken und Netflix. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen für die nächsten Tage. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 26. Januar

General Electric: 26. Januar

BASF: 26. Februar

Facebook: 27. Januar

Boeing: 27. Januar

Apple: 27. Januar

Caterpillar: 29. Januar

SAP: 29. Januar

Alphabet (Google): 2. Februar

Amazon: 2. Februar

Exxon: 2. Februar

Deutsche Bank: 4. Februar

Twitter: 9. Februar

Delivery Hero: 10. Februar

Commerzbank: 11. Februar

Daimler 18. Februar

Walmart: 18. Februar

Bayer: 25. Februar

Deutsche Telekom: 26. Februar

Volkswagen: Ende Februar

Zalando: 2. März

Lufthansa: 4. März

Adidas: 10. März

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Woche der Quartalszahlen

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Er bespricht die nun anstehende wichtigste Woche bei den Quartalszahlen in den USA.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Der nächste Corona-Impfstoff steht in den Startlöchern – Werbung

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Lieber Börsianer,

nach den Präparaten von Moderna und BionTech steht mit dem Wirkstoff von AstraZeneca der nächste Impfstoff vor der Zulassung in der EU. Die Freigabe durch die Gesundheitsbehörden wird Ende Januar erwartet.

Vor einem Jahr starteten innerhalb kürzester Zeit weltweit mindestens 171 Impfstoffprojekte. Noch vor wenigen Jahren hätte man für die Erforschung eines Impfstoffes mindestens 15 bis 20 Jahre angesetzt. So viel Zeit hat die Welt jetzt nicht. Neue Technologien ermöglichten eine enorme Beschleunigung der Forschung, so dass jetzt bereits mit 2 Präparaten in Deutschland geimpft werden kann.

Es kann kaum schnell genug mit der Zulassung gehen

Dennoch wird der Impfstoff von AstraZeneca sehnsüchtig erwartet. Die Produktionskapazität von Moderna und BionTech-Partner Pfizer reichen bei Weitem nicht aus, um große Teile der Bevölkerung schnell zu impfen. Zudem stehen die Lieferketten unter einem enormen Druck, weil die Impfdosen bei zweistelligen Minusgraden transportiert und gelagert werden müssen. Der neue Impfstoff von AstraZeneca kommt hingegen mit normalen Kühlschrank-Temperaturen aus.

Mehrere Staaten, darunter Österreich, Tschechien, Dänemark, Griechenland und die Balkan-Staaten forderten bereits, den Impfstoff schon vor der eigentlichen Zulassung zu verteilen.

Impfstoffproduktion führt zu Milliardeneinnahmen

Die zugelassenen Präparate werden den Herstellern derzeit förmlich aus den Händen gerissen. Die Herstellung und der Vertrieb der Impfdosen ist ein Milliardengeschäft. Die Konzerne verdienen noch mindestens so lange, bis genug Menschen geimpft sind, um die Krankheit wirksam zurückzudrängen. Doch sind die Unternehmen deshalb eine gute Geldanlage?

Machen Sie nicht jeden Trend mit

Viele Anleger investieren jetzt in Moderna. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten mehr als tausend Prozent gewonnen. Die Story klingt ja auch zu schön. Es gibt eine Krankheit, die unsere ganze Welt in…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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