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BYD: Mega-Rallye voraus – nach kleiner Talfahrt, versteht sich!

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Eine Analyse von Henrik Becker

In meiner ersten Betrachtung für den chinesischen Autobauer („BYD: Besser als Tesla – mit hohem Potenzial und einem Aber!“), vom 06.11.17 (oberer Chart) hatte ich die Fortführung der Korrektur prognostiziert. Demzufolge sollte sich die Aktie zunächst leicht stabilisieren können. Der kleine Anstieg sollte nicht wesentlich weiter reichen als bis zum 0.62 Retracement bei 8.2200 $. Von dem kleinen Überschießen einmal abgesehen, hat die Aktie die Prognose im weitest gehenden Sinne nachvollzogen.


(Charts durch Anklicken vergrößern!)

Ausblick:
Bedingt durch den Bruch der Unterstützung bei 7.168 $ hat sich die Aktie den Weg für eine zeitnah eintretende Trendwende verbaut. Dieser Schritt ist ein sehr sicheres Indiz auf sich weiter aufbauende Schwäche. Aktuell bildet sich Welle (c) der übergeordneten (ii) aus. Das idealtypische Ziel dieser kleinen Welle liegt im Bereich des 0.62 Retracements bei 6.2282 $ und kann ohne Weiteres noch bis zum Jahresende angelaufen werden.

Die Möglichkeit, daß sich Welle (ii) als Triangle ausformt, besteht, ist für eine „2“ auch nicht untypisch. An den Kurszielen würde sich dadurch nicht viel verändern, lediglich in temporärer Hinsicht würde sich eine Ausdehnung einstellen. Die maximale Ausdehnung von Welle (ii) kann bis zum 0.76 Retracement bei 5.7096 $ reichen, doch sehe ich für den vorliegenden Fall eine derart starke Bewegung nicht. Nach Abschluß von Welle (ii) wird sich die Aktie von BYD wieder in den langfristigen Aufwärtstrend einfügen. Das zur Verfügung stehende Potenzial ist groß und somit auch für langfristig ausgerichtete Anleger profitabel. Der untere Chart zeigt meine diesbezügliche Sichtweise auf.

Auf der anderen Seite bestehen auch keine Anzeichen, deren Interpretationen auf eine vorzeitige Auflösung der Korrektur schließen lassen würden.

Fazit:
Die Aktie von BYD bewegt sich in einer Korrektur leicht abwärts. Diese Bewegung (ii) selbst versteht sich als Teil des immer noch intakten langfristigen Aufwärtstrends. Dennoch ist ein erneutes Kaufsignal derzeit noch nicht spruchreif. Doch wird ein solches nicht mehr unendlich auf sich warten lassen.


Foto: BYD

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Andreas

    7. Dezember 2017 16:02 at 16:02

    Herr Becker, vielen Dank für ihre Prognosen. Elliott Wellen sind faszinierend, wenn einer damit wirklich umgehen kann.

    Ich hätte jetzt allerdings eine Frage, die wahrscheinlich die meisten hier auch sehr interessant finden.
    Wie sehen sie die Entwicklung des Bitcoins? Sie haben sicherlich auch hier ihre Methoden angewendet und vielleicht erstaunliches festgestellt…

    Da ich mir wünschte, dieser Müll verschwindet bald wieder aus der Welt, hoffe ich ihre Prognose wird für den Bitcoinkurs sehr schlecht ausfallen:-).

  2. Avatar

    Andreas

    7. Dezember 2017 16:16 at 16:16

    Aktuell ist es ja so, das Bitcoins bei schlechten Nachrichten steigen und Gold fällt. Heutzutage fällt Gold immer, das ist ein Gesetz der Finanzwirtschaft. Früher, vor vielen, vielen Jahren war Gold bei schlechten Nachrichten stets am steigen.
    Kriegrethorik? Bitcoin steigt, Gold fällt. Jemand behauptet Bitcoins sind nichts wert, sofort steigen Bitcoins, Gold fällt. Bitcoinbörse wird gehackt und bestohlen, Bitcoinkurs steigt.
    Ist die Zentralbank vielleicht für die Anstiegs beim Bitcoin verantwortlich nur damit die Menschheit nicht in Edelmetalle geht? Vielleicht hat ja Draghi und Jellen den Bitcoin erfunden und sich die ersten Millionen Bitcoins zum Kurs von 0,001 Cent in die Wallet gesteckt?

    • Avatar

      Gerd

      7. Dezember 2017 17:48 at 17:48

      Bei den drastischen Anstiegen vermute ich auch größere Adressen hinter den Bitcoin-Käufen als ein dummes Lieschen Müller. Das Bewertungsvolumen erhöht sich zuletzt pro Tag locker um 10 Mrd.

      Und ja, mich würde die Meinung von Herrn Becker diesbezüglich natürlich auch interessieren.

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    Henrik Becker

    7. Dezember 2017 17:30 at 17:30

    Hallo Andreas, mit virtuellen Währungen habe ich mich (noch) nicht befasst. Meine Kundschaft legt ihre Präferenz eindeutig auf physische Anlageinstrumente, wie eben Edelmetalle es sind. Ihre Einschätzung geht mit Sicherheit schon in die richtige Richtung, auch ich halte nichts davon. Vor 2.000 Jahren konnte ich ein Mensch mit einem Goldstück Einkleiden, und auch heute ich das noch so möglich. Somit hat Gold nichts an Wert verloren, misst man es an der involvierten Leistung; ist das reine Messen an Währungen subjektiv, da selbst unser physisches Geld nur Makulatur ist. Im Oktober hatte ich hier meine Langzeiteinschätzung für Gold vorgestellt. Etwas Geduld müssen Sie noch aufbringen um dann reichlich belohnt zu werden. Ob es dann noch diese „Instrument “ gibt, wage ich zu bezweifeln.
    Beste Grüße Henrik Becker

    • Avatar

      Columbo

      7. Dezember 2017 19:20 at 19:20

      Vor 2000 Jahren bekam man für eine Unze Gold eine Toga und heute einen Anzug, also hat Gold nicht an Wert verloren? Stimmt nicht ganz. Eine Toga war damals wertvoller, als ein Anzug heute. Also hat Gold eher an Wert verloren. Eine Unze Gold im alten Rom war viel mehr wert, als heute 1000 Euro(=1 Unze).

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    Thomas

    7. Dezember 2017 18:22 at 18:22

    Hallo Herr Becker, es fasziniert mich Ihre Artikel zu lesen. Vor allem aber die schlichten ja schon fast puristischen Charts sind es, die Ihnen einen ganz eigenen Stil verleihen. Ich muss zugeben bislang von Elliott-Wellen und der Charttechnik im Allgemeinen keine gute Meinung gehabt zu haben, um es vorsichtig auszudrücken. Doch so langsam fange ich an umzudenken, vor allem aufgrund der Zeitangaben.

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Warum ich keine Lieblingsaktien habe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

was ist Ihre Lieblingsaktie? Welchem Titel halten Sie unbedingt die Treue und gehen quasi mit ihm durch dick und dünn? Hier verzeihen Sie auch einmal schlechte Nachrichten, weil Sie von dem Unternehmen wirklich überzeugt sind. Das Phänomen der Lieblingsaktie kann auch gleich für eine ganze Branche gelten. So schworen viele Privatanleger vor einigen Jahren auf Unternehmen aus der Edelmetall-Branche. In fester Erwartung eines Euro-Untergangs wurde diese Branche für viele Privatanleger zum bevorzugten Ort der Investition.

Typisch für eine solche Situation ist, dass wir die Nachrichtenlage dann nur noch sehr eingeschränkt wahrnehmen. Schlechte Nachrichten zu unserer Lieblingsaktie blenden wir aus. Gute Nachrichten hingegen bewerten wir in ihrer Bedeutung für die Kursentwicklung über. Mehr noch: Oftmals bilden wir in unseren Lieblingsaktien deutliche Übergewichtungen in unseren Depots, weil wir hier gerne mehrfach kaufen. Plötzlich steht Ihre Lieblingsaktie dann für 10 oder 20 % Ihres Gesamtdepots. Wenn Ihre Lieblingsaktie dann einmal schwächelt, ist Ihr Depot aufgrund der Übergewichtung chancenlos.

Aber wie entsteht eigentlich so eine Lieblingsaktie in unserem Depot? In aller Regel steht am Anfang zunächst eine starke Performance. Folglich mögen wir diese Aktie, weil sie uns eben zunächst viel Rendite beschert hat. Am besten können wir die Produkte unseres Lieblingsunternehmens im Alltag auch noch erfahren und quasi anfassen. Tatsächlich schätzten in der Vergangenheit viele deutsche Privatanleger die Aktien von BMW oder Daimler, weil sie privat ein…..

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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