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Caterpillar erneut mit desaströsen Zahlen – erneut ein klarer Hinweis in Sachen Konjunktur!

Caterpillar schluchzt bereits von Quartal zu Quartal mit ständig rückläufigen Zahlen, fast so als wäre man in Japan. Auch für das letzte dritte Quartal geht es weiter bergab. Beim Umsatz im…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Stimmung ist gut, die Aktienindizes laufen gut, die Konjunkturdaten wie Einkaufsmanager und ifo-Index laufen gut, auch in den USA wirkt alles wie im Märchenland. Konzerne wie Google, Facebook und Amazon schwimmen von Quartal zu Quartal auf einer Welle des Erfolges. Doch die große Masse der Amerikaner, die arbeitet nicht als Programmierer im Silicon Valley. Die muss mit „langweiligen“ Jobs zurecht kommen, zum Beispiel beim weltgrößten Baumaschinenhersteller Caterpillar. Der dient in Nordamerika neben General Electric quasi als das Barometer, wie es denn um die „reale“ Wirtschaft in den USA steht, also wo es um wirklich handfeste Produkte geht, von denen auch eine große Anzahl von Menschen ernährt werden können.

Caterpillar schluchzt bereits von Quartal zu Quartal mit ständig rückläufigen Zahlen, fast so als wäre man in Japan. Auch für das letzte dritte Quartal geht es weiter bergab. Beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal von 10,9 auf 9,1 Milliarden Dollar, beim Gewinn von 0,94 auf 0,48 Dollar pro Aktie – eine Halbierung! Immer noch macht die Firma Gewinne, aber nur weil man die Belegschaft entsprechend der Konjuntur- und Auftragslage „anpasst“. So sagt Caterpillar-Chef Doug Oberhelman heute bei der Präsentation der Zahlen die weltweit vorhandene wirtschaftliche Schwäche halte an. Als Resultat würden die meisten der Endmärkte von Caterpillar eine „Herausforderung bleiben. So nett kann man es formulieren!

Aber Moment mal. Mit seiner Aussage einer weltweit anhaltenden konjunkturellen Schwäche widerspricht der Chef des weltweit größten Baumaschinenherstellers mal wieder fast sämtlichen Konjunkturindikatoren und Prognosen. Wer hat hier wohl recht? Mr. Oberhelman hat zumindest knallhate belegbare Daten zur Verfügung. Seit jetzt unfassbaren 46 Monaten in Folge sind bei Caterpillar die Umsätze rückläufig! Der Ausweg für Caterpillar: Entlassungen, Automatisierung, Digitalisierung. Das bedeutet: Selbst wenn die Umsatzkrise irgendwann mal endet, werden viele der abgebauten Arbeitsplätze nicht wiederkehren. Zitat:

„While we are seeing early signals of improvement in some areas, we continue to face a number of challenges. We remain cautious as we look ahead to 2017, but are hopeful as the year unfolds we will begin to see more positive momentum. Whether or not that happens, we are continuing to prepare for a better future. In addition to substantial restructuring and significant cost reduction actions, we’ve kept our focus on customers and on the future by continuing to invest in our digital capabilities, connecting assets and jobsites and developing the next generation of more productive and efficient products,” said Oberhelman.“

Dank der stetigen Kostenreduzierungen steht der Aktienkurs der Firma immer noch erstaunlich gut da.

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Der Kurs von Caterpillar (schwarz) im Vergleich zum Dow (orange) seit 2013.

Wer es etwas ausführlicher und im Originalwortlaut mag, der findet hier von Caterpillar im Detail Aussagen zu den positiven und negativen Faktoren für das kommende Geschäftsjahr:


Positive factors

Prices for some commodities important to our business have improved from earlier lows. Oil prices are currently near $50 per barrel, but are still volatile. While about 70 percent below the prior peak in 2014, the U.S. active rig count is up 37 percent since May of 2016.
Most prices for mined commodities have risen from lows earlier this year, and we are expecting average prices in 2017 to be flat to up modestly from 2016. We are seeing recent improvement in dealer rebuild activity and some firming of aftermarket parts sales in mining.
The construction industry and our market position have continued to improve in China, and we are expecting a continued small improvement in 2017.
Construction sales in Brazil and Russia have likely bottomed at very low levels in 2016.
After several years of decline, surveys of capital expenditures in the mining sector indicate spending should level off in 2017.

Negative factors

While sentiment around mining has definitely improved, there are still many idle trucks on customer sites, and we have not seen an increase in orders for new equipment.
While mining-related commodity prices have improved, some remain at levels that we believe are too low to drive additional investment.
Construction activity and construction equipment sales in North America during the second half of 2016 are now anticipated to be lower than we expected in our previous 2016 outlook. We are concerned that could continue into 2017.
There is continuing uncertainty in Europe, particularly around the impact of Brexit on European economic growth, business confidence and investment.
While sales in China have improved, there is risk of slowing if Chinese government monetary and fiscal policy become less supportive.
Power generation sales are expected to be down, particularly in the oil-producing regions of Africa/Middle East where the pace of investment has slowed.
Marine engines for boats that service offshore oil and gas are not expected to improve as oil prices, while better, are not expected to be sufficient to improve offshore rig economics in 2017. Tug markets also are expected to be weak with weak freight movement.
We expect continued weakness in industrial engine sales to agricultural customers and small generator set packagers.
North American rail is again expected to be a challenged industry with many idle locomotives.

caterpillar-3
Zum Vergrößern bitte anklicken.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    gerd

    25. Oktober 2016 16:01 at 16:01

    Da bliebe mir nur als Hoffnungsanker:

    Die Firma hat irgendwas was verschlafen. Und seien es neue Konkurrenten auf dem Weltmarkt. Es ist nicht die schleppende Konjunktur sondern hausgemacht bzw. die Konkurrenz schläft nicht.

    Aber wie gesagt, nur ein Strohhalm. Ich habe keine Ahnung, wer da weltweit wirklich mitmischt. Und ob es da überhaupt noch einen vergleichbaren anderen Mitbewerber gibt.

    Aber eines weiß ich, nur weil ein Mitanbieter gute oder schlechte Zahlen liefert, übertrage ich das nicht automatisch – anders als der Markt gemeinhin – schon vorab auf die Konkurrenz. Zuletzt Prosieben und Netflix, glaube ich war es.
    Es k ö n n t e ja auch sein, dass der eine deshalb schon gute Zahlen vorgelegt hat, weil er dem anderen was weggenommen hat.

    • Avatar

      Vogel

      25. Oktober 2016 17:48 at 17:48

      Gute Schlussfolgerung.

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Indiz für die jüngste Zocker-Orgie in US-Aktien und Bitcoin – man schaue auf die Such-Trends

Claudio Kummerfeld

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am

Bunte Kurstafel

Markus Fugmann hatte die letzten Tage darüber berichtet, so auch heute früh (siehe hier). Vor allem über einen gigantischen großen Zocker-Blog auf Reddit (siehe hier) formiert sich quasi täglich neu eine gigantische Crowd aus gierigen Jung-Zockern, um sich auf einzelne US-Aktien zu stürzen. Besonders interessant waren die letzten Tage kräftige Kursanstiege Aktien wie „Gamestop“, bei denen es hohe Short-Volumina gab. Profi-Spekulanten wie Hedgefonds hatten große Wetten auf fallende Kurse aufgebaut. Steigt der Aktienkurs nun aber kräftig, kann der Verlust dieser Profis ins Unendliche steigen.

Und die Banken und Broker, die solchen Hedgefonds oft Kredite für ihre Spekulationen gewähren, könnten kalte Füße kriegen und mehr Sicherheiten verlangen – oder die Short-Positionen zwangsweise schließen, wodurch der Aufwärtssog der Aktien noch mehr verstärkt wird. Auf genau diese Bewegung hofften die Zocker wohl bei Gamestop und anderen Aktien. Man schaue in der folgenden Grafik, wie die Beliebtheit für den Google-Suchbegriff „Short Squeeze“ in den USA in den letzten fünf Jahren aussah. Erst in den letzten Tagen explodierte die Beliebtheit dieses Suchbegriffs extrem. Mit Short Squeeze bezeichnen Börsianer einen stark steigenden Aktienkurs, der durch das Schließen von Short-Positionen verursacht wird. Der Wert 100 in der Grafik steht für die höchste Beliebtheit des jeweiligen Suchbegriffs.

Im folgenden Chart sehen wie in den Google Trends für die letzten fünf Jahre die weltweite Beliebtheit des Suchbegriffs „Bitcoin“. Man sieht, dass bei der ersten großen Hausse Ende 2017 die maximale Beliebtheit von 100 Punkten erreicht wurde, und Anfang diesen Jahres nur ein Wert von 69 – jetzt nur noch 42 Punkte. Die Gier der Internet-Gemeinde nach dem Thema war damals also wohl noch größer als heute. Offenbar scheint sich ganz aktuell die „Meute“ auf die kleinen US-Aktien zu stürzen – weil die wohl von einer Meute Klein-Zocker leichter kräftig im Kurs zu bewegen sind?

Chart zeigt Beliebtheit der Suche nach Bitcoin

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Robuste Ergebnisse auf breiter Front

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die gemeldeten und heute Abend anstehenden Quartalszahlen sind heute ein wichtiges Thema.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP in der Krise: Ist das eine Chance für uns? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war ganz harte Kost, die der europäische Software-Riese SAP am 26. Oktober für seine Aktionäre hatte. Die Cloud-Sparte blieb überraschend deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einzelne Anwendungen wie die Software Concur (Verwaltung und Organisation von Geschäftsreisen) floppten völlig. Und noch mehr: Die Walldorfer kassierten auch gleich die Gewinnschätzungen für die nächsten Jahre, wie wir aus dem Quartalsbericht entnehmen mussten.

So kam es wie es kommen musste. Die Aktie des DAX-Schwergewichts kollabierte an jenem Tag binnen weniger Sekunden und verlor 20 % ihres ursprünglichen Marktwertes. Per saldo sank die SAP-Aktie von über 140 Euro unter 100 Euro ab. Milliarden Euro waren plötzlich durch den Schornstein.

Ungefähr im gleichen Zeitraum meldete die US-Konkurrenz bestes Zahlenwerk. Oracle und Salesforce nutzten die Dollarschwäche des vergangenen Jahres und griffen den deutschen Software-Riesen in seinem europäischen Heimatmarkt an. Die Analysten hängten wie üblich ihr Mäntelchen in den Wind und urteilten vernichtend über das Software-Unternehmen. Der Tenor: Eine Wachstumsgeschichte geht zu Ende. SAP bringt es nicht mehr.

In der Tat befindet sich die Walldorfer Software-Schmiede in einer veritablen Krise. So wird der Umsatz 2021 kaum noch wachsen, der Gewinn wird großer Wahrscheinlichkeit sogar rückläufig sein.

Das sind die Stärken der SAP

Aber gemach! SAP ist unverändert ein großartiges Unternehmen, dessen Software-Anwendungen weltweit in rund 25 Branchen genutzt werden. Bei Großunternehmen sind die Deutschen immer noch das Maß aller Dinge. 9 von 10 Playern nutzen mindestens eine kleine SAP-Anwendung. Die Kundenkartei der Walldorfer liest sich imposant. Dort finden Sie typische Traditionsunternehmen wie Chevron, Ford oder AT&T. Aber auch die…..

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