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Asien

China-Außenhandel: Schlechte Zahlen, aber 12 Jahres-Rekord gegen die USA

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China hat heute früh seine aktuellsten Außenhandelsdaten veröffentlicht. Zunächst einmal schauen wir uns die Gesamtzahlen an. Die Exporte im Dezember 2018 fielen gegenüber Dezember 2017 um 4,4% (erwartet +3%). Da die Importe aber mit -7,6% (erwartet +5%) noch viel stärker fielen, steigt der Handelsüberschuss Chinas im Monat Dezember von 44,7 auf 57,1 Milliarden Dollar. Das ist also ein trügerisches Bild!

Im Gesamtjahr 2018 hat China den geringsten Handelsüberschuss seit dem Jahr 2013 erwirtschaftet. Bei 351,8 Milliarden Dollar Überschuss stiegen die Exporte gegenüber 2017 um 9,9%, während die Importe um 15,8% gestiegen sind (in US-Dollar berechnete Daten).

China-Außenhandel mit den USA

Im Monatsvergleich von November auf Dezember 2018 ist der Überschuss Chinas mit den USA zwar von 35,5 auf 29,9 Milliarden Dollar leicht gefallen. Aber im Gesamtjahresvergleich von 2017 zu 2018 hat China gegen die USA den höchsten Überschuss seit dem Jahr 2006 erzielt. Der Überschuss stieg gegenüber 2017 um 17% auf 323,3 Milliarden Dollar.

Exporte Richtung USA stiegen im Jahresvergleich m 11,3%, und die Importe aus den USA nach China stiegen nur um 0,7%. Das treibt natürlich den chinesischen Überschuss in die Höhe. Diese Daten dürften Donald Trump überhaupt nicht gefallen. Und sie dürften Anlass für ihn sein sein Verhandlungsteam noch weiter anzufeuern, dass noch härter mit Peking über neue Handelsbedingungen gefeilscht werden muss.

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Asien

China – Zeichen einer Stabilisierung. Die Wende?

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Zuerst war man etwas geschockt von einem Wachstumsrückgang in China auf 6,2 Prozent im zweiten Quartal 2019, im Vergleich zum Vorjahr. Dem geringsten Wachstum seit 27 Jahren. Das Hoch im jüngeren Wachstum lag im Jahr 2010 mit 10,6 Prozent, seither geht es stetig aber gleichmäßig bergab. Die jüngst veröffentlichten Konjunkturdaten waren dann aber besser als erwartet und geben Hoffnung auf eine wirtschaftliche Stabilisierung im Reich der Mitte.

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China – wie kommen diese stetigen Konjunkturzahlen zustande?

Es muss doch verblüffen: China ist ein Riesenreich mit über 1,4 Milliarden Menschen auf einem Staatsgebiet von über 9,5 Millionen Quadratkilometern und man liefert seit Jahren Zahlen ab, die zwischen Vorhersage und Realisierung um gerade mal 0,1 Prozent differieren.

Für 2018 lautete das Wachstumsziel 6,5 Prozent, berichtet wurden dann 6,6 Prozent. Für das jetzige Quartal Q2 erwartete die chinesische Regierung 6,2 Prozent, das Statistikamt lieferte punktgenau. Wie kann so etwas funktionieren, im Gegensatz zu kleinen und modernen Industriestaaten, die regelmäßig massive Abweichungen vermelden müssen? Ökonomen von von der Chinese University of Hong Kong und von der Universität Chicago haben in einem aktuellen Fachaufsatz die Ursachen dieser scheinbaren Genauigkeit dargestellt.

Des Rätsels Lösung: Die Datensammlung erfolgt durch die lokalen Büros des Statistikamts NBS, die zwar Teil des Statistikamts sind, aber eigentlich den Regionalregierungen unterstehen. Diese haben den Auftrag die Wachstums- und Investitionsziele der Zentralregierung in Peking zu erfüllen und wollen augenscheinlich nicht enttäuschen.

Die Verfasser der Studie kommen zu dem Ergebnis, dass die Übertreibungen durch die Regionalregierungen ab 2008, also seit der letzten großen Rezession in den westlichen Staaten deutlich größer geworden sind. Die Ökonomen schätzen, dass das jährliche Wirtschaftswachstum seit 2010 um knapp zwei Prozentpunkte zu hoch angesetzt sei, auch die Investitions- und Sparquote könnte sich von den ausgewiesenen Zahlen deutlich unterscheiden.

 

Die aktuellen Konjunkturdaten aus China

Vor zwei Tagen vermeldeten die Behörden für Juni einen Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 9,8 Prozent, deutlich über den zuletzt enttäuschen Zahlen von 7,2 Prozent – im Wachstumsland China die niedrigsten Kennziffern seit 16 Jahren. Einen stärkeren Anstieg gab es auch in der Industrieproduktion, die gegenüber dem Vorjahr um 6,3 % zulegte, stärker als die erwarteten 5,2 Prozent. Beobachter sehen darin einen ersten Effekt der staatlichen Stützungsmaßnahmen in Form von Steuersenkungen in Höhe von 400 Milliarden Dollar und der Emmission von Anleihen für die Lokalregierungen zur Finanzierung von Infrastrukturprogrammen.

 

Das alte Rezept der Jahre nach der Finanzkrise

Hinzu kommt noch die sechsmalige Kürzung des Mindestreservesatzes durch die Zentralbank zur Stärkung mittelständischer Unternehmen. Wollte man nicht zuletzt die riesige Verschuldung chinesischer Unternehmen abbauen?

 

Das Damoklesschwert – der ungelöste Handelsstreit

Nach dem Ende Juni vereinbarten Waffenstillstand ist die Hoffnung da, dass es zu keiner weiteren Zolleskalation kommt. Donald Trump freute sich lautstark über den Wachstumsrückgang in China – im Gegensatz zu den USA – und machte dafür seine Zollpolitik verantwortlich. Gleichzeitig schimpfte er wegen der ausbleibenden chinesischen Käufe von landwirtschaftlichen Produkten der USA, gleich wieder drohend, es könnten ja noch weitere Zölle folgen. Das wäre dann ein Anlass für ein Anspringen der Volatlität, ein Anschwellen der Umsätze und für eine veritablen Aktienmarktkorrektur.

 

Fazit

Die gemeldeten Konjunkturdaten aus China sind ein Silberstreif am Horizont, auch für Deutschland, das sich so stark abhängig gemacht hat von chinesischen Wachstum, mehr noch nicht. Es darf einfach nicht zu den im Raume stehenden Zölle in Höhe von 300 Milliarden Dollar kommen. Nicht für die USA, deren Verbraucher dann gewaltig betroffen sein würden und nicht für China, dessen Stützungsmaßnahmen nahezu verpuffen würden.

Irgendwie hat man das Gefühl, das beide Seiten auf Zeit spielen, aus unterschiedlichen Gründen: Trump darf keinen Einbruch in der Wirtschaft und in den Aktienindizes riskieren und die Chinesen wollen die Zeit nutzen, um ihre Strukturreformen weiter umzusetzen, um schlussendlich die Abhängigkeit von den Exporterlösen in die USA zu reduzieren.

 

Hat China nach dem Abschwung schon die Wende geschafft?

By Baycrest – Own work, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49027529

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Asien

Aktuelle Konjunkturdaten aus Asien: Richtig düster!

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Weltweit machen vor allem die Produktionsdaten der Industrie Sorgen, die in vielen Industrienationen rückläufig sind. Und so lohnt ganz aktuell auch ein Blick nach Japan. Und siehe da: Im wichtigen Vergleich zum Vorjahresmonat ist die dortige Industrieproduktion um 2,1% rückläufig. Die Auslieferungen sind um 1,8% rückläufig, wie offizielle Daten zeigen. Wie der folgende Tweet gut zeigt, ist die Produktion in Japan nun den vierten Monat in Folge deutlich rückläufig!

Auch wurden heute früh für Singapur Daten zum Wirtschaftswachstum veröffentlicht. Das Wachstum des letzten Quartals im Jahresvergleich sinkt auf nur noch 0,1% nach 1,1% im 1. Quartal. Vor einem Jahr waren es noch +4,2%. Im Vergleich von Quartal zu Quartal ist das BIP in Singapur aktuell sogar um satte 3,4% rückläufig, wo es vorher noch ein Plus von 3,8% war. Schaut man in die Details dieses 0,1% BIP-Anstiegs, dann ist die Produktions-Komponente hier schon mit 3,8% im Minus! Wie auch in Deutschland halten Bau + Dienstleistungen den Schnitt im Plus!

Singapur BIP

Die folgende Grafik zeigt, dass die Produktion im Musterland Singapur schon seit Monaten ins Minus gerutscht ist.

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Asien

Akuell: Schwache Daten aus China

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Soeben wurden (verspätet) schwache Konjunkturdaten aus China veröffentlicht (jeweils zum Vorjahresmonat):

1. Industrieproduktion +5,0% (Prognose war +5,4%; Vormonat war +5,4%)

2. Anlageinvestitionen (Fixed Asset Investment): +5,6% (Prognose war +6,1%; Vormonat war +6,1%)

3. Nur der Einzelhandelsumsatz besser mit +8,6% (Prognose war +8,0%; Vormonat war +7,6%)

4. Arbeitslosenquote 5,0% (wie Prognose und Vormonat)

All das zeigt: der Binnenkonsum läuft gut, aber Investitionen und Industrie mit deutlichen Schwächezeichen! Wird die People´s Bank of China reagieren müssen?


Die Großstadt Chongqing

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