Asien

China will sein BIP statistisch aufhübschen

Von Claus-Peter Sesin

China plant, mit Hilfe einiger Statistiktricks sein Bruttoinlandsprodukt aufzubessern. Die wichtigste der fünf Änderungen: Künftig fließt – wie in USA seit Sommer – intellektuelles Eigentum (Erfindungen, Patente, Urheberrechte) in die BIP-Berechnung ein. Außerdem sollen die infolge privater Spekulation stark gestiegenen Immobilienpreise stärker berücksichtigt werden.

Eine solche prozyklische Politik hat allerdings den Nachteil, dass sie im nächsten Konjukturtal auch entsprechend nach hinten losgehen kann. Chinas BIP dürfte damit in Zukunft stärker schwanken als bisher.

Als nächstes steht aber wohl erst mal eine BIP-Überraschung nach oben an – samt Hochschießen der Börsen in Schanghai und Hongkong. Man sollte dabei tunlichst im Hinterkopf behalten, dass an den präsentierten BIP-Zahlen real weniger dran ist, als es scheint.

Bereits heute morgen schloss der Shanghai Composite (SSE) 2,87 % im Plus, weil der Markt die am Wochenende in Peking bekannt gegebenen Reformbeschlüsse begrüßte. Dazu zählen eine weitere Öffnung des chinesischen Kapitalmarktes sowie die Reduzierung staatlicher Investmentbeschränkungen. Finanztitel legten teils zweistellig zu.



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