Devisen

Chinas Notenbank: Abwärtsdruck wird größer, Schulden steigen

Von Markus Fugmann

Chinas Notenbank People´s Bank of China hat soeben vor weiterem Abwärtsdruck für die Wirtschaft des Landes gewarnt und darauf hingewiesen, dass der Verschuldungsgrad im Reich der Mitte weiter steigt. Die gleichzeitig weiter steigenden Überkapazitäten würden die Inflation weiter zurück gehen lassen, so die PBOC. Man werde daher Massnahmen ergreifen, um die Finanzierungskosten zu verringern, gleichzeitig aber versuchen, weder zu wenig noch zu viel zu tun – in guter alter konfuzianischer Tradition der Ausgewogenheit. Der Fokus bleibe auf eine „angemessen elastische“ Geldpolitik ausgerichtet.

Gleichzeitig sei man bestrebt, die Flexibilisierung des Yuan-Kurses nach „beiden Seiten“ anzuheben – bislang darf die Währung in einer Spanne von 2% vom durch die PBOC gesetzten Referenzwert abweichen. Wahrscheinlich ist, dass die Notenbank bestrebt ist, den Yuan sanft abwerten zu lassen, nachdem die neuesten Export-Daten gezeigt hatten, dass insbesondere die Exporte in die Eurozone und nach Japan stark eingebrochen waren – als Folge der Yuan-Stärke im Vergleich zum Euro und zu Yen. Heute Nacht veröffentlichte Daten zu den Verbraucherpreisen (+0,8%) und Erzeugerpreisen (-4,3%) im Reich der Mitte waren niedriger als erwartet ausgefallen – sie fielen auf den tiefsten Stand seit dem Krisenjahr 2009.

Unklar sei, so die Notenbank, wie es mit der Zinspolitik in den USA weiter gehe, während man weitere Lockerungen der Geldpolitik in der Eurozone und Japan erwarte. Es sei davon auszugehen, dass die Volatilität bei den wichtigsten Währungen zunehmen werde, weil die Geldpolitik global gesehen weiter auseinander drifte.



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