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Coronakrise: Markus Krall über “legalisierten Bilanzbetrug”

In der Coronakrise wird der Bilanzbetrug “amtlich” – es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis dieser Bilanzbetrug dann legalisiert werde, sagt Markus Kall

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Kaum jemand hätte es vor der Coronakrise für möglich gehalten, wie schnell und grundlegend elementare Prinzipien unseres Wirtschaftsrechts ausser Kraft gesrtzt worden sind – Markus Krall spricht angesichts der Aushebelungen von bislang bestehenden Grundprinzipien von der Einführung des “legalisierten Bilanzbetrugs”. So etwa die temporäre Abschaffung der Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz – vor der Coronakrise war die Insolvenverschleppung ein Straftatbestand, der mit bis zu drei Jahren Freiheisstrafe geahndet werden konnte.

Derzeit werden bereits ca. 30% der Kredite nicht mehr bedient, Millionen von Mietern zahlen derzeit ihre Miete nicht, sagt Markus Krall – und für die ohnehin schon vorher angeschlagenen europäischen Banken ist das ein weiterer Tsunami. Zwar können die Banken etwa in Deutschland in der Coronakrise risikofrei Kredite vergeben, weil die staatliche KfW für diese Kredite als nachrangiger Gläubiger haftet (was nichts anderes heißt, als dass die KfW und damit der deutsche Staat faktisch ganz am Ende der Schange steht, wenn es um die Frage geht, wer von einer “Restmasse” als Gläubiger noch Zahlungen erhält) – aber das verzögert den Niedergang der Retail-Banken nur, ohne ihn nachhaltig zu stoppen.

Um die Banken zu retten, werde die Banken-Aufsicht gar nicht umhinkommen, als den Banken zu erlauben, ausfallende Kredite nicht mehr bilanziell zu verbuchen, sagt Markus Krall. In und mit der Coronakrise wird so der Bilanzbetrug “amtlich” – es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Bankaufsicht eben diesen Bilanzbetrug dann auch öffentlich verkünde.

Bekanntlich hatte sich Markus Krall mit seiner Prognose eines zeitnahen Banken-Kollaps weit aus dem Fenster gelehnt – mit und durch die Coronakrise aber gewinnt sein Szenario rapide an Wahrscheinlicheit. Da aber ein Kollaps großer Banken für Politik und Aufsicht nicht tolerabel ist, werden diese Banken als Zombies durch Bankenaufsicht, Notenbanken und Poltitik weiter gestützt – durch immer wieder gedrucktes Geld. Aber wird das ein “buy-in” – werden also Kontoguthaben gewandelt, indem die Kontoinhaber per Zwang praktisch zu Aktionären der Bank werden? Oder gibt es einen “buy-out“?

Was kommt nun auf uns zu im Rahmen der Coronakrise? Wann schlägt die Deflation in die Inflation um? Dazu dezidierte Ausagen von Markus Krall in folgendem Interview:

 

Markus Krall über die Konsequenzen der Coronakrise

18 Kommentare

18 Comments

  1. Avatar

    Scheer

    18. Mai 2020 12:43 at 12:43

    Ich halte die Aussage von Dr. Krall bez. der Politikerreation zu Corona für durchaus schlüssig. Das sind keine besonders helle Leuchten in ihrer Rolle. Die Eigenschaft “vorrausschauend” trifft eher auf das Engagement Wiederwahl zu und nicht in ihrer zugewiesenen Rolle/Funktion.

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      globalvoterorg

      18. Mai 2020 16:57 at 16:57

      Was kam zuerst, das Ei oder das Huhn!? Die Ignoranz als “benchmark” für die Verhaltensfehler zeigt, sehr bequem, übrigens, auf den demokratischen Bürger, derer quantitativer Entscheidungskurve, die Gaus´sche Kurve, am ehesten, entspricht! Darin ist die ignorante und halbwissende Masse/Mehrheit, in der Politik, gespiegelt. D.h., wir werden keine besseren Entscheidungen und Politiker bekommen, solange wir, keine “besseren” Bürgern werden!. Seit Jahren plädieren wir dafür, dieses Dilemma, der “Demokratie” zu “drehen”, indem, wir die qualitative, Mehrstimmen und Direkte Demokratie, einfordern! Was ist der Kern dieser Forderung!? Ein Erziehungsprogramm, zum besseren Wähler. Wenn 20/25% der Bürger, immer, in Direkter Demokratie, von unten nach oben und niemals umgekehrt, 70/80% der Stimmen hätten, bekämem wir eine neue und dynamischere Politikkultur! Eine Meritokratie! Es “lohnt” sich in der Gemeinwohlwirtschaft und -politik einzusetzen. Ohne Qualität kommen wir nicht weiter!
      Dies setzt voraus, daß die Gesellschaft, nicht nur die Politiker, ihre Fehler einsieht und deshalb der Änderung gewisser Paradigmen zustimmt! “One man, one vote”, dieses Prinzip, ist gescheitert! 20/25% der “qualifizierten” Wähler wären in D, 12/15 Millionen Wahlberechtigte.
      Es ist “leicht” vorstellbar, daß es besser ist, z.Zt., von dieser bewußten Masse bestimmt zu werden, als “fremdbestimmt”, durch eine eklatante Minorität von Akteuren, sowohl aus der Einheitsparteien-, der Finanzwirtschafts- und der Konzernhierarchie!? Halt, natürlich, wird die minoritäre Masse nicht übervorteilt. Jeder Wähler, behält seine 1x Stimme und kann seinen Monoritätenschutz (z.B., 20% Sperrklausel), im Rahmen eines Grundgesetzes, immer, durchsetzen. Das Ziel ist die Gemeinwohlwirtschaft, die Freie Marktwirtschaft und ein freies GeldSystem! Die Humanwirtschaft und Meritokratie hat, zudem, einen entscheidenden Entwicklungsimpuls. Absolut, jeder Bürger, von Mutter Theresa bis Bill Gates, kann sich, wirtschaftlich und sozial, unabhängig, von der 1x Stimme, die jedem zusteht, zu 10x Stimmen in seinem Dasein (techn., ab 45 Lebensjahre) kommen. Dazu, noch, 2x intelligente Ansätze. Die Stimmen können nicht vererbt werden, d.h. übertragen werden und ab 65x Jahren werden diese Bürger in den “Ältesten Rat” befördert. Dieser könnte jede Entscheidung, einmal, ablehnen und damit zur neuerlichen Diskussion bringen, aber langfristig nicht verhindern!

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    thinkSelf

    18. Mai 2020 13:00 at 13:00

    Was der klassische Ökonom immer übersieht, ist das eine Bank kein “Geld” erzeugt, sondern nur Geldsymbole. Die Grenzkosten hierfür sind 0 (wir lassen das Thema Zahlungsverkehr weg).
    Das eine Bank, deren Eigenkaptial “negativ” ist, pleite ist, ist eine willkürlich gesetzte Festlegung.
    Denn eine Bank kann ihr Eigenkaptial beliebig weit ins Negative treiben ohne das das Auswirkungen auf ihre Zahlungsfähigkeit hat. Denn sie stellt ihr Geld ja selbst her. Sie kann auch einen totalen Kreditausfall verkraften. Das führt lediglich zu größeren negativen Zahlen aus der Passiv-Seite der Bilanz.

    Allerdings bleibt dann die mit den Krediten in den Markt gepumpte Liquidität in der Realwirtschaft und die hierdurch geöffneten Tauschtransaktionen können nicht mehr geschlossen werden. Auf Dauer erzeugt das Inflation.
    Wobei wir uns vielleicht, wie bereits mehrfach erwähnt, von der Idee einer allgemeinen Inflation trennen müssen und es lediglich zu sektoraler Inflation kommt.

    Mit dem Endergebnis maximaler Vermögenskonzentration.

  3. Pingback: Coronakrise: Markus Krall über “legalisierten Bilanzbetrug” – Unser Geld- und Zinssystem

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    doris

    18. Mai 2020 16:33 at 16:33

    Hr Krall hat mit seiner Einschätzung durchaus recht. ABER: Das Gold wird der Staat sollte es soweit kommen beschlagnahmen. so wie 1933. Das sollte er seinen Kunden in München auch sagen die jetzt Gold kaufen.

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      Columbo

      18. Mai 2020 17:24 at 17:24

      @Doris

      Sie wissen, daß der Staat, wie 1933, Gold beschlagnahmen wird. Sie glauben es nicht, Sie wissen es! Woher eigentlich?
      Haben Sie auch, wie Krall, ein Buch geschrieben? Denn wenn einer ein Buch geschrieben hat, glauben ihm alle, daß er weiß, was kommen wird, warum auch immer.
      Aber Sie, einfach nur so? Ohne Buch im Hintergrund?

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    globalvoterorg

    18. Mai 2020 17:46 at 17:46

    Nobody is perfect! Der implizierte Fehler, im Gedankengang von Dr.Krall, ist die BevorteilungsSystematik, von Minoritäten, im FIAT SchuldgeldSystem, zu “unterschätzen”. Diese ist, aber, absolut, eindeutig, ein Faktum! D.h., ein Goldinvestor ist, spekulativ, die andere Seite der Medaille, die da heißt, Finanzmacht. Was Dr.Krall ganz bestimmt nicht ist, ein Ignorant zu sein. Folglich, lehnt er die Macht, als solche, im System nicht ab. Ob, nun, “morgen” die Finanzkrake (die Herren des PapierGeldSystems), vertreten, durch das Regime Merkel, das EM enteignet, ist eine, eher blöde, semantische Unterstellung. “Schaun´mer mal”, wie, Beckenbauer kommentieren würde. Dieser ist, ja, schon in AUT! Wie viele Maulwürfe müssten eingestellt werden, all das “vergrabene” Gold zu finden. Nun, denn eine ganz neue Arbeitsplatzbeschaffung! Treffender, wäre ein anderer Ansatz, den, aber, Dr.Krall, tunlichst, nicht anschneidet! Wenn, nämlich die Finanzkrake (die AWO und NWO: Die Alte und Neue Weltordnung!), die Macht, ganz einfach, die geplante: “Virtuelle DiktaturTotal”, mit der entsprechenden dominierten “staatlichen” KryptoWährung durchsetzt, dann kann sie alle EM (AU/AG) als, “commodity”, einstufen, weil, all dieses “schöne” historische Zahlungsmittel (Werteanker) NICHT mehr fungibel ist oder, eben, eintausch-/handelbar wäre, weil, ja auch das Papiergeld, auch, untergegangen worden wäre. Hoppla, die schöne Neue Welt, gell! Das hat keiner auf dem Schirm! Wie alle anderen, auch, “verkauft”, Dr.Krall eine Illusion!

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      globalvoterorg

      18. Mai 2020 17:56 at 17:56

      Einen Nachsatz kann ich mir nicht verkneifen! Wie. immer, geht es um die Macht! Wenn, nun, die Finanzkrake, doch, scheitert und es zum Bank- und Goldrun kommt, wird Dr.Krall, natürlich, zum Helden befördert. Die große Frage ist dann. Wird er oder nicht seine natürliche Macht (kommend vom Machen) dem Gemeinwohl widmen oder eher umgekehrt!(Satire aus !)

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    Columbo

    18. Mai 2020 18:27 at 18:27

    Für mich immer wieder merkwürdig, wie wenig Reaktionen, Kommentare Markus Krall auslöst. Praktisch sagt er jedesmal den Weltuntergang voraus, denn ein vielfacher Bankenzusammenbruch ist ein finanzieller Weltuntergang.
    Trotzdem, die paar Üblichen sagen immer, daß er Recht hat und Schluß. Ob ihr Geld dann weg ist oder nicht scheint egal zu sein, vielleicht haben die gar keins.
    Die anderen haben ihr Geld vielleicht derart in Sicherheit gebracht, daß ein Bankencrash für sie irrelevant ist. Da würde mich interessieren, für welche Vermögen ein Bankencrash irrelevant sein könnte?
    Markus Krall erklärt nämlich stundenlang, wie die Banken in Zeitlupe in den Abgrund stürzen, aber wie man sein Geld in Sicherheit bringt? Da stottert er herum und in zwei Sekunden ist das Thema abgetan. Er weiß es nicht, Null, Niente…außer halt ein paar Goldnuggets(nicht zuviel, sagt er)kaufen oder Geld ins Schließfach(!?!). Ja dann…hör ich mir doch lieber Leute an, die diesbezüglich bessere Ideen haben.
    Crashpropheten schreien laut, daß die Welt untergeht, geht man dann näher hin und fragt, was man dagegen tun kann, flüstern sie dir ins Ohr: „Es steht in meinem Buch“ oder wenn sie ehrlich sind: „Keine Ahnung“.

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      globalvoterorg

      18. Mai 2020 20:37 at 20:37

      Die Ahnungslosigkeit, bei allem Respekt, fängt bei dem an, der so dumm fragt. Alle Kommentaristen und (Crash) Bücherschreiber, haben denselben Mangel. Sie sind Teil des Problems und nicht Teil der Lösung. Den “weißen” Elefanten im Raum, benennt, kaum, einer! Ernst Wolff, dem muß man zugehört haben. Hier liegt ein kriminelles “Schauspiel” vor, welches seit 100 Jahren +, im Wiederholungsmodus spielt! Nur, wenn man versteht, daß, nur, die gewinnen, die die Liquidität dominieren, d.h. die “Lizenz zum Gelddrucken” gekapert haben, dann ist man einen Schritt weiter. Dann braucht man keine Bücher, keine Chartanalyse und kein Spekulant zu sein. Ein plausibles BeiSpiel! Das Monopoly! Jeder weiß, daß alle Spieler am Anfang die gleiche Summe Bargeldes bekommen und am Ende gewinnt der, der die anderen zur Pleite gebracht hat! Es entscheidet, Geschick, Strategie und Würfelglück! Soweit, so gut! Wenn, jetzt, aber ein Mitspieler, NUR EINER (!), während des Ablaufs des Spieles, soviel Bargeld, wie gewünscht, neu, “schöpfen” könnte!? Was passiert dann wohl? Das IST unfair, Mensch!!! Eine Sauerei! Natürlich, würde dieser Spieler, immer, langfristig gewinnen! Vergleichen wir das mal mit dem Vorgehen der FED/BIZ/EZB (Die DruckerMafia) und seinen Vasallen. Der Anlagemarkt, die Weltwirtschaft ist ein gezinktes Spiel, wo, nur, eine Kaste gewinnt. Letztlich, wohlgemerkt. Mehr noch: Sie braucht kein Geld, weil sie es sich selber drucken kann! (BEM.: Das können die Meisten überhaupt nicht ab!?) Noch dazu lebt sie von den Zinsen und Zinseszinsen eines Papiergeldes, welches sie aus der puren Luft schöpft! Na, noch Fragen!?
      Da guckste, wa´! Wer an den Trog kommt, ist fremdbestimmt. Nichts ist so, als wie es scheint. Natürlich lässt man das Volk: “Wer wird Millionär” bei Jauch, spielen oder man inszeniert: “The American Dream”. Einige Tüchtige kommen auch so durch, stimmt. aber die große Mehrheit (90% +) schaut in die Röhre. Ein perfektes Illusionstheater (-spiel). Eine Verknechtung ohne Punkt und Komma.

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        Columbo

        19. Mai 2020 08:58 at 08:58

        @Globalvoterorg

        Sie bezeichnen andere als Dummfrager, aber bringen dann ausgerechnet Ernst Wolff als Argument? Der ist in meinen Augen ein Paranoiker, wie Hunderte andere auch.
        Auch Sie schreiben einen unendlich langen Kommentar über „Monopoly“ usw., aber keine praktischen Lösungansätze, wie man sein Geld vor „Sauron“ schützen kann. Genau wie die anderen, eine wunderbare, wortreiche Predigt, wie furchtbar alles ist und daß wir jetzt alle den Abgrund hinabfahren.
        Sonst nichts, keine Ideen, keine Ahnung, ist einfach so.

        @Michael, Sie haben Recht, Ich werde die Zeugen Jehovas nicht mehr ins Haus lassen und mit ihnen über die Bibel diskutieren.

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          globalvoterorg

          19. Mai 2020 15:27 at 15:27

          Aufwachen, erkennen, handeln. Eigentlich, ein einfacher Zusammenhang. Ernst Wolff, als investigativer Journalist und Historikerautodidakt legt den Finger auf die Wunde, wie dutzende Andere. Wenn Sie seine Bücher gelesen haben und ihn persönlich kennenlernten oder eine seiner Vorträge gehört hätten, würden Sie ihre “Meinung” “bereuen” müssen, noch könnten Sie sie aufrecht erhalten! Das kommt, natürlich, darauf an, wie tief man in die Materie eindringen wollte und wessen Interessen man vertritt. Meine Monopoly Metapher zielt auf den Umstand ab, daß die Weltwirtschaft mit gezinkten Karten betrieben wird, zum Nachteil von 99% der Menschenfamilie. Wolff analysierte 1x einzige Institution in dieser MachtMatrix, die uns Alle verknechtet.
          Sie können gerne auf meine Seite gehen, fall ihnen die “Adresse”, oben, überhaupt was sagt, aber alternative Systeme und Lösungen haben auch Leute wie Andreas Popp (Der Plan B), Peter Haisenko (Die Humanwirtschaft) oder H.W.Graf (perspektive.de) entwickelt. Insbesondere, aber, muß jede Evolution, das Grundübel, erkenntlich machen. Die “Mutter” aller Wachstumskrisen ist das exponentielle ZinseszinsSystem (Prof.Senfft) im FIAT Schuldgeld, weil, hier, die Wirtschaft, nur, durch Expansion überhaupt wachsen kann, um, dann, die absurde Umverteilung von “fleissig” zu “reich” zu bewerkstelligen. Monopoly Metapher! Diese MachtMatrix ist eine Realität, aber gemeinhin verschleiert und verschwiegen. Trotzdem, die Ursache aller Wachstumskrisen, die soo “bekämpft” werden, ohne ihren Hintergrund zu analysieren! Die Geldillusion, die den Konsumwahnsinn, der die Umweltverschmutzung und die Ressourcenkrise “triggert”. Der Globalismus ist die Antriebsfeder dazu, daß die Menschenfamilie sich von der Gemeinwohlwirtschaft, total, entkoppelt hat, zum Nutzen von 1% der Menschheit, wobei nur 0,001% das wirkliche Sagen haben! Das bedeutet, richtig! Auch die Demokratie und der Rechtsstaat ist eine Illusion. Auch der Kommunismus und der sozialismus, übrigens, aber das kommt in der nächsten Stunde. Setzen!

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      Michael

      18. Mai 2020 21:30 at 21:30

      @Columbo, vermutlich haben es mindestens 90% der Leute satt, auf die immer gleichen Verschwörungstheorien und Untergangsszenarien des Orakels vom Fürsten der Finsternis zu reagieren. Während dieses Orakel sich durch Wanderungen zum Hambacher Fest outet und mit einer rechtsradikalen Horde zweifelhafte Deutschlandhymnen singt, scheinen mehr und mehr Menschen zu verstehen, wo die tatsächlichen Probleme dieser Zeit liegen.

      Derzeit haben Verschwörungstheoretiker und Untergangspropheten ja ohnehin Hochkonjunktur. Wie bei den Zeugen Jehovas wächst auch hier die Anhängerschaft paradoxerweise mit jedem Jahr, in dem die Apokalypse selbstverständlich nicht eintritt. Nachfragen ist selbstverständlich unerwünscht.

      Je mehr sich die seit 11. März vorhersehbare Rezession aufgrund der Corona-Pandemie-Maßnahmen in den sonst völlig ignorierten Wirtschaftsdaten manifestiert, desto lauter schreien die alternativen Propheten. Gut zu verfolgen hier auf FMW: Wenig individuelle Reaktionen, aber überproportional viele Kommentare mit stetig abnehmender Qualität von wenigen Jüngern.

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        globalvoterorg

        19. Mai 2020 16:09 at 16:09

        Nehmen wir mal, ketzerisch, an, die Verschwörung gäbe es und der Untergang ist Teil des Planes der Dominanz! Der Untergang ist im FIAT SchuldgeldSystem vorprogrammiert, seitdem es, seit 1971/72 jede Bindung an Realwerte aufgegeben hat. Was heißt das!? Geld, Zahlungsgmittel, Spiralgeld kann ohne Limit, auf Knopfdruck, erzeugt werden, aus heißer Luft! Es wird gedruckt von einer ZentralbankMafia, die die Lizenz dazu, dem “armen” President Wilson (1913) abgequetscht hat und da die Weltwirtschaft kaperte! Die pöse Zinszins Regel, die exponentiell ist, eine Geburtsfehler dieses Systems, läßt die Geldblase (QE) fataler Weise platzen! Tja, die böse Verschwörung gibt es und die linken Ideologen sind die nützlichen Idioten dieser entstandenen Finanzkrake! Warum. Für diese Intellektuellen Mitmenschen ist die Maxime anderen was wegnehmen zu können, ohne dafür “hart” zu arbeiten, sehr verführerisch! Genial eigentlich! Die “Sozialisten” geben alles aus, bis alles Aller, alle ist! WAS kommt dann!? Schulden machen !!! Eureka ! Genau, das Geschäftsmodell der Zentralbanker, ihres BänksterClans und der Politschauspieler: Mehr Schulden = mehr Zinsen = mehr Dominanz! Kein linker “Chefideologe” versteht, daß das Geld eben nicht erarbeitet wurde und nicht auf den Bäumen wächst, weil es unbequem ist, sich das einzugestehen!
        “There is no free lunch”. Schulden sind nichts weiter als Konsum der Zukunft. Leben auf Pump führt zur Abhängigkeit. QE, heute, ist eine Droge. Die willigen Linken, die Antifa, z.B. sind hier ein Paradefall. Bei Muttern wohnen und vom Bankster (Politvasallen) das Tagesgeld einkassieren, um gegen ihre “scheiß” bürgerliche Menschenfamilie zu protestieren. Was gibt es Schöneres, als dagegen zu sein, wenn man sonst, aber, ins Sozialnetz fällt und noch “Rechtsschutz” genießt. Das fanden die Hitlerjugend und die Stasi oder die Schergen in der UDSSR auch sooo, toll! Oder die Motorradagenten bei Maduro in Venezuela, um mal was noch hinterhältigeres zu dokumentieren. Die “Tonton Macoute” in Haiti waren auch so und die “Partisanen” gegen Allende auch. Potzblitz!? Links, wie rechts! Tja, so ist die Moral und “Empathie” der Dominanz sortiert! Kompliziert, gell!? Alles Beschäftigungstherapie!

  7. Pingback: Aktuelles vom 18.05.2020 | das-bewegt-die-welt.de

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    Roberto

    18. Mai 2020 21:08 at 21:08

    @Columbo, ist doch ganz einfach. Gegen den Weltuntergang kann man nichts machen. Sonst wäre es kein Weltuntergang. enn es soweit kommt, dann verlieren ALLE. Ohne Ausnahme.

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    zoonpolitikon

    18. Mai 2020 21:26 at 21:26

    Auf mich wirken die Herleitungen der Argumentaionen des Herrn Krall fachlich sehr konsistent, und auch logisch schlüssig. Trotz dessen vermute ich das in einem Thema mit der Komplexiät wie diesem, verschiedene Elemente einer Argumentaionskette unterschiedlich verwendet werden können, um die ine oder die andere These zu stüttzen. Und ich vermute, das in der Bewertung dieser Variabilitäten (the unkown unknown)Herr Krall vielleicht eher die Auslegung wählt, die seiner Tendenz folgt. Seine Emotionalität hinsichtlich der “Sozialistischen Elemente” wirkt auf mich wie ein Hinweis in diese Richtung.

    Interessant aber im besonderen:
    Diese Aussage, die Bankenaufsicht würde jetzt diese Abschreibung ausfallender Kreditrückzahlungen an der Bilanz vorbei dulden, oder gar explizit erlauben, gibt es die irgendwo? Wo kommt das her?

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    Roberto

    19. Mai 2020 18:14 at 18:14

    oooh man, wer sich hier plötzlich alles rumtummelt….ich glaube ich bin dann auch mal weg. Ich will keine neue Demokratie. Ich bin nicht enttäuscht und ich bin ein glücklicher Mensch in dieser Welt. Und wenn hier jemand seine Website bewerben darf ohne überprüft zu werden was dahinter steckt, ist es für mich ein no go.

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Insolvenz-Welle ab Oktober? Politik plant Verschiebung auf Januar

Claudio Kummerfeld

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Das Thema Insolvenz könnte erstmal verschoben werden

Wird das Wort “Insolvenz” das große Thema im Herbst? Oder womöglich überhaupt nicht? Denn der deutsche Staat verschiebt die tatsächliche Wirtschaftskrise noch weiter in die Zukunft. Jüngst sank die Zahl der Insolvenzen sogar! Das hat einen Grund. Aber erstmal zur aktuellen großen Rettung der Volkswirtschaft. Dazu gehören abgesehen von den gigantischen Zuschüssen und Krediten zwei Maßnahmen, die von der breiten Öffentlichkeit nicht wahrgenommen werden. Da wäre zum einem eine tolle Ausnahmeregel für die Banken. Kreditraten, die sie ihren Kunden wegen Corona derzeit stunden, müssen sie nicht als Kreditausfall in ihren Büchern vermerken.

Also keine Milliarden-Abschreibungen, und die Quartalszahlen der Banken sehen super aus. Normalerweise müssen Kredite bei Nicht-Zahlung der Raten aus Ausfall abgeschrieben werden, wodurch Verluste entstehen. Derzeit aber nicht. Und weil der Staat die finanzielle Staatsraison hoch hält (alles muss immer total in Ordnung aussehen in der Bankenbranche), wurde diese Ausnahmeregel für die Banken, die Ende Juni endete, bis Ende September verlängert. Aber man kann mutmaßen, dass sie im September erneut bis Ende Dezember verlängert wird?

Keine Anmeldung zur Insolvenz notwendig

Und die zweite essenziell wichtige Maßnahme der Bundesregierung, mit der man das Ausmaß der Wirtschaftskrise verdeckt, ist die Aussetzung der Verpflichtung für Unternehmen, Insolvenz anmelden zu müssen. Ist ein Betrieb pleite, sind Geschäftsführer normalerweise verpflichtet Insolvenz anzumelden, sonst machen sie sich der Insolvenzverschleppung strafbar. Aber diese aktuelle Ausnahme lässt derzeit zu, dass diese Unternehmen, die längst pleite sind, einfach weiter machen können, und dass die Geschäftsführer sich nicht strafbar machen. Bis Ende September gilt diese Insolvenz-Sonderregel.

Es ist natürlich verständlich, warum der Gesetzgeber das macht. Die Corona-Delle versucht man zu durchstehen, in der Hoffnung, dass die Masse der Unternehmen in den Folgemonaten wieder gut Geschäft macht, und dann mit mehr Cash in der Tasche doch weiter machen kann – obwohl man zwischendurch monatelang schon faktisch insolvent war. Wir bei FMW haben darauf schon oft hingewiesen, und oft auch Experten wie Markus Krall erwähnt. Die Zombie-Lawine wird immer größer, je länger der Staat kaputten Unternehmen die Chance gewährt, nicht in die Insolvenz gehen zu müssen. Die als solche bezeichneten Zombieunternehmen machen nicht mal genug Geld um Kreditkosten zahlen zu können. Aber dank quasi Nullzinsen für Kredite leben sie seit Jahren weiter. Und jetzt müssen sie dank der deutschen Sonderregel nicht mal offiziell die Insolvenz anmelden. Dadurch wird das Problem nur noch weiter aufsummiert, und am Ende wird der gesamtwirtschaftliche Absturz vermutlich nur noch größer werden.

Politik verschiebt die große Krise auf Ende Dezember?

Also, bislang gilt diese Sonderregel für das Thema Insolvenz bis Ende September. Was wir bei FMW aber schon vermutet hatten, scheint nun Realität zu werden. Berichte zeigen, dass vor allem aus Reihen der SPD Stimmen laut werden, dass diese Aussetzung der Insolvenzpflicht von Ende September bis Ende Dezember verlängert werden müsse. Denn Unternehmen, die sich bis hierhin durchgekämpft haben, sollen auch nach September noch Licht am Horizont sehen dürfen, so der rechtspolitische Sprecher der SPD, Johannes Fechner in einem Interview.

Und siehe da, auch die CDU/CSU-Fraktion zeige sich offen dafür die Aussetzung länger gelten zu lassen. Es gehe darum Unternehmen “nicht ohne Not in die Insolvenz zu treiben”. Das Bundesjustizministerium kommentierte dazu gegenüber dem “WirtschaftsKurier”, dass die Entscheidung noch in der Schwebe sei. Die Anhörung aller Beteiligten laufe noch. Aber mal ehrlich. Wer in der deutschen Politik kann (abgesehen von der Opposition) schon eine brutale Insolvenz-Welle ab Oktober gebrauchen? Und da die zweite Corona-Welle ja offenbar eh gerade startet, dürfte es der GroKo nicht all zu schwer fallen, diese Sonderregel bis Ende Dezember zu verlängern.

Was wäre die Alternative?

Diese anstehende Hinauszögerung der Insolvenz-Welle mag gut und nett gemeint sein. Aber der Berg an Problemen wird damit nur noch größer. Der Absturz danach wird dann um so schwerwiegender sein, so möchten wir es anmerken. Nun zügig ein intelligenteres Insolvenzrecht verabschieden und zahlreichen Unternehmern einen Neustart ermöglichen, das wäre doch wohl deutlich sinnvoller, als dass man vielen Unternehmen die Chance gewährt weiter in einem Status der Überschuldung und Starre zu verharren. Lesen Sie beim Klick an dieser Stelle die jüngsten Aussagen von Markus Krall über die bald kippenden Zombieunternehmen. Wird ihm der deutsche Staat dieses Szenario kurzfristig “kaputt machen” durch eine weitere dreimonatige Verzögerung?

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Staatsbankrott: Was passiert da eigentlich? Argentinien zeigt es!

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Wenn ein Staat seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, ist das eine Katastrophe für seine Bürger, die Unternehmen im Land und natürlich auch für die Gläubiger, die auf einen Großteil ihres Geldes verzichten müssen. Doch wie genau ist der Ablauf eines Staatsbankrotts? Da Argentinien gerade wieder zahlungsunfähig ist (schon im Februar forderte der IWF einen Schuldenschnitt) und sich in Verhandlungen mit seinen Gläubigern befindet, können wir an diesem Beispiel lernen, wie der Vorgang abläuft!

Die Insolvenz eines Staates ist ein häufiges Ereignis. In den vergangenen 200 Jahren kam es statistisch gesehen zu mehr als einem Staatsbankrott pro Jahr weltweit. Seit der Abschaffung der Golddeckung und der weitgehend unregulierten Schöpfung ungedeckten Fiatgeldes nahm die Frequenz der Staatsbankrotte sogar deutlich zu. So gab es zwischen 1980 und 2010 pro Jahr durchschnittlich drei insolvente Staaten auf der Erde.

Es gibt kein gesetzlich geregeltes Insolvenzverfahren für den Staatsbankrott

Umso interessanter ist es, dass es zwar gesetzliche Regelungen für den Fall eines Staatsbankrottes gibt, die aber im Falle zum Beispiel der Bundesrepublik Deutschland eine Insolvenz, genauer gesagt ein Insolvenzverfahren, explizit NICHT vorsehen. Doch Papier ist geduldig. Wenn Deutschland seine Schulden nicht mehr bedienen kann, ist das Land insolvent – Gesetz hin oder her.keine gesetzlichen Regelungen für den Fall eines Staatsbankrotts gibt. Zwar mag es dann kein Insolvenzverfahren wie bei Unternehmen oder Privatpersonen geben. Doch eine Art von Insolvenzverfahren findet dennoch statt: die Verhandlung mit den Gläubigern. Zwar kann ein Staat die Zahlungen an seine Gläubiger einstellen. Doch bis es keine Einigung mit diesen gab, wird das Land auch keine neuen Kredite bekommen. Zumindest keine Auslandskredite. Kredite in der heimischen Währung könnte sich ein Staat theoretisch über die Zentralbank selbst geben, wie es zum Beispiel in den USA und der Eurozone schon seit geraumer Zeit nur wenig versteckt stattfindet.

Kann ein Staat keine Devisen mehr beschaffen, leidet darunter die heimische Bevölkerung und die Unternehmen. Importe sind dann nur noch in dem Umfang möglich, in dem Devisen mittels Exporten erwirtschaftet werden. Um einen Ausgleich zwischen Importen und Exporten herzustellen, muss die Währung gegenüber den ausländischen Währungen abwerten. Die dann in der Regel herrschende Devisenknappheit zwingt die Menschen dazu, ihre Ersparnisse in der heimischen Währung zu halten, die im Falle eines Staatsbankrotts jedoch zu hoher Inflation neigt. Die Währungsabwertung heizt die Inflation zusätzlich an, da Importwaren teurer werden. Haben die Menschen und Unternehmen Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährung, sind zahlreiche Privat- und Unternehmensinsolvenzen zu erwarten. Selbst wenn die Schuldner in der Lage wären, Devisen zu beschaffen, wären die Kredite durch die Währungsabwertung deutlich teurer als zum Zeitpunkt der Kreditaufnahme.

Gläubiger müssen auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten, bekommen aber teils noch Geld zurück

Eine Einigung mit den Gläubigern und der daraufhin wieder mögliche Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten ist daher ein vordringliches Ziel der Regierung nach einem Staatsbankrott. Den meisten Gläubigern ist bewusst, dass eine vollständige Rückzahlung ihrer Forderungen unwahrscheinlich ist. In der Regel kauften die Gläubiger die Schuldtitel bereits mit deutlichen Preisabschlägen an der Börse und kassierten hohe Zinsen bis zum Zeitpunkt der Zahlungseinstellung. Eine Einigung, die in der Regel einen teilweisen Schuldenerlass, niedrigere Zinsen und gestreckte Zahlungsziele beinhaltet, wird daher relativ schnell gefunden. Interessant ist, dass die Insolvenzquoten bei Staatsbankrotten oft relativ hoch sind. Bei Unternehmens- und Privatinsolvenzen ist in der Regel für die Gläubiger ein Totalverlust anzunehmen. Bei Staatsbankrotten sind 30% oder auch fast 50% Rückzahlungsquoten möglich. Das Beispiel Argentinien zeigt jedoch, dass sich inzwischen auch einige Hedgefonds darauf spezialisierten, die Anleihen praktisch bankrotter Staaten zu Schnäppchenpreisen aufzukaufen und dann auf vollständige Tilgung des Nennwerts zu pochen.

Bis es zu einer Einigung mit den Gläubigern kommt, können diese auch den Besitz des säumigen Staates im Ausland beschlagnahmen lassen. So ließ ein US-Hedgefonds ein argentinisches Marineschiff beschlagnahmen, weil Argentinien sich weigerte, die vom Hedgefonds gehaltenen Anleihen zum vollen Nennwert zu tilgen.

Beispiel Argentinien: Bankrott seit Ende Januar

Argentinien erklärte am 29. Januar 2020, dass es plane, den Gläubigern ein Programm zur Schuldenrestrukturierung zu präsentieren. Mit anderen Worten: Argentinien könnte zwar seine Schulden noch bedienen, weigert sich aber, es zu tun. Am 19. Februar bestätigten Prüfer des Internationalen Währungsfonds, dass die Staatsschulden Argentiniens in der Tat nicht mehr tragbar seien. Am 21. April präsentierte Argentinien schließlich seinen Plan zur Restrukturierung von 69 Milliarden US-Dollar Auslandsschulden und setzte den Gläubigern eine Frist bis zum 8. Mai, um diesen Plan zu akzeptieren.

Die dachten natürlich nicht daran, den Plan einfach durchzuwinken. In persönlichen Treffen und Videokonferenzen versuchte Argentinien, die größten Gläubiger zu überzeugen. Schließlich musste jedoch am 7. Mai verkündet werden, dass man für Gegenvorschläge der Gläubiger offen sei. Die Frist zur Annahme des Restrukturierungsangebots wird in den kommenden Wochen mehrfach verlängert. In der Zwischenzeit wurden auch die ersten Zinszahlungen fällig, die Argentinien nicht bezahlte. Das Land ist damit offiziell zahlungsunfähig und hat damit bereits den neunten Staatsbankrott seiner Geschichte erklärt.

Nach Wochen des Wartens präsentieren erste große Gläubiger ihre Vorschläge zur Restrukturierung der Schulden. Sie bieten einen Schuldenerlass von rund 45% an, was Argentinien zu wenig ist. Schließlich einigt sich Argentinien am 2. August doch noch auf einen Schuldenerlass von 45,2% mit dem Großteil seiner Gläubiger.

Im Endeffekt dauerte der Staatsbankrott also nur rund ein halbes Jahr. Für Argentinien wird es nach der Einigung noch nicht sofort so sein wie vor der Erklärung der Zahlungsunfähigkeit. Investoren werden noch eine Weile merkliche Risikoaufschläge für neue Kredite verlangen. Und vermutlich wird es auch wieder den einen oder anderen Gläubiger geben, der auf vollständige Tilgung seiner Anleihen besteht. Der Wechselkurs des argentinischen Peso wird sich aller Voraussicht nach auch nicht erholen, solange Argentinien nicht das grundlegende Problem der negativen Zahlungsbilanz löst. Der teilweise Schuldenerlass gab dem Land nur eine Atempause.

Der Obelisco als Smybol für Argentinien - Staatsbankrott lähmt das Land
Der Obelisco in Buenos Aires. Foto: Gobierno de la Ciudad Autónoma de Buenos Aires CC BY 2.5 ar

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Allgemein

Coronavirus und die Aktienmärkte in Ost und West

Beschleunigt das Coronavirus den ökonomischen Aufstieg des Ostens? Die Börsenentwicklungen deuten schon darauf hin!

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Das Coronavirus wandert um die Welt: Ausgehend von China hat sich eine Pandemie entwickelt, die nahezu alle Länder der Welt betrifft, mit gesundheitlichen aber auch wirtschaftlichen Folgen. Einige Länder in Fernost haben die Eindämmung von des Coronavirus bisher gut gemeistert, ablesbar an Wirtschaftszahlen und Börseninidizes. Beschleunigt Corona den ökonomischen Aufstieg des Ostens?

Die Wirtschaftsdaten

Nachdem China den ersten ganz großen Lockdown in Wuhan schon ab 23. Januar vollzogen hat, war klar, dass dort auch die Konjunkturdaten im ersten Quartal so richtig in den Keller rauschen, während man im Westen die Sache noch als regionale Angelegenheit einstufte.

Chinas Wirtschaft war im ersten Quartal um 9,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal eingebrochen, das Bruttoinlandsprodukt im Jahresvergleich um 6,8 Prozent gesunken. Doch bereits in den folgenden drei Monaten betrug der Anstieg 11,5 Prozent, das gesamte Halbjahr war kaum mehr im negativen Terrain. China wird damit wahrscheinlich die einzige große Nation sein, die 2020 ein positives Wachstum erzielen kann. Aber auch in Südkorea oder in Taiwan lag man im zweiten Quartal nur wenig im Minus gegenüber den Vorjahreswerten.

Anders in den westlichen Nationen, wo die BIP-Daten für Q2 in der letzten Woche veröffentlicht wurden und die von minus 9,8 Prozent (USA) bis minus 18,5 Prozent (Spanien) richtige Horrorzahlen brachten. Hier wird es noch mindestens bis 2021 oder noch länger dauern bis der Einbruch ausgeglichen werden kann.

China hat „offiziell“ den Weg einer V-förmigen Erholung bisher erfolgreich bestritten, andere Länder aus der Region könnten folgen.

Das alles immer unter dem Vorbehalt staatlich administrierter Datenvorgaben.

Coronavirus: Die Zahlen

Obwohl die Infektionszahlen mit dem Coronavirus in vielen Ländern, in der so genannten zweiten Welle, nach oben gehen, herrscht doch ein himmelweiter Unterschied zwischen Ost und West (ausgenommen Indien). Denn von den bisher registrierten 18,5 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus fallen mehr als die Hälfte auf drei Nationen: USA, Brasilien und Indien. Ebenso sieht das Verhältnis aus, wenn man die aktiven Fälle von gut sechs Millionen „active cases“ heranzieht, auch hier ähneln sich die offiziellen Zahlen in ihren Proportionen.

China, Japan, Südkorea, Singapur, Taiwan, Vietnam und weitere asiatische Volkswirtschaften findet man erst sehr viel weiter unten in der Tabelle der John-Hopkins-Universität.

Damit scheint in diesen Regionen die Eindämmung des Coronavirus schon sehr viel besser gelungen zu sein, vor allem im Vergleich zu Nord- und Südamerika. Die Wirtschaftsdaten geben auch ein Zeugnis darüber.

Die Entwicklung der Börsen

Beim ständigen Blick auf den US-Technologie-Index Nasdaq mit seinen BiG Five ist es etwas untergegangen: Der CSI 300 Index, der die Börsen von Shanghai und Shenzhen einschließt, liegt seit Jahresbeginn bereits 17 Prozent im Plus. Damit ist er der stärkste nationale Index.

Der US-Leitindex S&P 500 hat gerade die Pluszone erreicht, allerdings auch nur getrieben von seinen viel zitierten Highflyern. Dies gilt natürlich erst recht für Nasdaq oder Nasdaq 100.

Aber auch die Indizes in Taiwan und Südkorea sind schon im Positiven gelandet: Der TAIEX in Taipei mit 5,9 Prozent, der Kospi in Seoul noch mit 3,2 Prozent. Andere westliche Aktienmärkte sind noch deutlich im Minus, wie zum Beispiel der DAX (- 5 Prozent), der CAC 40 (-18 Prozent) oder der FTSE 100 (-20 Prozent). Wie erwähnt verdankt der amerikanische Leitindex seine positive Bilanz nur den IT- und Internettiteln, der große Rest läge noch weit im Minus.

Die Veränderung der Wirtschaft in China

Auch ohne das Coronavirus entwickelt sich das Reich der Mitte bei zukunftsträchtigen Branchen weiter. Früher die Werkbank der Welt bei der Herstellung von Massenartikeln, so geht es im Bereich der Hightech-Industrie oder auch in der Pharmaindustrie voran. Auch erkennbar am Wettlauf um den begehrten Impfstoff gegen Covid-19 oder an der Zahl an Patentanmeldungen, die stark an westliche Dimensionen herankommen.

Die große Dominanz der USA in den Weltindizes

Zwar ist Chinas Gewichtung im MSCI Emerging Markets bereits angehoben worden, aber dennoch ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt (mit Abstand) nicht im Weltindex MSCI World vertreten. Daher erscheint der hohe Anteil der USA mit 63 Prozent trotz einer Wirtschaftsleistung von gut 15 Prozent am Weltsozialprodukt schon ziemlich merkwürdig. Klar ist dies der Marktkapitalisierung geschuldet, bei der die großen US-Brocken so richtig schwer ins Gewicht fallen. Aber gibt es in China nicht auch Schwergewichte wie Alibaba, Tencent oder Huawei? Und wieso befinden sich Wirtschaftsnationen wie China, Taiwan oder Südkorea überhaupt in einem Index für Schwellenländer? Sind das Länder, die die Chance haben, sich in den nächsten Jahren zu Industriestaaten zu entwickeln – Südkorea, mit seinen Weltfirmen?

Im globalen Aktienindex MSCI All Country World Index beträgt Chinas Anteil gerade einmal 4 Prozent aus, obwohl das Land laut Schätzungen des Internationalen Währungsfonds 28 Prozent zum globalen Wirtschaftswachstum beitrug.

Aber die Entwicklung der Finanzmärkte schreitet voran. Nicht nur im MSCI Emerging Markets beträgt Chinas Anteil schon 40 Prozent, auch im Aktienindex MSCI Asien – ohne Japan – hat China schon ein Gewicht von 44 Prozent.

Investmentbanken wie J.P. Morgan erwarten deshalb in den nächsten Jahren eine deutliche Outperformance von China gegenüber den westlichen Aktienmärkten. Schon komisch: Haben nicht Umfragen der Bank of America, Aussagen von BlackRock oder Goldman Sachs in letzter Zeit für Aktienanlagen in Europa und die Emerging Markets geworben – die USA untergewichtet? Es scheint fast so, als dass US-Großanleger kein allzu großes Vertrauen in die allgemeine Aktienentwicklung der USA haben, GAFAM einmal ausgenommen.

Man muss auch immer wieder darauf hinweisen: Wo lagen Nasdaq und S&P 500 im Tief der Finanzkrise 2009?

Der Nasdaq bei 1265 Punkten – der S&P 500 bei 676 Punkten, und gestern hatte der Technologieindex bereits die 11.000-Punkte-Marke überschritten, der große Leitindex S&P 500 endete bei 3327 Zählern. Was kann da das laufende Jahrzehnt bringen?

Fazit: Das Coronavirus und die endende Dominanz der US-Aktienmärkte

Der Kampf um die wirtschaftliche, technologische und militärische Vorherrschaft war (und ist) das große Thema hinter dem Handelsstreit zwischen den USA und China, der Nummer eins gegen die Nummer zwei. Wahrscheinlich ist, dass die Pandemie durch das Coronavirus in ökonomischer Hinsicht sogar noch zu einem Beschleuniger heranreift. Die Börsenentwicklungen deuten schon etwas darauf hin und die USA haben in punkto Geldpolitik, Zinsangebot, Währungsstärke u.w. schon sehr viel Pulver verschossen. Natürlich werden sich die USA – unter welchem Präsidenten auch immer – dies nicht gefallen lassen. Disruptionen an den Kapitalmärkten sind damit vorprogrammiert. Die asiatischen Länder mit ihren weit über drei Milliarden Konsumenten, ihrer demographischen Struktur und ihren Wachstumsraten könnten durchaus dafür sorgen, dass der Anteil der USA im All Country World Index (ACWI) in der nächsten Dekade keine 60 Prozent mehr betragen wird.

Das Coronavirus und die Entwicklung der Weltbörsen

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