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Dänische Notenbank: Danske-Geldwäscheskandal gefährdet Finanzstabilität des Landes

Claudio Kummerfeld

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Der Geldwäscheskandal rund um die größte Bank Dänemarks „Danske Bank“ zieht immer weitere Kreise. Die Deutsche Bank als jahrelanger Hauptabwickler von gut 200 Milliarden Euro an dubiosen Geldern aus Russland (via Danske Bank) ist inzwischen auch im Blickfeld. In der deutschen Öffentlichkeit ist das noch gar kein Thema, aber in Dänemark ein Staatsdrama.

Und die dänische Notenbank sagt heute in einem Report sogar wortwörtlich, dass dieser Geldwäscheskandal rund um Danske die Finanzstabilität Dänemarks gefährde. Denn der Schaden sei noch überhaupt nicht bezifferbar (Milliarden-Strafen aus den USA für Danske?). Die Bank habe eine Bilanzsumme, die 1 1/2 mal so groß sei wie die Wirtschaftsleistung Dänemarks.

Der Aktienkurs von Danske sei dieses Jahr schon 45% gefallen, und die Ratings der Bank hätten sich massiv verschlechtert (damit verteuern sich Anleihe-Emissionen der Bank). Liest man den Text der Notenbank genau, dann beunruhigt sie vor allem eine Sache: Der mögliche Vertrauensverlust der kleinen Sparer in die Bank. Ziehen nur genug Sparer aus Angst vor der Solidität der Bank ihr Geld ab, gerät sie erst recht in Schwierigkeiten, und bei der Größe der Bank hat dann schnell das ganze Land ein Problem. Genau dieses Szenario beschreibt die Notenbank wortwörtlich.

Also: Bald eine kräftige staatliche Kapitalspritze aus Kopenhagen für die Nummer 1 in Dänemark als Belohnung für übelste Geschäftspraktiken? Es wäre das selbe Muster wie es weltweit immer läuft bei großen systemrelevanten Banken. Rettet man nicht, gerät das System ins Wanken. Frage: Befeuert die Notenbank mit ihrem aktuellen Statement so eine mögliche Anleger-Angst nicht erst recht? Hier die Notenbank im Wortlaut:

Money laundering may undermine confidence in the financial sector Customer and investor confidence is an essential prerequisite for providing financial services. So the loss of confidence can be harmful for a bank. Its sources of funding may be challenged e.g. if customer uncertainty results in significant deposit withdrawals, or if investors demand a substantially higher risk premium on the bank’s issuance. The bank may also incur higher costs in the form of fines imposed by the authorities. Moreover, if the bank is also systemically important to the financial sector, the challenges of a single bank may have a negative impact on society. Finally, increased lack of confidence in a single bank may spread to the other actors in the financial sector and to the authorities. Consequently, money laundering problems in a single bank could spread to the entire financial sector and could in turn affect financial stability.

Market reactions to the money laundering case in Danske Bank

During 2018, the scope of the money laundering case in Danske Bank’s Estonian branch has grown significantly – also by international standards. The bank’s internal investigation of money laundering in the branch comprises transactions of around 200 billion euro in the period 2007-15. Hence, the case has attracted considerable attention in and outside Denmark. With a balance sheet total that is 1½ times higher than Denmark’s gross domestic product, GDP, Danske Bank is Denmark’s largest bank and classified as systemically important.

The financial markets have reacted strongly to the ongoing publication of information about money laundering problems in the Estonian branch. The share price has fallen by almost 45 per cent since the beginning of 2018, cf. Chart 2. The credit rating agencies rating Danske Bank have all reacted to the money laundering case and changed their expectations to “negative” on the grounds that the scope of the case may grow, that there is a risk of sanctions as well as the general loss of confidence among customers and investors. Standard & Poor’s and Moody’s have downgraded their ratings of the bank itself and of its longterm issuance. Furthermore, Standard & Poor’s has pointed out that Denmark’s credit rating, which is the highest possible (AAA), could be challenged, should the external funding of the financial sector come under pressure because of damage to its reputation.

Danske Bank’s market funding costs have grown in step with the increasing scope of the money laundering case. In November, the bank’s senior debt traded at just over 40 basis points higher than senior debt issued by other comparable Nordic banks.

Danske Renditespread - Geldwäscheskandal
Der Chart zeigt die steigenden Kreditkosten (Rendite-Spreads) in Relation zu anderen skandinavischen Banken seit Sommer 2018. Danske muss also mehr Zinsen zahlen als andere.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Steven

    2. Dezember 2018 17:48 at 17:48

    Höhö

    Der chart sagt mehr als 1000 Statements.

    Im juni hat sich die Nank auf wundersameweise von den Vergleichsbanken abgesetzt. Da ist noch viel Spielgeld bis zum Normallevel.

    Wer so schnell so hoch fliegt , fällt natürlich auf.
    Den Rest regelt dann die finanzelite von Übersee.

    Netter Versuch. Wird kein Schearzer Schwann werden.nur „zurück auf los“

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Börse: Chancen und Risiken – welche Anlageklassen werden boomen?

Redaktion

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Die Börse hat den Corona-Crash scheinbar überwunden – die Aktienmärkte handeln an Allzeithochs, den Notenbanken sei Dank! Wie aber geht es nun weiter, mittel- bis langfristig?

„Die Börse ist gut drau und geht davon aus, dass alles gut wird“, sagt der ehemalige Hedgefundmanager Florian Homm. Dieses Mantra aber sei gefährlich und risikoreich, so Homm. Angesichts der Bewertungen an der Börse seien die Perspektiven eher mau: selbst wenn die Aktienmärkte im besten Fall 4% pro Jahr weiter steigen würden, bestünde die Gefahr, dass diese Zugewinne durch eine steigende Inflation zunehmend aufgefressen würden.

Homm analysiert in folgendem Video verschiedene Anlageklassen: Edelmetalle, Rohstoffe, Nahrungsmittel, Kryptowährungen, Anleihen und Aktien. Was dürfte in den nächsten Jahren am besten funktionieren? So oder so: „Wir befinden uns in einer spannenden, hochriskanten Dekade“, sagt Florian Homm. Aber angesichts der finanziellen Repression gehe aber eben kein Weg an der Börse vorbei, so Homm. Dabei zeigt er fünf Szenarien auf:

An der Börse geht angesichts der finanziellen Repression kein Weg vorbei

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Aktiensplit bei Tesla – folgen andere bald nach?

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Es ist Thema in vielen Wirtschaftsteilen der Medien – der Aktiensplit von Tesla und die extreme Kursreaktion eines Automobilherstellers, der schon zuvor fast so viel wert war wie alle Autoproduzenten Europas. Passt natürlich auch ins Schema von Elon Musk, der einen gigantischen Optionsvertrag besitzt, der ihm beim Erreichen hoher Werte in punkto Marktkapitalisierung Zuteilungsrechte eröffnet, die es so noch nicht gegeben hat. Zig-Millionen an Aktien in Stufen bis zu einem Unternehmenswert von 650 Milliarden Dollar, wie im Artikel vom 24. Juli dargelegt.

Der Aktiensplit zum Monatsende

Durch den exponentiellen Anstieg der Aktie von Tesla von 400 Dollar zu Jahresanfang bis auf fast 1800 Dollar, Mitte Juli und in sechseinhalb Monaten, war nicht nur ein Fahnenstangen-Chart entstanden, der nach Korrektur schreit, sondern auch ein psychologisches wie auch praktisches Problem entstanden. Für Millionen Kleinanleger, vor allem die vielen Neuen des Jahres 2020, war das Papier einfach zu teuer. Claudio Kummerfeld hat gestern die Wirkung der Fünftelung des Aktienpreises in einem Artikel beschrieben. Und es hat funktioniert. Am Tag nach der Ankündigung, einen Aktiensplit zu machen, erreichte die Aktie im New Yorker Handel 1585 Dollar und schloss bei 1554 Dollar, sagenhafte 13 Prozent im Plus, obwohl sich fundamental deshalb schon rein gar nichts geändert hat. Bei Beurteilung der Börsenreaktion von Tesla muss man aber die besondere Situation bei diesem Highflyer berücksichtigen. Einer der „meistgeshorteten“ großen Titel, bei dem die Leerverkaufsquote schon einmal 25 Prozent des Free Floats ausmachte. Zuletzt waren es immer noch über 10 Prozent oder 14 Millionen und da kann jede positive Meldung einen Pain Trade auslösen, in Form der berüchtigten Short Squeezes.

Nichtsdestotrotz gibt es Anleger, die keine Aktien mögen, weil sie optisch sehr teuer wirken. Als ob eine Deutsche Bank mit 8 Euro attraktiver wäre als eine Allianz mit 180 Euro.

So hatte kürzlich erst die Ankündigung von Apple, einen Aktiensplit von 4 zu 1 zu planen, Furore gemacht.

Ende August gibt es dann viermal so viele Papiere des wertvollsten Unternehmens der Welt. Statt etwa 455 Dollar wie am gestrigen Tag würde das Papier dann nur noch etwas mehr als 110 Dollar kosten. Die angekündigte Aktiensplit hatte selbst bei einem Wert mit einer Marktkapitalisierung von über 1,9 Billionen Dollar große Wirkung und ließ den Kurs nachbörslich um sechs Prozent in die Höhe schnellen. Diese Reaktion macht Anleger neugierig und man hält Ausschau nach Titeln, die optisch teuer sind und wo sich das Management zu so einem Schritt entscheiden könnte. Nach Ansicht von Experten sollten Aktien, die für einen Aktiensplit in Frage kommen, zwei Bedingungen erfüllen: Sie müssten in der letzten Zeit stark nach oben gegangen sein und die Aktien sollten über 400 Dollar kosten.

Welche Werte könnten dem Beispiel folgen?

Angesichts der „Anomalie“ einer folgenden Kurssteigerung infolge von optischen Psychotricks könnte es nicht verkehrt sein, nach Titeln Ausschau zu halten, die extrem gestiegen und extrem hohe Kurswerte aufweisen. Da fällt einem natürlich sofort Amazon ins Auge, die Online-Aktie, die es bereits zum Schnäppchenpreis von 3100 Dollar gibt. Wann wird sich Jeff Bezos zu diesem Schritt entscheiden, schließlich wurde die Aktie in diesem Jahrhundert auch noch nicht gesplittet? Immer wieder unglaublich anzusehen, die Entwicklung dieses Wertes, der im Crash des Jahres 2001 auf unter 10 Dollar gefallen war. Dann gibt es natürlich noch weitere FAANG-Aktien, die die großen Renner des Jahres waren: Alphabet mit über 1500 Dollar, Netflix mit über 450 Dollar, aber auch andere bekannte Titel wie BlackRock (580 Dollar), Adobe (450 Dollar), Nvidia (460 Dollar) oder der sehr teure und auch in Deutschland bekannte Online-Reisekonzern Booking.com mit über 1800 Dollar. An Auswahl mangelt es nicht.

Wie ist es in Deutschland?

Natürlich kennen wir hierzulande auch den Aktiensplit, vor einem Jahr war es der Sportartikelhersteller Puma, der seine Aktien gezehntelt hatte. Vor Kurzem war es die Medizintechnikfirma Eckert und Ziegler. Aber auch die großen Werte aus dem DAX wie BASF, Beiersdorf, Eon, Fresenius, SAP oder Siemens haben ihre Anteilsscheine schon geteilt, aber das ist schon viele Jahre her. Optisch richtig teure Werte gibt es derzeit nicht im Dax, aus dem MDax ragt der Küchenhersteller Rational mit seinem 600 Euro Kurswert hervor. Aber wer weiß, deutsche Unternehmen ahmen nicht selten angelsächsischen Gepfogenheiten nach und schließlich befindet sich unser Leitindex auch in seiner Mehrheit in ausländischen Händen.

Fazit

Tesla hat strategisch nachgemacht, was Apple bereits vor Monatsfrist erfolgreich vorgemacht hat: Die teuerste Firma der Welt hat bereits vier Mal einen Aktiensplit durchgeführt, der fünfte ist für Ende August angekündigt und hat zu den gewohnten (positiven) Kursreaktionen geführt. Ohne die Splits würde die Aktie des Börsengiganten Apple heute bereits 24.000 Dollar kosten. Für viele Kleinanleger unhandelbar. Dass es dennoch anders geht, zeigt die Aktie von Warren Buffett, Berkshire Hathaway.

Diese kostete bei seiner Übernahme der Firma im Jahre 1965 unter 20 Dollar und heute in der Ur-Form als A-Aktie ungesplittet etwa 318.000 Dollar, eine Performance von über 2 Millionen Prozent, allerdings in einem für Normalanleger unvorstellbar langem Zeitraum. Geschadet hat es der Performance der Aktie auf lange Sicht nicht, weil zu guter Letzt die Fundamentaldaten zählen.

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Wie ein Aktiensplit die Kurse von Apple und Tesla treibt

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