Devisen

Dax: Anschnallen!

FMW-Redaktion

Schon der Verlauf im frühen Handel läßt erahnen, was heute auf uns zukommen wird! Vorbörslich wurde der Dax noch im Bereich 9340 Punkte getaxt, dann die beruhigenden Aussagen des UK-Finanzministers Osborne, der den X-Dax deutlich höher hievt. Aber an einem Tag wie heute ändert sich nichts so schnell wie die Lage: wir werden aller Wahrscheinlichkeit nach sehr hohe Ausschläge erleben, nach oben wie nach unten!

In Asien drehen die Märkte deutlicher ins Plus, die US-Futures erholen sich daher stärker von den Verlusten zu Beginn des asiatischen Handels:

Shanghai Composite +1,25%
CSI300 +1,26%
ChiNext +2,93%
Nikkei +2,39%

Ganz klar: wir haben es mit politischen Börsen zu tun, bei denen die Stimmung von einer Sekunde auf die andere kippen kann – so wie heute Morgen schon einmal mit den Aussagen des UK-Finanzministers. Das macht Prognosen für den Handelsverlauf noch viel schwerer als ohnehin schon – die Märkte sind jetzt hochgradig News-getrieben.

Sehen wir und das Bild des Dax im kürzeren Zeitfenster an: der Index hat am Freitag eine Gegenbewegung gestartet, die bis 9720 Punkte reichte. Würde diese Marke nun überboten, wäre das immerhin ein Etappen-Sieg für den Dax:

Dax270616

Auf der Unterseite das Tief bei 9160 Punkten im frühen Handel nach dem Brexit-Schock – geht es darunter, wird es übel. Viel aufschlußreicher aber ist das größere Chartbild – und hier sehen wir, dass dem Bereich um 9420 eine zentrale Bedeutung zukommt. Dieser Bereich ist das bisherige X-Dax-Tief heute, dort verläuft aber auch die untere Begrenzung des Abwärtstrend seit Jahresbeginn:

Dax2706162

Das bedeutet: fällt nun die 9420 nachhaltig, steigt die Wahrscheinluchkeit stark an, dass wir bald auch die 9000er-Marke von unten sehen werden. Noch ergibt sich kein klares Bild, noch gibt es keine Aussagen der Notenbanken. Die EZB hat heute ihre Jahrestagung in Portugal, es wäre erstaunlich, wenn von dort keine Kommentare oder sogar konkrete Pläne verlautbart würden. Alles ist möglich heute – auch das gegenteil davon. Klar ist aber auch, dass die Zeiten eines unbedarften Bullenmarkts, dessen einziges Argument die Politik der Notenbanken ist, vorbei sind..



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