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Dax: Attacke auf das Jahreshoch – was soll denn schon schief gehen?

Nach dem langen Seitwärts-Geschiebe startet der Dax nun die Attacke auf das bisherige Jahreshoch. Was soll da schon schief gehen?

Redaktion

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FMW-Redaktion

Nach dem langen Seitwärts-Geschiebe startet der Dax nun die Attacke auf das bisherige Jahreshoch. Schon im frühen X-Dax-Handel stellt der deutsche Leitindex den bisherigen Jahreshöchststand ein:

Getrieben ist die neuerliche Party durch die Aussicht auf das ganz große Infrastrukturprogramm, nachdem auch die Demokraten in den USA ein Volumen von einer Billionen Dollar anstreben – also grundsätzlich bereit sind, das Projekt zu unterstützen. Damit rückt der Fokus der Aktienmärkte wieder auf die Stimuli durch Trump – auch wenn der heute die Mauer zu Mexiko anordnen wird und seine Anti-Immigrationspolitik per Exekutiv-Order beginnt.

Die Vorgaben aus Asien positiv, vor allem der Nikkei beflügelt durch den schwächeren Yen und die Gewinne der US-Indizes, die mit Ausnahme des Dow Jones gestern neue Jahreshochs erklimmmen:

Shanghai Composite +0,20%
CSI300 +0,34%
ChiNext +0,50%
Nikkei +1,43%

Würde der Dax (auf Kassa-Basis) die Zone 11694/700 überwinden können (und dann halten), entstünde ein Kaufsignal. Die Zielmarken dieses Signals werden bei der größeren Zeitebene deutlich (Tageschart):

Da wären also die 11820 (wichtige Marke aus dem Frühjahr 2015) und dann der Bereich 11930. Die Unterstützungen des Dax sind schon recht weit weg vom aktuellen Geschehen bei 11510/30 und dann 11420/25. Es wird also jetzt darauf ankommen, dass der Dax den Sprung über die 11700er-Marke schafft – dann ist Luft.

Dabei hat sich der gestrige Anstieg der US-Indizes nicht wirklich abgezeichnet: eher schwache Zahlen von US-Unternehmen, Abstufung Apples durch Barclays, schwache Verkäufe bestehender US-Häuser etc. Aber was soll´s: die Amerikaner wollen höhere Kurse sehen in der Trump-ist-pro-Business-Euphorie, und die Abholung der 20.000er-Marke beim Dow Jones ist ein wichtiges Medien-Ereignis, das man sich nicht noch einmal entgehen lassen will. Dabei die Vola extrem gering, der VIX, der die Volatilität beim S&P500 abbildet, fällt zeitweise unter die 11er-Marke.

Also Null Angst. Und was soll denn schon schief gehen, ausser einem Handelskrieg mit China, der sich zu einem echten Krieg auswachsen könnte, dazu einer massiven Verringerung bzw. Einbruch der weltweiten Handelsströme durch den Protektionismus der USA mit einer anschließenden globalen Wirtschaftskrise? Eben. Also ist es doch völlig logisch, dass die US-Märkte auf neue Allzeithochs steigen, oder? Das bissl (Handels-)Krieg ist doch ein dickes Kaufignal – buy Amerikan!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Christoph

    25. Januar 2017 11:12 at 11:12

    Wir erleben die völlige Entkopplung von den Finanzmärkten von der realen Welt. Das einzige was zählt sind die Notenbanken mit ihrer geldschöpferischen Haltung. Wahnsinn!

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