Devisen

Dax: Chance durch ein Mißverständnis im Ausland!

FMW-Redaktion

Es ist fast schon lustig – der Euro fällt heute morgen, weil es in der angelssächsischen Welt ein Mißverständnis gibt! Der „Spiegel“ nämlich hatte gemeldet, dass die Berliner SPD sich gegen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen ausgesprochen habe – und man glaubt im Ausland, dass damit die SPD insgesamt gegen die Koalitionsverhandlungen sei und verkennt, dass es sich hier nur um den Berliner Landesverband der SPD und nicht die Bundes-SPD handelt! Es ist aber zu vermuten, dass sich dieses Mißverständnis zeitnah auflösen wird!

Der Euro daher vorübergehend stärker unter Druck – aber wer aus Deutschland kommt und weiß, was die Berliner SPD meint, hat Vorteile..


(Charts jeweils durch anklicken vergrößern)

Und der X-Dax startet wegen der erneut euphorischen US-Futures, die den Dow Jones derzeit über die 26.000er-Marke hieven würden, über der 13200er-Marke:

Aber wie geht es jetzt weiter? Der Dax handelt nach wie vor im Niemandsland zwischen 13140, dem Verlaufstief, und dem nächsten, eher kleinen Widerstand bei 13300 Punkten. Dann wird es schon härter mit dem 13340er-Widerstand, dann schließlich der ebenfalls sehr harte Widerstand bei 13425 Punkten. Auf der Unterseite bleibt das Verlaufstief bei 13140 Punkten eine wichtige Unterstützungsmarke!

Heute spielt wieder die Wall Street mit, also die Dauer-Berauschten. Zwar haben die euphorischen US-Indizes dem Dax nicht zu neuen Höhen verholfen, aber sie haben vor allem seinen Absturz verhindert, der dem Dax angesichts der Euro-Stärke doch gedroht hatte (und eigentlich noch immer droht, wenn sich der Euro-Anstieg weiter fortsetzt).

Heute meldet neben der Citigroup der Dow Jones-Konzern United Health und damit ein Schwergewicht in diesem Index und das erste große Unternehmen ausserhalb des Bankensektors. Und genau jetzt wird es spannend, denn jetzt kommen die extrem hohen Erwartungen ins Spiel, die bei den US-Banken im Gegensatz zu praktisch allen anderen Branchen nicht der Fall waren. Ab jetzt also kommt ein wirklicher Realitätsabgleich, weil die US-Banken angesichts der geringen Erwartungen nicht viel zu verlieren hatten. Die anderen großen US-Firmen aber müssen jetzt liefern angesichts einer meterhohen Mauer an Erwartungen!



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1 Kommentar

  1. Hab ich doch kürzlich geschrieben,der Krieg unter Grossmächten werde nicht mehr mit Waffen geführt.
    Habe soeben gelesen ,dass eine chinesische Ratingagentur die USA herabgestuft hat.Ist die Schulden u.Steuerpolitik der USA kurzfristig noch gut für die Börsen,
    wird es über schlechtere Bonität/höhere Zinsen negativ werden.Jetzt entscheiden bald die Gläubiger über das Zinsniveau der USA.Der Weltpolizist USA wird bald abgelöst durch China, leider wird es dann auch nicht besser !!!

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