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Dax: China antwortet – neue Hoffnung? Drängende Fragen bleiben..

Ungereimtheiten – oder jetzt wird klar, warum die Wall Street am Dienstag abverkaufte..

Markus Fugmann

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am

Der Dax steht kurz vor einem neuen Jahrestief – weil die Hoffnungen auf einen „Waffenstillstand“ zwischen den USA und China mit der Verhaftung der Huawei-Finanzchefin einen schweren Rückschlag erleben mußten. Noch ist nicht alles verloren – soeben hat China in einer offiziellen Verlautbarung mitgeteilt, dass man zwar die Verhaftung der Finnazchefin mißbillige, aber gleichwohl optimistisch bleibe, dass man mit den USA innerhalb der 90 Tage zu einem Deal kommen könne. Alles, worauf man sich in Buenos Aires geeinigt habe, werde zügig umgesetzt.

Das hat den US-Futures und damit auch dem X-Dax geholfen:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Nun ergeben sich zahlreiche Fragen:

– Erstens ist es schon erstaunlich, dass eine Verhaftung wegen des Verstoßes gegen die Iran-Sanktionen solche Auswirkungen haben kann auf die Weltmärkte. Das spricht für reichlich wenig Liquidität an den Aktienmärkten..

– Zweitens: die Verhaftung erfolgte bereits am 01.Dezember – warum erfahren wir erst jetzt davon?

– Drittens: haben andere schon vorher mehr gewußt? Jedenfalls erscheint der Abverkauf an der Wall Street am Dienstag vor diesem Hintergrund doch sehr verdächtig – offenkundig hatten da einige Insider schon Wind von der Verhaftung der Huawei-Finanzchefin bekommen – und dann auf den sell-Knopf gedrückt. Das erklärt, warum am Dienstag ein so heftiger, vermeintlich nachrichtenloser Abverkauf an der Wall Street geschah, den sich kaum jemand erklären konnte. Das riecht doch sehr stark nach Insider-Informationen..

Die Aussagen Chinas, die Verhandlungen ungebrochen weiter zu führen, kochen das Thema deutlich hinunter. Die Verhaftung geschah an dem Tag, als Trump mit Xi am Tisch saß – aber vermutlich ist das Zufall, weil die Mühlen der US-Justiz wohl unabhängig von einer direkten Direktive durch Trump arbeiten. Trump dürfte von dem Vorfall natürlich früher erfahren haben – man kann also davon ausgehen, dass seine gestrigen, optimistischen Tweets über einen Deal mit China bedeuten, dass Trump schon gestern wußte, dass die Dinge nun diplomatisch nicht eskalieren..

Aber zurück zum Dax: reicht die Bereitschaft der Chinesen, weiter zu verhandeln, aus um dem Dax wieder in Richtung der 11200er-Marke zu verhelfen und damit das Gap zu schließen? Vermutlich braucht es dazu der Unterstützung der Amerikaner – aber die düften die US-Futures nach oben kaufen nach den Aussagen Chinas..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Oberste-Berghaus

    6. Dezember 2018 09:38 at 09:38

    Hmm, ich dachte man geht bei dem Abverkauf am Dienstag davon aus das es an Algos lag. Nun denn.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      6. Dezember 2018 09:51 at 09:51

      @Oberste-Berghaus, das schließt sich ja nicht aus! Die Insider, die von der Verhaftung der Huawei-Finanzechfin wußten, haben verkauft – und damit dann mit Anstieg der Vola auch die Algos anderer Player in Bewegung gesetzt..

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Finanznews

Aktienmärkte: Bis US-Wahl jede Rally „gedeckelt“? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Ist von nun an jede Rally der Aktienmärkte „gedeckelt“, solange die Unsicherheit über den Ausgang und die Folgewirkungen der US-Wahl besteht? So sieht es zumindest die US-Großbank Goldman Sachs. Entscheidend ist vor allem, ob Trump im Vorfeld der Wahl doch noch sagt, dass er auch eine Niederlage akzeptieren würde – was jedoch aufgrund seiner konstanten Kritik an der Briefwahl in den USA eher unwahrscheinlich ist. Gerade angesichts der deutlich steigenden Zahl an Brief-Wählern dürfte die Fersehdebatte zwischen Biden und Trump heute besondere Bedeutung haben, und wenn Biden keine schlechte Figur machen sollte, wäre das für die US-Demokraten schon ein wichtiger Punktsieg. Die Aktienmärkte sind im Vorfeld der Debatte nervös und zappeln hin und her..

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Rüdiger Born: Chancen im Nasdaq

Rüdiger Born

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Aktienmärkte: Dänemark, der Börsenstar des Jahres

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Jeden Tag blicken wir gespannt auf die Aktienmärkte in den USA, um an der Wall Street die wundersame Rally der Hightechwerte zu verfolgen. Apple, Amazon und Co haben den Nasdaq zu einem Highflyer gemacht, dessen Performance aufgrund von nur sieben Titeln die Indizes der Welt in den Schatten gestellt hat.

Aber relativ unbemerkt gibt es in Europa einen der kleinsten Aktienmärkte, der sogar in Schlagweite zur Technologiebörse in den USA geblieben ist: der OMX in Dänemark.

Aktienmärkte: Der dänische Leitindex trotzt Corona

Dänemark ist nicht nur ein relativ kleines Land in Europa mit gerade einmal 5,8 Millionen Einwohnern, auch umfasst der Leitindex OMX Copenhagen nur 20 Aktien. Was ihn aber nicht davon abgehalten hat, sich im Coronajahr an die Performance-Spitze der größeren Aktienmärkte der Welt zu setzen. Zum Ende letzter Woche ergab sich dabei folgende Performance zum 1.1. 2020:

OMX Kopenhagen + 16,9 Prozent
CSI China + 11,6 Prozent
S&P 500 + 0,5 Prozent
Dax – 9,1 Prozent
Einzig der Nasdaq 100 lieferte mit plus 22 Prozent noch etwas mehr. Allerdings spielt auch der Wechselkurs noch eine Rolle und da hat die dänische Krone gegenüber dem Euro sogar noch etwas aufgewertet.

Gründe für das gute Abschneiden

Da ist zum einen die Entwicklung von COVID-19 in dem skandinavischen Land zu nennen. Aufgrund eines frühen Lockdowns litt das Land nicht so sehr unter den ökonomischen Folgen der Pandemie, das dänische Bruttoinlandsprodukt verlor im zweiten Quartal um 6,9 Prozent, weniger als der Durchschnitt in Europa (-12,1%), aber auch weniger als Deutschland oder den USA (-9,7%/9,5%). Hinzu kommen die weltweit üblichen Rettungspakete, die auch die dänische Regierung verabschiedet hat. Alles das wäre aber nicht in der Lage, den Index so zu „pushen“ – es ist vielmehr die Zusammensetzung des Leitindex in Dänemark.

Es sind eine Reihe von Pharma- und Biotechfirmen, die im Index sehr dominant vertreten sind und die von der Pandemie im Besonderen profitiert haben: Der weltgrößte Insulinhersteller Novo Nordisk, die Medizintechnikfirma Ambu, Coloplast, Genmab, CHR Hanssen und Novozymes, Firmennamen, die in unseren Breiten nicht allzu bekannt sind. Damit kommen die Gesundheitsfirmen auf die Hälfte der Marktkapitalisierung des Index in Höhe von 370 Millionen Euro. Dennoch ganz schon imposant im Vergleich zu unserem DAX, dem Leitindex in einem Land mit 83 Millionen Menschen, der gerade eine gute Billion Euro auf die Wage bringt.

Ein großer Nachteil eines Engagements ist damit schon erklärt, denn man fokussiert sich dann ziemlich stark auf eine Branche mit wenigen Titeln. Zumal die Unternehmensbewertung durch die Hausse deutlich nach oben gegangen ist. KGVs von 22 (Novo Nordisk) bis hin zu 60 (Genmab) oder 110 (Ambu) zeigen ein weiteres Gefahrenmoment auf. Aber die Wachstumsstory ist noch intakt und der dänische Index ist noch wenig auf dem Radar internationaler Fonds gesichtet – anders als etablierte Aktienmärkte dieser Welt. Natürlich gibt es zu Zeiten von Corona auch Verlierer im OMX, wie den Bürodienstleisters ISS, die Danskebank oder die Brauerei Carlsberg. Diese vermochten es aber nicht, die Performance des Index arg zu dezimieren.

Fazit

„We Are Red We Are White, We Are Danish Dynamite“, lautete einmal ein Song des fußballbegeisterten Dänemark, insbesondere beim Gewinn des Europameistertitels 1992 in Schweden. Ausgerechnet gegen den damals amtierenden Weltmeister Deutschland. Scheint so, als ob für die Börse des kleinen nordischen Landes in diesem Jahr auch wieder so ein kontinentaler Titel möglich ist.

Der Index OMX ist der heimliche Star der Aktienmärkte Europas

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