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Dax: China antwortet – neue Hoffnung? Drängende Fragen bleiben..

Ungereimtheiten – oder jetzt wird klar, warum die Wall Street am Dienstag abverkaufte..

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Der Dax steht kurz vor einem neuen Jahrestief – weil die Hoffnungen auf einen „Waffenstillstand“ zwischen den USA und China mit der Verhaftung der Huawei-Finanzchefin einen schweren Rückschlag erleben mußten. Noch ist nicht alles verloren – soeben hat China in einer offiziellen Verlautbarung mitgeteilt, dass man zwar die Verhaftung der Finnazchefin mißbillige, aber gleichwohl optimistisch bleibe, dass man mit den USA innerhalb der 90 Tage zu einem Deal kommen könne. Alles, worauf man sich in Buenos Aires geeinigt habe, werde zügig umgesetzt.

Das hat den US-Futures und damit auch dem X-Dax geholfen:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Nun ergeben sich zahlreiche Fragen:

– Erstens ist es schon erstaunlich, dass eine Verhaftung wegen des Verstoßes gegen die Iran-Sanktionen solche Auswirkungen haben kann auf die Weltmärkte. Das spricht für reichlich wenig Liquidität an den Aktienmärkten..

– Zweitens: die Verhaftung erfolgte bereits am 01.Dezember – warum erfahren wir erst jetzt davon?

– Drittens: haben andere schon vorher mehr gewußt? Jedenfalls erscheint der Abverkauf an der Wall Street am Dienstag vor diesem Hintergrund doch sehr verdächtig – offenkundig hatten da einige Insider schon Wind von der Verhaftung der Huawei-Finanzchefin bekommen – und dann auf den sell-Knopf gedrückt. Das erklärt, warum am Dienstag ein so heftiger, vermeintlich nachrichtenloser Abverkauf an der Wall Street geschah, den sich kaum jemand erklären konnte. Das riecht doch sehr stark nach Insider-Informationen..

Die Aussagen Chinas, die Verhandlungen ungebrochen weiter zu führen, kochen das Thema deutlich hinunter. Die Verhaftung geschah an dem Tag, als Trump mit Xi am Tisch saß – aber vermutlich ist das Zufall, weil die Mühlen der US-Justiz wohl unabhängig von einer direkten Direktive durch Trump arbeiten. Trump dürfte von dem Vorfall natürlich früher erfahren haben – man kann also davon ausgehen, dass seine gestrigen, optimistischen Tweets über einen Deal mit China bedeuten, dass Trump schon gestern wußte, dass die Dinge nun diplomatisch nicht eskalieren..

Aber zurück zum Dax: reicht die Bereitschaft der Chinesen, weiter zu verhandeln, aus um dem Dax wieder in Richtung der 11200er-Marke zu verhelfen und damit das Gap zu schließen? Vermutlich braucht es dazu der Unterstützung der Amerikaner – aber die düften die US-Futures nach oben kaufen nach den Aussagen Chinas..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Oberste-Berghaus

    6. Dezember 2018 09:38 at 09:38

    Hmm, ich dachte man geht bei dem Abverkauf am Dienstag davon aus das es an Algos lag. Nun denn.

    • Markus Fugmann

      6. Dezember 2018 09:51 at 09:51

      @Oberste-Berghaus, das schließt sich ja nicht aus! Die Insider, die von der Verhaftung der Huawei-Finanzechfin wußten, haben verkauft – und damit dann mit Anstieg der Vola auch die Algos anderer Player in Bewegung gesetzt..

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Indizes

Dax: Besser drauf als die Wall Street – der Absturz des Junkies

Entzug bei den Wall Street-Junkies – und der realistischere Dax..

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Während die Wall Street derzeit stark unter Druck ist, hält sich der Dax erstaunlich stabil. Was ist da los?

Man könnte es vielleicht so sagen: wer im Rausch ist, hat eine verzerrte Wahrnehmung – und die Wall Street lebte lange, sehr lange in einem Rausch: Steuerreform und Deregulierung waren noch einmal ein künstlicher Stimulus-Effekt, der kurzfrsitig noch einmal die Zahlen aufpimpt, aber langfrsitig eher schädlich ist. Das ist wie bei Drogensüchtigen: mit der Droge ist alles schick, aber wenn der Eeffekt der Droge nachläßt, fühlt es sich deutlich schlechter an als bei denjenigen, die damit überhaupt erst gar nicht angefangen haben!

Und nun sehen wir, dass der Dax schon eingepreist hat, was die Amerikaner noch einpreisen müssen: dass die Zeiten härter werden in Sachen Konjunktur und gleichzeitig die Notenbanken weiter Liquidität entziehen. Und weil das nach dem Nachlassen des Rausches auch den Amerikaner klar geworden ist, hofft man nun auf den Dealer, der aber zuletzt nichts mehr verticken wollte – man hofft also auf Jerome Powell.

Der muß es jetzt richten, denn eines darf auf keinen Fall passieren: der kalte Entzug! Man hat sich doch so daran gewöhnt, dass es immer nur bergauf geht – und jetzt soll auf einmal alles vorbei sein? Nein, das darf nicht passieren!

Und so ist nach langer Zeit der Dax wieder stärker als die US-Indizes: der eine hat frühzeitig Realitäten eingepreist, der andere noch lange im Traumland gelebt und gemeint, dass das, was für alle anderen gilt, natürlich nicht für die Supermacht USA gelten könne. Aber es hat sich an der Wal Street ausge-trumpt, das Positive durch Trump ist eingepreist, das Negative wartet leider noch in der Zukunft!

Und dieser Bewußtseinswandel der Amerikaner sorgt nun dafür, dass der Dax besser läuft als die US-Indizes:


(Chartvergleich Dax=schwarz und S&P500=orange; Chart durch anklicken vergrößern)

Übergeordnet (also im langen Zeitfenster) ist die Lücke zwischen der Wall Street und dem Dax aber immer noch sehr groß:

Der Dax hatte Anfang 2015 seine QE-Droge bekommen und enteilte damals den US-Inidzes, aber das hielt nicht so lange vor. Seit Ende des 2.Quartals 2018 ist beim Dax (und fast allen andere Indizes der Welt) der Wurm drin, nur die Amerikaner meinten, im September noch einmal auf neue Allzeithochs klettern zu müssen – ist ja alles so schön bunt hier! Aber nun eben die Ernüchterung – also bleibt noch die letzte Hoffnung, dass das Spiel weiter gehen möge dank Messias Powell..

Genau das könnte noch einmal zu einer Erholung auch der Wall Street führen: die Erwartung, dass die Fed  ein bißchen nervös werden  und daher zwar noch einmal die Zinsen anheben wird, aber das mit dovishen Signalen. Genau darauf dürften die Märkte im Vorfeld der Fed-Entscheidung am Mittwoch spekulieren – und damit dann auch den derzeit überverkauften Zustand abbauen. Aber ob das nachhaltig sein wird? Was, wenn Powell dann doch nicht liefert?

Der Dax jedenfalls hat weiteres Potential für eine Erholung, um dann das Gap bei 11090 Punkten zu schließen:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Aber ein Bullenmarkt wird damit noch lange nicht daraus..

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Das Kernproblem – und die letzte Hoffnung! Videoausblick

Über das eigentliche Problem – und die Hoffnung auf den Erlöser!

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Auch am Freitag dominierten wieder die Sorgen um eine Abschwächung auch der US-Konjunktur – und das Kernproblem ist die Lage der US-Banken, die im freien Fall sind, weil mit der immer flacheren Zinskurve die Margen für Kredite wegbrechen. Wenn aber Banken keinen Anreiz mehr haben, Kredite zu vergeben, fehlt der Wirtschaft der Treibstoff – eine Rezession wäre die Folge. Nun aber gibt es die letzte Hoffnung: wird die Fed, wird Jerome Powell die Märkte noch einmal mit dovishen Aussagen retten? Die asiatischen Märkte deutlich stärker als die Wall Street am Freitag, der Dax dürfte schon in Sichtweite der 10900er-Marke starten. Saisonal ist diese Woche besonders günstig – und eine Hoffnungs-Rally vor der Fed ist nun durchaus wahrscheinlich..

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Dax-Signal: Rückblick und Ausblick

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