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Aktien

Dax: Da muß er drüber!

Heute wird wirklich was geboten!

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Der Dax hat sich gestern kaum vom Fleck bewegt und damit keine Anschluß-Rally geschafft nach der impulsiven Aufwärtsbewegung im Gefolge der Yellen-Rede am Mittwoch. Der Grund dafür liegt auf der Hand: die Yellen-Anhörung war das erste Großereignis, heute folgen mit den US-Einzelhandelsumsätzen, den US-Verbraucherpreisen sowie den Zahlen vor allem von JP Morgan (und Citigroup + Wells Fargo) die nächsten Meilensteine. Davor wollte man sich nicht zu weit aus dme Fenster lehnen, daher die gestrige Seitwärtsbewegung.

Auch in Asien wagt man sich nicht aus der Deckung, der X-Dax in der Eröffnung daher wenig verändert:

Nach der vorherigen Korrektur hat die dovishe Ansprache Yellens den Märkten etwas die Angst genommen vor der „hawkishen Wende“ der Notenbanken, obwohl gestern Insider berichten, dass die EZB in ihrer September-Sitzung den Anfang vom Ende des QE verkünden dürfte und Mario Draghi diesen Schritt schon Ende August bei der Notenbanker-Konferenz in Jackson Hole ankündigen wird.

Also bleibt der Dax erst einmal in Deckung und wartet wir die US-Indizes auf das Kommende. Die entscheidenden Marken beim deutschen Leitindex ist der Bereich 12730/35 auf der Oberseite, das Ausbruchsniveau bei 12535/40 auf der Unterseite. Alles zwischen diesen Zonen ist „Gedaddel“, nicht wirklich relevant. Damit der Dax wirklich bullisch wird, muß er drüber über die 12730/35!

Die heutigen US-Einzelhandelsumsätze sowie die US-Verbraucherpreise aber sind harte Daten, keine Stimmungsdaten wie etwa die Einkaufsmanagerindizes (ISM Indizes). Insofern wird das ein Lackmustest für die US-Konjunktur mit der Fragestellung, ob sich der bei Yellens Aussagen implizite leichte Zweifel an der US-Wirtschaft hier bestätigen wird (Yellen hatte explizit darauf hingewiesen, dass man die Bilanzsumme wieder herauf fahren könne, wenn sich die Daten verschlechtern würden).

Und dann natürlich der Abgleich zwischen Bewertungen und faktischen Zahlen durch die US-Berichtssaison, allen voran mit dem Dickfisch JP Morgan. Die Aktien der Bank haben seit Anfang Juni massiv zugelegt und damit die Verluste seit März wieder komplett ausgeglichen, charttechnisch stellt sich jetzt die Frage, ob der Kurs nun zu neuen Höhen ausbricht oder ein Doppeltop bildet mit einem Fake-Ausbruch nach oben über die Marke von 94 Dollar:

Es steht also, das deutet dieser Chart an, spitz auf Knopf, hop oder top. Nun ist es mit der US-Berichtssaison im 2.Quartal so, dass die Gewinnsteigerungen bei knapp 7% erwartet werden, im 1.Quartal waren es noch fast 14%. Auffällig ist aber, dass die Analystenprognosen nicht in dem Ausmaß wie sonst kurz vor den Zahlen der US-Unternehmen gesenkt wurden – es wird also etwas schwieriger, über die Latte zu springen, nachdem man diesmal diese Latte nicht so deutlich tiefer gelegt hatte!

Aber lassen wir uns von den Ereignissen des heutigen Tages überraschen – wir jedenfalls berichten zeitnah über das, was sich heute ereignet..

16 Kommentare

16 Comments

  1. Avatar

    walter

    14. Juli 2017 10:10 at 10:10

    Wuerde mich nicht wundern,wenn der DAX heute ein Alltime-High hinlegt….

    • Avatar

      gerd

      14. Juli 2017 11:20 at 11:20

      …mich aber schon!

      • Avatar

        walter

        14. Juli 2017 11:29 at 11:29

        …immer noch short-hose an?

    • Avatar

      berti

      14. Juli 2017 11:47 at 11:47

      wo er Recht hat hat er Recht der Walter…

      Mich auch net….

  2. Avatar

    Masud79

    14. Juli 2017 12:03 at 12:03

    jetzt werden sogar hier schon psychoprognosen herausgehauen, zeit short zu gehen

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      gerd

      14. Juli 2017 12:21 at 12:21

      Ganz nebenbei, Masud79,
      wenn ich mich recht erinnere, hatten Sie bereits vor etlichen Tagen Ronald Gehrt gelobt.
      Jetzt hat er hier sogar seine Gastauftritte bekommen.

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        Gixxer

        14. Juli 2017 12:27 at 12:27

        Roland Gehrt hat aber auch von einer möglichen Long-Chance gesprochen.
        Beim Überschreiten von 12.680 oder so glaube ich (und Schlusskurs darüber). Warten wir es mal ab.

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          gerd

          14. Juli 2017 12:59 at 12:59

          Damit wir keine Missverständnisse vermeiden.
          Wenn auch keine neuen Höchstkurse, aber Kurse bis auf 12800, 12900 oder etwas darüber sehe ich sehr wohl. Weil, preisgünstig sind die Aktien nach wie vor. Das wären sie im heutigen Umfeld allerdings auch noch bei 15000.

          Aber ich denke auch mal ab und zu an meinen Asszendenten – nee quatsch. An den Asteroiden/Meteoriten, der die Erde treffen könnte.
          Und falls der natürlich ausgerechnet in der Wall Street niederginge…au Backe.

      • Avatar

        walter

        14. Juli 2017 12:32 at 12:32

        Gerd,
        du enttaeuscht mich gerade,dass du dich mit einem Psychologen unterhaeltst!
        Haette ich nicht fuer moeglich gehalten,ausser du hast short probleme!
        Dann nimm deinen Boersengott und zieh ihn herunter…

        • Avatar

          gerd

          14. Juli 2017 12:49 at 12:49

          Soll ich dir was gestehen, ich hab es echt nötig.
          Hab sogar zwei verschiedene Psychogötter.
          Mit dem einen spreche ich, wenn ich long bin und mit dem anderen – so wie jetzt – wenn ich short bin.

  3. Avatar

    gerd

    14. Juli 2017 12:25 at 12:25

    Ich schrieb schon im März/April, dass wir wegen der guten Drumherumbedingungen in Bälde noch etliche Hundert Punkte zulegen würden um in Berührungsnähe zu den 13000 aufzusteigen.
    Ich führte aber auch Gründe an, warum das im Mai, spätestens im Juni zu geschehen hätte. Einen höheren Kurs als in dem Zeitraum würden wir nämlich nicht mehr sehen, glaubte ich damals.
    Und da ich ja bekanntlich zu keinem anderen Gott einen besseren Draht habe als zum Börsengott, hat der mir jetzt wohlgefällig noch mal bestätigt, dass wir die Höchstkurse um die 12950 tatsächlich im Juni bereits gesehen haben.

    (Ich hoffe sehr, ich habe mit dem Richtigen gesprochen, und das war kein falscher Prophet).

  4. Avatar

    Columbo

    14. Juli 2017 13:00 at 13:00

    Lektüre für Bären und Goldbullen(speziell für @Walter). Möchte damit aber keineswegs Bullen erschrecken.
    https://www.welt.de/finanzen/article166636083/Der-Welt-droht-eine-brutale-Neubewertung-von-Vermoegen.html

    • Avatar

      gerd

      14. Juli 2017 13:22 at 13:22

      Columbo, aus meiner Sicht sitzen in der Aufsichtsbehörde auch ein paar Dampfplauderer zu viel:
      „…Es herrsche derzeit eine sorglose Stimmung unter den Akteuren“
      Das stimmt nun überhaupt nicht.
      Die meinen wohl steigende Preise wären gleichbedeutend mit Sorglosigkeit.

      Gestern schrieb hier noch jemand (Wolgang M. an PK?), dass es aus seiner Erinnerung noch nie so viele warnende Stimmen gegeben hätte wie heute. Verglichen mit den vorhergehenden (Crash)Jahren.

      • Avatar

        Columbo

        14. Juli 2017 14:05 at 14:05

        Gerd,
        stimmt natürlich,wenn viele warnen, könnte man das als bullisch interpretieren, aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Eine noch relativ frische Krise steckt vielen in den Knochen, daher gibt es naturgemäß viele warnende Stimmen. Die Frage ist, welche „Warner“ darf man ernst nehmen und wieviele dürfen es sein? Man kann auch auf gar niemanden mehr hören, weder in die eine noch in die andere Richtung und es der eigenen Ratio oder vielleicht besser Intuition überlassen, was kommen wird. Ist dann einfach Glückssache.

        • Avatar

          gerd

          14. Juli 2017 14:53 at 14:53

          Nöö, da würde ich mich auch nicht drauf verlassen.
          Wollte nur anmerken, das es m.E. nicht wirklich soo ist, wie es die französische Behörde darstellt.
          Und vielleicht gibt es ja auch noch einen Bereich, der zwischen bullisch und bärisch liegt. So eine Art Gleichgewichtszone.

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Claudio Kummerfeld

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

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