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DAX daily: Dax im Bullen-Modus – aber die Luft wird dünner!

Stefan Jäger

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am

Derzeit bestimmen die Bullen und ihre Stimulus-Hoffnung das Geschehen an der Börse. Weshalb der Dax am Montag da weitergemacht, wo er letzte Woche aufgehört hat. Mit einem Zugewinn von 87 Punkten (+0,67 %) schloss der deutsche Leitindex den Handel bei 13.138. Dabei profitierte er von den freundlich aufgelegten US-Börsen, die auch am gestrigen Feiertag die Hoffnung auf ein Konjunkturpaket handelten. Große Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern sind allerdings noch nicht absehbar. Am Montagmorgen hatte der Dax noch ein Tagestief bei 13.058 markiert, lief dann aber im Laufe des Tages weiter in die Gewinnzone und erzielte sein Tageshoch bei 13.151.

Damit hat er schließlich das Gap bei 13.116 geschlossen. Aus charttechnischer Sicht ist das wie ein Befreiungsschlag, der dem deutschen Leitindex neuen Schwung auf der Oberseite verleihen könnte. Jetzt kommt es darauf an, dass Anschlusskäufe den Dax weiter gen Norden treiben, ansonsten droht ein Rückfall unter die 13.100er Marke. Am gestrigen Bankenfeiertag dem Columbus Day konnte die Wall Street unter dünnem Handelsvolumen kräftig zulegen, vor allem die Technologiewerte waren bei den Anlegern gefragt. Dies hat wiederum den Dax mit nach oben gezogen. Aber so langsam erreicht der Dax Gefilde in denen die Luft dünner wird. Insbesondere der Bereich zwischen 13.220 bis 13.250 stellt einen starken Widerstand dar. Dort wird sich zeigen, ob der Dax noch die Kraft besitzt weiter bergauf zu laufen oder erst einmal in eine Konsolidierung übergeht.

News und fundamentale Daten

Wie auch Markus Fugmann in seinem gestrigen Video erläutert hat, sind die Stimulus-Hoffnungen der Anleger derzeit größer als die vorhandenen Risiken. Nicht nur die rapide Ausbreitung des Corona-Virus, sondern auch die stockenden Verhandlungen über das weitere US-Konjunkturpaket oder die bislang ausgebliebenen Fortschritte bei den Brexit-Verhandlungen können dem Dax aktuell etwas anhaben. Die Einigungsfrist im Brexit läuft indessen pünktlich zum EU-Gipfel am Donnerstag ab.

In der Nacht auf Dienstag wurden bereits Konjunkturdaten aus China veröffentlicht. Die Exporte sind um 9,9 % angestiegen (erwartet 10,0 %), während die Importe um 13,2 % zulegen konnten, erwartet war ein Anstieg von nur 0,3 %. Dadurch weist die chinesische Handelsbilanz einen geringer als erwarteten Überschuss aus (aktuell 37,00B, Prognose 58,00B, vorher 58,93B). Darüber hinaus sehen wir noch Daten aus Deutschland und den USA. Um 11:00 Uhr liegt der Fokus der Dax-Anleger auf dem ZEW-Index. Für den Oktober liegt die Prognose für die ZEW-Konjunkturerwartung bei 73 und damit 4,4 Punkte unter dem Wert von 77,4 des Vormonats. Um 14:30 Uhr erscheint dann noch der US-Verbraucherpreisindex sowie um 20:00 Uhr der Haushaltssaldo der US-Regierung.

Außerdem beginnt heute die Berichtssaison in den USA. Den Auftakt machen dabei die großen Bankhäuser JPMorgan und Citigroup. Zusätzlich gewähren der Vermögensverwalter Black Rock, die Fluggesellschaft Delta Airlines sowie der Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson einen Blick in ihre Bücher. Am Abend stellt Apple dann noch die neuen iPhone-12-Modelle beim Apple-Keynote-Event vor.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Eine knappe Stunde vor Börseneröffnung notiert der Dax nahe seines gestrigen Schlusskurses. Versucht er heute auch wieder die Flucht nach vorn, dann stellt der Bereich zwischen 13.175 und 13.185 eine erste Hürde dar. Diese muss er überwinden, um in Richtung des Widerstandsbereichs bei 13.220 bis 13.250 zu laufen. An dieser Stelle dürfte dem Dax erst einmal die Puste ausgehen und eine Konsolidierung einsetzen. Steigt er jedoch darüber an, dann folgen weitere Widerstände bei 13.270 (261,8 % Extension) und 13.339 (Tageshoch 14.09.).

Geht es bereits zur Eröffnung runter oder scheitert der Dax am gestrigen nachbörslichen Hoch bei 13.185, dann könnte sich die Konsolidierung schon früher einstellen. Insbesondere die US-Börsen sind in den letzten Handelstagen sehr stark angestiegen, daher würde es nicht überraschen, wenn die Wall Street bald eine Verschnaufpause einlegt. Eine erste, aber auch wichtige Unterstützung liegt im Dax bei 13.100. Dort könnte er schon wieder drehen und in eine Seitwärtsbewegung übergehen. Fällt er allerdings darunter, dann dürfte der Index zum gestrigen Tagestief bei 13.058 laufen. Dreht er dort auch nicht, dann folgt eine weitere Unterstützung an der 13.010.

DAX daily: Tagesausblick 13.10. - M30-Chart - Bullen-Modus und Stimulus-Hoffnung

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.283 – Pivot Punkt R2

13.227 – Pivot Punkt R1

13.129 – Pivot Punkt

13.074 – Pivot Punkt S1

12.976 – Pivot Punkt S2

Dax Unterstützungen (US):

13.100 – ex Doppeltop

13.058 – Tagestief 12.10.

13.009 – Tagestief 09.10.

12.955 – mehrfacher WS + US

12.904 – Punkt 1 vom Top (13.460)

Dax Widerstände (WS):

13.175 – 76,4 % Retracement (Tief 12.253)

13.221 – ex Doppeltop

13.270 – 261,8 % Extension

13.300 – mehrfacher WS

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – „Ob gut oder schlecht – Sell the News!“

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Auch wenn es wie bei Microsoft gute Zahlen gab – der Markt ist derzeit negativ eingestellt.

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Aktienmärkte: Abverkauf voraus? Corona gegen Geldflut

Sollte das V-förmige Konjunkturszenario durch die Pandemie jetzt einen richtigen Knacks bekommen, könnte es doch noch zu einem größeren der Aktienmärkte kommen

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Die Aktienmärkte geraten zunehmend unter Druck – der deutsche Leitindex Dax zeigt es doch schon seit Monaten: Nach seinem steilen Einbruch im Februar/März, seiner steilen Erholung bis Anfang März und dann fünf Monate Seitwärtsrange und mit seinem Absinken der Kurse in den letzten Wochen. Die Wirtschaft wackelt. Jetzt kamen ein paar Daten aus dem Wirtschaftsumfeld, die zeigen, dass die Erholung stark ins Socken geraten ist. Corona gegen die Geldflut – wer behält die Oberhand?

Aktienmärkte: Der Dax und der Ifo-Index

Monat für Monat blicken Ökonomen auf die Veröffentlichung der neuesten Ausgabe des Ifo-Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts, bei der die Erwartungen von 9000 Unternehmenschefs hinsichtlich ihrer Unternehmen dargestellt werden. Legt man diesen Index-Verlauf über eine graphische Darstellung der deutschen Konjunktur, so wird man eine recht gute Prognosequalität und eine Korrelation des Indikators mit der Wirtschaftsentwicklung konstatieren. Schließlich spiegelt das Barometer Wirtschaftsfakten wider und nicht Erwartungen von Finanzanalysten, wie es beim ZEW der Fall ist. Doch auch die Relation zum deutschen Leitindex ist oft sehr auffällig.

Jetzt gab es am Montag einen Doppelschlag. Ein nach fünf Monaten erstmals rückläufiger Ifo-Index und ein 23-prozentiger Einbruch bei Deutschlands Dax-Schwergewicht SAP. Bei dem Technologiekonzern ist die Absenkung der Wachstumsabsichten ein echtes Warnzeichen, beim Ifo-Index gilt es allerdings zu bedenken, dass erst ein dreimalig steigender oder fallender Index einen Trendwechsel anzeigt.

Corona und seine Gewinner und Verlierer in Deutschland

Neben dem Theater um die US-Wahlen, den taktischen Spielchen um das Stimuluspaket, ist die zweite Coronawelle das eigentlich dominante Thema für die Aktienmärkte. Nicht so sehr wegen der großen Gesundheitsgefahren – Einrichtungen und betroffene Bürger mit Vorerkrankungen werden sich bestimmt besser schützen als im Frühjahr – es sind mehr die behördlichen Maßnahmen, die aus Gründen der Gefahrenabwehr kommen müssen. Man kann nicht einfach Menschenleben mit Wirtschaftsschäden verrechnen. Die Anordnung von Lockdowns, die nach Inzidenzzahl mehr oder weniger umfassend ausfallen müssen.

Auch global betrachtet: Zwar werden es bestimmt keine vier Milliarden Werkstätige werden, wie im ersten Halbjahr, die zeitweise in häuslicher Quarantäne verbracht haben. Aber die Aktienmärkte haben nur moderate wirtschaftliche Einbußen im Winterhalbjahr eingepreist und keine Lockdowns ganzer Staaten. Frankreich, Spanien, Italien – die Infektionszahlen treiben die Politiker zu drastischen Maßnahmen. Eine V-förmige Erholung ist in diesen Ländern bereits abgehakt und es gibt noch eine weitere Anzahl kleinerer Staaten mit noch größeren Problemen.

Was bedeutet das für Deutschland? Zunächst einmal wird Kanzlerin Angela Merkel vermutlich heute mit dem Ministerpräsidenten einen (Wellenbrecher-)Lockdown ankündigen. Dies wird wieder einige Corona-Opfer weiter schwächen, aber es gibt zahlreiche Firmen aus dem Dax, die das Jahr bisher außerordentlich gut überstanden haben.

Der deutsche Leitindex rangiert im Jahr 2020 mittlerweile mit neun Prozent im Minus und ein knappes Dutzend seiner Werte liegen zweistellig im Minus.

Schaut man sich die Dax-Entwicklung genauer an, wird klar, dass die Aktienmärkte keineswegs eine Erholung für die gesamte Wirtschaft sehen. Der Leitindex selbst rangiert 2020 zwar nur neun Prozent im Minus, doch immerhin stehen elf der 30 Titel zum Teil deutlich zweistellig im Minus. An der Spitze Bayer, MTU oder Fresenius, die über ein Drittel an Wert eingebüßt haben. Oder auch das Schwergewicht SAP, das mit seinem 23-Prozent-Rutsch zeigt, dass die Aktienmärkte sehr wohl auf veränderte Gewinnerwartungen reagieren, trotz der monetären Stützungsmaßnahmen – der Flut, die scheinbar alle Boote hebt. Auf der anderen Seite die Pandemie-Gewinner, Infineon, Delivery Hero oder der Pharma- und Chemiekonzern Merck, die 25 bis über 30 Prozent in diesem Jahr zulegen konnten.

Dennoch: Sollte das V-förmige Konjunkturszenario durch die Pandemie jetzt einen richtigen Knacks bekommen, könnte es doch noch zu einem größeren Ausverkauf kommen, der die Aktienmärkte insgesamt erfasst.

Der Montagsabverkauf, ohne Panik

Seit Wochen wird davon gesprochen – und wenn sie kommt sind dennoch alle verblüfft. Die Rede ist von der Volatilität, die dem Dax am Montag einen Einbruch von 460 Punkten oder minus 3,7 Prozent beschert hat. Anlass war die Gewinnwarnung von SAP, die dem Dax mit einem Kursabschlag von 23 Prozent allein schon über 200 Punkte gekostet hatte. Aber war der Leitindex nicht schon vor zehn Tagen um drei Prozent gefallen, um tags darauf wieder um zwei Prozent zu klettern? Von Panik jedenfalls war am Montag wenig zu sehen, weder die 10-jährige Bundesanleihe mit minus 0,60 Prozent, noch Gold haben besonders reagiert.

Vor dem Wochenende nochmal ein guter Rückblick?

Inmitten einer Flut von Quartalsberichten, speziell der Big Five in dieser Woche, liefern die Statistikämter der USA und Deutschlands am Donnerstag und Freitag die BIP-Zahlen zum dritten Quartal 2020. Was wieder für ein bisschen Verwirrung sorgen wird, einmal wegen der historisch tiefen Rezessionsvergleiche zu Q2 und zum anderen, weil die Amerikaner den Jahresvergleich und die Europäer den Quartalsvergleich heranziehen. Das US-BIP war in Q2 um 32 Prozent (zu 2019) gefallen und könnte in Q3 um bis zu 30 Prozent gestiegen sein. Deutschlands BIP fiel im Frühjahr um 9,7 Prozent (gg. Q1) und Volkswirte rechnen mit einer Steigerung über den Sommer um sieben Prozent. Auf Quartalsbasis waren die USA mit 9,5 Prozent in ähnlicher Höhe wie Germany geschrumpft. Schnee von gestern, jetzt geht es um Q4 Folgende und da herrscht Corona.

Fazit

Was wird sich durchsetzen? Die Pandemie, die mit zahlreichen großen, wie kleinen Lockdowns Teile der Wirtschaft überall ins Schlingern bringt – oder doch die große Geldflut, inklusive der ganzen Rettungspakete, die höher ausgefallen, als der bisherige Rezessionsschaden. Von den 218 Milliarden Euro, die sich das deutsche Finanzministerium für 2020 hat genehmigen lassen, sind nach den ersten neun Monaten des Jahres „erst“ 72,5 Milliarden Euro verbraucht worden.

Was überwiegt? Es kommt also darauf an, heißt ein platter Spruch, der aber derzeit seine Berechtigung hat. Auf die Entwicklung der Infektionszahlen – Israel beweist gerade wie rasch ein Lockdown wirkt – auf den Ausgang der US-Wahlen und vor allem auf die Impfstoffentwicklung. Aktienmärkte bewerten Zukunft und nicht die Gegenwart – so schwer es auch manchem fällt, dies zu akzeptieren und lieber auf die Schlagzeilen des Tages zu lauschen. Zur Erinnerung: Wie war die Meldungslage über Tage und Wochen während des Lockdowns im Frühjahr?

Aber kurzfristig hat sich einiges an Enttäuschungspotenzial für die Aktienmärkte akkumuliert, das vierte Quartal könnte etwas zu rosig eingeschätzt und eingepreist worden sein..

Stehen die Aktienmärkte wegen Corona vor einem erneuten Abverkauf?

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Finanznews

Aktienmärkte: Lockdown – weiter bergab für Dax &Co? Videoausblick

Markus Fugmann

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am

Der nächste Lockdown (in einer etwas milderen Version im Vergleich zum März) steht bevor – und besonders die Aktienmärkte in Europa reagieren darauf mit Schwäche! Der Dax nun 9% unter seinem Stand vor zwei Wochen – heute dürften neue Corona-Maßanhmen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich beschlossen werden. Am Besten halten sich wieder einmal US-Tech-Aktien, aber die Aktienmärkte warten nun auf den „Super-Donnerstag“ mit den Zahlen von Apple, Amazon, Alphabet und Facebook. Und natürlich auf die US-Wahl. Wie würden die Aktienmärkte reagieren, wenn doch Trump gewinnen würde? Knackpunkt bleibt nach wie vor die Hoffnung auf den großen Stimulus nach der US-Wahl..

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