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DAX daily: Der Dax kommt seit Tagen nicht von der Stelle

Stefan Jäger

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Die meiste Zeit des Jahres läuft der Dax seitwärts, das stellt er derzeit eindeutig unter Beweis. Zwar ging es im gestrigen Handel zunächst in Richtung der Unterkante der Seitwärtsrange, aber gestützt durch die US-Börsen konnte der deutsche Leitindex am Nachmittag nochmal hochziehen. Damit setzt sich die Hängepartie der letzten Tage fort. Während der Dow Jones nahe seines Allzeithochs an der 30.000er Marke notiert, geht dem Dax gerade die Luft aus. Die Impfstoff-Euphorie scheint im Gegensatz zu den USA hierzulande wieder abzunehmen. Was auch total nachvollziehbar ist, da es noch ein weiter Weg hin zu einem zugelassenen und flächendeckenden Impfstoff ist. Aktuell wird in Deutschland über eine Verschärfung der Corona-Restriktionen diskutiert, dadurch bleiben die kurzfristigen Aussichten für viele Wirtschaftsbereiche eher finster.

Am Ende des Tages ging der Dax schließlich unverändert bei 13.133 aus dem Handel. Solange der Leitindex über der 13.000er Marke handelt, könnte er nochmal den Widerstandsbereich zwischen 13.250 und 13.300 testen. Dazu benötigt der Dax aber die Unterstützung der Wall Street, die folglich neue Rekordhochs markieren müsste. Hier mehr zu der aktuellen Börsen-Euphorie an den US-Börsen.

News und fundamentale Daten

Ohne die Schecks der US-Regierung sind die Einzelhandelsumsätze im Oktober schlechter als erwartet ausgefallen. Da immer noch nicht absehbar ist, ob oder wann es ein weiteres Stimulus-Paket gibt, haben sich viele Amerikaner beim Konsum zurückgehalten. Eigentlich sind das ziemlich schlechte News für die US-Wirtschaft, aber noch scheinen die Risiken bei all der Impfstoff-Hoffnung verdrängt zu werden.

Im heutigen Tagesverlauf sehen wir Konjunkturdaten aus der Eurozone und den USA. Den Auftakt machen die Inflationsdaten aus der Eurozone, um 11:00 Uhr wird der Verbraucherpreisindex (Okt) veröffentlicht. Danach folgen um 14:30 Uhr die Baugenehmigungen aus den USA. Zuletzt erscheinen um 16:30 Uhr die US-Rohöllagerbestände. Zudem sprechen einige Notenbanken Mitglieder über die aktuelle Geldpolitik. Bevor die FOMC-Mitglieder Bullard und Williams am Abend vor das Mikrofon treten, äußert sich EZB-Chefin Lagarde um 16:00 Uhr zur europäischen Geldpolitik.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Im Grunde hat sich an der gestrigen Situation nichts geändert. Der Dax läuft weiterhin seitwärts, was auch deutlich im Tageschart zu erkennen ist. Auf der Oberseite ist er bei 13.240 und 13.300 gedeckelt. Auf der Unterseite unterstützen die 13.050 und der Doppelboden bei 13.020/004. Dazwischen befindet sich eine neutrale Zone. Unterhalb der 13.000er Marke ergeben sich mögliche Ziele bei 12.950 und 12.870. Um weiter anzusteigen, müsste der Dax die Hürde zwischen 13.151 und 13.170 überwinden. Dann hätte er die Möglichkeit nochmal den Widerstandsbereich bei 13.240 zu testen, wenn er zuvor die 13.200 überwindet. Sollte der Leitindex die 13.300 erreichen, dann fällt dort die Entscheidung über den weiteren Verlauf. Über 13.350 wäre der Weg frei zum September-Hoch bei 13.460.

Dax daily: Tagesausblick 17.11. - H1-Chart - Seitwärtsrange

Heutige Pivot Punkte (PP):

13.190 – Pivot Punkt R1

13.120 – Pivot Punkt

13.070 – Pivot Punk.t S1

12.999 – Pivot Punk.t S2

12.949 – Pivot Punk.t S3

Dax Unterstützungen (US):

13.050 – Tagestief 17.11.

13.004/020 – Doppelboden (Tief 13.11. / 12.11.)

12.956 – Punkt 1 Bodenbildung (12.871)

12.871 – außerbörsliches Tief 10.11.

12.600 – 38,2 % Retracement (11.450 – 13.297)

Dax Widerstände (WS):

13.151 – Tageshoch 17.11.

13.196 – Punkt 1 Topbildung (13.277)

13.240 – mehrfacher WS

13.277 – Tageshoch 16.11.

13.300 – neuralgischer Punkt

13.460 – September-Hoch

Der Börsen Jäger

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Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Die Good News-Wall Street

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen werden die ganz frisch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten. Auch Thema ist der wohl anstehende neue Konjunkturstimulus.

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Wall Street: Experte Markus Koch über die Jahresendrally

Markus Fugmann

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Die Wall Street ist in Party-Laune – gestern der Leitindex S&P 500 sowie der Nasdaq 100 mit neuem Allzeithoch. Kommt jetzt die große Jahresendrally – und das nach dem Rekord-Monat November mit zweistelligen Gewinnen bei den großen Indizes der Wall Street?

Wall Street: Comeback der Tech-Aktien zum Jahresende?

Derzeit, so Markus Koch in einem Interview mit „Mission Money„, sei es schlicht schwer, die Bullenherde an der Wall Street aufzuhalten. Das Problem sei, dass die Investoren extrem optimistisch seien, das Sentiment sei euphorisch. Insgesamt aber bleit auch Markus Koch optimsitisch für die Entwicklung der Wall Street – auch im Jahr 2021:

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Markus Koch über die Wall Street und die Jahresendrally

 

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Aktienmärkte: Bringt der dreifache Hexensabbat eine Wende?

Wolfgang Müller

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Das Geschäft mit Optionen wird für die Aktienmärkte immer bedeutsamer, speziell in den USA, wo in der jetzigen Euphoriephase die Umsätze bei Call-Optionen geradezu explodieren. Ungeachtet dessen blickt man stets gespannt auf den viermal in einem Jahr, jeweils am dritten Freitag im Montag stattfindenden großen Hexensabbat entgegen. Der Verfall von Terminkontrakte, wie Futures und Optionen sorgt oft im Vorfeld für große Kursschwankungen, weil Marktteilnehmer die Kurse durch Käufe und Verkäufe von Assets so zu bewegen versuchen, dass die Termimkontrakte Gewinne abwerfen. Was wird im Vorfeld zum 18. Dezember an den Märkten geschehen, zu Zeiten größter Call-Euphorie bei gleichzeitig geringen Depotabsicherungen?

Aktienmärkte: Die große Call-Spekulation

Der November des Jahres 2020 hatte es in sich. Der Ausgang der US-Wahlen, der nicht zu einem befürchteten Chaos geführt hat und die Impfstoffentwicklung, beginnend mit der BioNTech/Pfizer-Meldung am 9. November und dem darauffolgenden Wettlauf um den Termin einer Notzulassung.

Das alles führte zu einem Game Changer für die Aktienmärkte mit zahlreichen Konsequenzen: Verkaufoptionen und Leerverkäufe auf Corona-geschädigte Titel wurden in Windeseile eingedeckt (Stichwort Short Squeeze), Nebenwerte und Value-Titel hingegen in großem Umfang gekauft. Obwohl sich die Käufe nach der Monatsmitte wieder beruhigten (bis auf einige Titel wie Tesla oder Impfstofffirmen) schnellte eines gewaltig in die Höhe – der Optimismus der Anleger (FMW berichtete laufend über die heißgelaufenen Indikationen).

Ob ein Angstbarometer wie der Fear&Greed-Index, das ständig im Bereich extremer Gier um die 90 Punkte notiert, US-Aktienindizes weit oberhalb ihrer Aufwärtstrends, oder ein Dow Jones oberhalb der psychologischen Marke von 30.000 Punkten. Die Hausse nährt die Hausse, wieder einmal, und die Gier sorgt im Optionshandel für außergewöhnliche Konstellationen.

Wie Markus Fugmann in einem seiner letzten Videos festgestellt hat, wurden in der letzten Woche in den USA viermal so viele Calloptionen gekauft, wie es im Durchschnitt der Fall ist. 40 Prozent der Umsätze an der New York Stock Exchange waren Optionen. Hierunter aber kaum Put-Optionen, also sichert man sich nicht ab – im Bewusstsein von Rettungsschirmen durch die Notenbanken (Sitzungen am 10. und 16. November vor dem Hexensabbat) und den Stakkato-artig eintrudelnden Meldungen von der Impfstofffront: Wirksamkeitsstudien, Zulassungsanträge und Hinweise auf den Start der Impfungen. Eine selten positive Konstellation von „Good News“ – und dies in der guten saisonale Phase der Aktienmärkte zu Jahresende. Aber was passiert mit den vielen Call-Optionen (35 Millionen allein vor Thanksgiving) in den nächsten Tagen?

Die ungewöhnliche Anzahl an Calls hat die Market Maker gezwungen, über ihr Delta Hedging immer mehr die zugrunde liegenden Titel zu kaufen. Manchmal öffneten die Märkte mit einem Gap, so dass man ständig gezwungen war, Aktien am Markt nachzukaufen. Desto stärker die Hebelwirkung (größeres Delta) bei den Calls, desto größer das Hedging der Gegenseite.

Was passiert aber, wenn die Kurse einen Rücksetzer machen, oder viele Kontrakte am Verfallstag auslaufen? Die Market Maker werden die Werte verkaufen, die sie zum Zwecke der Absicherung gekauft haben und den Abwärtstrend verstärken. Ein Thema, welches noch bedeutsam werden könnte, denn Put-Optionen gibt es kaum, die beim Schließen der Position zum kursstabilisierenden Kauf des Basiswertes führen würden, der bekannten Short Squeeze.

Was werden die Inhaber der Call-Optionen in der letzten Woche vor dem großen Verfall tun? Die Kontrakte verlängern über das Jahresende und die sehr häufig positive Aktienphase hinaus, hinein in einen Monat Januar, der sehr häufig mit Rückschlägen endete?

Übersicht: Keiner hat bald mehr Puts

Dire Aktienmärkte euphorisch, kaum Put-Absicherungen

Grafik: northmantrader.com

Fazit

Der Optimismus der Aktienmärkte ist übergroß und schreit nach einer Korrektur. Eine riesige Herde an Zockern, die mit Kaufoptionen schnell reich werden wollen und die Gegenseite, die Stillhalter, die in die Basiswerte getrieben werden.

Das wird zu Reaktionen führen müssen, Optionen haben ein Verfallsdatum und reagieren auf die implizite Volatilität.

Was mir aber nicht einleuchtet ist, dass die jetzige Situation immer wieder mit historischen Zyklen verglichen wird. Corona hat eine absolute Sondersituation geschaffen und ein Impfstoff in großer Verfügbarkeit ändert vieles in dem für die Aktienmärkte relevanten Zeitraum. Wie sagte der Chef einer französischen Großbank? Wir haben eine Gesundheitskrise, keine Wirtschaftskrise – sehr optimistisch, aber da ist etwas dran. Für die Aktienmärkte zählen nicht die nächsten vier Wochen oder das neue Quartal. Das Kommende wird immer dann interessant, wenn Fakten präsentiert werden, die die lange Sicht ändern – das Delta zwischen eingepreister und veränderter Erwartung.

Tourismus und Luftfahrt liegen stärker im Minus als in Kriegssituationen, die Maschinen, Hotels und Einrichtungen sind aber nicht zerstört und wenn es in einem halben Jahr eine Impfung der Bevölkerung geben hat, so werden manche Industrien wie Phoenix aus der Asche auftauchen. Die Messung eines aktuellen KGVs ist nicht so bedeutsam, wenn die Aktienmärkte mindestens sechs bis neun Monate in die Zukunft blicken.

Der zweite Fakt ist der monetäre: Wieso sieht man nicht die 35 Billionen Dollar an Anleihen, die real negativ verzinst sind oder die Durchschnittsrendite der 7 bis 10-jährigen Staasanleihen, die noch vor ein paar Wochen 0,18 Prozent Rendite abwarf? Das Dilemma für die Finanzbranche schlechthin. Wieso soll es angesichts weiterer zugesicherter Notenbankkäufe größere Umschichtungen von Aktien in Anleihen geben, auch bei leichten Zinsanstiegen?

Und wieso vergleicht man das KGV der Aktienmärkte von 2020 mit dem KGV von 2000, bei der Dotcom-Bubble? Damals lagen die Zinsen bei über 6 Prozent, das KGV der lang laufenden Anleihen bei 15 – und heute? Jeder spricht über die Euphorie infolge der Impfstoffentwicklung, die eine Pandemie in Monaten beenden kann, mit all den Folgewirkungen. Klar, die Call-Positionierung ist zu hoch und wird abgebaut werden. Wieso aber immer die Geschichte von den überteuren Aktienmärkten? Anleihen sind superteuer dagegen.

Natürlich kann sich die Konstellation Anleihen – Aktien ändern und sie wird sich auch, wenn das billionenschwere Stimulusprogramm der Demokraten in die Tat umgesetzt würde. Aber in der jetzigen Situation? In der „Endphase“ von Corona mit einem nochmaligen Anschwellen der Infektionszahlen und mit den großen Notenbankentscheidungen.

Ein Anspringen der Wirtschaft, ein Anstieg der Inflation und neue Schuldenpakete, das wäre der Stoff für eine Neubewertung der Aktienmärkte.

Bringt der Hexensabbat eine Wnede für die Aktienmärkte?

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