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DAX daily: Die Ruhe vor dem Sturm – die Volatilität ist bald zurück

Stefan Jäger

Veröffentlicht

am

Nachdem der Dax gestern stagnierte, da kann es heute wieder vorbei sein mit der Ruhe. Immerhin hat er gestern etwas ganz Bemerkenswertes geschafft. Er hat nämlich punktgenau denselben Schlusskurs bei 12.838 wie am Freitag markiert. Damit hat sich der Dax zwar nach dem Rückschlag vom Freitag stabilisiert, steht aber auf der Stelle. Der gestrige Handel verlief dementsprechend in einer Range von nicht mal 100 Punkten. Das Tageshoch wurde bei 12.908 eingebucht und das Tief lag bei 12.811.

Einerseits hat der besser als erwartete ifo-Index den Dax gestützt, andererseits drücken die Corona-Sorgen auf die Stimmung der Anleger. Am Rekordpreis für Gold und an der Silber-Rally kann man gut erkennen, dass die Anleger zweigleisig fahren und sich derzeit absichern. Die Richtung im Dax ist weiterhin offen, es gibt ebenso bullische wie auch bärische Chartmuster. Als Orientierung dient die 12.800 auf der Unterseite und die 12.970 auf der Oberseite.

News und fundamentale Situation

Für heute stehen nur wenige Konjunkturdaten auf der Agenda. Zuerst wird um 16:00 Uhr das US-Verbrauchervertrauen vom Conference Board veröffentlicht. Dieses beschreibt den Optimismus der Verbraucher in die aktuelle konjunkturelle Entwicklung. Schließlich erscheint um 22:30 Uhr der API Rohöllagerbestand.

Zwar gibt es heute nur wenige Konjunkturdaten, allerdings veröffentlichen zahlreiche Unternehmen ihre Quartalsberichte. Unter anderem erhalten wir einen Einblick in die Zahlen von Visa, McDonald’s, 3M, AMD, Pfizer, Starbucks und vielen anderen. Nachdem gestern Stillstand in den Indizes eingekehrt war, könnte heute wieder Bewegung in Dax kommen. Diese Woche ist vollgepackt mit wichtigen Konjunkturdaten und Quartalszahlen, unter anderem von den Tech-Schwergewichten, daher wird die Volatilität schon bald wieder anziehen.

Die wichtigen Marken für den Handelstag im Dax

Während der Asien-Rampe konnte der Dax zulegen und hat die 12.980 angelaufen. Vorbörslich notiert er wieder etwas tiefer bei 12.900, startet aber leicht erhöht in den heutigen Handel. Um das Nachthoch abermals anzulaufen, muss der Dax zuerst die kleine Hürde bei 12.912 nehmen und danach den Pivot Punkt R1 bei 12.953 überwinden. Überschreitet er die 12.980, dann erreicht er wieder die 13.000er Marke, darüber liegt der nächste Widerstandsbereich bei 13.060 bis 13.072. Schließlich wartet noch das offene Insel-Gap bei 13.104 auf den Dax.

Zeigt der Dax wiederholt Schwäche bei der Eröffnung, dann liegt die erste Unterstützung am Pivot Punkt bei 12.853. Darunter bietet der Bereich von 12.815 bis 12.797 weiteren Halt, hier könnte erneut eine Gegenreaktion eintreten. Andernfalls geht es weiter runter zum 61,8 % Retracement bei 12.750. Bricht er auch diese Unterstützung, dann folgt noch der Pivot Punkt S2 bei 12.697.

Dax Unterstützungen (US):

12.853 – Pivot Punkt

12.811 – Tagestief 24.07.

12.797 – Pivot  Punkt S1

12.750 – 61,8 % Retracement

12-697 – Pivot Punkt S2

Dax Widerstände (WS):

12.912 – 15-Minutenchart

12.953 – Pivot Punkt R1

12.980 – Nachthoch

13.067-072 – Tagestief 22.+21.07.

13.104 – Insel-Gap

Disclaimer

Die hier angewandte technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

DAX daily: Die Ruhe vor dem Sturm - die Volatilität ist bald zurück

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Wie ist die Ausgangslage der Wall Street und der USA insgesamt am letzten vollständigen Tag der Präsidentschaft von Donald Trump? Auf der einen Seite extrem hohe Kurse der Aktienmärkte und die Hoffnung auf Stimulus – der aber die innere Spaltung der USA nicht schnell heilen kann und wird. Daher wird diese Spaltung wahrscheinlich erst noch schlimmer werden, bevor es besser werden kann. Nur eines ist sicher: auch unter Biden werden die Schulden der USA weiter explodieren, daher ist der entscheidende Trigger für die Aktienmärkte die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen – die wiederum an die Inflationserwartung gekoppelt sind. Heute die Wall Street am letzten Tag Trumps volatil – eine Folgewirkung des Optionssverfalls letzten Freitag..

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MDax war auf lange Sicht die deutlich bessere Wahl als der Dax

Claudio Kummerfeld

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Der MDax repräsentiert sozusagen nach den 30 wichtigsten deutschen Börsentiteln (Dax) die nachfolgenden 50 wichtigsten Unternehmen. Sozusagen die „zweite Reihe“ in Sachen Größe, Volumen, Wichtigkeit und Bekanntheit. Auch wir bei FMW beachten in der Regel die großen Indizes wie den Dax, aber praktisch gar nicht den MDax. Dabei war der auf lange Sicht viel erfolgreicher als der Dax. Darauf hat die Deutsche Börse heute mit einer Info zum 25. Jubiläum des Index hingewiesen. Demnach hat der MDax seit seiner Auflegung eine Rendite von 1.083 Prozent erzielt, während der Dax um 485 Prozent zulegte – wobei der Großteil der Outperformance in den vergangenen zehn Jahren entstand.

Laut Deutscher Börse gab es den größten Tagesverlust im MDax mit -10,9 Prozent am 12. März 2020, und den größten Tagesgewinn mit +12 Prozent am 13. Oktober 2008. Zum Start im Jahr 1996 sah man einen Indexstand von 2.629 Punkten, und nun zum Jubiläum sehen wir 31.206 Punkte. Das entspricht einer jährlichen Performance von 10,9 Prozent. Schauen wir mal auf den folgenden Chart. Hier haben wir seit Sommer 2006 (also rechtzeitig vor Ausbruch der Finanzkrise 2008) den Dax vergleichen mit dem MDax. Der kleine Bruder erzielte 257 Prozent Plus, der große Brude „nur“ 130 Prozent.

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