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Gold/Silber

Goldpreis auf Rekordhoch! Der Hauptgrund für die Euphorie

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis steigt heute früh auf ein neues Rekordhoch! Im Jahr 2011 lag der Rekord bei 1.921 Dollar. Am Freitag erreichte Gold die Marke von 1.900 Dollar. Dann ab heute Nacht setzte der nächste kräftige Schub nach oben ein, und um 5 Uhr heute früh erreichte der Goldpreis seinen jetzt neuen Rekordstand bei 1.944 Dollar (aktuell 1.932 Dollar). Im Chart sehen wir den Verlauf seit dem Jahr 2009. Hier dazu der aktuelle Video-Kommentar von Markus Fugmann.

Gründe für die Rally im Goldpreis

Im großen Bild sind die Gründe für den ansteigenden Goldpreis grundsätzlich eh schon bekannt. Die Notenbanken drucken immer mehr Geld, die Staaten verschulden sich immer weiter, die Angst vor der anstehenden Inflation wächst weiter. Und je mehr gedruckt wird, desto größer wird schlicht und einfach bei vielen Menschen der Zweifel am Papiergeldsystem uns seiner Werthaltigkeit. Und da denken immer mehr Menschen an das Edelmetall als den letzten „Sicheren Hafen“. Und die Coronakrise und die damit verbundene globale Wirtschaftskrise verstärkt den Sog zu Gold immer weiter. Aber warum steigt der Goldpreis die letzten Tage so derartig stark an, und auch jetzt übers Wochenende?

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf in US-Dollar seit dem Jahr 2009

Der aktuell wichtigste Grund für die Gold-Rally

Der US-Dollar wird immer schwächer und schwächer. Alleine von Freitag Nachmittag bis jetzt hat der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) von 94,50 auf 93,90 Indexpunkte verloren. Dies liegt hauptsächlich am immer weiter steigenden Euro, der das Schwergewicht gegen den US-Dollar auch in diesem Korb darstellt. Von Freitag auf heute legt der Euro weiter deutlich zu. Und wo der Dollar verliert, kann der Goldpreis immer weiter zulegen, weil er global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt wird.

Der folgende Chart zeigt den steigenden Goldpreis im Verlauf der letzten zwölf Monate gegen den fallenden Dollar-Index (blaue Linie). Man sieht gut, wie der Dollar-Index während des Börsencrash im März sprunghaft nach oben schoss bis auf einen Indexstand von 103,80 Punkten (damals war das die große Flucht in den „Sicheren Hafen“ namens US-Dollar). Bis jetzt aber verliert er immer weiter. Gold profitiert in perfekter Korrelation von der Dollar-Schwäche!

Aktueller Analystenkommentar

Ipek Ozkardeskaya von Swissquote geht in einem ganz aktuellen Kommentar natürlich auf den neuen Rekordstand im Goldpreis ein. Kapital sei in Gold geflossen aufgrund der unsicheren Risikobereitschaft und des schwindenden Vertrauens in die Stärke und Tragfähigkeit der Gewinne an den globalen Aktienmärkten. Die niedrigen US-Renditen würden nach wie vor einen weiteren Versuch unterstützen, die 2000-Dollar-Marke im Goldpreis zu erreichen, auch wenn der RSI-Index in der Nähe von 85% davor warne, dass Gold in einem zu kurzen Zeitraum zu schnell gekauft wurde, und eine Abwärtskorrektur auf den gegenwärtigen Niveaus gesund sein dürfte. Es bestehe ein wachsendes Risiko rascher Gewinnmitnahmen und einer scharfen Abwärtskorrektur, vorausgesetzt, es würden in angemessenem Umfang spekulative Long-Positionen in Gold eingegangen.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar binnen zwölf Monaten
Goldpreis vs US-Dollar Index im Verlauf der letzten 12 Monate.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Goldsammler

    27. Juli 2020 10:01 at 10:01

    Man könnte auch sagen, dass BIP Q2 wird eingepreist. Auf jeden Fall, werden die Gold-Bugs für das lange warten belohnt. @Markus, Gold wird weitersteigen, das shorten an der Comex hat ein Ende.

  2. Pingback: Meldungen und Nachrichten vom 27. Juli 2020 | das-bewegt-die-welt.de

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Gold/Silber

Goldpreis: Jetzt eine gute Kaufgelegenheit? Achten Sie auf diese Kennzahl

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis ist monatelang und vor allem in den letzten Wochen kräftig angestiegen, von 1.700 Dollar im Juni auf 2.074 Dollar im absoluten Hochpunkt am 7. August. Dann kam der Rückfall. Am 12. August rutschte Gold sogar schnell runter auf 1.862 Dollar. Derzeit hat sich der Goldpreis wieder erholt und notiert bei 1.953 Dollar auf einem scheinbar stabilen Niveau. Frage: Bietet das aktuelle Kursniveau eine gute Kaufgelegenheit?

Goldpreis 120 Dollar unter dem Hoch – Kaufgelegenheit?

Immerhin notiert der Goldpreis jetzt 120 Dollar unter seinem Rekordhoch. Und die Gründe für einen möglichen weiteren Anstieg sind nicht verschwunden. Unendliche Papiergeldvermehrung durch die Notenbanken, Inflationsangst, Coronakrise, Konjunktursorgen, Staatsschulden explodieren usw. Erst vorgestern nannte ein Experte für das Edelmetall ein langfristiges Kursziel von 4.800 Dollar (hier Video-Interview anschauen).

Beim jüngsten Absturz im Goldpreis muss man sich die Gründe anschauen. Natürlich war vor allem eine gehörige Portion Markttechnik im Spiel. Der Markt war überkauft. Und nach so einem kräftigen „Durchatmen“ (Abverkauf) könnte man nun denken, dass ein neuer Anlauf auf noch höhere Kurse als 2.074 Dollar möglich ist. Aber da waren ja auch noch ein steigender US-Dollar und deutlich steigende Renditen für US-Staatsanleihen. Beides drückte zuletzt gegen den Goldpreis.

Entscheidend scheint derzeit zu sein, dass die Rendite für die zehnjährige US-Staatsanleihe noch weiter ansteigt. Je mehr Rendite hier möglich ist, desto weniger attraktiv ist Gold. Seit letztem Freitag bis heute früh ist die Rendite von 0,54 Prozent auf jetzt 0,70 Prozent gestiegen. Das ist eine spürbare Bewegung! Nimmt man die Annahme, dass die überkaufte Lage bei Gold sich bereinigt hat, und dass die US-Rendite nicht weiter ansteigt, dann könnte der Goldpreis womöglich einen neuen Anlauf über die Marke von 2.000 Dollar nehmen. Aber man behalte bitte weiter die US-Rendite und den US-Dollar (Währungskorb US Dollar Index) im Auge, ob die beiden nicht weiter ansteigen. Wichtig: Heute gibt es in den USA ab 14:30 Uhr deutscher Zeit mehrere Konjunkturdaten, die auch für den Goldpreis Bewegung bringen könnten.

Aktueller Analystenkommentar

Ipek Ozkardeskaya von Swissquote hat erst vor wenigen Minuten einen Kommentar zur aktuellen Lage bei Gold veröffentlicht. Der Goldpreis konsolidiere Gewinne in der Nähe von 1.950 Dollar. Höhere US-Renditen und ein festerer US-Dollar könnten den Appetit kurzfristig einschränken. Doch sollten der steigende Inflationsdruck in den USA und die unsichere Marktstimmung die mittelfristige Goldnachfrage intakt halten und den Goldmarkt stützen. Der positive Trend, der sich seit März aufgebaut habe, dürfte oberhalb von 1.845 Dollar, dem großen 38,2% Retracement aus März-August, anhalten.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit Dezember 2019
Goldpreis-Verlauf seit Dezember 2019. Man sieht gut den jüngsten Rückfall. Sind das Kaufkurse?

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Goldpreis und Silber: Nach dem Rücksetzer jetzt kaufen?

Redaktion

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Der Goldpreis fiel zuletzt so stark wie seit dem Jahr 2013 nicht mehr, konnte sich dann aber wieder erholen, liegt aber gleichwohl noch deutlich unter der 2000er-Marke – und auf der anderen Seite hat auch das zuvor noch stärker abverkaufte Silber den Anstieg über die 26 Dollar-Marke wieder geschafft, was aber ebenfalls noch deutlich unter seinem Höchststand von über 29 Dollar von vor wenigen Sitzungen liegt.

Angesichts der jüngsten geopolitischen Ereignisse, wie Russlands Ankündigung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus, herrscht die Meinung vor, dass die Welt das Schlimmste der Pandemie überstanden hat. Und das wiederum macht es schwieriger, eine Fortsetzung des Aufwärtstrends sowohl beim Goldpreis als auch bei der Silber zu prognostizieren.

Darüber hinaus erholen sich die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt rasch, und es gibt ein wachsendes Vertrauen in eine Rückkehr zur „Normalität“, wodurch sichere Häfen wie der Goldpreis weniger in den Fokus der Anleger rücken. Die beide Edelmetalle sind also im Spannungsfeld zwischen dem neuen Konjunkturoptimismus und dem latent schwächeren US-Dollar.

David Jones, chief market strategist bei capital.com, geht von demnächst weiter steigenden Kursen aus und platziert Trades – welche, sehen Sie in diesem Video:

Ist die Korrektur beim Goldpreis und auch bei Silber eine gute Einstiegschance?

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Gold/Silber

Markus Krall über Nullzinsen und Gold – „Wirecard auf Crack“

Redaktion

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Bekanntlich ist Markus Krall ein Kritiker der Maßnahmen im Rahmen der Coronakrise – und ein Anhänger von Gold (als Chef des Edelmetall-Händlers Degussa kein Wunder..). Er sieht in der Nullzinspolitik einen verhängnisvollen Fehler, der die Illusion unseres Wohlstand aufrecht erhalten soll.

Aber die Möglichkeiten der Notenbanken schrumpfen zunehmend, so Markus Krall. Sie können seit der Coronakrise etwa den Goldpreis nicht mehr so stark manipulieren wie zuvor – und haben mit ihrer Poltik die Banke in eine schwere Krise gebracht (die derzeit aber durch „Bilanzverschleierung“ noch kaschiert werden – „Wirecard auf Crack“, wie Markus Krall süffisant formuliert). Mit der Abschaffung des Zinses und des Insolvenzrechts seien alle Markt-Signale ausser Kraft gesetzt, sodass wir derzeit schon in einer Planwirtschaft leben würden.

Im Grunde passiere derzeit eine gigantische Insolvenzverschleppung, deren einizge Heilung der Goldstandard sei, so der Bestseller-Autor:

Markus Krall über Nullzinsen und Gold

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